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Autor Thema: nicht selbst genutzes Wohneigentum  (Gelesen 750 mal)

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Offline LHenrike

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nicht selbst genutzes Wohneigentum
« am: 01. August 2019, 15:28:30 »
Hallo!

Nach Umzug habe Hartz IV beantragt und muss nun zu meinem Wohneigentum Stellung beziehen.
Das Wohneigentum gehört mir und meiner Schwester, es ist noch nicht abgezahlt und wird von meinem Vater als Büro genutzt(Mietvertrag).

Nun soll geprüft werden "nach §24 Abs5 SGBII, ob die Leistungen lediglich als Darlehen erbracht, da ich über nicht  selbst genutztes Wohneigentum verfüge.
Die Leistungen können als Zuschuss erbracht werden, wenn die fehlende Verwertbarkeit des Vermögens,/(..) nicht in Ihrer alleinigen Verantwortung liegt. Ich bitte Sie um Stellungnahmen, ob Sie um den Verkauf der Wohnung bemüht sind und ob Ihre Schwester bereit wäre Ihren Anteil des Eigentums zu veräußern."

Ich habe bisher aus dieser Konstellation nie (war bei zwei anderen Jobcentern)dazu Stellung beziehen müssen, es wurde nur ermittelt welches einkommen ich mit der wohnung erziele.
Meine Schwester möchte ihren Anteil nicht verkaufen und ich kann weder kurzfristig, den Mietvertrag kündigen (Büro des Vaters). Welche Verkaufsbemühungen erfordern das JC?

was soll ich in der Stellungnahme sagen? Wie sieht die Lage aus ihrer sicht aus`? :mail:

Vielen Dank!

Offline Hartzer_Käse

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #1 am: 01. August 2019, 16:22:19 »
Hallo LHenrike,

also als einzige Lösung neben dem Verkauf der Immobilie sehe ich nur die Möglichkeit, dass du selbst in deine Hälfte der Immobilie einziehst. Ist die Immobilie denn in zwei Wohneinheiten teilbar?

Um genaueres zu deinem Fall sagen zu können, sind detailliertere Angaben erforderlich. zum Beispiel welchen Wert hat deine Immobilienhälfte? Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Wert einer halben Immobilie das Schonvermögen übersteigt, aber Gewissheit bekommt man nur mit Zahlen und Fakten! 

Aber anhand deiner bisherigen Fakten sieht es so aus als ob du nicht Hilfebedürftig bist, sondern ein beträchtliches Vermögen in Form einer halben Immobilie hast.

Tendenziell würde ich sagen, die Chance auf eine Bewilligung vom JC auf H4 Leistung ist eher negativ, es wird dann wahrscheinlich auf eine Leistung auf Darlehnsbasis hinauslaufen.

Gruß

Hartzer Käse

Offline blaumeise

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #2 am: 01. August 2019, 16:35:20 »
Zitat von: Hartzer_Käse am 01. August 2019, 16:22:19
also als einzige Lösung neben dem Verkauf der Immobilie sehe ich nur die Möglichkeit, dass du selbst in deine Hälfte der Immobilie einziehst.
So weit ist es doch noch gar nicht. Erst mal ist eine Stellungnahme gefordert:
Zitat von: LHenrike am 01. August 2019, 15:28:30
Die Leistungen können als Zuschuss erbracht werden, wenn die fehlende Verwertbarkeit des Vermögens,/(..) nicht in Ihrer alleinigen Verantwortung liegt. Ich bitte Sie um Stellungnahmen, ob Sie um den Verkauf der Wohnung bemüht sind und ob Ihre Schwester bereit wäre Ihren Anteil des Eigentums zu veräußern."


Was ist das denn überhaupt für ein Wohneigentum? Handelt es sich um mehrere getrennte Wohungen oder um eine einzige? Wie viele Räume, lässt sich da "dein Anteil" abteilen?

Gib bitte mehr Informationen, sonst kann man dir gar nichts sagen bezüglich einer Stellungnahme oder bezüglich Argumenten, inwiefern dein Anteil nicht veräußert werden kann.

Offline Hartzer_Käse

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #3 am: 01. August 2019, 17:38:04 »
Zitat von: Hartzer_Käse am 01. August 2019, 16:22:19
also als einzige Lösung neben dem Verkauf der Immobilie sehe ich nur die Möglichkeit, dass du selbst in deine Hälfte der Immobilie einziehst.
So weit ist es doch noch gar nicht. Erst mal ist eine Stellungnahme gefordert:
Zitat von: LHenrike am 01. August 2019, 15:28:30
Die Leistungen können als Zuschuss erbracht werden, wenn die fehlende Verwertbarkeit des Vermögens,/(..) nicht in Ihrer alleinigen Verantwortung liegt. Ich bitte Sie um Stellungnahmen, ob Sie um den Verkauf der Wohnung bemüht sind und ob Ihre Schwester bereit wäre Ihren Anteil des Eigentums zu veräußern."

Hallo blaumeise,

selbstverständlich gilt das im Falle wenn das JC die Leistungen ablehnt und nur als Darlehn anbietet. Aber ob das eine Option für die TE wäre, dazu wurden zu wenig Informationen bisher gegeben.

Warten wir mal ab ob noch mehr Informationen kommen.

Gruß

Hartzer Käse

Offline LHenrike

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #4 am: 02. August 2019, 14:41:42 »
Zitat von: Hartzer_Käse am 01. August 2019, 16:22:19
also als einzige Lösung neben dem Verkauf der Immobilie sehe ich nur die Möglichkeit, dass du selbst in deine Hälfte der Immobilie einziehst.
So weit ist es doch noch gar nicht. Erst mal ist eine Stellungnahme gefordert:
Zitat von: LHenrike am 01. August 2019, 15:28:30
Die Leistungen können als Zuschuss erbracht werden, wenn die fehlende Verwertbarkeit des Vermögens,/(..) nicht in Ihrer alleinigen Verantwortung liegt. Ich bitte Sie um Stellungnahmen, ob Sie um den Verkauf der Wohnung bemüht sind und aMoin,

Danke für Eure Antworten. Nochmal ein paar mehr Informationen. Es handelt sich um eine noch nicht abgezahlte Immobilie (ich habe davon nicht viel einkommen - Zinsen, Tilgung, Reparaturen....) , mit 2 Zimmern (70m²), man kann die Wohnung nicht teilen (also es gibt nicht "meinen Anteil" ). Sie ist grad vermietet, wenn ich Eigenbedarf anmelde, hat der Mieter 9 Monate kündigungsfrist da das Mietverhältnis seit 2006 besteht, daher macht es nicht Sinn (vielleicht habe ich bis dahin ja wieder arbeit, bin in Elternzeit).
Außerdem haben 3 andere Jobcenter mir Leistungen vorher gewährt, daher wundert mich jetzt die Stellungnahme.

Was meint ihr nun? ;o)

LG

Online Sheherazade

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #5 am: 02. August 2019, 14:55:16 »
Sie ist grad vermietet

Ja, an euren Vater. Ist die Wohnung zur marktüblichen Miete vermietet?
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline LHenrike

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #6 am: 02. August 2019, 15:17:42 »
Ich denke schon (Mein VAter verwaltet das ganze bisher, er wollte es für uns als Altersvorsorge machen und vll hat er auch irgendeinen Vorteil), bei 70m² ist die Kaltmiete: 560€/Warm:650€

Gast45409

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Re: nicht selbst genutzes Wohneigentum
« Antwort #7 am: 02. August 2019, 16:17:33 »
1. Oben schreibst Du von "Büro Vater" - ist das Objekt also gewerblich vermietet? Dann gelten nämlich andere Kündigungsfristen.
2. Was ist denn mit den Mieteinahmen? Die bekommst ja Du und Deine Schwester. Da die verbundenen Kosten wie Zinsen und Tilgung beim JC keine Bedeutung haben (zumindest nicht bei nicht selbst bewohntem Eigentum), müsste Dein Anteil entsprechend vom Jobcenter als Einkünfte angerechnet werden. Ist das denn bisher von den anderen Jobcentern erfolgt?
3. Natürlich kann man dieses Objekt trotzdem verkaufen. Stimmt Deine Schwester nicht zu, kannst Du (bzw. musst Du) eine sog. Teilungsversteigerung einleiten.