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Autor Thema: Einleitung eines Verfahrens zur Überprüfung der Erwerbsfähigkeit  (Gelesen 190 mal)

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Offline Hornblower

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Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, um Informationen zu einem Problem mit dem Sozialamt zu sammeln.

Mein Sohn(46) ist laut DRV seit dem April 2014 dauerhaft voll in der Erwerbsminderung. Er hat aufgrund verschiedener Umstände keinerlei Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung gegen die DRV und ist daher als Bezieher von Grundsicherung wegen Erwerbsminderung beim Sozialamt gelistet.

Nun erhielten wir einen Anruf von der zuständigen Sachbearbeiterin, worin diese mitteilte, dass ein erneutes Verfahren zur Ermittlung des derzeitigen Standes der Erwerbsfähigkeit meines Sohnes an die DRV in Auftrag gegeben werden soll.

Meine Frage an die hiesige Forumsgemeinschaft ist: Darf das Sozialamt bei einmal festgestellter dauerhafter voller Erwerbsminderung durch die DRV überhaupt einen erneuten Auftrag zur Ermittlung des derzeitigen Standes der Erwerbsfähigkeit meines Sohnes an die DRV in Auftrag geben? Ich meinte bisher immer, die einmalige Feststellung wäre abschließend.

Ich danke für die Hilfe.


Offline blaumeise

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Zitat von: Hornblower am 10. Juni 2021, 10:53:12
Meine Frage an die hiesige Forumsgemeinschaft ist: Darf das Sozialamt bei einmal festgestellter dauerhafter voller Erwerbsminderung durch die DRV überhaupt einen erneuten Auftrag zur Ermittlung des derzeitigen Standes der Erwerbsfähigkeit meines Sohnes an die DRV in Auftrag geben? Ich meinte bisher immer, die einmalige Feststellung wäre abschließend.
Das Sozialamt darf das m. A. n. und auch die DRV prüft hin und wieder von sich aus, ob die Voraussetzungen noch vorliegen für die unbefristete volle Erwerbsminderung. Bei mir kam nach 4 Jahren lediglich ein Fragebogen, den ich ausgefüllt und zurückgeschickt habe. Das kann jederzeit wieder passieren.

Hier, guck mal:
Zitat
10.02.2020, 14:14

Experten-Antwort

Hallo Fix,
unbefristete Renten werden überprüft, wenn bei der sozialmedizinischen Votierung des Prüf- und Gutachterarztes ein Nachuntersuchungstermin festgelegt wurde. Eine Überprüfung ist auch erforderlich, wenn bereits vor dem Nachuntersuchungstermin neue medizinische Sachverhalte oder eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vom Versicherten geltend gemacht werden. Gleiches gilt, wenn unabhängig davon Sachverhalte bekannt werden, die darauf schließen lassen, dass die medizinischen Voraussetzungen für die Rente nicht mehr vorliegen. Solche Anhaltspunkte können sich unter anderem bei der Aufnahme einer Beschäftigung, einer selbständigen Tätigkeit oder eines Bundesfreiwilligendienstes bzw. bei der Überprüfung des Hinzuverdienstes bei Erwerbsminderungsrenten ergeben. Im Rahmen der Überprüfung wird vom Versicherten eine Selbstauskunft angefordert und anhand aktueller medizinischer Unterlagen der Gesundheitszustand durch den Prüf- und Gutachterarzt neu eingeschätzt.
https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/nachpruefung-unbefristete-rente.html

Wenn sich am Zustand deines Sohnes nichts geändert hat, dann wird sich auch am Ergebnis nichts ändern. Ich habe meinen Rentenbescheid nicht parat liegen, aber es steht drin, dass man Änderungen sowieso mitteilen muss. Falls das Sozialamt meint, der Zustand deines Sohnes hat sich geändert, dann will es das wohl jetzt prüfen lassen. Die genauen Gründe, die Anlass zu dem Auftrag geben, muss es der DRV m. E. angeben. Ob die DRV dem sonst nachkommt bzw. überhaupt nachkommen muss, das weiß ich allerdings nicht.


Hier ist auch noch was zu lesen in dem Forum: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/nachpruefung-volle-unbefristete-erwerbsminderung.html