Mal ein bisschen Hintergrundinfos zum INSM.
Seit langem gibt es Kräfte, welche die sog. soziale Marktwirtschaft, eine Art sozial-demokratischen Kapitalismus, auf seinen Kern, das Profitmaximieren, reduzieren und alle Beschränkungen abschaffen wollen. Einen Zustand, wo einige Wenige von der Arbeit eines ganzen Volkes provitieren, wo den Arbeitern in ihrer totalen Abhängigkeit nur das zum Überleben unbedingt erforderliche bleibt - sofern man sie benötigt. Die Volksteile, welche nicht benötigt werden, überlässt man jedoch ohne jede Hilfe - geschweige denn Mitleid - ihrem Schicksal oder "entfernt" sie aus der Gesellschaft.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine, zum Erreichen dieser Ziele, im Jahr 2000 vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete sowie von weiteren Wirtschaftsverbänden und Unternehmen, der CDU/CSU und FDP und diversen Politikern, ja sogar Verfassungsrichtern, getragenen Organisation mit dem Ziel, die Bevölkerung auf ideologischer Ebene von der Notwendigkeit wirtschaftsliberaler Politik zu überzeugen.
Wirtschaftsliberale Politik bedeutet hier genau das: die Abschaffung der sog. sozialen Marktwirtschaft und die Schaffung eines reinen provitorientierten Kapitalismus - ohne wenn und aber. Diese im INSM vereinten Menschen, wenn man sie unter den Wertbegriffen von Moral und Menschlichkeit überhaupt noch so bezeichnen kann, favorisieren damit ein alt bekanntes Wirtschaftsmodell: den Feudalismus und wollen diesen wieder einführen.
Die dort vertretenen Arbeitgeber wollen damit nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die politische und damit die totale Macht.
Zur Durchsetzung seiner Ziele (u.a. Rentenkürzung, Steuersenkung, Kündigungsschutz abschaffen, Senkung der Lohnnebenkosten, Einführung von Studiengebühren und damit Ausschluß von Armen aus höherer Bildung, Abschaffung des Sozialsystems und stattdessen Selbstabsicherung) nutzt das INSM alle Mittel der modernen Kommunikation: PR, Presse, TV (Talkshows), Radio, Internet, Bücher, Veranstaltungen, Lehrgänge, ja sogar Schul- und Lehrmaterialien! und beginnt dabei bereits bei unseren Kindern mit gezielter Meinungsbildung und -beeinflussung.
Eine solche Vorgehensweise ist auch unter dem Begriff "psychologische Kriegsführung" bekannt.
So sollen nicht nur Erwachsene überzeugt, sondern bereits Pro-Arbeitgeber eingestellte Ja-Sager und Dulder herangezogen werden, die jeden Einschnitt in ihre Menschenrechte als Normal und für die Aufrechterhaltung des Systems erforderlich ansehen.
Das ist keinesfalls eine auf das Gebiet der BRD beschränkte Tätigkeit, denn die INSM wirkt Global, sie ist Mitglied im Stockholm Network, einer Dachorganisation gleichgeschalteter weltweit operierender wirtschaftsliberaler Denkfabriken und Organisationen, die alle das selbe Ziel haben: einen globalen, also weltumspannenden, von jeder staatlichen Kontrolle unabhängigen rein profitorientierten Kaptialismus ohne rechtliche Beschränkungen zu etablieren.
Hartz I bis IV, "Workfare", Sprüche wie: "Sozial ist, was Arbeit schafft." und "Nur wer arbeitet soll auch essen.", die Konjunkturpakete I und II (die Steuermilliarden durfte Hans Tietmeyer, Kuratoriumsvorsitzender des INSM, an die Wirtschaft verteilen) - alles Ergebnisse der Tätigkeit des INSM.
Mittlerweile hat die INSM auch die Medien fest unter ihrer Kontrolle. Aktuelle Berichterstattungen über die Hintergründe des INSM gibt es nicht mehr. Die Letzten stammen aus 2005:
"Arbeitgeber finanzieren journalistische Inhalte", "Zapp", NDR vom 19.10.2005, 23:00 Uhr
"Getarnte Lobby" plusminus vom 30.08.2005
http://de.wikipedia.org/wiki/INSMhttp://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... wirtschaft