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Autor Thema: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel  (Gelesen 1300 mal)

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Online crazy

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #15 am: 16. April 2021, 07:23:43 »
selbiger, bestes Beispiel wie es nicht funktioniert ist doch die ehemalige DDR und Polen etc. in der Sozialistischen Periode.
Wohnraum zum Spottpreis, so lange bis das Dach eingebrochen ist und die Bewohner jede zweite Treppenstufe verheizt haben...1990 konnte man noch die Schusslöcher aus 1940 bis 45 an den Häusern bewundern.
Eigentum verpflichtet. Zur Instandhaltung wird Geld benötigt.  Dazu dienen die Mieteinnahmen. Auf diese muss der Vermieter Steuern zahlen.
Was schädlich ist sind die Investitionsgesellschaften. Da geht es. nur um Gewinne, da wird runtergewirtschaftet, ständig verkauft etc...
Zudem sind Neubauten und Modernisierungen teuer.Das muss iwie wieder reingeholt werden. Ist wie im privaten.Wama gekauft, ich weiß ich muss gleichzeitig wieder ansparen für die nächste neue.
Mit dem Neubau ist also klar, da fallen jährlich Reparaturen an und periodisch auch größere Sachen. Und ja, auch Mietausfall. Faktisch bleibt unterm Strich also gar nicht mehr soviel an Einkommen aus Vermietung über. Und wer mehr als nur 1 Wohnung oder ein Mietshaus hat, hat dazu noch hohe Verwaltungskosten und Arbeit

Offline Fylou

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #16 am: 16. April 2021, 07:32:26 »
Zitat von: selbiger am 16. April 2021, 07:19:21
.hier wird doch nur wieder ein klientehl bedient.

Auch die Familie mit 3000€ Einkommen würde gerne günstiger wohnen, warum geht man immer nur davon aus dass es die "Armen" betrifft? Angebot und Nachfrage bestimmen seit jeher unsere Wirtschaft, auch wenn bei dir "früher alles besser war". Das Einkommen bestimmt was man sich leisten kann, auch das ist von jeher so. Jeder will gerne möglichst günstig möglichst schön wohnen, aber das geht eben nicht.

Zitat von: crazy am 16. April 2021, 07:23:43
Mit dem Neubau ist also klar, da fallen jährlich Reparaturen an und periodisch auch größere Sachen. Und ja, auch Mietausfall. Faktisch bleibt unterm Strich also gar nicht mehr soviel an Einkommen aus Vermietung über. Und wer mehr als nur 1 Wohnung oder ein Mietshaus hat, hat dazu noch hohe Verwaltungskosten und Arbeit

Richtig, aber diese ganzen Kosten würde man nur sehen wenn man sich mal mit dem Thema beschäftigt und nicht jeden der Geld verdient als Unmensch hinstellt. Für viele Vermieter ist das Haus ihr Einkommen, ihre Rente und Absicherung. Natürlich gibt es Firmen die das ausnutzen und den letzten Cent aus den Mietern pressen ohne Gegenleistung. Aber es wohnen fast 60% der Deutschen zur Miete, ohne Vermieter geht es also nicht.

Es steht ja jedem frei selber zu vermieten wenn das so lukrativ ist. Wohl dem, der dann passable Mieter findet.
Wer schlau ist kann sich dumm stellen. Andersrum geht das nicht.

Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #17 am: 16. April 2021, 08:09:23 »
warum zu recht..
Weil diese Miete vertraglich vereinbart wurde und der linke Senat die Vermieter in verfassungswidriger Weise gezwungen hat, die Miete zu kürzen. Oder soll das Jobcenter ALG II auch nicht nachzahlen müssen, wenn der Leistungsempfänger eine Klage wegen einer Sanktion oder auf höhere Leistungen gewinnt?

Online Meph1977

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #18 am: 16. April 2021, 08:52:43 »
Vonovia hat übrigens angekündigt auf Nachzahlungen verzichten zu wollen. Da steigt doch glatt mein Meinungspegel über die.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #19 am: 16. April 2021, 09:15:26 »
Ob die solidarischen Wohnungsbaugenossenschaften genauso kulant sein werden wie die kapitalistische Vonovia? Zumindest bei den vieren, die gegen den Mietendeckel geklagt haben, ist das stark zu bezweifeln...

Online crazy

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #20 am: 16. April 2021, 10:22:25 »
Naja, wenn ich mir die runtergekommen Buden da so anschaue ist Sanierung mehr als drin gend angesagt. Und das muss bezahlt werden.
Mieter haben ja mittlerweile Ansprüche. Da fällt das Interesse an der Anmietung von Wohnung mit 50/60er Jahre Standard äußerst gering aus. Das ist dann nett umschrieben mit Handwerkerwohnung, hier wartet noch ihre individuelle Gestaltung auf Sie. Ach ja und sogar Nachtspeicherheizungen und Böden mit Asbestinhalt. Wie schön.

Bei uns wurden einige dieser Bauten jetzt einfach abgerissen.Die Sanierung wäre Blödsinn gewesen. Stehen jetzt passende Neubauten mit besseren Grundrissen, Heizung und Warmwasserversorgung. Ja, kostet mehr als vorher aber dafür hat man auch keine Ölkannen mehr zum Befüllen der Ölheizungen.

Ich verstehe ja die langjährigen Mieter auf der einen Seite, schaut man sich aber die Wohnungen an in denen die hausen, da hätte ich Angst, dass mir die Decke auf den Kopf kracht, mir alles abbrennt wegen 2adriger Verkabelung ohne Schutzschalter usw.Das ist einfach zu viel Nostalgieverliebtheit

Offline Fylou

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #21 am: 16. April 2021, 10:37:30 »
Hier im Osten wurden die Plattenbauten massenhaft abgerissen und später dann doch modernisiert, nachdem der Wohnraum gefehlt hat. Es gibt eine ganze Reihe Boni, z.B. mietfreie Kinderzimmer (5 Jahre lang) oder Rabatt auf Wohnungen ab der 4. Etage ohne Aufzug. Trotzdem wollen viele nicht dort wohnen, weil kein Balkon, kleine Küchen/Bäder...

Wer schlau ist kann sich dumm stellen. Andersrum geht das nicht.

Offline eder

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #22 am: 17. April 2021, 11:05:19 »
Der Mietendeckel war sicher auch nicht der große Wurf eher eine verlegenheits Tat. Es war schlicht falsch die Privilegien der Genossenschaften und des öffentlichen Wohnungsbaus abzuschaffen. Die fixe Idee der Markt würde alles richten ist halt etwas naiv, Spekulation und Übertreibungen sind nicht Ausnahme sondern die Regel.



Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #23 am: 17. April 2021, 11:46:02 »
Die fixe Idee der Markt Staat würde alles richten ist halt etwas naiv [...]
Fixed it. You're welcome.

Offline eder

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #24 am: 17. April 2021, 12:24:29 »
Zitat von: Nirvana am 17. April 2021, 11:46:02
Fixed it. You're welcome.

Blödsinn, weder Genossenschaften noch Mietvereine waren Staatliche -Organe, sondern schlicht gesondert gefördert  durch Privilegien  zB Steuerrechtlich oder beim Kapitaldienst .

Hat auch wenig mit Ost und West zu schaffen ja auch im Westen wurde nicht naiv auf einen "Markt" gesetzt

Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #25 am: 17. April 2021, 12:28:29 »
Blödsinn, weder Genossenschaften noch Mietvereine waren Staatliche -Organe, sondern schlicht gesondert gefördert  durch Privilegien  zB Steuerrechtlich oder beim Kapitaldienst .
Kein Blödsinn, sondern vollkommen zutreffend. Im Gegensatz zu Dir berücksichtige ich auch weitere Faktoren, in denen der Staat als Preistreiber fungiert. Raumordnung, Bauordnung, Mietrecht und und und. Der Markt erzielt immer bessere Ergebnisse als der Staat.

Offline eder

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #26 am: 17. April 2021, 13:02:59 »
Zitat von: Nirvana am 17. April 2021, 12:28:29
Der Markt erzielt immer bessere Ergebnisse als der Staat.
Die jetzige Miesere ist genau dem naiven setzen auf einen Markt geschuldet quasi das "bessere Ergebnis".
Zb baut man in Berlin ganz marktgerecht reine Anlageklassen also Eigentumswohnungen als Kapitalanlage mit 10000EUR pro m^2

So ist dass halt mit dem Markt und seinen Übertreibungen, wohnen tut man aber für gewöhnlich auf dem Boden der Tatsachen

Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #27 am: 17. April 2021, 13:14:49 »
Zitat von: Nirvana am 17. April 2021, 12:28:29
Der Markt erzielt immer bessere Ergebnisse als der Staat.
Die jetzige Miesere ist genau dem naiven setzen auf einen Markt geschuldet quasi das "bessere Ergebnis".
Die jetzige Miesere ist das Ergebnis von staatlichen Eingriffen. Die aktuellen Marktteilnehmer spielen mit den Karten, die der Staat ihnen auf die Hand gegeben hat. Und als Lösung für von staatlichen Eingriffen erzeugte Probleme werden noch tiefer greifende staatliche Eingriffe propagiert. Was kann da schon schief gehen...

Offline eder

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #28 am: 17. April 2021, 13:37:56 »
Zitat von: Nirvana am 17. April 2021, 13:14:49
Die jetzige Miesere ist das Ergebnis von staatlichen Eingriffen. Die aktuellen Marktteilnehmer spielen mit den Karten, die der Staat ihnen auf die Hand gegeben hat
Richtig, die Privilegien der Gemeinnützigen Wohnungsbewirtschaftung hat bekanntlich die Regierung Kohl abgeschafft um den spinnerten Marktschreiern zu folgen.

Besser läuft es da z.b. in Wien ja da gibt es halt die spinnerte Anlageklassen und  auch Wohnraum für Hinz und Kunz

Online Nirvana

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Re: Bundesverfassungsgericht kippt Berliner Mietendeckel
« Antwort #29 am: 17. April 2021, 14:12:39 »
Zitat von: Nirvana am 17. April 2021, 13:14:49
Die jetzige Miesere ist das Ergebnis von staatlichen Eingriffen. Die aktuellen Marktteilnehmer spielen mit den Karten, die der Staat ihnen auf die Hand gegeben hat
Richtig, die Privilegien der Gemeinnützigen Wohnungsbewirtschaftung hat bekanntlich die Regierung Kohl abgeschafft um den spinnerten Marktschreiern zu folgen.
Zu Recht. Nur leider hat man da aufgehört. Noch immer müssen Bauflächen von der Bürokratie "ausgewiesen" werden. Die gesetzlichen Vorgaben für Bauweisen (z. B. Dämmung) verteuern jeden Bau. Baumaterial und -dienstleistungen werden mit 19% besteuert. Dazu der Grunderwerb, Grundeigentum und Erträge aus Vermietung hoch besteuert. "Mieterschutzrechte" müssen mit Ausfallrisikozuschlägen usw. einkalkuliert werden. Und und und. Weniger Staat, mehr Markt!