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SB möchte in jedem Gespräch in der Vergangenheit graben -halbes Jahr oder länger

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Subkulturmann:
Guten Abend! Mein SB fragt mich in jedem Gespräch immer Dinge, die schon mindestens ein halbes Jahr her sind.
Wie soll ich nur damit umgehen? Soll ich ihm sagen, tut mir leid, aber das ist doch so lange schon her?
Ich weiß auch gar nicht was der SB damit will!?  :weisnich:
Kann man überhaupt Fragen gar nicht beantworten / "Tut mir leid, da fällt mir jetzt auch nichts ein." und wird dann gleich sanktioniert?
Der SB fragte auch schon mal Dinge, die bereits mit der Leistungsabteilung abgeklärt waren, z.B. Größe der Wohnung oder letzte Kündigung aus der Firma. Ein Arbeitsvermittler muss nicht wissen wie groß und teuer meine Wohnung ist. Ist Sache der Leistungsabteilung.
Ihr seht wie ich mir wegen dem wieder Gedanken mache, aber später sitzt man im Zimmer und ist völlig überfragt, wieso der mit sowas jetzt ankommt.
Ich will dann aber auch nicht zu dumme Antworten geben.

Meph1977:
einfach zurück fragen. "Wollten sie nicht über die aktuelle berufliche Situation mit mir sprechen?"

Pascal1:
Versuch es mal mit: "Das ist schon XYZ Monate her, woher soll ich das jetzt wissen?"  :grins:

Subkulturmann:
Ich hörte mal oder las irgendwo, man kann sanktioniert werden, wenn man im Gespräch stumm bleibt.
Ich für meinen Teil finde nicht alle Fragen des Arbeitsvermittlers passend. Da war mal was freiwilliges und ich nahm dran nicht teil und schwups wollte der Typ wissen, warum ich da nicht mitteilnehmen wollte. Das war auch bestimmt 8 Monate danach. Ich meine!?

Einfachicke:
Wenn Du in einem solchen Gespräch ganz stumm bleibst, kann das in der Tat als "Einladungsgrund nicht erfüllt" gewertet werden.

Ich persönlich würde (und habe auch in der Vergangenheit während meines ALG-II-Bezuges) auf sehr persönliche Fragen, die ich als übergriffig empfand, gesagt, dass ich diese nicht beantworten möchte und auf Nachhaken bin ich dann stumm geblieben.
Fragen, wie beispielsweise nach der Größe meiner Wohnung, (die ja schon beantwortet wurden, beim Antrag) würde ich dementsprechend beantworten: "Tut mir leid, das kann ich Ihnen gerade nicht beantworten. Aber Ihre Kollegen aus der Leistungsabteilung haben diese Informationen vorliegen." Denn mal ehrlich, wer von uns Bürgern schleppt schon immer seinen Mietvertrag mit sich rum?

Und bloß nicht den Kopf darüber zerbrechen, was genau mit diesem Hinterfragen bezweckt werden soll.
Das ist nämlich ganz einfach zu erklären.
Es soll den "Delinquenten" verunsichern und dazu bringen, mehr von sich preis zu geben und Schwächen zu offenbaren, die dann vom Gegenüber gnadenlos ausgenutzt werden, beispielsweise um diesen in einer von diesen hirnrissigen Maßnahmen unterzubringen, in denen (angebliche) psychische Defizite mit Mandalas-Ausmalen oder Vogelhäuschen-Bauen oder Lamas-Ausführen oder Grundschul-Matheaufgaben-Lösen therapiert werden sollen.

Also mein Rat wäre:
Nicht gar nichts antworten - sondern nur ganz kurz und knapp das Erforderliche antworten und versuchen dabei seine Emotionen außen vor zulassen.

lg Einfachicke

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