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Autor Thema: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?  (Gelesen 2749 mal)

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Offline harry

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #15 am: 21. Juli 2021, 16:48:34 »
Zitat von: Gast49498 am 21. Juli 2021, 12:59:45
Für die sind eine oder mehrere Monatsmieten eines einzelnen Mieter doch nur Peanuts.
Da gebe ich dir voll recht.
Nur... mehr als auffordern den Schaden zu beheben kann Fylou nicht.
Im Winter bei Nasswetter wird alles nur schlimmer.
Bei dem jetzt geringen Schaden könnte sie die Miete um ca. 5 % mindern.
Bei ca. 400 € Miete sind das gerade mal 20 €.
Kriegt Vermieter aber gar keine Miete wegen Zurückbehaltung sieht es etwas besser für Fylou aus. Bei 2 und 3 Monatsmieten fehlen dem VM 1.200 €

Eine Klage auf Schadenbeseitigung bringt auch keinen Erfolg und kostet nur Geld.
Bildet sich aber nach dem Winter Schimmel hat Fylou die A...Karte,
und die Steine im feuchten Eck müssen ja austrocknen sonst schlägt die Feuchtigkeit wieder durch.
Ich sehe keine andere Zwangsmöglichkeit als das Zurückbehaltungsrecht nach § 273 BGB durchzuziehen.

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Offline Fettnäpfchen

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #16 am: 21. Juli 2021, 17:35:10 »
Fylou

Mal was aus meiner Erfahrungskiste was durchaus hilfreich sein könnte.

So klein ist der Wasserschaden nicht!
Wenn die Farbe schon so wegschwimmt sollte auch bei der Instandsetzung darauf geachtet werden das die komplett abgewaschen wird und evtl. sogar der Putz runter muss und neu verputzt werden muss.
Das macht aber erst Sinn wenn im Außenbereich der Fehler behoben wird. Und das muss nicht zwingend von der fehlenden Ecke im Mauerwerk abhängen. Da gibt es noch mehr Ursachen wie kaputte Dachziegel etc. Da empfiehlt es sich mal das Dach von innen zu betrachten ob da an verschiedenen Stellen ein Feuchtigkeitsschaden zu erkennen ist, oder gar der Himmel zu sehen ist.
Um die Jahreszeit hilft lüften nicht wirklich da mehr Feuchtigkeit nach innen (bzw. sich bildet) kommt als im Winter daher nur kurzfristig lüften und wenn es kälter wird kann man auch länger lüften.

Wenn der Schrank da wieder steht darauf achten das er mindestens 5 cm von der Wand weg steht sonst kann die Luft nicht zirkulieren und die Rückwand vom Schrank fängt als erstes zum Schimmeln an.

Wenn der Hausmeister sagt da ist nichts hat das nichts zu sagen und wenn ein Gutachter dazu bestellt wird wird gerne mal ein Gefälligkeitsgutachten erstellt nach dem Motto der Mieter ist schuld weil er falsch lüftet und heizt.

MfG FN
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Offline Fylou

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #17 am: 21. Juli 2021, 17:55:29 »
Zitat von: harry am 21. Juli 2021, 16:48:34
. Bei 2 und 3 Monatsmieten fehlen dem VM 1.200 €

Wobei ich da eher Angst vor der Kündigung seitens des VM habe wegen der fehlenden Miete. Im Moment habe ich eigentlich besseres zu tun als deshalb vor Gericht zu gehen, selbst wenn man im Recht ist. Recht haben und Recht bekommen sind leider 2 Paar Schuhe, das musste ich schon selber erfahren.

Zitat von: harry am 21. Juli 2021, 16:48:34
Im Winter bei Nasswetter wird alles nur schlimmer.

Genau das ist meine Befürchtung, die Außenwände sind im Winter generell schon ar***kalt, wenn man daneben sitzt/steht merkt man richtig den kalten "Luftzug".

Zitat von: Fettnäpfchen am 21. Juli 2021, 17:35:10
Da empfiehlt es sich mal das Dach von innen zu betrachten ob da an verschiedenen Stellen ein Feuchtigkeitsschaden zu erkennen ist, oder gar der Himmel zu sehen ist.

Der Dachboden ist abgeschlossen, früher gab es zur Wohnung mach einen Dachraum. Das wurde aber kurz vor meinem Einzug geändert. Kann also nur von Außen schauen, da wurden vor 2 Jahren Dachziegel nach einem Sturm ersetzt.  :scratch:

Zitat von: Fettnäpfchen am 21. Juli 2021, 17:35:10
Wenn der Schrank da wieder steht darauf achten das er mindestens 5 cm von der Wand weg steht sonst kann die Luft nicht zirkulieren und die Rückwand vom Schrank fängt als erstes zum Schimmeln an.

Das tut er, bei Außenwänden bin ich da sehr vorsichtig. Bei der vorherigen Wohnung hatte ich schon Schimmel nachdem die Fenster ausgetauscht wurden und man dauerhaft klitschnasse Fenster hatte...trotz 3x täglich Stoßlüften und zwischendurch ausreichend heizen.  :sad:

Zitat von: Fettnäpfchen am 21. Juli 2021, 17:35:10
Wenn der Hausmeister sagt da ist nichts hat das nichts zu sagen und wenn ein Gutachter dazu bestellt wird wird gerne mal ein Gefälligkeitsgutachten erstellt nach dem Motto der Mieter ist schuld weil er falsch lüftet und heizt.

Genau deshalb dokumentiere ich alles, hab auch Videos vom letzten Regen als die Dachrinnen wieder Wasserfall gespielt haben. Und das ist dann nur die Seite die vom Haus weg geht, die andere Kante der Dachrinne zum Haus hin wird sicherlich auch überlaufen.

 Als die hier waren meine ich von vor dem Haus gehört zu haben wie der eine sagte "ja und wie soll man da dran kommen". Klar, da brauchen sie halt eine Hebebühne oder Gerüst da wir im ersten Stock wohnen. Aber das ist ja nicht mein Problem. Ich hätte auch Verständnis wenn sie aktuell auf einen Handwerker-Termin warten müssen, nur das könnte man auch kommunizieren. Da hatte ich selbst bei der Vonovia vorher einen besseren Service...
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Offline harry

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #18 am: 21. Juli 2021, 17:58:13 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 21. Juli 2021, 17:35:10
nach dem Motto der Mieter ist schuld weil er falsch lüftet und heizt.
MfG FN
So wird es sein wenn sich Schimmel sichtbar gebildet hat.
Dazu braucht es kein Gefälligkeitsgutachte, da genügt schon die Klageeinreichung des VM mit der Begründung falsch lüften und heizen.

Genau darin liegt aber das Problem!
Fylou muss sich in dem Fall beweiskräftig entlasten und das geht nur mit einem Gutachten das aber vom Gericht in Auftrag gegeben wird.
Die Kosten belaufen sich im Schnitt auf 1.500 - 2000 € für ein GA und wären vorab von Fylou zu zahlen.
So ein Verfahren kann ohne Rechtsschutz schon aus Geldmangel verloren gehen.

Daher ist die (auch mehrfache) Aufforderung zur Mängelbeseitigung an den VM
und die Dokumentation sehr wichtig.
Die Ursache der Feuchtigkeit spielt im Moment noch keine Rolle.

Zitat von: Fylou am 21. Juli 2021, 17:55:29
Wobei ich da eher Angst vor der Kündigung seitens des VM habe wegen der fehlenden Miete.
Unbegründet, denn es wird Miete nur zurück gehalten und ist rechtlich ok. s. § 273 BGB
Zitat von: Fylou am 21. Juli 2021, 17:55:29
besseres zu tun als deshalb vor Gericht zu gehen,
Von eigenem eingeleiteten Gerichtsverfahren rate ich derzeit ab und es besteht noch!! kein Grund dafür
Zitat von: Fylou am 21. Juli 2021, 17:55:29
trotz 3x täglich Stoßlüften
Richtig ist eine Durchzugslüftung und wesentlich effektiver als Stoßlüften

Zitat von: Fylou am 21. Juli 2021, 17:55:29
ar***kalt, wenn man daneben sitzt/steht merkt man richtig den kalten "Luftzug"
Weil kein Isolierputz aufgetragen ist. Das Haus scheinbar gar nicht isoliert ist.
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Offline Fylou

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #19 am: 21. Juli 2021, 18:09:20 »
Zitat von: harry am 21. Juli 2021, 17:58:13
Richtig ist eine Durchzugslüftung und wesentlich effektiver als Stoßlüften

War in der alten Wohnung, da haben sie die alten Fenster gegen tolle "ultra dichte" neue Fenster ersetzt. Dass das kontraproduktiv ist wenn man nicht das Drumherum mit saniert... Danach waren die Fenster durchgehend klitschnass im Winter, selbst wenn ich die 24h am Tag angekippt hatte. Half nur früh mit dem Abzieher drüber und trocknen, selbst Entfeuchter-Granulat war nach wenigen Tagen aufgebraucht.

Hier in der Wohnung geht das mit morgens/abends lüften bisher gut, Fenster trocken. Und jetzt dieser Mist mit dem "Wasserschaden".  :sad:

edit:
Zitat von: harry am 21. Juli 2021, 17:58:13
Weil kein Isolierputz aufgetragen ist. Das Haus scheinbar gar nicht isoliert ist.

Laut Mietvertrag schon, aber meine Mutter (die als Bauzeichnerin etwas Ahnung hat) meinte, dass nur minimale Außendämmung drauf ist. BJ vom Haus ist 1938 oder 39  :scratch:
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Offline harry

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #20 am: 21. Juli 2021, 18:22:45 »
Was hat denn ein Hausverputz im Mietvertrag verloren?
Gab es 1938/39 überhaupt schon einen Isolierputz/Wärmedämmputz ?
Das wird ein Kalkzementputz sein, mehr nicht, wie früher üblich.

Aber das hilft jetzt nicht weiter.
Du musst immer darlegen, dass das Wasser von außen her in die Wand eindringt.
Meinen Rat kennst du.
Ich würde ihn nicht geben, wenn ich nicht bei mir selbst so handeln würde.
« Letzte Änderung: 21. Juli 2021, 18:42:47 von harry »
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #21 am: 22. Juli 2021, 17:20:34 »
Fylou

Zitat von: Fylou am 21. Juli 2021, 17:55:29
Der Dachboden ist abgeschlossen, früher gab es zur Wohnung mach einen Dachraum. Das wurde aber kurz vor meinem Einzug geändert. Kann also nur von Außen schauen, da wurden vor 2 Jahren Dachziegel nach einem Sturm ersetzt. 
Spätestens wenn etwas unternommen wird,
also du mit dem VM o. Hausmeister bevor es zur Mietminderung, Reparatur o.ä. kommt, sollte der Dachboden zugänglich sein damit man das besichtigen kann. Von der Straße aus ist es unmöglich etwas zu erkennen. Da reicht es schon wenn die (einer) Ziegel nicht mehr richtig eingehängt sind. Vor allem ist es aber wichtig um dahin gehend argumentieren zu können wenn es tatsächlich so wäre.
Anschauen sollte auch kein Problem darstellen wenn der VM nichts zu verbergen hat.
Und das Argument von den "Jungs" wie man da von außen hin kommt sorry  :wand:

Zitat von: harry am 21. Juli 2021, 17:58:13
Fylou muss sich in dem Fall beweiskräftig entlasten und das geht nur mit einem Gutachten das aber vom Gericht in Auftrag gegeben wird.
Die Kosten belaufen sich im Schnitt auf 1.500 - 2000 € für ein GA und wären vorab von Fylou zu zahlen.
Das kenne ich auch anders. Aber darum geht es nicht.
Genauso wie die Aussendämmung nicht relevant ist, außer sie ist halt wie zu sehen beschädigt, dazu das überlaufende Wasser aus der Dachrinne und Farbe (Schichtstärke) ist eigtl. auch nicht mehr zu erkennen an der Fassade drauf was das eindringen in die Wand erheblich begünstigt. Ganz besonders wenn es ein Kalkzementputz ist.

Hat ja bis vor kurzem auch gehalten, (also 70Jahre oder mehr)
wobei ich da nicht sicher bin wenn ich mir den Wasserschaden in Verb. mit dem was von der Farbe zu erkennen ist.
Da könnte uU schon vorher mal ein bißerl unfachmännisch ausgebessert worden sein.
Wenn man Kontakt zu den Vormietern hätte könnte man da ja mal nachfragen oder allgemein die anderen Mitbewohner.

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #22 am: 22. Juli 2021, 17:35:50 »
Das alles ändert leider nichts an der Tatsache, dass Fylou den VM mit Aufforderungen zur Mängelbeseitigung nicht zur Tätigkeit zwingen kann.

Wenn Fylou einen Mieterrechtsschutz hat sieht alles ganz anders aus.

Ohne RSV darf TE keinen Rechtsverstoß des VM behaupten, denn das wäre der Streitbeginn - nämlich der erste !! behauptete Rechtsverstoß.

Zitat von: Fettnäpfchen am 22. Juli 2021, 17:20:34
Das kenne ich auch anders.
Wer das für sich Günstige behauptet zahlt - alte Weisheit vor Gericht.
« Letzte Änderung: 22. Juli 2021, 17:59:21 von harry »
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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #23 am: 22. Juli 2021, 19:23:40 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 22. Juli 2021, 17:20:34
Wenn man Kontakt zu den Vormietern hätte könnte man da ja mal nachfragen oder allgemein die anderen Mitbewohner.

Meine Nachbarin wohnt hier seit 50 Jahren, von Schimmel hat sie bisher nichts gesagt. Ich weiß das es hier vor 20 Jahren in der Wohnung gebrannt hatte, aber in der Küche und das hat mit der aktuellen Sache nichts zu tun. Die Vormieter sind auch nicht mehr hier in der Stadt, die hatten sich getrennt und sind deshalb ausgezogen. Danach wurde komplett renoviert, was aber an dem Hund lag der aus lauter Langeweile den Boden und die Türen zernagt hatte. Allerding habe ich hier auch die Wohnung mit 3 Außenseiten, meine Nachbarin hat die "Innenwohnung". Sprich, das Schlafzimmer liegt genau auf der Wetterseite mit 2 Seiten. Und entsprechend auch das Dach drüber.

Zitat von: Fettnäpfchen am 22. Juli 2021, 17:20:34
on der Straße aus ist es unmöglich etwas zu erkennen. Da reicht es schon wenn die (einer) Ziegel nicht mehr richtig eingehängt sind. Vor allem ist es aber wichtig um dahin gehend argumentieren zu können wenn es tatsächlich so wäre.

Mein Bruder kommt Samstag noch mal mit der Drohne vorbei wenns Wetter passt und dann machen wir aktuelle Aufnahmen. Die kann man für den Zweifel ja immer mal in Petto haben, zumindest erkennt man da die vollen Dachrinnen und den Schaden an der Fassade.


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Offline harry

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #24 am: 23. Juli 2021, 11:58:31 »
Wenn man keine Rechtsmittel nutzen kann oder will
bliebe ein nochmaliges höflich-freundliches Telefonat, aber mit einer Person aus dem oberen Führungszirkel der Wohnungsbaugesellschaft.
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Offline Fylou

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #25 am: 23. Juli 2021, 13:12:36 »
Ich hatte mich jetzt noch einmal zum Zurückbehaltungsrecht belesen. Da ich dafür aber die Höhe des Schaden bzw. der Kosten zur Mängelbeseitigung wissen müsste ist das nicht so einfach. Laut BGH darf man das Recht nur bis zur Höhe der Kosten einbehalten, die für die Mängelbeseitigung erforderlich wären und nicht zeitlich unbegrenzt. Da ich aber nicht auf eigene Kosten ein Gutachten in Auftrag geben werde kann ich das erst einmal nur "androhen". Und da es eine große Vermietung ist werden die das auch wissen...
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Offline harry

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #26 am: 23. Juli 2021, 17:44:57 »
Ich kenne dieses 31 seitige Urteil.
Es hat die Minderung und darauf folgend das Zurückbehaltungsrecht zum Inhalt.
§ 273 BGB greift, lediglich Abs. 3 wird von § 320 nicht umfasst.
Dass nicht unbegrenzt zurück behalten werden kann ist klar.
Das würde gegen § 242 BGB verstoßen, denn der Raum ist ja bewohnbar.

Ein eigenes Gutachten ist sinnlos; es würde von der Gesellschaft als Parteigutachten zurückgewiesen werden.

Deine Ausgangslage ist schlecht, daran gibt es keinen Zweifel.
Machst du eine Minderung behauptest du damit einen Rechtsverstoß und der Streit ist da, denn der geminderte Betrag ist für den VM für immer verloren.

Nimmst du dein Zurückbehaltungsrecht in Anspruch kannst du zwar Druck ausüben aber den VM nicht zur Mängelbeseitigung zwingen.
Die Androhung bringt überhaupt nichts und verhärtet allenfalls die Fronten. Die warten dann einfach ab was du tatsächlich machst.
Sowas dürfte eine große Gesellschaft öfter haben.

Bleibt im Endeffekt nur ein gütiges Telefonat mit einer weisungsbefugten Person der Gesellschaft.
Der Wasserschaden ist ja relativ gering sonst würde die Tapete in Fetzen von der Wand hängen. Künftige Schimmelbildung ist derzeit hypothetisch.
Hast du eine Rechtsschutzversicherung?

Vielleicht hat ein anderer User einen besseren Vorschlag?
Gerichtliche Auseinandersetzung sollte immer der letzte Weg sein.

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Offline NevAda

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #27 am: 23. Juli 2021, 20:19:21 »
Wichtiger noch als die Beseitigung des Schadens, der noch keiner ist, der @Fylou stört (Hoffnung auf baldigen Umzug!), ist es, sich abzusichern gegen falsche Schuldzuweisungen später. Also Fotos, Entwicklung dokumentieren usw.
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #28 am: 24. Juli 2021, 12:49:58 »
 :scratch:

irgendwie und naja....so manche Zeilen lassen schon zu wünschen über.

Wie schlimm muss denn ein Wasserschaden sein das er als solcher anerkannt wird
und
dann auch noch Wissen um was es der TE wirklich geht
und
was für Tapeten   :weisnich:

Fylou
Zitat von: Fylou am 22. Juli 2021, 19:23:40
Sprich, das Schlafzimmer liegt genau auf der Wetterseite mit 2 Seiten. Und entsprechend auch das Dach drüber.
und das sehr direkt ohne Vordach und dann noch eine überlaufende Dachrinne, da dürfte meines Erachtens auch das Problem liegen.

Aber warum einen Schaden/Problem beheben wenn es billiger wäre als abzuwarten bis der Schaden groß ist und wesentl. teurer.
Ist ja Programm in sehr vielen Angelegenheiten. Leider

Zitat von: Fylou am 22. Juli 2021, 19:23:40
Mein Bruder kommt Samstag noch mal mit der Drohne vorbei wenns Wetter passt und dann machen wir aktuelle Aufnahmen.
Beachte bitte dass da auch Risse in den Dachziegeln mit dazu gehören ein o. zweicm reichen dem Wasser schon so wie wenn es einen Ziegel durch starken Wind "gelupft" hat und dieser nicht mehr richtig aufliegt. Also Foto vergrößern und seeeehr aufmerksam betrachten (und auch markieren damit es wiedergefunden wird)

Ein schönes WE
FN
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Re: Kleinerer Wasserschaden, Vermieter reagiert nicht...und jetzt?
« Antwort #29 am: 24. Juli 2021, 13:11:38 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 24. Juli 2021, 12:49:58
irgendwie und naja....so manche Zeilen lassen schon zu wünschen über.

Wie schlimm muss denn ein Wasserschaden sein das er als solcher anerkannt wird
und
dann auch noch Wissen um was es der TE wirklich geht
und
was für Tapeten   
1. Der Nachweis über die Ursache, in dem Fall die Bilder der Drohne und die Dokumentation - möglichst mit Zeugen - ist wichtig.
Ein Anerkenntnis durch den VM ist das noch lange nicht.

2. Um was es der TE geht? Na doch wohl um die Behebung der Ursache und die Mangelbeseitigung
Gib TE mal einen wirklich guten Rat dafür!

3. Nur relativ geringer Wassereintritt löst Tapeten ca. 1/2 Meter ab wie auf dem Bild ersichtlich war, größere Wassermengen verursachen wesentlich größeren Schaden.


Zitat von: NevAda am 23. Juli 2021, 20:19:21
Wichtiger noch als die Beseitigung des Schadens, der noch keiner ist, der @Fylou stört (Hoffnung auf baldigen Umzug!), ist es, sich abzusichern gegen falsche Schuldzuweisungen später.
Das ist wirklich das Wichtigste!!!



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