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Autor Thema: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen  (Gelesen 2820 mal)

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Offline Benny74

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Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« am: 18. Februar 2021, 14:30:19 »
Guten Tag,

diese Woche läuft meine Maßnahme jetzt vollständig aus.

Ich schäme mich dafür, aber mir war das zu kompliziert mich dagegen zu wehren und ich habe es nach der Abmahnung akzeptiert und bin wieder normal erschienen. Das waren noch zwei Wochen, danach wurde es umgeformt in ein Telefonat pro Woche.

Heute hat mich der Sachbearbeiter angerufen und das Gleiche erzählt, was er immer erzählt. Ich soll die alte Eingliederungsvereinbarung bestätigen. Alles soll noch ein halbes Jahr weitergehen wie immer. Etwas anderes kann er mir nicht anbieten, weil es nichts anderes gibt und ich soll das akzeptieren, weil ich doch einsehen muss, dass es die beste Alternative ist.

Dass es nicht sinnvoll ist und ich das nicht möchte, interessiert ihn nicht, um es abzukürzen. Wir haben jetzt fast eine Stunde telefoniert und wenn ich weiter widersprochen hätte, würden wir wahrscheinlich noch immer telofonieren. Er hat Druck von oben, das soll ich auch verstehen. Er weiß, dass er nichts passendes hat, aber er muss mir etwas aufs Auge drücken, weil das sein Job ist. Was in der Eingliederungsvereinbarung steht, ist auch nur Papier. Wir würden schon eine Lösung finden, wie wir das individuell anders machen als es da steht, damit ich damit leben kann. Die Lügen kenne ich inzwischen. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich unterschrieben habe, gibt es gar keine Diskussion mehr, weil das da steht.

Er hat kurz auch einen Verwaltungsakt angesprochen, weil er wohl dachte, dass ich Angst davor habe. Aber so weit ich weiß, kann ich danach kontrollieren lassen, ob es sinnvoll und vertretbar ist. Wahrscheinlich hätte ich ihn da schon sagen sollen, dass er es auf den Weg versuchen soll.

Wie gehe ich jetzt am besten damit um? Er schreibt jetzt eine Vereinbarung und schickt mir die zu, die mir nicht gefällt. Okay, ich unterschreibe nicht. Was kommt dann auf mich zu? Eine Lösung zu suchen ist mit dem Sachbearbeiter nicht möglich. Wenn es Teleshopping für Maßnahmen gebe, würde er das machen. Alles, was er sagt, geht an jeder Realität vorbei. Die Maßnahme hat tatsächlich auch keinen Erfolg gehabt, aber das kann sich noch ergeben. 15 Minuten später sagt er auch in drei Sätzen, dass er auch enttäuscht ist, dass die Maßnahme sich nicht genug getan hat, um die Ziele zu erreichen. Die müssten das nur noch intensiver machen und er geht davon aus, dass das funktioniert. Besser als wenn wir in einem halben Jahr telefonieren und es ist gar nichts gemacht worden.

Das kennt man aus der Realität, wenn man Kopfschmerzen los werden will, nimmt man den Hammer und haut sich auf den Daumen und wenn die Kopfschmerzen nicht aufhören, muss man noch beherzter zuschlagen und auch die anderen Finger nicht auslassen. Das macht zwar keinen Sinn, aber wenn man keine Kopfschmerztablette hat, ist es besser, als gar nichts zu machen.

Er ist für Argumente nicht zugänglich, sondern sieht es als Herausforderung trotzdem Recht zu behalten.

Liebe Grüße Benny74

Offline Last Man Standing

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #1 am: 18. Februar 2021, 14:42:30 »
Bist du bei einem Jobcenter oder einer Optionskommune? Wenn bei einer Optionskommune. In welchem Bundesland?
Eine Liste bei Unsicherheit findest du hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Optionskommunen

Offline DerSofti

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #2 am: 18. Februar 2021, 15:04:47 »
Hallo Benny,
wichtig ist erstmal eine Firewall gegen Sanktionen aufbauen, die dein Sachbearbeiter gegen dich verwenden kann.
1.1 Als Sofortmaßnahme gegen die Maßnahme hilft eine AU, die derzeit sehr leicht zu bekommen ist beim Doktor.
1.2 Deine Telefonnummer beim Jobcenter sofort löschen lassen, nur noch schriftlich kommunizieren, da dies nachweisbar ist vor dem Sozialgericht und für dich so ein Vorteil sein kann.

2.1 Die EGV, sofern sie dir vorliegt, einscannen und hier hochladen, unsere Experten nehmen die dann auseinander für einen Widerspruch.
2.2 Weiteren Schriftverkehr mit dein SB hier hochladen, der darauf folgt. Hier können dir gute Argumente für das Sozialgericht vorbereitet werden.

3. Nichtsmehr bei der Maßnahme unterschreiben vor allen was die Datenübermittlung über dich an dein SB betrifft.

4. Schonmal die Webseite Sanktionsfrei.de merken, für den Fall einer Sanktion. Helena Steinhaus hilft da schnell und unbürokratisch, dir den finanziellen Schaden, den dein SB dir angerichtet hat zu reparieren.
Was arbeitet er denn? Hmm... irgendwas mit Computer.

Offline Benny74

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #3 am: 18. Februar 2021, 16:01:39 »
Bist du bei einem Jobcenter oder einer Optionskommune? Wenn bei einer Optionskommune. In welchem Bundesland?

Ich wusste das bisher nicht, aber das ist eine Optionskommune.
Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil? Sollte ich vielleicht deswegen umziehen?
Wenn ich das richtig verstehe, ist deswegen Agentur und Jobcenter räumlich und personell getrennt.

Gibt es einen wichtigen Grund das Bundesland zu sagen?

zu 1.2. Wie macht man das? Wie mir das jetzt schon unangenehm ist, die darum zu bitten. Aber das finde ich wahrscheinlich auch selber heraus.

zu 2.1. Es wird wahrscheinlich in dieser Woche verschickt. Wenn ich es habe, mache ich das.

Offline DerSofti

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #4 am: 18. Februar 2021, 16:21:32 »
Wegen 1.2 @Benny, da hab ich folgendes gefunden, weiter unten steht sogar ein § dazu, den du in dein Forderungsschreiben verwenden kannst.

https://hartz.info/index.php?topic=111264.msg1428780#msg1428780

Die Frage war von 2017, schätze da kannst sogar jetzt noch weitere § dazu verwenden von der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Edit: Das mit den Telefon kann dir auch deine Nerven schonen, sobald nur noch wichtige Anrufe für dich durchkommen. Beim JC sitzen oft Leute, die scheuchen per Telefon gerne andere Menschen rum und klopfen sich nach dem Telefonat selber auf die Schulter "Man, den hab ich aber Beine gemacht" oder "Damit der mal in die Puschen kommt". Solche Leute hab ich leider in mein Leben öfters kennenlernen müßen. Das ist der Schlag von Mensch, der dann später im Ruhestand als Ersatz sich einen Hund anschafft für "Mach Männchen" "Hol das Stöckchen" "Sitz / Platz" und "Gib Laut".
« Letzte Änderung: 18. Februar 2021, 16:48:44 von DerSofti »
Was arbeitet er denn? Hmm... irgendwas mit Computer.

Offline Benny74

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #5 am: 22. Februar 2021, 16:08:14 »
Guten Tag,

heute ist ein Maßnahmevertrag gekommen. Es war ein Anschreiben dabei, dass ich am Dienstag angerufen werde und eine Datenschutzvereinbarung. Außerdem ein frankierter Rückumschlag. Welche Pflichten habe ich? Muss ich morgen abnehmen? Eine Eingliedrungsvereinbarung habe ich noch nicht.

Am liebsten würde ich den Rückumschlag benutzen, um die Löschung meiner Daten zu verlangen und nach dem Teilnahmezeugnis zu fragen. Darf ich das?

Liebe Grüße Benny

Offline a_good_heart

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #6 am: 22. Februar 2021, 16:40:43 »
Einfach mal die Schreiben anonymisiert hier einstellen, sonst kann dir keiner wirklich helfen ... :zwinker:
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont... (Konrad Adenauer)

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #7 am: 22. Februar 2021, 17:01:14 »
Zitat von: Benny74 am 22. Februar 2021, 16:08:14
dass ich am Dienstag angerufen werde
Wer will dich anrufen?

Frage: Du hast erwähnt, dass du die Maßnahme nicht für sinnvoll erachtest. Hättest du deinen alternativen Vorschlag? Was könnte dir denn wirklich helfen? Hast du eine Ausbildung bzw. kannst in deinem Beruf nicht mehr arbeiten? Benötigst du vielleicht eine Weiterbildung... Irgendwelche Scheine die dir weiterhelfen können? Kann ja von Office und SAP bis hin zu einem Gabelestablerschein alles möglich sein...

Offline Benny74

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #8 am: 22. Februar 2021, 18:12:08 »
Im Schreiben von der Maßnahme steht: "Wir haben von Herr Sachbearbeiter erfahren, dass Sie die Maßnahme fortsetzen. ... Wie gewohnt belassen wir es bei unserem dienstäglichen Anruf um 8 Uhr."

Das bedeutet, da die Maßnahme zurzeit wegen Corona nicht stattfinden darf, werde ich am Dienstag zwischen 8 und 9 angerufen. Da werde ich dann gefragt, wie es mir geht und mir wird gesagt, dass ich 2 Jobangabote per Mail zugeschickt bekomme. Dann bewerbe ich mich da und es ist gut. Falls ich Fragen hätte, wie ich die schreiben soll könnte ich da fragen, aber das kommt eigentlich nicht mehr vor.

Die Anrufe wäre auch in Ordnung, aber der Sachbearbeiter besteht darauf, dass in der Eingliedrungvereinbarung wieder steht, dass ich grundsätzlich auch an den Präsenzveranstaltungen teilnehmen muss, wenn der Lockdown wieder beendet ist. Obwohl es da verschiedene Modelle von Seiten des Maßnahmeträgers gibt und ich würde dann lieber eins nehmen, wo die mir vor allem Jobangebote recherchieren, obwohl ich das natürlich auch alleine könnte, aber als Kompromiss, ist das das sinnvollste aus meiner Sicht. Aber warum dort unter Anleitung noch Kreuzworträtsel lösen und Dokumentationen gucken?

Ich habe so weit ich es beurteilen kann zwei Probleme. Ich bin schon lange arbeitslos und ich habe nur eine halbe Ausbildung. Es ärgert mich, dass das Jobcenter mich die Ausbildung nicht beenden lässt, aber die sehen das als richtige Ausbildung.

Ich war am Anfang in einer geförderten Ausbildung BaE als Tischler. Eigentlich konnte ich mir das nicht vorstellen, weil ich mir das nicht zutraue, aber ich hatte einen Monat Praktikum in einem kleinen Betrieb und es schien alles gut zu funktionieren. Dann wurde der Vertrag zu einer BaE fertig gemacht. In der Berufsschule war alles kein Problem, aber mir ist aufgefallen, dass alle anderen Mitschüler schon im Betrieb weiter waren. Ich habe eher aufgeräumt und Kundenwünsche entgegen genommen. Um es abzukürzen nach einem halben Jahr stellen die fest, dass der Betreib keine Berechtigung hat auszubilden, weil entsprechende Nachweise fehlen, dass man das kann. Dann haben die von der BaE im Hintergrund einen neuen Betrieb gesucht. Als ich da dann war, ist mir und auch den Chef bewusst geworden, dass ich zwei linke Hände habe und er wusste auch nicht, wie ich die Ausbildung überhaupt schaffen soll. Der andere Betreieb hat mir Honig ums Maul geschmiert, weil die wussten, dass die dann einen kostenlosen Azubi bekommen.

Danach haben die von der BaE wieder etwas im Hintergrund gesucht und weil ich schon jetzt Vorerfahrung im Bereich Möbel hatte, wurde ich als Verkäufer in einem Möbelhaus ausgebildet. Aber nur zum Verkäufer und nicht zum Einzelhandelskaufmann. Ich hätte auch nicht erwartet, dass das Möbelhaus mich fallen lässt und mich nur gefördert weiterausbildet. Darum muss ich sagen, hatte ich mir damals zu spät erst um etwas anderes beworben. Jetzt trage ich den Lebenslauf mit mir herum und werde fast nie zu Bewerbungsgesprächen eingeladen und wenn dann muss ich jedes mal erklären, weshalb ich nicht übernommen wurde und warum das nicht klappt. An der Berufsschule mit 1,0 kann es nicht liegen und ich vermute, die machen sich dann ihre eigene Theorie, was im Betrieb falsch gelaufen sein muss. Aber alles, was ich immer nur gehört habe, war, dass kein Geld da sei. Wahrscheinlich wollten die auch nur einen kostenlosen Auszubildenden und es ist natürlich besser den nächsten von der BaE zu nehmen, statt mich einzustellen. Betreibswirtschaftlich verstehe ich das.

Aktuell steht noch eine Bewerbung aus bei einem Möbelhaus, wo ich einen guten Eindruck habe, mit den Einschränkungne, dass ich wegen meiner Erfahrungen befürchte, dass es auch wieder nur um ein paar Kröten geht, die das Jobcenter in den ersten 2 Jahren dazu geben möchte. Aber ich habe mich dort als Kassierer beworben und die haben mich eingeladen und mir dann eigentlich genau das vorgeschlagen, was ich eigentlich Suche. Die würden es gerne mit mir versuchen und denken, dass die mich zum Abteilungsleiter in der Abteilung machen können, wo ich die meiste Erfahrung bisher habe. Das würde auf lange Sicht frei werden und als man meine Bewerbung gelesen hat, dachte man, dass ich dort besser als an der Kasse aufgehoben bin. Ich weiß, ich muss aufpassen, dass ich das nicht zu rosarot sehe, aber das ist tatsächlich der einzige Lichtschimmer am Horizont. Aber das wurde allles auf nach dem Lockdown verschoben.

Offline Benny74

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #9 am: 22. Februar 2021, 19:56:49 »
Einfach mal die Schreiben anonymisiert hier einstellen, sonst kann dir keiner wirklich helfen ... :zwinker:

Entschuldigung, dass habe ich zunächst übersehen.

Offline Last Man Standing

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #10 am: 22. Februar 2021, 20:48:00 »
Mit dem Ziel Kaufmann im Einzelhandel kann man arbeiten.

Nach § 3 Abs. 2 SGB II ist vorrangig die Vermittlung in eine Ausbildung zu nutzen. Die bisherige Maßnahme ist als nachrangig gegenüber dem der Vermittlung in Ausbildung.

§ 3 Abs. 2 SGB II
Zitat
(2) Bei der Beantragung von Leistungen nach diesem Buch sollen unverzüglich Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem Ersten Abschnitt des Dritten Kapitels erbracht werden. Bei fehlendem Berufsabschluss sind insbesondere die Möglichkeiten zur Vermittlung in eine Ausbildung zu nutzen.

Die Tatsache, dass die evtl. Ausbildung im Möbelhaus wird aber nicht durch die Maßnahme verhindert. Ich würde daher dringend einen anderen Weg vorschlagen. Die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel kann man auch bei einem Maßnahmeträger in verkürzter Zeit abschließen. Bei der DAA z.B.. Die Finanzierung und die Klärung muss nicht über die Eingliederungsvereinbarung erfolgen, sondern kann auch gesondert beantragt werden. Ich habe gesehen, dass an vielen Standorten der nächste Kurs im März beginnt. Grundsätzlich besteht zwar auch die Möglichkeit mit Klärung nach später einzusteigen. Wenn dies aber für dich etwas ist, schau doch mal selbst ob in deiner Nähe z.B. die DAA so etwas anbietet. Alternativ kannst du aber auch hier Wohnort nennen oder mir bei IGM schicken, dann schaue ich mal wann bei dir in der Nähe offiziell wieder was startet. Die Umschulungsmaßnahme durch einen Maßnahmeträger kann man schneller erreichen. Der Stoff wird zwar intensiver und schneller durchgenommen und nur mit einem Praktikum erreichst du die praktische Erfahrung. Dennoch finde ich dass du dies eher in Betracht zeihen solltest bevor du immer wieder auf eine Ausbildung durch Bewerbung hoffst. Da eine solche Ausbildung Modular erfolgt ist dies auch trotz Corona zum Großteil zur Not zu Hause zu bewerkstelligen.

Wenn du dich dafür entschieden hast, kann man dir beim Antrag helfen. Du solltest dich aber schnell entscheiden, bevor die Eingliederungsvereinbarung als VA ergeht. So könnte man alles versuchen um dem VA zuvor zu kommen.

Offline The Witch

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #11 am: 22. Februar 2021, 21:15:13 »
Der TE hat offenbar eine abgeschlossene Ausbildung zum Verkäufer. Dass er diese nur als "halbe Ausbildung" betrachtet, ist sein Problem. Da ist nix mit "Vorrang von Ausbildung".

Offline Benny74

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #12 am: 22. Februar 2021, 23:24:48 »
Der TE hat offenbar eine abgeschlossene Ausbildung zum Verkäufer. Dass er diese nur als "halbe Ausbildung" betrachtet, ist sein Problem. Da ist nix mit "Vorrang von Ausbildung".

Ich weiß, dass das rechtlich richtig ist. Ich betrachte es anders aus Gr+nden, aber das führt zu weit und würde mich nur sinnlos aufregen. Die Situation ist hoffnungslos, wenn kein Wunder passiert. Beim Vorstellungsgespräch wirft man mir dann vor, dass ich Abitur habe und sagt, dass man nicht versteht, warum man mit Abitur seine Ausbildung abbricht, wenn das Grundschulwissen nicht mehr ausreicht. Dann kann ich wieder erklären, wie das alles kommt und werde trotzdem nicht eingestellt. Die stellen scheinbar sogar lieber Quereinsteiger ein als Verkäufer mit Abitur.

Offline mali123

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #13 am: 23. Februar 2021, 00:39:17 »
Der TE hat offenbar eine abgeschlossene Ausbildung zum Verkäufer. Dass er diese nur als "halbe Ausbildung" betrachtet, ist sein Problem. Da ist nix mit "Vorrang von Ausbildung".

Ich weiß, dass das rechtlich richtig ist. Ich betrachte es anders aus Gr+nden, aber das führt zu weit und würde mich nur sinnlos aufregen. Die Situation ist hoffnungslos, wenn kein Wunder passiert. Beim Vorstellungsgespräch wirft man mir dann vor, dass ich Abitur habe und sagt, dass man nicht versteht, warum man mit Abitur seine Ausbildung abbricht, wenn das Grundschulwissen nicht mehr ausreicht. Dann kann ich wieder erklären, wie das alles kommt und werde trotzdem nicht eingestellt. Die stellen scheinbar sogar lieber Quereinsteiger ein als Verkäufer mit Abitur.

leider ist das so, dass du mit abi auch die möglichkeit zu einem studium hast. das wissen die auch. deswegen wollen die dich nicht anlernen, also bleibst du arbeitslos. das ist leider so.

du hast noch die möglichkeit zu studieren, allerdings würde ich damit etwas warten. durch corona bleiben die unis dicht und das ist nicht gerade schön für das studium. außerdem gibt es jetzt schon zu viele akademiker.

du könntest z.b. zur post gehen zur überbrückung und dir schon mal gedanken machen, wie es mit dir weitergehen soll.

Offline RedChili

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Re: Eingliederungsvereinbarung richtig ablehnen
« Antwort #14 am: 23. Februar 2021, 11:13:16 »
Eins vorweg: Man lehnt eine EGV nicht von vornherein ab. Es ist immer sinnvoll eine Verhandlungsphase zu beginnen und somit den Abschluss der EGV bzw den Erlass eines VA hinauszuzögern. Außerdem steigen so die Chancen, dass die Verhandlungsphase von Seiten des SB abgebrochen wird und somit das Zustandekommen einer EGV nicht am Elo scheitert. ;)

Zusammengefasst ist deine Maßnahme beendet und du hast derzeit auch keine EGV. Ist das so richtig?

Dann würde ich die vorherige EGV auch nicht bestätigen oder den Vertrag unterzeichnen. Will der SB eine EGV mit dir abschließen, dann soll er dir einen entsprechenden Entwurf zukommen lassen, der die Erkenntnisse aus dem bisherigen Bezugszeitraum berücksichtigt. Denn dafür ist eine Fortschreibung einer EGV gedacht.
Des Weiteren hast du keine Maßnahmezuweisung und ich würde niemals einfach so einen Maßnahmevertrag unterschreiben. Auch die Zuweisung soll dir der SB per VA zukommen lassen, damit du ein Rechtsmitttel dagegen hast. Allerdings würde ich den SB jetzt auch nicht unbedingt drauf bringen.