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Autor Thema: Beseitigung von Schuhen vor der Wohnungstür auf Kosten des Mieters – Rechtmäßig?  (Gelesen 1842 mal)

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Offline ella

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  • Hannover
blaumeise:wenn meine Nachbarn ihre Mülltüten nur für einige Zeit dort stehen haben und anschließend der ganze Flur müffelt.

Ich habe das ganz einfach gemacht,habe den Nachbarn den Müll vor die Tür ausgekippt.  :grins: Die haben nie wieder ihren Müll davor stehen lassen.

Offline Ottokar

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Tatsächlich gibt es keinen Anspruch darauf, Schuhe oder gar ein Schuhregal dauerhaft im Hausflur abzustellen. Stichworte Brandschutz und Rettungswege. Sofern weder der Brandschutz beeinträchtigt noch die Schuhe den Rettungsweg blockieren (Stolper- und Sturzgefahr) kann es jedoch im Einzelfall zulässig sein. In jedem Fall muss es immer individuell entschieden werden.
Da der Vermieter haftet, hat er hierbei einen Unterlassungsanspruch.
Wegnehmen und entsorgen darf der Vermieter aber nicht, das wäre Diebstahl. Wenn er Mietereigentum aus dem Hausflur entfernt, muss er dieses zumindest einlagern, kann aber (sofern das Entfernen rechtmäßig war) Ersatz der Kosten für die Herstellung der Verkehrssicherheit und das Aufbewahren der Gegenstände verlangen.
Dem Mieter steht gegenüber dem Vermieter bezüglich dieser Gegenstände ein Herausgabeanspruch zu. Kann der Vermieter den nicht erfüllen (z.B. weil er die Gegenstände tatsächlich weggeworfen hat), steht dem Mieter stattdessen ein Schadenersatzanspruch zu.
Ausnahme sind nasse Schuhe bei Regen oder im Winter, die dürfen dann solange auf der Fußmatte vor der Wohnungstür stehen, bis sie trocken sind.

Mir persönlich wäre das Prozessrisiko hierbei zu hoch.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Birgit63

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Ich hatte auch ein kleines Regal für die Schuhe (die Schuhe, die ich meistens trage) draußen im Hausflur. Auch wir haben solch einen Brief bekommen. Allerdings wurde uns nicht gedroht, sondern es wurde höflichst auf den Brandschutz und die damit verbundenen Fluchtwege hingewiesen und dass wir doch bitte das Regal und die Schuhe wegnehmen sollen.
Haben wir auch gemacht. Wir haben uns gar nichts dabei gedacht. Dass ich damit vor Gericht gehen könnte, wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen. Dafür habe ich keine Nerven und keine Zeit. Außerdem ist mein Vermieter im Recht. Das weiß ich auch ohne Gericht.