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Autor Thema: Probleme wegen Wohnung mit Nießbrauch und Haus mit Rückauflassungsvormerkung  (Gelesen 4802 mal)

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Offline BigMama

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Vorschlag zur Soforthilfe wegen Mittellosigkeit?

Kann dir deine Mutter, die ja offenbar finanziell nicht so schlecht gestellt ist, kein Darlehen geben, mit dem du die Zeit bis zum Ende des Rentenverfahrens überbrücken kannst?
« Letzte Änderung: 08. April 2020, 15:02:45 von BigMama »
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Gast48716

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Vorschlag zur Soforthilfe wegen Mittellosigkeit?

Kannst dir deine Mutter, die ja offenbar finanziell nicht so schlecht gestellt ist, kein Darlehen geben, mit dem du die Zeit bis zum Ende des Rentenverfahrens überbrücken kannst?

Und falls ich verliere kann ich es nicht zurückzahlen? Es gibt ja keine Gewinnsicherheit.

Leider ist meine Mutter auch nicht finanziell gut gestellt, das Haus hat damals mein Opa gezahlt und die Wohnung hat sie vom Erbe gekauft als dieser verstarb, war vor 15 Jahren ja nicht so teuer. Sie arbeitet seitdem nur noch Halbzeit da sie mit von der Miete lebt. (Wir wohnen in einem Dorf, da kostet ne 3 Zimmer Wohnung, Neubau, nicht mehr als 500€ warm, also sie bekommt keine tausende von Euro Miete) Ich kann ja nicht verlangen das sie Vollzeit arbeitet, wegen mir, deshalb auch meine Anfrage beim Amt ob ich nicht wieder ausziehen kann. Sicherlich würde meine Mutter mir ein paar Monate helfen, aber bestimmt keine 2 Jahre.

Letztendlich wird aber das Rückforderungsrecht die einzige Möglichkeit sein, leider.

Offline NevAda

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Die Fakten sehen doch aus wie folgt:
Du bist auf dem Papier Eigentümerin von zwei Immobilien, um sie vor einem Mann zu schützen.

Ihr wollt alles:
Ihr wollt nicht, dass es Deiner Mutter gehört - wegen dem Mann.
Ihr wollt nicht, dass es Dir gehört, damit Du ALG2 kriegst.
Ja, wem soll es denn gehören?
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline BigMama

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  • Für das Können gibt es nur einen Beweis: das TUN!
Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 14:55:47
Und falls ich verliere kann ich es nicht zurückzahlen? Es gibt ja keine Gewinnsicherheit.

Zitat von: BigMama am 08. April 2020, 14:36:34
Kannst dir deine Mutter, die ja offenbar finanziell nicht so schlecht gestellt ist, kein Darlehen geben, mit dem du die Zeit bis zum Ende des Rentenverfahrens überbrücken kannst?
Ich rede nicht vom Verfahren gegen das Jobcenter sondern vom laufenden Verfahren gegen die Rentenversicherung wegen der Erwerbsminderungsrente.
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Offline oldhoefi

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@Shabeel,

Zitat von: Gast48716 am 07. April 2020, 22:27:33
Ich nehme das Ernst
So sollten (nicht nur) meine deutlichen Hinweise auch verstanden und entsprechend eingehalten werden.
"Kaum wird es schwierig, zweifeln viele Deutsche am ganzen System."

Giovanni di Lorenzo (deutsch-italienischer Journalist *1959)

Gast48716

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Die Fakten sehen doch aus wie folgt:
Du bist auf dem Papier Eigentümerin von zwei Immobilien, um sie vor einem Mann zu schützen.

Ihr wollt alles:
Ihr wollt nicht, dass es Deiner Mutter gehört - wegen dem Mann.
Ihr wollt nicht, dass es Dir gehört, damit Du ALG2 kriegst.
Ja, wem soll es denn gehören?

Im Grunde, wenn ich verschiedene Vergleichsurteile lese, wäre ich ja im Recht da eine Immobilie dann nicht als verwertbar zählt wenn sie nicht verkauft oder beleiht werden kann. Was bei mir ja zutrifft, auch laut Meinung meiner Bank. Also stehen sie garnicht gegen den Bezug von ALG2. Ich gehe auch davon aus das ich das Verfahren gewinne,  zumindest bezüglich Verwertbarkeit

Einzigest Problem ist hier das die auf Zeit spielen. Die meisten knicken wohl irgendwann ein.

Zitat
So sollten (nicht nur) meine deutlichen Hinweise auch verstanden und entsprechend eingehalten werden.
Ja und aus dem Grund werde ich auch nichts machen ohne meinen Anwalt vorher kontaktiert zu haben. Ich schreib denen nichts ohne seine Zustimmung. Ich möchte mich nur selbst vorbereiten und den Anwalt was vorlegen. Ich bin dennoch über Meinungen und Tipps dankbar, werde aber von mir aus selbst nicht mit dem JC in Kontakt treten außer der Anwalt stimmt dem zu. Versprochen!


Und leider ist es eben so, das ein Anwalt der vom Gericht in Form von einem Beratungshilfeschein gezahlt wird sich nicht so ins Zeug legt wie ein Privat bezahlter, welcher viel teurer wäre. (Und ich mir leider nicht leisten kann)
 Der Anwalt ist sicher nicht schlecht und kann sein Zeug, aber für wenig Geld legt dir sich eben wenig ins Zeug, is ja auch logisch und würde sicher jeder so machen.
Ich will dem Anwalt mit meiner Bemühung ja nicht seine Arbeit machen, das kann ich garnicht. Nur wenn ich selber nicht mitarbeite passiert eben weniger. Die Anfragen bei den Banken zwecks Kredit und bei den Maklern hab ich auch selbstständig gemacht, da hat niemand dazu geraten. Sowas hilft dem Anwalt doch meine Sache durchzusetzen.
Deshalb meine ich wenn ich nach Tipps frage auch eher hinweise was ich machen kann um meine Forderung zu untermauern. Tipps können sein wie z.B. beim Notar sich was schriftlich austellen lassen oder irgendwas, damit komm ich ja nicht in die quere meines Anwalts.Vll gibts ja noch irgendwelche Behörden die mir irgendwas ausstellen können usw.... Je mehr ich hab je besser

Offline Sabine13

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Wenn du die Miete nicht mehr an deine Mutter zahlen kannst, müßte sie dir, wie bei einen anderen Mieter auch, kündigen.

Es wirkt nämlich unglaubwürdig, wenn dir deine Mutter jahrelang die Miete stundet, bist du vielleicht Recht bekommst.

Offline oldhoefi

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@Shabeel,

Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 16:09:34
Ich bin dennoch über Meinungen und Tipps dankbar
Du hast es immer noch nicht verstanden, oder willst es einfach nicht verstehen.

Jeder verantwortungsbewusste Forum-Helfer wird sich hüten, bei einer derzeit anhängigen Klage – erhoben durch Deinen Rechtsanwalt – irgendwelche Meinungen und Tipps kund zu tun.

Wende Dich mit Deinen Fragen an Deinen bereits involvierten Rechtsanwalt, dem auch die kompletten Unterlagen und Schriftsätze vorliegen – Punkt.

Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 16:09:34
Und leider ist es eben so, das ein Anwalt der vom Gericht in Form von einem Beratungshilfeschein gezahlt wird sich nicht so ins Zeug legt wie ein Privat bezahlter, welcher viel teurer wäre.
Zugleich wäre mir absolut neu, dass ein Rechtsanwalt eine (gerichtliche) Klage über einen (außergerichtlichen) Beratungshilfeschein abrechnet.

Auch ist es ein Trugschluss, dass Rechtsanwälte grundsätzlich nur das Nötigste tun, wenn diese über Beratungshilfeschein und/oder Prozesskostenhilfe bezahlt werden.

Damit bin ich hier raus. :bye:
"Kaum wird es schwierig, zweifeln viele Deutsche am ganzen System."

Giovanni di Lorenzo (deutsch-italienischer Journalist *1959)

Offline Orakel

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Ich hatte eine schwere Herz-OP, daraufhin 18 Monate Krankengeld, danach Arbeitslosengeld I und ab Mai wohl Hartz4.

Der Rentenantrag hat nichts mit deinem Antrag auf Leistungen nach SGB II zu tun. Das sind zwei voneinander völlig unabhängige Verfahren.

Solange du deinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten kannst bist du hilfebedürftig und damit leistungsberechtigt (§ 7 Abs. 1 Satz 1 iVm § 9 SGB II).

Zu § 12 SGB II fragen wir mal jemanden, der sich damit auskennt; hier Dr. Gunnar Formann, Richter am Sozialgericht Frankfurt a.M.:

"Vermögen führt nur dann zum Wegfall der Bedürftigkeit, wenn es verwertbar ist. Die entsprechende Funktion für das Einkommen übernimmt die Rechtsprechung des BSG zu den sog. bereiten Mitteln. Während es beim Einkommen erforderlich ist, dass es als bereites Mittel geeignet ist, den konkreten Bedarf im jeweiligen Monat zu decken, ist es beim Vermögen ausreichend, dass es im Bewilligungszeitraum verwertet werden kann. § 24 Abs. 5 SGB II stellt aber klar, dass in den Fällen, in denen eine sofortige Verwertbarkeit nicht möglich oder als besondere Härte unzumutbar ist, ein Anspruch auf darlehensweise Leistungen besteht.

Vermögen ist verwertbar, wenn seine Gegenstände innerhalb des bevorstehenden Bewilligungszeitraums verbraucht, übertragen oder belastet werden können." (Formann in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 5. Aufl., § 12 (Stand: 31.03.2020), Rn. 66, 67)

"Bei der Verwertung von Immobilien muss genau festgestellt werden, ob, wann und zu welchen Bedingungen der Verkauf eines Hausgrundstücks tatsächlich möglich ist. In aller Regel ist hier die sofortige Verwertbarkeit ausgeschlossen, da für eine Veräußerung oder Belastung eine gewisse Zeitspanne benötigt wird. Ist ein Grundstück aber wegen seiner Beschaffenheit, der Marktsituation oder der Belastung mit Rechten voraussichtlich im Bewilligungszeitraum überhaupt nicht zu veräußern oder zu belasten, so liegt dauerhafte Unverwertbarkeit vor mit der Folge, dass Leistungen nicht nur als Darlehen, sondern als Zuschuss gezahlt werden müssen." (aaO, Rn. 96)

Du darfst beruhigt davon ausgehen, dass auch deinem Anwalt einschlägige Kommentarliteratur und die dazugehörige Rechtsprechung (könnte ich auch liefern, verzichte aber bewusst darauf) bekannt sind.

Im Übrigen arbeiten Anwälte natürlich auch für Geld. Sie arbeiten aber auch für ihren guten Ruf, der nicht mit Geld aufgewogen kann. Deine Bemerkung, "tun nur das Notwendigste", kannst du stecken lassen. Zum guten Ruf eines Rechtsanwalts tragen gewonnene Verfahren bei, nicht die verlorenen oder halbherzig geführten.
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast48716

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Ich hatte eine schwere Herz-OP, daraufhin 18 Monate Krankengeld, danach Arbeitslosengeld I und ab Mai wohl Hartz4.

Der Rentenantrag hat nichts mit deinem Antrag auf Leistungen nach SGB II zu tun. Das sind zwei voneinander völlig unabhängige Verfahren.

Solange du deinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten kannst bist du hilfebedürftig und damit leistungsberechtigt (§ 7 Abs. 1 Satz 1 iVm § 9 SGB II).

Zu § 12 SGB II fragen wir mal jemanden, der sich damit auskennt; hier Dr. Gunnar Formann, Richter am Sozialgericht Frankfurt a.M.:

"Vermögen führt nur dann zum Wegfall der Bedürftigkeit, wenn es verwertbar ist. Die entsprechende Funktion für das Einkommen übernimmt die Rechtsprechung des BSG zu den sog. bereiten Mitteln. Während es beim Einkommen erforderlich ist, dass es als bereites Mittel geeignet ist, den konkreten Bedarf im jeweiligen Monat zu decken, ist es beim Vermögen ausreichend, dass es im Bewilligungszeitraum verwertet werden kann. § 24 Abs. 5 SGB II stellt aber klar, dass in den Fällen, in denen eine sofortige Verwertbarkeit nicht möglich oder als besondere Härte unzumutbar ist, ein Anspruch auf darlehensweise Leistungen besteht.

Vermögen ist verwertbar, wenn seine Gegenstände innerhalb des bevorstehenden Bewilligungszeitraums verbraucht, übertragen oder belastet werden können." (Formann in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 5. Aufl., § 12 (Stand: 31.03.2020), Rn. 66, 67)

"Bei der Verwertung von Immobilien muss genau festgestellt werden, ob, wann und zu welchen Bedingungen der Verkauf eines Hausgrundstücks tatsächlich möglich ist. In aller Regel ist hier die sofortige Verwertbarkeit ausgeschlossen, da für eine Veräußerung oder Belastung eine gewisse Zeitspanne benötigt wird. Ist ein Grundstück aber wegen seiner Beschaffenheit, der Marktsituation oder der Belastung mit Rechten voraussichtlich im Bewilligungszeitraum überhaupt nicht zu veräußern oder zu belasten, so liegt dauerhafte Unverwertbarkeit vor mit der Folge, dass Leistungen nicht nur als Darlehen, sondern als Zuschuss gezahlt werden müssen." (aaO, Rn. 96)

Du darfst beruhigt davon ausgehen, dass auch deinem Anwalt einschlägige Kommentarliteratur und die dazugehörige Rechtsprechung (könnte ich auch liefern, verzichte aber bewusst darauf) bekannt sind.

Im Übrigen arbeiten Anwälte natürlich auch für Geld. Sie arbeiten aber auch für ihren guten Ruf, der nicht mit Geld aufgewogen kann. Deine Bemerkung, "tun nur das Notwendigste", kannst du stecken lassen. Zum guten Ruf eines Rechtsanwalts tragen gewonnene Verfahren bei, nicht die verlorenen oder halbherzig geführten.

Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Ja das ist mir klar das das getrennt ist. Wenn die Rente nicht ausreichen würde, dann bekäme ich wohl in meiner jetzigen Situation auch keine Aufstockung.

Der Anwalt genießt an sich einen guten Ruf und gilt als gut. Er meinte aber zu mir, falls ich das richtig verstanden habe, das Problem wäre nicht da wenn meine Mutter keinen Nießbrauch für die von mir bewohnte Wohnung hätte sondern nur für die von ihr bewohnte. Meiner Meinung nach ist das Schwachsinn das sie ja dann nicht mal Miete von mir verlangen könnte. Zur Belastung des Hauses sagte er mir, man könnte freilich eine Grundschuld eintragen, schließlich wird die Immobilie belastet und nicht die Person. Ich hab ihn dann erstmal den Satz vorgelesen aus dem Notarvertrag indem es heißt das die Belastung bei Rückforderung nicht mit übertragen würden.

Ich hab schon meinen Grund das ich mich fremd informiere.

Ich war zuvor bei einem anderen Anwalt vorständig, der meinte glatt das die Wohnung eben Verwertbar sei und ich da nix machen kann. Die Idee einen Makler zu beauftragen der mir bestätigte das sie so nicht verkaufbar ist hab ich aus einen Urteil das ich gegoogelt habe. Und das hat ja auch geklappt beim Amtsgericht.

Das hat schon seinen Grund das ich mir selber Wissen aneigne, denn meine bisherige Erfahrung war das man eben niemanden seine Zukunft in die Hände legen kann außer einem selbst.

Ich versteh auch nicht warum hier immer wieder geschrieben wird, ich solle alles dem Anwalt machen lassen und mich selbst nicht einmischen. Mit der Taktik wäre ich nichtmal soweit gekommen wie ich jetzt bin. Man MUSS sich eben selber erkundigen wenn man was erreichen will und aktiv mitarbeiten sonst verliert man am Schluss.
Ich würde nie mein Schicksal einer fremden Person überlassen, weil ich eben gegenteilige Erfahrung schon gemacht habe.

Natürlich mach ich nichts ohne das vorher absichern zu lassen von dem Anwalt.

Nachtragend muss ich aber erwähnen, das der Anwalt meinen Bruder sowie meinen Vater bereits mit Erfolg vertreten hat im Arbeitsrecht.
« Letzte Änderung: 08. April 2020, 22:27:03 von Gast48716 »

Offline RedChili

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Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 21:51:43
Zur Belastung des Hauses sagte er mir, man könnte freilich eine Grundschuld eintragen, schließlich wird die Immobilie belastet und nicht die Person.
Damit hat der Anwalt auch völllig recht. Das Problem dabei ist, dass hier vermutlich keine Bank mitspielt, sofern deine Mutter mit ihren Rechten nicht hinter die neu einzutragende Grundschuld zurücktritt.
Des Weiteren wäre auch fraglich, von welchem Geld du die Grundschuld tilgen willst? Mit dem Regelsatz ist das ein Ding der Unmöglichkeit und von daher scheitert die Belastung des Grundbesitzes nicht zwingend an den eingetragenen Rechten deiner Mutter, sondern vielmehr an den Rangbestimmungen im Grundbuch und deiner Bonität.

Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 21:51:43
Ich hab ihn dann erstmal den Satz vorgelesen aus dem Notarvertrag indem es heißt das die Belastung bei Rückforderung nicht mit übertragen würden.
Der Satz besagt nur, dass du bei einer Rückforderung weiterhin die Grundschuld tilgen müsstest und diese eben nicht zur Grundschuld deiner Mutter wird.

Ich hätte unter den Vorausetzungen einer jederzeit möglichen Rückforderung den Schenkungsvertrag im Übrigen nie unterschrieben, aber das Kind ist eh in den Brunnen gefallen. Aber solltet ihr euch mal zerstreiten, dann kann dir deine Mutter jederzeit wieder allen Grundbesitz entziehen. Einfach so und nur weil sie es so will.
Normalerweise sind die Rückauflassungen an Bedingungen geknüpft, gerade damit der Vertrag nicht so einseitig ist. Aber diese Vertragsgestaltung lässt schon tief blicken....

Offline Orakel

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Das hat schon seinen Grund das ich mir selber Wissen aneigne ...

Das kann und wird dir niemand verbieten, ein rechtswissenschaftliches Studium kannst du aber als Autodidaktin nicht ersetzen - wie du selbst durch deine Beiträge eindrucksvoll belegst.

Ich versteh auch nicht warum hier immer wieder geschrieben wird, ich solle alles dem Anwalt machen lassen und mich selbst nicht einmischen.

Weil du die Strategie deines Anwalts entweder nicht kennst oder nicht verstanden hast. Zudem kennt nur dein Anwalt alle relevanten Hintergründe und Dokumente.

Der Anwalt genießt an sich einen guten Ruf und gilt als gut.

Dann frage ich mich ernsthaft, was du von einem Laienforum erwartest.
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast48716

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Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 21:51:43
Zur Belastung des Hauses sagte er mir, man könnte freilich eine Grundschuld eintragen, schließlich wird die Immobilie belastet und nicht die Person.
Damit hat der Anwalt auch völllig recht. Das Problem dabei ist, dass hier vermutlich keine Bank mitspielt, sofern deine Mutter mit ihren Rechten nicht hinter die neu einzutragende Grundschuld zurücktritt.
Des Weiteren wäre auch fraglich, von welchem Geld du die Grundschuld tilgen willst? Mit dem Regelsatz ist das ein Ding der Unmöglichkeit und von daher scheitert die Belastung des Grundbesitzes nicht zwingend an den eingetragenen Rechten deiner Mutter, sondern vielmehr an den Rangbestimmungen im Grundbuch und deiner Bonität.

Zitat von: Gast48716 am 08. April 2020, 21:51:43
Ich hab ihn dann erstmal den Satz vorgelesen aus dem Notarvertrag indem es heißt das die Belastung bei Rückforderung nicht mit übertragen würden.
Der Satz besagt nur, dass du bei einer Rückforderung weiterhin die Grundschuld tilgen müsstest und diese eben nicht zur Grundschuld deiner Mutter wird.

Ich hätte unter den Vorausetzungen einer jederzeit möglichen Rückforderung den Schenkungsvertrag im Übrigen nie unterschrieben, aber das Kind ist eh in den Brunnen gefallen. Aber solltet ihr euch mal zerstreiten, dann kann dir deine Mutter jederzeit wieder allen Grundbesitz entziehen. Einfach so und nur weil sie es so will.
Normalerweise sind die Rückauflassungen an Bedingungen geknüpft, gerade damit der Vertrag nicht so einseitig ist. Aber diese Vertragsgestaltung lässt schon tief blicken....

Die Vertragsgestaltung war damals vom Notar eben so empfohlen. Grundgedanke war auch das ihr Ehemann (Mein Stiefvater) sowie mein Bruder, mit dem sie zerstritten ist nichts bekommt. Das sie mir den Grundbesitz entziehen könnte is mir ja im Grunde egal, ich habe ja nichts bezahlt dafür, noch habe ich im Moment einen nutzen. Nur dann wäre es eben wieder als Erbe für meinen Bruder oder Stiefvater einzusetzen. Mit der Schenkung hatte ich ja keinerlei Nachteil, bis das ich eben vom JC was wollte. Die Schenkung war übrigens vor 6 Jahren, da wusste noch niemand das ich mal Hartz 4 kriegen könnte.


Das hat schon seinen Grund das ich mir selber Wissen aneigne ...

Das kann und wird dir niemand verbieten, ein rechtswissenschaftliches Studium kannst du aber als Autodidaktin nicht ersetzen - wie du selbst durch deine Beiträge eindrucksvoll belegst.

Ich versteh auch nicht warum hier immer wieder geschrieben wird, ich solle alles dem Anwalt machen lassen und mich selbst nicht einmischen.

Weil du die Strategie deines Anwalts entweder nicht kennst oder nicht verstanden hast. Zudem kennt nur dein Anwalt alle relevanten Hintergründe und Dokumente.

Der Anwalt genießt an sich einen guten Ruf und gilt als gut.

Dann frage ich mich ernsthaft, was du von einem Laienforum erwartest.

Natürlich habe ich wenig Ahnung und kann bestenfalls wiedergeben was ich mal wo flüchtig gelesen habe. Aus diesem Grund will ich dem Anwalt auch garnicht reinreden und werde auch keine eigenständigen Versuche unternehmen ohne Absprache, gerade weil ich hier desöfteren eindringlich gewarnt wurde. Ich nehme das schon Ernst.

Nur war meine bisherige Erfahrung halt das man sich selbst erkundigen muss und einschreiten muss, wie gesagt, ich war vorher bei nen Anwalt der mir nichtmal helfen wollte weil er das Jobcenter im Recht sah.
Übrigens war ich zwischenzeitlich sogar bei einem anderen Anwalt der mir wiederrum komplett andere Information gab(Beim VDK). Den jetzigen hab ich ich gewählt weil Familienmitglieder schon mit Erfolg vertreten hat.
Ich will mich mit meinem in kurzer Zeit angelesen Wissen auch garnicht aus dem Fenster lehnen.
Ich Grunde will ich mir halt ne eigene Meinung bilden weil eben jeder was anderes sagt und mir kommt es so vor als würde jeder ein anderes Recht vertreten.
Ich bin eben einfach verunsichert.
« Letzte Änderung: 08. April 2020, 22:52:53 von Gast48716 »

Gast48716

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Eine kleine Frage am Rande hätte ich noch:

Das JC verlangt für den Neuantrag Kontoauszüge der letzten 6 Monate.
Darf ich die schwärzen? Also nicht die zahlen sondern nur die Verwendungszwecke, sowie die Namen der abbuchenden Institute. Ich würde also nur Datum und die Zahlen stehen lassen, außer bei der Miete. Ich will denen auf keinen Fall zuviel reintun. Ich war im Dezember auf Malta, da sind abbuchungen von Ryanair und dem Hotel (Zusammen nichtmal 200€) Aber das möchte ich nicht das die das unbedingt sehen, ich denke das muss ich auch nicht offenlegen?

Offline NevAda

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Zitat von: Gast48716 am 09. April 2020, 10:20:54
Ich war im Dezember auf Malta, da sind abbuchungen von Ryanair und dem Hotel (Zusammen nichtmal 200€) Aber das möchte ich nicht das die das unbedingt sehen, ich denke das muss ich auch nicht offenlegen?
Lässt das Rückschlüsse auf Deinen Glauben, Deine politische Gesinnung oder Deine sexuelle Orientierung zu?
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