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Autor Thema: Geringe Wirkung, großer Schaden? Ökonomen zweifeln am Sinn von Lockdowns  (Gelesen 215 mal)

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Online GBK667

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  • Der mit der Schädelsammlung...
Seit einem Jahr kämpft die Welt mit Lockdowns gegen das Virus. Ein Ökonom hat nun mehr als 80 Studien zu ihrem Nutzen ausgewertet. Das Ergebnis: Viele falsche Annahmen der Forscher. Führende deutsche Kollegen meinen, dass vor allem der wichtigste Faktor übersehen wurde.

Es musste alles ganz schnell gehen, als Anfang des vergangenen Jahres ein bisher unbekanntes Virus aus China die Welt bedrohte. Es ging um Leben und Tod. Fast alle Politiker reagierten prompt und legten ihre Volkswirtschaften lahm, indem sie Lockdowns verhängten. Die finanziellen Verluste schienen beinahe vernachlässigbar angesichts der Tatsache, wie viele Menschenleben so gerettet werden könnten.

Aber auch in der Wissenschaft regen sich Zweifel an den andauernden Beschränkungen. Zu dem Kreis der Kritiker zählt der kanadische Ökonom Douglas Allen. Seine Analyse „Covid Lockdown: Kosten und Nutzen. Eine kritische Bewertung der Literatur“ zeigt, dass die positiven Effekte des Lockdowns seiner Überzeugung nach überschätzt und die dramatischen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft als zu gering eingestuft wurden.

Er hat dafür 80 wissenschaftliche Studien zu Covid-19 untersucht und kommt zu einem bedenklichen Ergebnis: Viele Forschungsarbeiten würden auf falschen Annahmen beruhen. Der gravierendste Fehler sei demnach, dass zahlreiche Wissenschaftler in ihren Berechnungen einen wichtigen Effekt vernachlässigten: das Verhalten des Menschen.

„Dieser Effekt ist tatsächlich sehr schwer zu berechnen“, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Trotzdem sei er enorm wichtig. Hüther geht wie Allen davon aus, dass Menschen angesichts eines lebensbedrohlichen Virus deutlich vorsichtiger handeln und versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden.

https://www.welt.de/wirtschaft/article230671817/Corona-Pandemie-Oekonomen-zweifeln-am-Sinn-von-Lockdowns.html
Das ganze Leben ist letztendlich tödlich.

Online Sheherazade

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Hüther geht wie Allen davon aus, dass Menschen angesichts eines lebensbedrohlichen Virus deutlich vorsichtiger handeln und versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden.

Sollte man meinen, dass dem so ist. Aber ein schönes Beispiel dafür, dass der Mensch unberechenbar ist und offenbar mehr Lenkung braucht, lieferte ja Indien mit dem Frühlingsfest
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Was nutzt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?