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Autor Thema: SB möchte in jedem Gespräch in der Vergangenheit graben -halbes Jahr oder länger  (Gelesen 1085 mal)

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Offline Subkulturmann

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Guten Abend! Mein SB fragt mich in jedem Gespräch immer Dinge, die schon mindestens ein halbes Jahr her sind.
Wie soll ich nur damit umgehen? Soll ich ihm sagen, tut mir leid, aber das ist doch so lange schon her?
Ich weiß auch gar nicht was der SB damit will!?  :weisnich:
Kann man überhaupt Fragen gar nicht beantworten / "Tut mir leid, da fällt mir jetzt auch nichts ein." und wird dann gleich sanktioniert?
Der SB fragte auch schon mal Dinge, die bereits mit der Leistungsabteilung abgeklärt waren, z.B. Größe der Wohnung oder letzte Kündigung aus der Firma. Ein Arbeitsvermittler muss nicht wissen wie groß und teuer meine Wohnung ist. Ist Sache der Leistungsabteilung.
Ihr seht wie ich mir wegen dem wieder Gedanken mache, aber später sitzt man im Zimmer und ist völlig überfragt, wieso der mit sowas jetzt ankommt.
Ich will dann aber auch nicht zu dumme Antworten geben.

Offline Meph1977

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einfach zurück fragen. "Wollten sie nicht über die aktuelle berufliche Situation mit mir sprechen?"
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline Pascal1

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Versuch es mal mit: "Das ist schon XYZ Monate her, woher soll ich das jetzt wissen?"  :grins:

Offline Subkulturmann

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Ich hörte mal oder las irgendwo, man kann sanktioniert werden, wenn man im Gespräch stumm bleibt.
Ich für meinen Teil finde nicht alle Fragen des Arbeitsvermittlers passend. Da war mal was freiwilliges und ich nahm dran nicht teil und schwups wollte der Typ wissen, warum ich da nicht mitteilnehmen wollte. Das war auch bestimmt 8 Monate danach. Ich meine!?

Offline Einfachicke

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Wenn Du in einem solchen Gespräch ganz stumm bleibst, kann das in der Tat als "Einladungsgrund nicht erfüllt" gewertet werden.

Ich persönlich würde (und habe auch in der Vergangenheit während meines ALG-II-Bezuges) auf sehr persönliche Fragen, die ich als übergriffig empfand, gesagt, dass ich diese nicht beantworten möchte und auf Nachhaken bin ich dann stumm geblieben.
Fragen, wie beispielsweise nach der Größe meiner Wohnung, (die ja schon beantwortet wurden, beim Antrag) würde ich dementsprechend beantworten: "Tut mir leid, das kann ich Ihnen gerade nicht beantworten. Aber Ihre Kollegen aus der Leistungsabteilung haben diese Informationen vorliegen." Denn mal ehrlich, wer von uns Bürgern schleppt schon immer seinen Mietvertrag mit sich rum?

Und bloß nicht den Kopf darüber zerbrechen, was genau mit diesem Hinterfragen bezweckt werden soll.
Das ist nämlich ganz einfach zu erklären.
Es soll den "Delinquenten" verunsichern und dazu bringen, mehr von sich preis zu geben und Schwächen zu offenbaren, die dann vom Gegenüber gnadenlos ausgenutzt werden, beispielsweise um diesen in einer von diesen hirnrissigen Maßnahmen unterzubringen, in denen (angebliche) psychische Defizite mit Mandalas-Ausmalen oder Vogelhäuschen-Bauen oder Lamas-Ausführen oder Grundschul-Matheaufgaben-Lösen therapiert werden sollen.

Also mein Rat wäre:
Nicht gar nichts antworten - sondern nur ganz kurz und knapp das Erforderliche antworten und versuchen dabei seine Emotionen außen vor zulassen.

lg Einfachicke

Offline Fettnäpfchen

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Kommt immer auf die Fragen an und da bin ich spontan genug um entsprechend zu antworten.
Bei Fragen die schon beantwortet sind würde ich fragen ob sie meine Akte nicht kennt auch wenn es um Whg. Fragen geht
ist nicht leistungsrelevant..
ist persönlich und geht sie nichts an...
keine Ahnung was meinen Sie......
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Offline Steve79

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Wenn die Vergangenheit unklar ist macht es schon Sinn mal nachzufragen.

Man muss aber nur auf relevante Sachen antworten.

Offline Hary

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Naja es kommt darauf an wie das Verhältnis zu dem Sachbearbeiter ist. Ich hatte auch schon durchaus Sachbearbeiter wo man sich auch mal locker über Hobbys und die Welt unterhalten hat und andere die versucht haben wie ein Ermittler Unstimmigkeiten zu suchen. Die Frage nach der Wohnsituation ist ja auch in der Vermittlung nicht unbedingt bedeutungslos.

Davon abgesehen ist es sinnvoll erst zu denken dann zu sprechen. Wenn Dinge gefragt werden die schon lange zurück liegen oder du dir nicht sicher bist dann antworte einfach das du diese Frage gerade nicht beantworten kannst weil es zu lange her ist und du erst deine Unterlagen prüfen musst.

Wenn du dich einfach nur stur hinsetzt und nicht mitwirkst ist es natürlich eher schlecht und das Verhältnis zum Sachbearbeiter wird dadurch wohl nicht besser.

Offline Fettnäpfchen

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Mit Beistand dürften die meisten überflüssigen oder dämlichen Fragen wegfallen.

MfG FN
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Offline Subkulturmann

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@Fettnäpfchen
Oh, da kennst du leider meinen SB schlecht.
Mit Beistand kommen die gleichen Fragen dran, als wenn man ohne dort sitzt.
Mein SB kommt mir auch immer sehr inkompetent vor. Seine Art zu fragen, oder Dinge zu behaupten. Ich muss ihn mal bei Gelegenheit fragen, was er gelernt hatte, bevor er beim Jobcenter angestellt war.

Ich hatte damals mal einen SB, der änderte sogar die Eingliederungsvereinbarung, obwohl die schon ca. 4 Tage unterschrieben war. Der war echt ok.
Aber den hatte ich sehr kurz. Er bewarb sich aus dieser Beschäftigung anscheinend heraus.

Offline Hary

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Mit Beistand dürften die meisten überflüssigen oder dämlichen Fragen wegfallen.

Wobei der Beistand schon sorgsam ausgewählt werden sollte. Es ist nämlich so das auch die Äußerungen eines Beistandes dem anderen angelastet wird. Ich weiß jetzt nicht genau wie es bei einem Jobcenter Termin ist, aber die Aussagen eines Beistandes sind rechtlich so zu werten wie die Aussage der Person der Beigestanden wird.

Es wäre also durchaus nicht sinnvoll eine Gesprächigen Beistand mitzunehmen sondern eher einen der sich zurückhält.

Offline Fettnäpfchen

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Zitat von: Hary am 11. Mai 2021, 16:27:35
Ich weiß jetzt nicht genau wie es bei einem Jobcenter Termin ist, aber die Aussagen eines Beistandes sind rechtlich so zu werten wie die Aussage der Person der Beigestanden wird.
So ist es auch beim JC!

Es gilt
Zitat von: Hary am 11. Mai 2021, 16:27:35
Es wäre also durchaus nicht sinnvoll eine Gesprächigen Beistand mitzunehmen sondern eher einen der sich zurückhält.
genauso wie hier:
Zitat von: Subkulturmann am 10. Mai 2021, 22:04:09
Mit Beistand kommen die gleichen Fragen dran, als wenn man ohne dort sitzt.
einen Beistand dabei zu haben der sich uU für den eLB einsetzt. Es muss ja nicht so laufen wie im Beispiel unten.

Ein Beispiel:
Ich war mal bei einem Termin Beistand da versprach der SB das der eLB eine Anzeige bekommt aufgrund eines verfassten Schreibens/Stellungsnahme in dem sich der SB angegriffen und beleidigt fühlte und angeblich hat die Rechtsabteilung dem SB beigepflichtet un d angeregt das er eine Anzeige schalten soll.

Erst wollte ich das Schreiben sehen um es zu widerlegen,
als Antwort kam > Das müssen sie doch wissen denn das haben mit Sicherheit Sie verfasst denn der eLB kann so etwas nicht; und zum eLB das haben sie davon dass sie das unterschrieben haben...
Ich beharrte darauf das er mir das Schreiben vorlegt weil ich nicht nur ein sondern viele Schreiben verfasst habe und daher nicht weiß was er meint und wenn er will dass das geklärt wird soll er seinen Vorwurf der Beleidigung jetzt erklären und dann kann man immer noch weitersehen.

Darauf holte er es, durften solange vor dem Zimmer warten, dann legte er es mir vor und da hat man erkannt das sehr viel angekreuzt und mit Bemerkungen voll gestopft war. Ich las das ganze Schreiben mit den zusätzlichen Bemerkungen und sagte dann er muss mir zeigen was er meint ich erkenne da keine Beleidigung.

Dann hieß es hier und da un dort und blablabla....
Danach zuckte ich nur mit der Schulter und sagte, na gut wenn sie meinen ... Sie sollten aber schon die Satzzeichen mitlesen denn dadurch ergibt sich der wirkliche Sinn, genauso wenn da steht meiner Meinung nach und ähnliches dann ist das keine Beleidigung sondern eine Meinungsäusserung und noch darf man seine Meinung angemessen äußern.
Er darf gerne eine Anzeige machen wenn er meint das zu müssen.. der Rest wird sicherlich vor dem Gericht geklärt.

Quintessenz war das nichts kam außer dass dem Schreiben Recht gegeben wurde der eLB eine Nachzahlung in vierstelliger Höhe bekam und beim nächsten Termin ein neuer SB zuständig war.

Zitat von: Subkulturmann am 10. Mai 2021, 22:04:09
Ich muss ihn mal bei Gelegenheit fragen, was er gelernt hatte, bevor er beim Jobcenter angestellt war.
Der SB war ein Dipl. Ing
Zumindest stand das auf seinem Schild und seiner Visitenkarte.

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