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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu anderen Problemen => Thema gestartet von: Gast2913 am 21. März 2012, 10:21:42

Titel: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 21. März 2012, 10:21:42
Für viele Arbeitslose scheint der Weg in die berufliche Selbständigkeit eine Alternative zu sein, die berufliche Situation zu verändern, sie selbst in Hand zu nehmen. Das verdient uneingeschränkten Respekt und Anerkennung.

Nicht jeder Gründungswillige eignet sich jedoch zum Unternehmer, nicht jede Geschäftsidee sichert eine dauerhafte Existenzgrundlage. Der Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit ist weder ein Gründer zweiter Klasse, noch gelten für ihn andere Maßstäbe, als für jeden anderen Existenzgründer auch.

Eine Existenzgründung war nur dann erfolgreich, wenn der Existenzgründer mittelfristig seinen Lebensunterhalt aus seiner unternehmerischen Tätigkeit bestreiten kann.

Die zehn wesentlichen Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung und einige Lösungsansätze kurz zusammengefasst.

1. Schlechte Vorbereitung der Gründung

Viele Existenzgründer verzichten in der Vorbereitungsphase ihrer Existenzgründung auf fachkundigen Rat. Die Gründe sind vielfältig. Vielen scheinen der Zeitaufwand und das Kapital zu hoch, welches sie investieren würden, anderen fehlt das Geld gänzlich. Andere übersehen oder unterschätzen Probleme, die mit einer Existenzgründung unvermeidlich im Zusammenhang stehen.

Defizite in der persönlichen, fachlichen und kaufmännischen Eignung eines Existenzgründungswilligen, sollten bereits in der Gründungsphase erkannt und wenn möglich – weitestgehend beseitig werden. Nur eine äußerst selbst-kritische Einschätzung der eigenen Persönlichkeit deckt einen Weiterbildungsbedarf und einen späteren Beratungsbedarf auf.

Lösung:

Scheuen Sie sich nicht, Beratungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Die Berater können Ihnen Fehler in Ihrer Planung aufzeigen und Ihnen dadurch erhebliche Kosten sparen können. Manchmal macht es durchaus Sinn, ein Gründungsvorhabenvorhaben noch zu verschieben, weil die Chancen dann besser sind.

Fachkundige Berater zeigen Existenzgründern, wie sie ihr Vorhaben zielorientiert planen. Während der Planung sehen Sie meist selbst schon, wo Ihr Vorhaben Lücken aufweist.

Existenzgründungsberatung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch mit staatlichen Zuschüssen gefördert werden. Auskünfte erteilen z.B. die Industrie- und Handelskammern oder kommunale Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften.

2. Keine Branchenkenntnisse

Existenzgründer scheitern nicht selten an einer fehlenden oder unzureichenden Bedarfsanalyse. „Dinge, die die Welt nicht braucht“ verkaufen sich zwar gelegentlich, doch gewährleisten sie nur äußerst selten den Bestand eines Unternehmens. Die wichtigsten Wettbewerber sollten vor Gründung eines Unternehmens bekannt sein, ihre Vertriebswege und -strategien.

Lösung:

Wenn Sie nicht durch vorangegangene berufliche Tätigkeit über fundierte Branchenkenntnisse verfügen, müssen Sie den Markt Ihres künftigen Unternehmens besonders gründlich analysieren.

Nutzen Sie Ihr persönliches Umfeld, um Informationen zu gewinnen. Studieren Sie Publikationen Ihrer künftigen Wettbewerber, ihr Auftreten am Markt. Der notwendige Aufwand, den Sie hier betreiben müssen, hängt natürlich von Ihrer Geschäftsidee ab.

3. Falsche Einschätzung der Marktsituation

Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht unwesentlich von der Wahl des Standortes ab. Gibt es in der Umgebung des geplanten Standortes bereits Wettbewerber, macht es in der Regel wenig Sinn, noch ein weiteres Unternehmen zu etablieren – es sei denn Sie haben spezielle Fachkenntnisse oder Angebote, die Ihre Wettbewerber nicht haben.

Beabsichtigen Sie z.B. ein Ladengeschäft zu betreiben, so wiegt die eventuell deutlich geringere Gewerberaummiete für ein Ladengeschäft in einer Seitenstraße den Einnahmeverlust durch das Ausbleiben von Kunden nicht auf.

Lösung:

Suchen Sie nach einem anderen Standort, der mehr Erfolg verspricht. Vergleichen Sie Ihr Angebot mit dem Ihrer künftigen Wettbewerber. Ein Existenzgründer wird nur in äußerst seltenen Fällen mit einem völlig neuen Angebot am Markt auftreten. Er wird meist Wettbewerber haben, die bereits am Markt etabliert sind. Stellen Sie daher bei Ihrer Planung immer die Frage, was einen Kunden überzeugt, sich für Ihr Produkt, Ihre Ware, Ihre Dienstleistung zu entscheiden – und nicht für die Ihrer Wettbewerber.

4. Fehlende Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld

Wenn Ehen und Partnerschaften scheitern, wenn einer der beiden Partner den Weg in die berufliche Selbständigkeit gefunden hatte, dann lässt das auf einen gravierenden Mangel in der Vorbereitung einer Existenzgründung schließen. Verständnis und Unterstützung, insbesondere für Ihre zeitlichen Belastungen sind wichtige Voraussetzungen für jede unternehmerische Tätigkeit. Als Unternehmer können Sie nicht jeden Tag pünktlich um 16:00 Uhr „den Hammer fallen lassen“. Ohne Zweifel sollte eine 70- oder 80-Stunden-Arbeitswoche nicht die Regel sein (dann würde vielleicht an der Organisation Ihres Unternehmens oder Ihrer Geschäftsidee etwas nicht stimmen), doch gänzlich vermeiden lässt sich das gerade in der Gründungsphase sicher nicht. Zieht die Familie nicht mit und torpediert sogar ihr Vorhaben, sollten Sie sich Ihr Vorhaben noch einmal gründlich überlegen. Der Druck eines Partners, der die Selbstständigkeit nicht unterstützt, kann dazu führen, dass Sie sich nicht auf die Probleme Ihres Unternehmens konzentrieren und letztlich scheitern – beruflich, wie familiär.

Lösung:

Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Vorhaben ausführlich mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner zu besprechen. Stellen sie sie keinesfalls vor vollendete Tatsachen. Stecken Sie gemeinsam einen Rahmen ab, bestimmen Sie gemeinsam Ziele.

Planen Sie in Ihrem Terminkalender nicht nur geschäftliche Termine, sondern planen Sie selbst in Zeiten hoher beruflicher Anspannung grundsätzlich auch Freizeit ein, die Sie auch gemeinsam mit Ihrer Familie intensiv nutzen sollten.

Die wichtigsten Menschen Ihres Umfeldes sind nicht Ihre Geschäftspartner, sondern Ihre engsten Familienangehörigen!

5. Fehler in der Finanzierung

Eines der häufigsten Probleme ist eine falsche oder fehlerhafte Finanzierungsplanung. Der Kapitalbedarf eines Existenzgründers hängt vom Umfang der Geschäftsidee ab. Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass eine Existenzgründung „zum Nulltarif“ möglich sei.

Für die meisten Existenzgründer stellt fehlendes oder nicht ausreichendes Startkapital eines der größten Hindernisse dar. Falscher Optimismus ist jedoch hier ebenso unangebracht, wie das Aufbrauchen der letzten (persönlichen) finanziellen Reserven, um die Existenzsicherung nicht schon bei der Gründung zu gefährden.

Eine Unterkapitalisierung führt nicht nur zwangsläufig zum Scheitern Ihres Unternehmens, sondern beschädigt auf Dauer auch Ihre persönliche Bonität. Ihre Schulden nimmt Ihnen keiner ab. Dafür müssen Sie allein einstehen.

Lösung:

Auch wenn es Ihnen zunächst schmerzlich erscheint: Verschieben Sie Ihre Existenzgründung solange, bis Sie ausreichend Kapital für eine ungefährdete Existenzgründung zur Verfügung haben.

Vermeiden Sie unbedingt die Aufnahme von Krediten, die unter Einbeziehung eines vertretbaren unternehmerischen Risikos in keinem Verhältnis zu den realistisch zu erwartenden Einnahmen stehen.

6. Mängel in der Unternehmensführung

Im „Kerngeschäft“ ihres Unternehmens kennen sich die meisten Existenz-gründer recht gut aus. Fachliche Qualifikationen, berufliche Erfahrungen und Lebenserfahrung bilden ein solides Fundament. In der Regel ist auch die Bereitschaft größer, sich fehlendes Wissen in diesem Bereich anzueignen.

Zum Geschäftsbetrieb eines Unternehmens gehören aber auch Aufgaben, die oft fälschlich als „Nebenbereiche“ betrachtet werden. Nicht nur die Bedeutung von Grundwissen in diesen Bereichen, auch der mit der Erledigung von diesen Aufgaben verbundene Zeitaufwand wird häufig unterschätzt.

Lösung:

Informieren Sie sich rechtzeitig und umfassend, welche Aufgaben zum ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb eines Unternehmens gehören. Listen Sie dabei auf, in welchen Bereichen Sie einen Weiterbildungsbedarf haben, in welchem Beratungsbedarf.

Bereits bei der Erarbeitung Ihres Geschäftsplanes sollten Sie daher gründlich überlegen, welche Aufgaben Sie extern als Dienstleistung erledigen lassen wollen und die dafür notwendigen Kosten einplanen. Erfahrungsgemäß sollte dabei ein Steuerberater an erster Stelle stehen. Sie können davon ausgehen, dass sich die Kosten für einen Steuerberater immer lohnen (Umsatz in einer nennenswerten Größe vorausgesetzt).

Auch wenn Sie nicht die Absicht haben, Aufgaben Ihres Unternehmens als externe Dienstleitung erledigen zu lassen, ist es sinnvoll, das Gespräch mit Experten zu suchen. Die zeigen Ihnen zum Beispiel auch, wie Sie Vorgänge in Ihrem Unternehmen optimieren können, um Kosten zu sparen oder die Effektivität zu erhöhen.

7. Keine oder schlechte Finanzplanung

Existenzgründer begehen immer wieder den Fehler, die umfassende Finanzplanung Ihres Vorhabens auf die leichte Schulter zu nehmen. Entweder wird oberflächlich oder gar nicht geplant, insbesondere dann, wenn kein Fremdkapital benötigt wird und die Gründung allein mit eigenen finanziellen Mitteln realisiert werden kann. So ist die Existenzsicherung schon gefährdet, bevor Sie überhaupt die Geschäftstätigkeit aufgenommen haben.

Es ist ein fataler Irrtum, dass der Geschäftsplan einschließlich der Finanzplanung „nur für die Banken“ oder andere Geldgeber gebraucht werde. Der Geschäftsplan ist kein „Kreditantrag“ oder „Antrag auf Fördermittel“, sondern in erster Linie Ihr Verkaufs- und Strategiepapier.

Sicher stehen Sie als Existenzgründer vor dem Problem, Umsätze und Kosten zu planen, die sich auf Schätzungen stützen. Aber eine gute Planung hilft Ihnen später, Ihr Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren und Defizite Ihrer Planung zu erkennen. So können Sie rechtzeitig reagieren. Die Planung hilft Ihnen, sich auf die wesentlichen Ziele Ihres Vorhabens zu konzentrieren und nicht zuletzt Ihre eigene Existenzsicherung und die Ihrer Familie zu erhalten.

Lösung:

Verschaffen Sie sich rechtzeitig eine Übersicht, mit welchen Kosten der Geschäftsbetrieb Ihres Unternehmens verbunden ist. Bedenken Sie, dass Sie als Unternehmer auch dann für Ihre Verbindlichkeiten einstehen müssen, wenn Sie keine oder unzureichende Umsätze erzielen. Planen Sie ausreichend Reserven ein. Sie sollten möglichst kurzfristig in der Lage sein, zumindest kostendeckend zu arbeiten.
Vertrauen Sie nicht auf staatliche Zuschüsse, die Ihnen nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit gewährt werden können, auf die aber kein Rechtsanspruch besteht.

8. Unzureichende und falsche Konzeption

Nicht nur eine unvollständige oder fehlerhafte Finanzplanung gefährdet die Existenzsicherung, auch eine unzureichende oder falsche Konzeption zur Umsetzung der Geschäftsidee kann sich fatal auswirken. Keiner der Bausteine eines vollständigen Geschäftsplanes ist entbehrlich. Sie bauen vielmehr aufeinander auf, ergänzen sich und ergeben erst in ihrer Gesamtheit ein schlüssiges Konzept.

Mit Ihrer Konzeption führen Sie den Nachweis, dass Ihre Liquiditätsplanung und Rentabilitätsberechnung im Zeitpunkt der Existenzgründung realistisch sind und dies im Verlaufe Ihrer unternehmerischen Tätigkeit auch bleiben. Differenzen zur ursprünglichen Finanzplanung sind in der Regel ein Indiz dafür, dass die gewählte Strategie nicht konsequent umgesetzt wurde.
Lösung:

Betrachten Sie die Erarbeitung eines umfassenden Geschäftsplanes nicht als „notwendiges Übel“. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Verschaffen Sie sich auch hier rechtzeitig einen umfassenden Überblick über die notwendigen Inhalte eines vollständigen Geschäftsplanes. Lassen Sie sich gegebenenfalls fachkundig beraten.

Vor allem: Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck und lassen Sie sich von Dritten nicht unter Druck setzen! Allein Sie entscheiden über den Zeitpunkt Ihrer Existenzgründung!

9. Mangelnde Tragfähigkeit des Geschäftsvorhabens

Unrealistische Zahlen und Fakten oder unrealistische Bewertungen des Produktes, der Ware oder Dienstleistung und ihrer Marktakzeptanz sind keine Basis für eine tragfähige und dauerhafte Existenz. Blauäugigkeit und der Wunsch des Existenzgründers, seine berufliche Situation zu verändern, verschleiern oft die Tatsache, dass das Unternehmen keinen Erfolg haben wird. Unabhängige Dritte bewerten die Tragfähigkeit eines Geschäftsvorhabens immer auf der Grundlage des Geschäftsplanes einschließlich der Finanzplanung. Zwar bewerten Sie, inwieweit die vom Existenzgründer angenommenen Umsätze und Kosten realistisch eingeschätzt und durch eine überzeugende Strategie hinterlegt sind, umsetzen muss der Existenzgründer sein Vorhaben jedoch selbst. So kann es z.B. sein, dass ein Unternehmer eine bestimmte Anzahl von Kundengesprächen plant und dabei sowohl von der Anzahl, als auch dem Ergebnis der Kundengespräche von realistischen Größen ausgeht, tatsächlich aber erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit Kunden hat und aus diesem Grunde die angestrebten Zahlen gar nicht erreicht. Das Geschäftsvorhaben ist „auf dem Papier“ möglicherweise durchaus tragfähig, in der Praxis keinesfalls.
Aus welchen Gründen auch immer: Eine Existenzgründung darf niemals eine Notlösung sein, sondern den Existenzgründer muss es aus anderen Gründen und ganz bewusst in die Selbständigkeit ziehen.

Lösung:

Setzen Sie sich mit den Motiven Ihrer Gründungsabsicht äußerst kritisch auseinander. Nur Sie allein können diese Motive tatsächlich einschätzen. Es gibt viele gute Gründe für eine berufliche Selbständigkeit: eigenverantwortlich Entscheidungen treffen, eigene Ideen umsetzen, mehr Erfolg haben, seine Arbeitszeit frei einteilen können. Sicher kann auch drohende oder bestehende Arbeitslosigkeit ein Motiv sein – in jedem Fall aber nach allen anderen.

Gründen Sie niemals aus der Not heraus ein Unternehmen. Eine Existenzgründung darf keine Notlösung sein. Lösungen für eine Notsituation tragen nicht mehr, wenn die Not beseitigt ist! Prüfen Sie daher genau, ob Ihre persönlichen Voraussetzungen stimmen und ob die Gründungsidee tragfähig ist. Nicht jeder, der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet und nicht jeder Versuch, eine selbständige Existenz aus der Arbeitslosigkeit heraus zu gründen, ist erfolgreich.

10. Betriebsspezifische Ursachen

Die Ursachen können sehr vielseitig sein und reichen von schlechter Buchhaltung, über zu spät oder nicht bezahlte Rechnungen bis hin zum Übersehen oder gar Ignorieren von Warnsignalen.
Ein Vertrag ist erfüllt, wenn Sie Ihre Leistung erbracht haben und der Kunde Ihre Rechnung bezahlt hat. Nun kann es aber passieren, dass ein potentieller Kunde von einem Vertragsschluss Abstand nimmt – so ist das Geschäft. Es kann auch passieren, dass ein Kunde wohlwollend Ihre Leistung in Anspruch nimmt – Ihre Rechnung aber spät oder gar nicht bezahlt – das ist zumindest unanständig, gehört aber leider auch zum Geschäft.

Lösung:

Halten Sie bereits in der Vorbereitungsphase Ihres Gründungsvorhabens auch einen „Plan B“ bereit. Halten Sie sich Wege offen, um auf eine veränderte Marktsituation rechtzeitig und wirksam reagieren zu können. Überprüfen Sie nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit laufend, ob Sie sich noch auf dem von Ihnen vorgegebenen Kurs Ihrer Konzeption befinden.

Sorgen Sie für sichere Einnahmen. Trotz gegenteiliger Entwicklungen hält sich sowohl bei Unternehmern als auch bei Kunden hartnäckig die Auffassung, Vorkasse sei unseriös. Zahlreiche windige Geschäftemacher tragen sicher dazu bei. Nun macht es aber einen Unterschied, ob ein vermeintlicher oder angeblicher Kreditvermittler „Kredite ohne SCHUFA“ verspricht und dafür vorab „Bearbeitungsgebühren“ kassiert, obwohl solche Gebühren durch das Versenden wertloser Formulare kaum entstanden sein dürften, oder ob ein Handwerker sich das im Kundenauftrag gekaufte Material bezahlen lässt, bevor er es beim Kunden einbaut.

Lassen Sie sich mit Ihren Kunden oder Auftraggebern nicht auf Preisdiskussionen ein. Preisverhandlungen sind legitim, allerdings sollte Ihre Preiskalkulation grundsätzlich auch Ihren Verhandlungsspielraum berücksichtigen. Verzichten Sie lieber auf einen Auftrag, statt sich der Gefahr auszusetzen, nicht kostendeckend zu arbeiten.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 21. März 2012, 10:30:58
 :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok:

Das sollte als goldene Regeln vor der Selbstständigkeit hier gespeichert werden.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: thaiboy am 21. März 2012, 10:43:59
Gery da gibts aber noch stolpersteine die einem bewust vor die fuesse geschmiessen werden.
Frueher gabs mal ich glaube 18 stunden reglung ,wenn die ueberschritten wurde wars du nicht mehr arbeitslos.
Ich hatte geschaeftszeiten von 17 stunden selbsstaendig am anfang und arbeitslosenhilfe bezogen.
@ Gundulus bevor du wieder betrug witterst es war angegeben und es hat 1 jahr auch besuche vom amt gegeben.
Nach 1,5 jahren kam neuer beamter der rechnete nach geschaeftsschluss noch eine reinigungsstunde dazu dadurch mehr als 18 stunden  mit dem ergebnis das rueckzahlung verlangt wurde.
Ich habs damals ueberstanden,das prozessrisiko war mir zu hoch,heute weis ich das man besser vorher ein semester recht besuchen sollte und nicht den aussagen  und der hilfe von arbeitsamt oder jobcenter vertrauen darf.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 22. März 2012, 16:36:52
Niemand setzt der Arbeitszeit eines Selbständigen Grenzen. Ein Unternehmer darf auch 24 1/2 Stunden am Tag arbeiten, wenn er die Mittagspause durchmacht.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 22. März 2012, 17:04:27
Ich kenne das aus meiner Zeit in der Selbstständigkeit auch, dass es keine Sau interessiert ob du als Unternehmer den Tag auf 25 Stunden streckst.

Es gab da eigentlich nie eine Einschränkung, da man als Unternehmer keinem Arbeitszeitgesetz unterliegt. Man hat das Recht ohne Urlaub und 7 Tage die Woche zu arbeiten.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: bockenlg am 22. März 2012, 17:14:54
Ich denke es geht hier eher um eine wöchentliche Arbeitszeit. Schließlich bekommt man heute i.d.R. auch kein ALG I, wenn man 15 Std oder mehr wöchentlich arbeitet. Aber thaiboy kann sich ja nochmal dazu äußern.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 22. März 2012, 17:21:32
Hier geht es aber nicht um Anspruchsberechtigte auf ALG I oder EU-Rentner, die natürlich Arbeitszeitbeschränkungen unterliegen. Hier geht es um Selbständige, die solchen Beschränkungen grundsätzlich nicht unterliegen!
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 25. März 2012, 04:21:59
Echt nett und hilfreich, ich aber würde den Punkt 11 noch dazu schreiben,
da dieser doch immer wieder ein Punkt ist der Übersehen wird.

Recht, welche Rechtlichen Aspekte gehen Sie bei einer Existenzgründung ein.
Allgemeines Vertragsrecht, Umtausch Recht, Handelsrecht, .u.s.w.
Verträge die man eingeht ohne diese zu Unterschreiben Innung, Steuern, u.s.w.
Auch sollte man hier anführen welche Versicherungen man haben sollte oder haben muss.

HaveFun
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 25. März 2012, 10:17:40
Es geht eigentlich um die Möglichkeiten woran die Selbstständigkeit scheitern kann.

Das Thema Recht findest du schon unter Punkt 1. Diese Informationen gehören zur Vorbereitung und sind definitiv kein Kriterium zum Scheitern einer Selbstständigkeit.

Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Sheherazade am 25. März 2012, 10:24:00
Gery da gibts aber noch stolpersteine die einem bewust vor die fuesse geschmiessen werden.

Der hier beschriebene "Stolperstein" dürfte mit Punkt 5 abgehandelt sein.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 25. März 2012, 15:06:54
Hallo LadyDarknis,

weder die hier aufgezählten Gründe, noch die Lösungsvorschläge erheben Anpruch auf Vollständigkeit. Du sprichst aber - unbewußt - eine Erwartung aus, die Dir niemand erfüllen kann. Du wirst keine Publikation finden, sei sie auch noch so umfangreich, die Antworten auf alle Fragen beinhaltet, mit denen ein Gündungswilliger konfrontiert sein könnte. Es kommt immer auf die konkreten Rahmenbedingungen einer Existenzgründung an. Wer kein Gewerbe, sondern einen freien Beruf oder einen Katalogberuf ausübt (Was ist denn das nun schon wieder?), benötigt kaum Kenntnisse im Gewerberecht, wer Dienstleistungen erbringen will, muss sich nicht mit Umtauschrecht befassen usw.

Unternehmensberater werden nicht selten mit folgender Geschrächseröffnung konfrontiert: Ich will mich selbständig machen. Was muss ich tun? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Was tun!

Das beginnt eben bei einer kritischen Selbsteinschätzung: Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Erfahrungen habe ich? Wo besteht Weiterbildungsbedarf? Wo Beratungsbedarf?

Leider fehlt diese kritische Selbsteinschätzung gerade bei Existenzgründungswilligen aus Arbeitslosigkeit, weil sie eben doch aus einer Notsituation heraus gründen wollen. Noch deutlicher wird dies, wenn ich meine Eröffnungsfrage stelle: Weshalb wollen Sie sich selbständig machen? Nicht selten lauten die Antwort: Weil ich vom Jobcenter weg will? Dann kann's eigentlich nur schief gehen ...

Gruß
Gery
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 25. März 2012, 18:47:12
Hallo LadyDarknis,
weder die hier aufgezählten Gründe, noch die Lösungsvorschläge erheben Anpruch auf Vollständigkeit.
Du sprichst aber - unbewußt - eine Erwartung aus, die Dir niemand erfüllen kann.
Nur weil ich schreibe das man auch die Rechtlichen Belange als Punkt benennen sollte
brauchen Sie mir hier nicht Persönlich kommen ich kenne die Rechtlichen Belange
und brauch mir auch nicht Rat zur Selbstständigkeit in Ihrem Thread holen.
Ihre Selbstherrliche Art zu schreiben und dann auch noch Persönlich zu werden
sucht hier im Forum echt ihres gleichen. Bitte unterlassen Sie das.
Wenn Sie keine konstruktive Kritik wollen schreiben Sie es einfach zu.

Es geht eigentlich um die Möglichkeiten woran die Selbstständigkeit scheitern kann.
Das Thema Recht findest du schon unter Punkt 1. Diese Informationen gehören zur Vorbereitung und sind definitiv kein Kriterium zum Scheitern einer Selbstständigkeit.

@Gundulus ihre Aussage ist schlicht falsch, es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   
Da hier schon die Möglichkeiten der Eintreibung einer Schuld anders ist als bei einen Privatkunden. u.s.w.

Wie ist die Rechtslage: Ein Kunde überlässt mir einen PC zur Reparatur,
dabei gehen alle Daten auf der FDD verloren. Bin ich Haftbar ? und wenn Ja in welchen Ausmaße.
Ok komme von Thema ab, belassen wir es einfach bei ~ erst Denken dann Posten ~

HaveFun
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 25. März 2012, 19:12:59
... und brauch mir auch nicht Rat zur Selbstständigkeit in Ihrem Thread holen ...

Korrekt! Hauptsache grundsätzlich wird Rat eingeholt, wenn man/frau nicht sicher ist.

... es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist ...

Auch korrekt! Deshalb sollte der Existenzgründer (sollten die Gründungsgesellschafter) den Unterschied schon kennen, bevor sie den Gesellschaftervertrag schließen. Deshalb war der Hinweis von Gundulus absolut richtig. Das gehört zur Vorbereitung einer Existenzgründung und die ist nun einmal allein Aufgabe des Gründers und nicht von irgendwelchen Dritten.

Und nun bitte nicht gleich wieder persönlich angegriffen fühlen. Das war und ist nicht meine Absicht.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Sheherazade am 25. März 2012, 19:14:20
es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   

Dann liegt Gundulus wohl schon ganz richtig und der gescheiterte Selbstständige hat sich nicht oder unzureichend informiert.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 25. März 2012, 20:09:29
@Gundulus ihre Aussage ist schlicht falsch, es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   
Da hier schon die Möglichkeiten der Eintreibung einer Schuld anders ist als bei einen Privatkunden. u.s.w.

Wie ist die Rechtslage: Ein Kunde überlässt mir einen PC zur Reparatur,
dabei gehen alle Daten auf der FDD verloren. Bin ich Haftbar ? und wenn Ja in welchen Ausmaße.
Ok komme von Thema ab, belassen wir es einfach bei ~ erst Denken dann Posten ~

HaveFun
Ab jetzt kann ich dann echt nur noch auf meine Sig. verweisen.
Es geht doch klar in meinen Ausführungen um das Einfordern von Verbindlichkeiten diesen Gesellschaftsforum gegenüber
und nicht darum ob ich eine GbR oder GmbH oder sonst eine Geschäftliche Gesellschaftsforum machen will.

In Punkt 1 ist nicht ansatzweise das angesprochen was ich meine.
Als Privatmensch habe ich anderer Rechtsbelange als ein Selbständiger Unternehmer.
Alleine schon das Anmieten von Geschäftsräumen unterliegt einer anderen Rechtlichkeit
als wenn ich mir mal eine Wohnung oder etwas anderes Anmiete.
Und kommt jetzt nicht wieder mit das ist in Punkt 1 das drin ist, da Punkt die Kernaussage hat:
Die Berater können Ihnen Fehler in Ihrer Planung aufzeigen und Ihnen dadurch erhebliche Kosten sparen können.
Hier ist nicht mal im Ansatz das Angesprochen was ich meine.
Aber OK belassen wir es, Sie haben Recht und ich meine Ruhe.

Have Fun

p.s. bitte vergessen Sie an den Post nicht:
"ich bitte nicht um konstruktive Kritik an meinen Aussagen oder Post"

Mal eine frage ihr wisst ja alles, mit wie viel des Gesamt Kapitals muss eine GmbH haften ?
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 25. März 2012, 20:16:54
@LadyDarknis

Wir geraten nicht das erste Mal zum Thema Selbstständigkeit aneinander, wobei ich denke das ein wenig weniger Emotionen durch aus besser wäre.

Die rechtlichen Fragen und die Gesellschaftsformen müssen vorher geklärt sein und das kann man nur selbst machen oder man holt sich den Rat von einem Unternehmensberater oder direkt bei den Handels- bzw. Handwerkskammern. Das ist jedoch keine Bringeschuld sondern da muss man sich als zukünftiger Unternehmer SELBST drum kümmern. Nur der zukünftiger Unternehmer kann wissen welche Unternehmensform für sich und seinen Geldbeutel am Besten ist. Demzufolge muss man sich auch darüber informieren, mit wem man zusammenarbeitet. Eine Kapitalgesellschaft hat andere Rahmenbedingungen als eine Personengesellschaft. Aber das gehört zu den Vorbereitungen und ist Grundlagenwissen für den Start in die Selbstständigkeit.

Natürlich kann man sich im Laufe seiner Selbstständigkeit auch beraten lassen, denn nicht umsonst zahlt man die Beiträge an die IHK oder die Handwerkskammer. Leider werden diese Beiträge nur als Zwangsabgabe gesehen und die Möglichkeiten kaum genutzt.

Zu der Frage: In Höhe der Einlage mindest jedoch mit 25.000 Euro
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 25. März 2012, 20:22:48
... mit wie viel des Gesamt Kapitals muss eine GmbH haften ?

Grundsätzlich in Höhe des eingetragenen Stammkapitals. Reicht das vorhandene Stammkapital nicht aus, haften die Gesellschafter bis zur Höhe ihrer Anteile im Innenverhältnis mit ihrem Privatvermögen als Gesamtschuldner.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 25. März 2012, 20:36:36
@LadyDarknis

Bevor jetzt Stress zu den Antworten kommt, es ist beides das Gleiche gemeint  :clever: :clever: :clever:


Ein nicht selten zu sehender Fehler ist bei der Gründung einer GmbH das die Mindesteinlage (25.000 Euro) fast nur mit Sachwerten (Auto, Maschinen) gedeckelt wird. Oft vergessen die Gründer das Sachgegenstände einen Wertverfall haben und sie irgendwann (nach einem Jahr) die Wertminderung ausgleichen müssen. Ansonsten kann die Liquidität erheblich ins Schleudern kommen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 25. März 2012, 21:08:55
Ich kann jetzt nicht sehen wo ich Emotional werde aber ok.
Auch wie hier immer wieder darauf gedrängt wird das der Selbständige
sich auch selber alle Infos zu beschaffen hat selbst wenn diese
einfach falsch waren und das von den Fachberatern, ist auch das sein Problem.
Ich will hier den sich Selbständigen machenden nicht von seiner Selbstverantwortung befreien
aber mit welcher Selbstverständlichkeit immer von dem "selbst Schuld"  ausgegangen wird
ist schon fast Diskriminieren

@Gundulus falsch

@gery schon besser aber auch nicht ganz richtig
aber Du hast wenigstens schon mal drin das die Gesellschafter auch
auch mit ihren Privaten Vermögen haftbar gemacht werden können,
bei mangelnden vorhandene Stammkapitals.

Die GmbH haftet mit allem was sie Ihr eigen Nennt,
aber mindestens mit der Einlade von 25.000€
Sollten diese noch nicht voll erbracht sein, Haftet jeder Gesellschafter unbeschränkt,
unmittelbar und solidarisch mit ihrem Privatvermögen.
Ergo auch der gekaufte Boden auf dem die Fabrik steht
oder das Firmenauto kann zur Tilgung einer Schuld herangezogenen werden.
Selbst Erdwirtschafter Gewinn kann hier noch nachträglich zur Tilgung herangezogen werden.

So und jetzt lassen Wir es einfach weil ehrlich gesagt habe ich auf die Nummer hier kein bock.
Wenn ihr der Meinung seit das alle ja nur selber schuld an dem sind was Sie umgibt kann
man nur hoffen das bei euch mal keiner kommt und das Licht anmacht.

Have Fun
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 26. März 2012, 07:15:50
@LadyDarknis

Also Gery und ich schrieben das in Höhe des Stammkapitals (was mindestens 25.000 Euro betrifft, aber nach oben jederzeit erweitert werden kann) bzw. in Höhe der jeweilige Einlage der Gesellschafter gehaftet werden muss. Darüber geht es im Gegensatz zu einer Personengesellschaft nicht.

Das Kapital muss nicht in reinem Bargeld zur Verfügung stehen, ergo können Firmenfahrzeuge oder Liegenschaften zur Tilgung hinzugezogen werden bzw. muss der Gesellschafter die Summe aus seinem Privatvermögen aufbringen. Das hat aber definitiv nichts mit einer uneingeschränkten Haftung mit dem gesamten Privatvermögen zutun, sondern immer nur bis zur Höhe des Anteils. Ansonsten wäre die Bezeichnung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung etwas unsinnig. Von daher kann ich nicht erkennen was an Gerys und meiner Antwort falsch sein soll, denn du bestätigst sie mit deiner Aussage.

Ich würde es begrüßen, wenn wir hier konstruktiv bleiben und nicht Seitenhiebe über angebliche Schuldzuweisungen wegen der Aufgabe der Selbstständigkeit kommen. Es gibt bei der Aufgabe eines Geschäftes zwei Seiten, das sollte einem immer bewußt sein. Mit der Erfahrung bzw. einer realistischen Einschätzung bewahrt man sich schließlich vor der Wiederholung derselben Fehler. Und liebe LadyDarknis, da spreche ich definitiv aus eigener Erfahrung.


Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 26. März 2012, 13:53:40
Falsch daran ist das ihr beide nur von 25k€ ausgeht,
Fakt ist aber das eine GmbH mit ihrem gesamten Kapital Haftet
und das Beinhaltet alles, auch Firmenautos, Grundstücke selbst die Schraube in der Werkshalle.
Ergo wenn eine GmbH in den Jahren einen Wert(e) von sagen wir mal 1mio€ hat dann Haftet diese auch damit.
Aber wie ich schon sagte, ihr habt Recht und gut ist.
Zumal wir jetzt hier mehr als vom Thema abkommen.

B4T. Rechte ist ein Wichtiges Thema und ihr solltet aufhören mit eurer Pauschal Verurteilung.

Have Fun

p.s. ach ja @Gundulus auf "Moin Madam" reagiere ich nicht und ist mehr als nicht passend als anrede.

ich werde in diesen Thread nicht mehr Posten, da Sinnlos und Kritik nicht erwünscht ist
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 26. März 2012, 14:07:44
ich werde in diesen Thread nicht mehr Posten ...

Danke, denn es heißt Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Haftung ist auf das eingetragene Stammkapital beschränkt.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast18044 am 26. März 2012, 14:20:02
Und was fällt unter das Stammkapital wenn nicht FIRMENfahrzeuge, FIRMENeigene Grundstücke (natürlich nicht angemietete Privatgrundstücke, auch wenn der Vermieter ein Gesellschafter ist) und FIRMENeigenes Material. Das ist das Stammkapital der GmbH, aber natürlich nicht das private Vermögen der Gesellschafter. Der Gesellschafter haftet nur in Höhe seiner Einlage bzw. in Höhe seines prozentualen Anteils und nicht mehr.

Deine Behauptung das die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften ist falsch.

Im Falle einer Insolvenz zählt auch nur das was der GmbH gehört und nicht was ihr irgendwann einmal gehört hat. Also wenn die GmbH eines ihrer eigenen Grundstücker veräußert, dann hat man in der Insolvenzmasse Anspruch auf diesen Erlös.

Was soll dieses ewige "ihr solltet aufhören mit eurer Pauschal Verurteilung", du reagierst äußerst aggressiv auf einen neutralen und wertfreien Text. Ich kann nicht erkennen wo jemand dich oder sonst einen Anderen pauschal verurteilt.

Was du als wichtiges Thema betrachtest (was es zweifellos ist), gehört in den Bereich Vorbereitung auf die Selbstständigkeit, da es sich um Grundlagenwissen handelt.

PS: Stimmt es heißt eigentlich richtig "Moin Madame", sorry mein Fehler :-)
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 05. Mai 2012, 11:18:10
@Gery,

wie schaut es aus bei 0 EUR Startkapital, zum Bleistift bei Unternehmungen wie Beratung oder reiner Dienstleistung?

Wie sichert man sich dort ab?
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Sheherazade am 05. Mai 2012, 11:32:05
Wie sichert man sich dort ab?

Wogegen?
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 05. Mai 2012, 11:35:04
Na zum Beispiel wenn der Kunde nicht zahlt usw.

Welche Versicherungen braucht man, wie müssen Verträge gestaltet werden usw. damit es eben nicht zum Scheitern einer Existenzgründung kommt.

Das sind alles Punkte die mich mal brennend interessieren würden ;)
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 05. Mai 2012, 12:04:37
Diese Frage betrifft leider nicht nur Dienstleister. Geiz ist geil und leider wird dieser Slogan von Kunden und Auftraggebern viel zu häufig missverstanden. Ich will mich aber hier auf Dienstleistungen beschränken, die ausschließlich der Kunde oder Auftraggeber dem Dienstleister zu honorieren hat:

1. Keine Dienstleistung ohne einen schriftlichen Vertrag.

2. Vorkasse vereinbaren und erst tätig werden, wenn die Rechnung beglichen ist.

zu 1.
Der Vertrag sollte den Auftrag konkret beschreiben und eingrenzen, damit der Auftraggeber nicht weitere Leistungen fordern kann, die über den ursprünglichen Auftrag hinausgehen und als "kostenlose Zugabe" geleistet werden sollen. Der Vertrag sollte die Pflicht für den Auftraggeber enthalten, die zur Ausführung des Auftrages notwendigen Informationen und Unterlagen bereitzustellen, und das Recht des Dienstleisters, den Vertrag zu kündigen, wenn diese Pflicht nicht erfüllt wird sowie seinen Honoraranspruch im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages regeln. Vorkasse vereinbaren, die bei Vertragsunterzeichnung fällig ist (mindestens 30%). Auf andere Vertragsinhalte gehe ich hier nicht ein (Haftungsfragen, Wettbewerbsklausel, Verschwiegenheitspflicht u.a.)

zu 2.
Vorkasse wird sowohl von Auftraggebern, als auch Dienstleistern immer noch als "unseriös" betrachtet. Dem ist jedoch nicht so. Vorkasse ist auch ein Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens. Der Auftraggeber hat sich für einen bestimmten Dienstleister entschieden, weil er von der Qualität der Dienstleisung überzeugt ist. Wenn er den Auftrag erteilt, muss er davon ausgehen, dass er diese Dienstleistung (selbst im Falle einer Schlechtleistung) honorieren muss. Einem seriösen Auftraggeber sollte auch bewußt sein, dass dem Dienstleister Kosten entstehen, die durch den ausgelösten Auftrag dem Auftraggeber entstehen, sobald der Dienstleister mit der Ausführung des Auftrages beginnt.

Im Einzelfall wird es natürlich auf die Art der Dienstleistung ankommen, den Umfang des Auftrages ... Aus meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung als Freiberufler in einem Dienstlestungsbereich kann ich feststellen, dass Auftraggeber, die nicht bereit sind eine Anzahlung zu leisten, in der Regel auch die Schlussrechnung nicht bezahlen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast9742 am 05. Mai 2012, 12:05:58
Zitat von: Bezilla am 05. Mai 2012, 11:35:04
Na zum Beispiel wenn der Kunde nicht zahlt usw.
Wichtig ist erst mal, dass deine Rechnungen an den Kunden korrekt sind: Korrekte Rechnungen und Gutschriften: Pflichtangaben und Formvorschriften (http://www.akademie.de/thema/rechnungen-schreiben)

Zu Mahnungen findest du beispielsweise hier Infos: Mahnbescheid und Mahnverfahren (http://www.rechtsanwaltsgebuehren.de/Infos/Mahnverf.html)

Wenn du die Stichworte "Fälligkeit" und "Verzug" bei Google eingibst, findest du weitere Infos. Ein paar grundlegende Kenntnisse in Sachen Buchhaltung und Rechnungswesen sind auf jeden Fall sinnvoll. Hier wäre meiner Ansicht nach sogar eine Maßnahme vom Jobcenter gut, wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat. Allerdings sollte es ein Kurs sein, wo handfeste fachliche Kenntnisse vermittelt werden, nicht bloß ein "Laberkurs", wo ein Kursleiter einen mental auf das Leben als selbständig Tätiger vorbereiten will. Das gibt's nämlich auch, da wird dann nichts als heiße Luft produziert.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 05. Mai 2012, 12:41:49
Komplizierte ergänzende Frage,

wie sieht es bei Musikern aus? In der Regel wird dort im Vorfeld das Salär vereinbart, jedoch habe ich selten Rechnungen gesehen sondern eher Quittungsblöcke.

Spezialfall, weiß ich.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 05. Mai 2012, 13:00:06
Dir kommt es doch darauf an, dass Du Dein Geld erhälst. Wenn dem Auftraggeber eine Quittung für seine Buchhaltung reicht, ist das auch in Ordnung. Für Deine Buchhaltung reicht die Kopie zur ordentlichen Verbuchung.

Wenn es Dir darum geht, das Risiko zu minimieren, dann sagst Du halt, dass Du ohne Geld Deinen Geigenkasten nicht öffnen kannst. Der Veranstalter wird den Tanzabend mit Sicherheit nicht platzen lassen ... oder so ähnlich ...
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 05. Mai 2012, 14:18:36
Die Info ist nicht direkt für mich wichtig sondern für meine Frau ;)

Aber das hilft uns schon mal weiter.

Vielen Dank.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast20502 am 18. Mai 2012, 02:25:25
sieh mal hier:

http://kammerspartakus.wordpress.com/2012/04/18/ihkhwk-lieber-in-den-schuldensumpf-anstatt-in-hartz-iv/
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 03:25:06
Der Eingangssatz des Artikels:

"In wohl noch nie dagewesener Weise “buhlen” IHK und HWK in den Printmedien um Existenzgründer."

Und unter dem Artikel "buhlt" Kammerspartakus um Unternehmer; offenbar mit mäßigem Erfolg:

"Kammerspartakus unterstützt den Bundesverband für freie Kammern im Kampf gegen den Kammerzwang. Unterstützen auch Sie den BffK. Ab 50,- € im Jahr veröffentlicht Kammerspartakus Ihr Firmenlogo mit Verlinkung zu Ihrer Website."

Der Preis entspricht übrigens dem Jahresgrundbeitrag für die IHK für Unternehmen, die nicht im Handelsregister oder im Genossenschaftsregister eingetragen sind und einen Gewerbeertrag über 5.200 € bis 30.000 € haben.

Die Frage bleibt allerdings, welchen Erfolg die Bemühungen um "freie Kammern" haben sollen, wenn die gegenwärtige Rechtslage sowohl mit dem Grundgesetz, als auch EU-Recht vereinbar ist.

http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg4-02.html (http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg4-02.html)
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 10:53:57
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit mit 0 Euro Startkapital ein Dienstleistungsunternehmen zu Gründen?
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Sheherazade am 18. Mai 2012, 10:55:36
So gut wie keine wahrscheinlich, wenn für den Start dieses Dienstleistungsunternehmens Waren- und Maschineneinsatz erforderlich ist.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 10:56:07
Beratung :D
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 11:01:17
Nein, weil die Gewerbeanmeldung schon kostet ... Visitenkarten, Briefpapier, Werbemaßnahmen ... das läppert sich ... Eine Existenzgründung zum Nulltarif gibt es nicht.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 11:05:38
Was kostet ein Kleingewerbe denn zur Zeit?
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 11:15:28
Es gibt kein "kleines" und kein "großes" Gewerbe.

http://hartz.info/index.php?topic=45448.new#new (http://hartz.info/index.php?topic=45448.new#new)

Die Höhe der Gebühren für eine Gewerbeanmeldung hängt von der Gebührensatzung Deiner Kommune ab. Sie liegen in der Regel um die 40 Euro für eine "einfache" Anmeldung. Erlaubnisse nach § 34c GewO ziehen deutlich höhere Gebühren nach sich.

Auskunft erteilt das Gewerbeamt Deiner Kommune.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 11:20:07
Kleingewerbe wäre schon ein Anfang. Danke ;)
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 18. Mai 2012, 11:33:08
Anmeldung als Freiberufler beim Finanzamt (http://www.erfolg-als-freiberufler.de/Anmeldung-beim-Finanzamt.php) | Die Katalogberufe der Freiberufler (http://www.erfolg-als-freiberufler.de/Katalogberufe-der-Freiberufler.php)
Zu den Katalogberufen gehören unter anderen: beratende Berufe

schau mal ob dir das weiter hilft @Bezilla

HaveFun
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 11:35:16
Auch die Existenzgründung als Freiberufler ist nicht zum Nulltarif zu haben. Lediglich die Gebühren für die Gewerbeanmeldung fallen weg.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 11:48:36
Klar, nichts ist kostenlos.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 18. Mai 2012, 12:02:34
@gery das man Investieren muss/sollte steht hier auserfrage,
es geht einfach darum die Kosten so gering wie Möglich zu halten.

HaveFun
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 12:07:05
Das war die Frage:

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit mit 0 Euro Startkapital ein Dienstleistungsunternehmen zu Gründen?

Und die Antwort lautet: NEIN!

Und nun bitte BBT und keine nichts sagenden Links und Allgemeinplätze, die mit dem Thema nichts zu tun haben! Danke!
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 18. Mai 2012, 12:27:39
Ok dann ein klares JA, Anmeldung zum Freiberufler =  Kosten 0,-€
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Mai 2012, 12:31:43
Damit ist doch aber keine Existenzgründung finanziert!  :wand:  Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F... ähm Finger stillhalten!
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Mai 2012, 12:33:10
Ich finde meine Frage wurde völlig ausreichen beantwortet. Existenzgründung ist mitnichten für den Nulltarif möglich.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19990 am 18. Juni 2012, 16:31:48
Eine GmbH hat eine Einlage von 25 TEUR und mit der haftet die GmbH auch. Außer bei Insolvenzverschleppung, dann kann es auch an das Privatvermögen gehen.

Bei der GBR haftendDie Gesellschafter und auch die anderen Gesellschafter nicht nur mit ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen, sondern mit ihrem gesamten Privatvermögen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast2913 am 18. Juni 2012, 17:00:16
Nicht schon wieder! Eine GmbH hat eine Mindeststammeinlage von 25.000 Euro (§ 5 Abs. 1 GmbHG). Das Stammkapital kann auch 10 Millionen betragen. Mit dem eingetragenen Stammkapital haftet die GmbH (§ 13 Abs. 2 GmbHG). Damit sind aber nicht grundsätzlich alle Haftungsrisiken sowohl der Gesellschafter als auch der/des Geschäftsführer(s) ausgeschlossen - Stichwort: Durchgriffshaftung. Das war aber hier nicht das Thema!
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 19. Juni 2012, 00:41:44
Ich denke die Frage wurde beantwortet.

Vielen Dank gery und an alle anderen.

Thema geschlossen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast19502 am 19. Juni 2012, 01:02:03
So ich möchte jetzt hier auch noch was los werden, gery hat mit seinen Ausführungen in diesen Thread zu fast 100% Recht.
Sicher kann man sich hier um Kleinigkeiten Streiten, so wie das einiges Auslegungssachen ist,
aber darum sollte man gery sein Fachwissen nicht gleich absprechen.
Ergo gery und auch an alle anderen versuche nicht immer euer Wissen über das anderer zu stellen
und lasse euch ruhig auch mal auf eine Diskussionsrunde so wie Fragerunde ein,
den Persönlich sollte man das ganze geposte dann am ende doch nie nehmen.
Am ende haben doch die Leser dieser Threads was von der ganzen Nummer.
Weil man sollte nie Vergessen das wir alle das doch machen um H4 zu erleichtern und den Unwissend zu helfen.

HaveFun

p.s. lernen können wir am ende doch alle nur voneinander und Wissen kann nie jemand alles.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast23191 am 27. November 2012, 10:54:58
Ja da hast Du recht, wissen kann einer wirklich nie alles. Meine Freundin hat sich vor 2 Jahren mit einem Haushaltsservice selbstständig gemacht. Sie bekommt teilweise die Aufträge von der Krankenkasse vermittelt, die dann auch pünktlich von der Kasse bezahlt werden. Zusätzlich nutzen das aber auch Menschen, die keinen Kassenanspruch haben und auch eine schlechte Zahlungsmoral. Sie hängt mittlerweile dadurch mit 5600.- € in der Miese, obwohl sie rödelt wie eine Verrückte. So gesehen kann man auch ohne Eigenverschulden an der Selbstständigkeit scheitern.
Sie hat jetzt  :zensiert: ein professionelles Inkassounternehmen gefunden und hofft mit deren Hilfe an ihre verdiente Kohle zu kommen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast27370 am 18. Juli 2013, 12:04:44
Bei der Zahlungsmoral mancher Kunden stürzen so manche Unternehmen in den Ruin ohne dafür zu können. Leider.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Bezilla am 18. Juli 2013, 12:35:48
Ich sag nur Sollversteuerung.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast27437 am 19. Juli 2013, 16:39:44
Für viele Arbeitslose scheint der Weg in die berufliche Selbständigkeit eine Alternative zu sein, die berufliche Situation zu verändern, sie selbst in Hand zu nehmen. Das verdient uneingeschränkten Respekt und Anerkennung.

Die wichtigste Regel: Kein Schulden! Eine Existenzgründung aus beschränkten finanziellen Verhältnissen darf keine oder nur Kosten im Taschengeld-Bereich verursachen. Geld durch Arbeit ersetzen, z.B. indem man Werbemittel selbst herstellt und austrägt. Vorhandene Ressourcen einsetzen, z.B. Fahrrad um einen Fahrradkurierdienst aufzuziehen, Werkzeug für Hausmeisterservice, Computer für Schreibarbeiten usw. Dann ist das Schlimmste, was passieren kann, das es eben nicht funktioniert und man kann immer wieder noch etwas Neues probieren.

Beratung nur, wenn sie kostenlos ist. Förderung auch nicht, denn die ist meist nur ein Kredit oder Zuschuss zu selbst erbrachtem Geld, das man sich leihen muss.

Am besten auch keine Ich-AG, sondern einfach nebenberuflich anfangen. Wenn es zwar läuft, aber nicht so, dass man davon leben kann, ist auch das immerhin etwas. Ein paar Hundert Euro im Monat aus einem Kleinstgewebe sind immerhin ein nettes Zubrot, auch wenn man später wieder einen Job hat. Ganz allgemein ist die Arbeitslosigkeit eine gute Gelegenheit zum Start in die Selbständigkeit, da man versichert ist und eine wenn auch geringe, aber doch regelmäßige monatliche Versorgung hat.

Und nochmal: Ja keine Schulden!

Gruß Fokko
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Orakel am 19. Juli 2013, 16:59:43
Am besten auch keine Ich-AG ...

Die Ich-AG ist seit dem 01.01.2003 ("Hartz II") Geschichte!

... einfach nebenberuflich anfangen.

Das kann nicht grundsätzlich gelten, weil viele Geschäftsideen im Nebenerwerb objektiv gar nicht realisierbar sind.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast27437 am 20. Juli 2013, 00:48:21
Die Ich-AG ist seit dem 01.01.2003 ("Hartz II") Geschichte!

Heißt halt nicht mehr so. Aber die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit gab es schon lange vorher (deswegen habe ich mich seinerzeit darüber mokiert, dass sie das als was Neues verkauft haben) und wird es sicher noch geben - natürlich mit Überprüfung und allem Pipapo wie früher. Was definitiv vorbei ist, ist, dass sie im ersten Jahr jeden Mist ohne Überprüfung gefördert haben.

Das kann nicht grundsätzlich gelten, weil viele Geschäftsideen im Nebenerwerb objektiv gar nicht realisierbar sind.

Ich würde mal sagen, so alles, was es an Low-Cost-Existenzgründungen gibt, lässt sich im Nebenberuf oder zumindest als Abreitsloser machen: Hausmeisterservice, Radkurier, Freier Journalist, Texter, Hundeschule, Segellehrer, der ganze Verkaufskram...

Grüßle

Fokko
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Orakel am 20. Juli 2013, 04:13:41
... und wird es sicher noch geben ...

Sicher! Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (BGBl. I, Nr. 69, Seiten 2854 ff.) traten am 28.12.2011 Änderungen zum Gründungszuschuss gem. §§ 93, 94 SGB III in Kraft. Arbeitslose, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten, soweit alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind. Der bisherige Rechtsanspruch auf den Gründungszuschuss ist mit dieser Gesetzesänderung weggefallen. Die Entscheidung unterliegt nunmehr dem freien Ermessen des Leistungsträgers. Im Ergebnis wurden 2012 im Vergleich zu 2011 weniger als 10 % der Existenzgründungen mit einem Gründungszuschuss gefördert. Es darf sicher bezweifelt werden, dass die Qualität der Gründungsvorhaben schlagartig um mehr als 90 % abgenommen hat ...

Leistungen zur Förderung Selbständiger (§ 16c SGB II, seit 01.012.2009) sind von Beginn an Ermessensleistungen, die auch dann nicht weitgehend sicher sind, wenn eine anerkannte fachkundige Stelle die Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens bescheinigt hat. Du rätst allerdings selbst, von dieser Förderung Abstand zu nehmen:

Förderung auch nicht, denn die ist meist nur ein Kredit oder Zuschuss zu selbst erbrachtem Geld, das man sich leihen muss.

Wenn es um den Aufbau einer beruflichen Existenz geht, führt an Investitionen in der Regel kein Weg vorbei; finanziert aus eigenem und/oder Fremdkapital. Fehlt diese finanzielle Basis oder ist sie nicht ausreichend gesichert, so bietet die "Low-Cost-Existenzgründung" mit Sicherheit keine Alternative und damit wären wir wieder bei den hier genannten Gründen für das Scheitern einer Existenzgründung.

Wenn sich eine Existenzgründung am vorhandenen oder nicht vorhandenen Startkapital orientiert und nicht an der eigenen Qualifikation, der Nachfrage, der Wettbewerbssituation u.a., so muss sie scheitern.

Gegen eine selbständige Tätigkeit im Nebenerwerb ist sicher nichts einzuwenden. Eine Existenzgründung ist das jedenfalls (noch) nicht.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast27411 am 23. Juli 2013, 00:30:41
Hi
Ja sicher ist ein Kleingewerbe nebenberuflich keine Existenzgründung, aber zumindest der erste Schritt in diese Richtung.
Denn eben weil es ohne Kapital zumindest sehr schwer ist, eine eigne Existenz aufzubauen, ist doch der nebenberufliche Einstieg die sicherere Variante. Zusätzlich kann das benötigte Kapital sozusagen ratenweise verdient werden nämlich im Hauptjob.
Natürlich muss man auch hier genau aufpassen, sich nicht zu übernehmen.
Für im Nebengewerbe verdientes Geld muss natürlich auch Steuern gezahlt werden. Da sind  ein paar tipps zur lohnsteuerberechnung (http://www.die-gehaltsabrechnung.de/lohnsteuerberechnung/) also gar nicht so schlecht. So ist man zumindest vor den ganz bösen Überraschungen sicher.
Judden
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Glaskugel am 23. Juli 2013, 01:09:09
Zitat von: Fokko
lässt sich im Nebenberuf oder zumindest als Abreitsloser machen:

Grundsätzlich ja, aber wenn das JC Dich in eine Maßnahme, einen 1-€-Job oder sonstwas steckt oder Dich gerne alle 6 Wochen einlädt, ist der kleine Nebenberuf zeitlich nicht mehr machbar. Ein Auftrag zu einer bestimmten Zeit lässt sich schlecht ablehnen, weil man zu der Zeit gerade seinen anderen Verpflichtungen bzgl. JC nachkommen muss.

Die Arbeit mit Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und den penetranten Zeit/Leiharbeits-Firmen-Stellenangeboten, die das JC gerne zu Hauf verschickt, kann einem ordentlich Zeit und Nerven rauben.

Ach ja und ich war fast 10 jahre selbständig (ohne Starthilfe), bis die Aufträge rar und mein Einkommen auf zu wenig zum Überleben schrumpfte. In dem Fall muss man sich dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung stellen, auch wenn es die Selbständigkeit damit endgültig vernichtet. Wie einfallsreich die JC arbeiten, um einen endgültig aus der Selbständigkeit zu treiben, durfte ich persönlich erleben. Ich hatte weder Zeit noch Nerven, das mal eben so nebenbei aufrecht zu erhalten.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast28234 am 07. September 2013, 20:14:15
Es gibt noch einen Grund, warum ein Selbstständiger das Handtuch werfen kann und das ist die schlechte Zahlungsmoral seiner Kunden und ob ihrs glaubt oder nicht, oft sind es die großen Kunden, wie Stadt und Gemeinde, die den Auftrag erteilen und dann feststellen dass die Kasse leer ist. So ging es meinem Nachbarn der Heizungsbauer war. 8 Jahre ging das Geschäft und er hatte Kunden. Dann kamen Ausschreibungen der Stadt, er hat sich beteiligt und den Auftrag bekommen. Arbeit hatten er und seine Leute-Geld gab es erst viel später und da war es zu spät.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast29017 am 27. Oktober 2013, 11:54:08
Ich nenne dir einen..GELD  .laut amt steht mir ein zuschuss zu...ich warte seit 1,5 jahren auf den zuschuss...jezt bekomme ich den bescheid: Laufzeit abgelaufen...Zeitraum verstrichen für förderung...da fehlen einem die worte
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Orakel am 27. Oktober 2013, 12:08:46
Dir steht kein Zuschuss zu. So einfach ist das. Einstiegsgeld (§ 16b SGB II) und Leistungen zur Eingliederung Selbständiger (§ 16c SGB II) sind Ermessensleistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Zu prüfen wäre in deinem Fall, ob es vor 1 1/2 Jahren einen Bewilligungsbescheid gegeben hat. An den wäre natürlich das Jobcenter gebunden.

"Fristablauf" klingt für mich allerdings nach Existenzgründung aus ALG I heraus und nach Gründungszuschuss gem. § 93, 94 SGB III. Auch auf den Gründungszuschuss gibt es keinen einklagbaren Rechtsanspruch mehr (seit 28.12.2011, für das Inkrafttreten einer Rechtsnorm ein ungewöhnliches Datum, aber korrekt). Voraussetzung für die Bewilligung eines Gründungszuschusses ist u.a., dass bis zum Beginn der Geschäftstätigkeit noc ein Restanspruch 150 Tagen auf Arbeitslosengeld besteht. Hier wäre also allenfalls zu prüfen, ob der Antrag vor Beginn dieser Frist gestellt wurde. Wurde der Antrag später gestellt, hat die Arbeitsagentur kein Ermessen mehr.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: castagir am 27. November 2013, 17:21:44
Der Sache mit den Aufträgen der "öffentlichen  -leeren- Hand" kann ich leider nur zustimmen. Seit einigen Jahren werden zur Planung und Durchführung öffentlicher Projekte Schein-GmbH gegründet, die kleine Handwerker, Planer usw. für das Grossprojekt arbeiten lassen. Diese kleinen Firmen kommen meist von weiter weg und müssen nicht durch Ausschreibung ermittelt werden, denn es ist ja eine private GmbH.

Dann wird diese Schein-GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit und anderen Gründen aufgelöst. Zumeist, wenn die Planungsverfahren abgeschlossen sind, und die Grundlagen für das Vorhaben gesichert sind - hier geht es um die Erlangung von EU-Fördergeldern, Zuschüssen zu Wirtschaftsförderung usw.
Die zumeist jungen Firmen gehen dann im Zuge des üblichen Konkursverfahrens leer aus, die Banken nicht. Das Planungsverfahren ist fertig, und die Stadt/Gemeinde übernehmen das Projekt fix und fertig und sparen sich so hunderttausende Euros. Völlig legal.

Selbst erlebt, erlitten und mehrfach auch anderswo gesehen.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast12005 am 24. Januar 2014, 13:41:16
Das wären dann Punkt 11 und 12 auf der Liste:
11. Selbstständigkeiten scheitern an der schlechten Zahlungsmoral der Auftraggeber
Lösung: Schauen sie sich ihre Kunden, vorallem die Öffentlichen Träger, vorher genau an. Es gibt sogar ein Verzeichnis im Internet wo Selbstständige Aufkunft über andere Betriebe erhalten.
12. Selbstständigkeiten scheitern oft an der mutwilligen und vorsätzlichen Zerstörung durch die Jobcenter. Anstatt den Selbstständigen zu helfen werden Existenzen mutwillig und vorsätzlich zerstört.
Lösung: Das gesamte H4 System abschaffen und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzen
 :flag:
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast28847 am 24. Januar 2014, 20:19:09
Zusatz zu Pkt. 12

Es ist nicht Sinn und Zweck sich die Selbstständigkeit durch Hartz IV abzusichern. Von daher kann eigentlich das JC dir keine Steine in den Weg legen, da man beim Start nicht auf diese Art Finanzierung reflektieren sollte.

Ist ansonsten eine ähnlich schräge Situation wie ein privater Arbeitsvermittler, der von Aufstockung lebt. Da stellt sich direkt die Frage nach seiner Erfolgsrate, da er offensichtlich sich selbst nicht genügend Arbeit beschaffen kann. Das würde heißen, er will einem Arbeitslosen einen Job vermitteln, findet aber selbst kein Betätigungsfeld. Das hat schon was Komisches.
Titel: Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
Beitrag von: Gast12005 am 24. Januar 2014, 22:09:09
Vielleicht ist es garnicht so komisch, sondern vielleicht ist einfach nur der Fall Nr. 11 eingetreten, denk mal nach!!