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Autor Thema: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn  (Gelesen 1837 mal)

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Offline Sheherazade

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #30 am: 02. Mai 2021, 11:42:21 »
Das die, die nicht wechseln können, die 6€ weniger haben.

 :scratch: Warum können die nicht wechseln? Niemand ist an seinen AG mit Ketten gebunden.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Was nutzt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?

Offline eder

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #31 am: 02. Mai 2021, 11:49:05 »
Zitat von: Sheherazade am 02. Mai 2021, 11:42:21
:scratch: Warum können die nicht wechseln? Niemand ist an seinen AG mit Ketten gebunden.
Eventuell weil es keinen AG gibt der mehr bietet , warum auch wenn es genug Nachschub gibt

Offline Sheherazade

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #32 am: 02. Mai 2021, 11:51:04 »
Eventuell weil es keinen AG gibt der mehr bietet

Die gibt es immer, wenn besagter AG sehr wenig bezahlt. Ein Nichtwechselnkönnen liegt immer an den persönlichen Umständen des AN, nicht an nicht vorhandenen vernünftig bezahlenden AG.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Was nutzt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?

Offline eder

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #33 am: 02. Mai 2021, 12:04:14 »
Zitat von: Sheherazade am 02. Mai 2021, 11:51:04
Ein Nichtwechselnkönnen liegt immer an den persönlichen Umständen des AN, nicht an nicht vorhandenen vernünftig bezahlenden AG.
Die da wären ? Das Wanderarbeit für die meisten nicht wirklich der Bringer ist, dürfte sich doch mittlerweile rum gesprochen haben.

Wer sich ehrlich macht würde einfach den Mindestlohn anheben

Offline Hexe

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #34 am: 02. Mai 2021, 12:10:55 »
Zitat von: Sheherazade am 02. Mai 2021, 11:51:04
Ein Nichtwechselnkönnen liegt immer an den persönlichen Umständen des AN, nicht an nicht vorhandenen vernünftig bezahlenden AG.


Wie wäre damit, das AG einfach entsprechend bezahlen, statt ständig den AN für alles verantwortlich zu machen.

Bei Pflegenotstand müssten alle ja entsprechend verdienen, ist aber nicht so. Was passiert wenn sie einfach aufhören, dann haben sie das JC im Nacken.

LG Hexe
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Offline NevAda

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #35 am: 02. Mai 2021, 12:14:43 »
Zitat von: Hexe am 02. Mai 2021, 12:10:55
Bei Pflegenotstand müssten alle ja entsprechend verdienen, ist aber nicht so.
Weil die zu Pflegenden nicht bereit sind, mehr zu bezahlen. Wer sonst sollte schuld daran sein?
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline Hexe

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #36 am: 02. Mai 2021, 14:09:47 »
Zitat von: NevAda am 02. Mai 2021, 12:14:43
Zitat von: Hexe am 02. Mai 2021, 12:10:55

    Bei Pflegenotstand müssten alle ja entsprechend verdienen, ist aber nicht so.

Weil die zu Pflegenden nicht bereit sind, mehr zu bezahlen. Wer sonst sollte schuld daran sein?

Die Arbeitgeber stecken sich natürlich nicht zu viel in die eigene Tasche.

Tariflöhne als Bedingung

Der Gesetzentwurf sieht demnach Tariflöhne als Bedingung für Abrechnungen mit der Pflegeversicherung vor. "Betreiber von Pflegeeinrichtungen bekommen nur dann Geld aus der Pflegeversicherung, wenn sie ihren Beschäftigten Tariflöhne zahlen", erklärte Heil die Stoßrichtung.

In der Altenpflege arbeiten laut Arbeitsministerium 1,2 Millionen Menschen; knapp die Hälfte bekommt Tariflohn. Den anderen gut 600.000 Pflegekräften würde das Gesetz nach Heils Berechnungen eine spürbare Gehaltssteigerung bringen: "Im Schnitt sind so für Vollzeitkräfte über 300 Euro mehr pro Monat möglich."


Eine Pflegerin läuft Seite an Seite mit einer älteren Bewohnerin durch den Flur eines Altenpflegeheims. | dpa
Altenpflege Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz


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Offline CCR

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #37 am: 02. Mai 2021, 14:22:18 »

Bei mir siegte immer die Faulheit. Ich werde jetzt auch 31 und habe keine abgeschlossene Ausbildung bzw. früher nur Hauptschule gemacht.
Ich hatte nie Bock zu lernen bzw. kein Durchhaltevermögen. Und was bleibt mir jetzt übrig? Richtig - Niedriglohnsektor.
Da bleibe ich lieber weiterhin Hartz 4 oder suche mir im Hartz 4 Bezug nebenbei eine zusätzliche geringfügige Beschäftigung, um mir was Kleines dazuzuverdienen.
[/quote]ja oder bei alimente die zu zahlen sind rentiert sich Arbeit kaum noch.
„Wer kann sich schon ein Schützenfest ohne Bier, Neujahr ohne ein Glas Sekt oder auf der anderen Seite einen Joint in der Opernpause vorstellen? Und überhaupt: Jesus hat damals schließlich Wasser in Wein verwandelt und nicht trockenes Gras in schwarzen Afghanen.“ (Jens Spahn in einem Gastbeitrag für die „Huffington Post“)

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Offline crazy

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #38 am: 02. Mai 2021, 14:24:36 »
Ja, passt. Wobei höhere Löhne noch nichts an der hohen Arbeitsbelastung ändern.
Ich bin nicht in der Pflege, hab aber so viel abzuarbeiten, dass es mit 19h/Woche unmöglich ist. Mehr will und kann ich nicht. Auch nicht für die bereits angebotenen 1000 Euro mehr für 6 h mehr/Woche

Offline Hexe

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #39 am: 02. Mai 2021, 14:45:01 »
Da ich bei einer 20h/Woche permanent mehr Stunden hatte, habe ich meine Stunden auf 25h/ Woche erhöht..
Und das Ergebnis ist, es kommen wieder Mehrstunden dazu.
Und so geht es allen bei uns.
LG Hexe
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Offline Nirvana

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #40 am: 02. Mai 2021, 15:14:43 »
Zitat von: Hexe am 02. Mai 2021, 12:10:55
Bei Pflegenotstand müssten alle ja entsprechend verdienen, ist aber nicht so.
Weil die zu Pflegenden nicht bereit sind, mehr zu bezahlen. Wer sonst sollte schuld daran sein?
Exakt!

Die Arbeitgeber stecken sich natürlich nicht zu viel in die eigene Tasche.
Korrekt, das tun sie nicht. Wie das Bundessozialgericht entschieden hat, ist bei den Vergütungsverhandlungen nach dem SGB XI kein Gewinnzuschlag zu berücksichtigen. Die Vergütungssätze der Pflege sind entsprechend ausschließlich kostendeckend und ohne Gewinn kalkuliert. Wie Pflegekassen und Sozialhilfeträger bisher ggf. Gewinnzuschläge akzeptiert haben, werden sie das mit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts im Rücken künftig nicht mehr tun.

Offline Hexe

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #41 am: 02. Mai 2021, 19:06:49 »
Zitat von: Nirvana am 02. Mai 2021, 15:14:43
Korrekt, das tun sie nicht.

Dann können die AG ja auch die 6€ mehr zahlen.
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Offline Nirvana

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #42 am: 02. Mai 2021, 19:08:28 »
Warum sollten sie?

Offline crazy

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #43 am: 02. Mai 2021, 19:55:35 »
Da ich bei einer 20h/Woche permanent mehr Stunden hatte, habe ich meine Stunden auf 25h/ Woche erhöht..
Und das Ergebnis ist, es kommen wieder Mehrstunden dazu.
Und so geht es allen bei uns.
LG Hexe

Deshalb müssen iwie mehr Leute da ran. Sonst bist Du bald bei 40 Stunden und drüber und jeder Tag ist nur noch Arbeit,Essen,Schlafen.
Hab jetzt gut 1 Woche krank hinter mir. Endlich mal fast den Wäscheberg weg gewaschen.

Offline Hexe

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Re: Jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit für Niedriglohn
« Antwort #44 am: 02. Mai 2021, 20:11:01 »
Zitat von: crazy am 02. Mai 2021, 19:55:35
Deshalb müssen iwie mehr Leute da ran.

Einige haben auch ihre Stunden erhöht, und neue Einstellungen gab es auch. Die Spätschicht ging von 15:30Uhr bis 22:45 Uhr Nonstop über Monate.
Reguläre Zeit wäre 22 Uhr gewesen.
Das waren 30 Patienten am Abend.Jeder Abend ohne Notfall war ein guter Abend.
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