Ausbildung vor Vermittlung?

Begonnen von Der Friese, 15. Oktober 2023, 18:16:23

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Der Friese

Moin

Kennt sich wer mit den Abläufen bei der BA aus und wie man am besten vorgeht?

Sohn Eins hat gerade seine Ausbildung abgeschlossen, wurde zum 01.09 Beamter und studiert nun Ingenieurswissenschaften. Somit der beste Beweis, dass auch Kinder von Hartzern zwangsläufig "unten" bleiben.  :blum: Und wohl auch der Grund, der seinen Bruder zum Nachdenken gebracht hat.

Nun aber zu meiner Frage: Sein Bruder hat im Laufe der Jahre eine regelrechte Schulphobie entwickelt. Daher hat er (nach genügend Fehlzeiten  :wand: ) das Gymnasium mit der Mittleren Reife verlassen. Danach ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und eine Ausbildung zum Erzieher begonnen. Dann kam Corona und alles wurde auf rein schulisch umgestellt. Also Abbruch.  :schock:  Danach hat er nun 2 Jahre bei der Post gearbeitet. Machte ihm auch Spaß, jedoch merkt er auch, dass er damit nicht weiter kommt. So hat er nun seinen Vertrag auslaufen lassen und sich zum 15.10 arbeitslos gemeldet.

Also steht bald der erste Termin bei der BA an. Jobs würde er auch ohne bekommen. Jedoch hat er sich nun dazu entschlossen, eine Ausbildung zu machen. Am liebsten als Rettungssanitäter. Nur ist der Zeitpunkt natürlich blöd. Muss er jetzt jeden Job annehmen, oder kann er sich auch auf eine Ausbildung vorbereiten lassen? Hier wäre der Notfallsanitäter interessant. Dauert drei Monate und die Anbieter DRK; Malteser... geben eine Einstellungsgarantie. Wäre zur Vorbereitung der eigentlichen Ausbildung in meinen Augen eine sinnvolle Tätigkeit.

Ist das so möglich, oder sagen die dann, du hast nen Job, nun mach mal? das Ziel ist ja die richtige Ausbildung. Wie geht man am besten in die Gespräche beim BA?

Falls wichtig. Er ist 23 und wohnt alleine.

september23

Zitat von: Der Friese am 15. Oktober 2023, 18:16:23Moin

Kennt sich wer mit den Abläufen bei der BA aus und wie man am besten vorgeht?

...Also steht bald der erste Termin bei der BA an. Jobs würde er auch ohne bekommen. Jedoch hat er sich nun dazu entschlossen, eine Ausbildung zu machen. Am liebsten als Rettungssanitäter. Nur ist der Zeitpunkt natürlich blöd. Muss er jetzt jeden Job annehmen, oder kann er sich auch auf eine Ausbildung vorbereiten lassen? Hier wäre der Notfallsanitäter interessant. Dauert drei Monate und die Anbieter DRK; Malteser... geben eine Einstellungsgarantie. Wäre zur Vorbereitung der eigentlichen Ausbildung in meinen Augen eine sinnvolle Tätigkeit.

Ist das so möglich, oder sagen die dann, du hast nen Job, nun mach mal? das Ziel ist ja die richtige Ausbildung. Wie geht man am besten in die Gespräche beim BA?

Falls wichtig. Er ist 23 und wohnt alleine.
Auskennen wäre zuviel gesagt, wenn ich lese "Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 1.100 Euro brutto im Monat. Du lernst die Grundlagen der Anatomie und machst dich mit deinem zukünftigen Einsatzgebiet vertraut. Im zweiten Jahr steigt die Vergütung dann auf 1.200 Euro an. Dann hast du bereits einige Stunden Theorie und Praxis hinter dir" wäre doch Ausbildung mit BAB eine Option.

lappa

Er kann einfach eine Ausbildung anfangen und dann mit BAB oder Bürgergeld oder Wohngeld aufstocken/ergänzen.


Der Friese

Danke für eure Antworten. Es geht erst einmal nicht vordringlich um Geld. Die Frage ist ehr, wie kommt er zu der Ausbildung, die ja erst im kommenden Ausbildungsjahr starten kann. Wie kann er Zeit sinnvoll nutzen und welche Förderungen kann er von der BA bekommen? Muss er irgendeinen Job annehmen und dann sagen die: Du bist nicht mehr unser Problem. Dann hat er immer noch keine Ausbildung.

september23

Zitat von: Der Friese am 16. Oktober 2023, 20:22:46Danke für eure Antworten. Es geht erst einmal nicht vordringlich um Geld. Die Frage ist ehr, wie kommt er zu der Ausbildung, die ja erst im kommenden Ausbildungsjahr starten kann. Wie kann er Zeit sinnvoll nutzen und welche Förderungen kann er von der BA bekommen? Muss er irgendeinen Job annehmen und dann sagen die: Du bist nicht mehr unser Problem. Dann hat er immer noch keine Ausbildung.
verstehe das Anliegen nicht so ganz. Eine Ausbildung vor der Ausbildung? Was meinst Du mit Vorbereitung und wo hat er sich bislang erkundigt?

Zu einer Ausbildung kommt man mittels Bewerbung. In dem Bereich wird händeringend gesucht, auf den Wagen stehen Telefonnummern, die man kontaktieren kann. Auf Ausbildung.de habe ich 72 Stellenanzeigen gesehen. Malteser vorn mit dabei.

Notfallsanitäter ist eine dreijährige schulische Ausbildung, Rettungssanitäter hab ich nur das mit den zwei Jahren gefunden. Auch der Notfallsani bekommt von Anfang an ein Ausbildungsgehalt und könnte mit BAB aufstocken.

Vorbereitung für den jungen Mann wäre vielleicht eine Art Praktikum im Krankenhaus oder so. Damit er sieht, ob der Job überhaupt was für ihn ist. Denn schon die Arbeit im Krankenhaus ist für manche Menschen nichts, erst recht nicht der Notfall-Sani, der zu Notfällen und auch Unfällen kommt.

Zitat von: Der Friese am 16. Oktober 2023, 20:22:46Muss er irgendeinen Job annehmen und dann sagen die: Du bist nicht mehr unser Problem. Dann hat er immer noch keine Ausbildung.
Er sollte nicht auf Hilfe vom Arbeitsamt warten, denn das kommt meist nicht viel bei rum. Bewerben (muss er eh selbst) und mit den Leuten vor Ort sprechen, wie er die Zeit überbrücken kann. Lieber bei den Maltesern, Caritas und Co nachfragen, die könnten ihn gut beraten.

Sheherazade

Zitat von: september23 am 16. Oktober 2023, 23:13:23mit den Leuten vor Ort sprechen, wie er die Zeit überbrücken kann. Lieber bei den Maltesern, Caritas und Co nachfragen, die könnten ihn gut beraten.

Das wäre der beste Weg, die erzählen ihm dann vielleicht auch was zu dem freiwilligen sozialen Jahr als Übergangslösung.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967

"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"