Das Jobcenter verlangt von mir, dass ich mich auf eine sogenannte "Arbeitsgelegenheit" bewerbe.
Was ich weiß:
- Name und Ort des Trägers
- Bezahlung (1-2€/h, weiß nicht mehr genau)
- Tag der Bewerbung (ich habe einen Termin)
Was ich nicht weiß:
- Inhalt der Tätigkeit
- EXAKTE Dauer der Tätigkeit (weder Tagesstunden noch Wochenstunden)
- Anfang und Ende der Tätigkeit
Auf der Webseite des Trägers gibt es eine Liste
möglicher Tätigkeiten, diese riechen alle sehr nach Bullshit-Job und Arbeitssimulation. Es bleibt aber alles sehr vage. Welche der Tätigkeiten es am Ende wird, das steht noch in den Sternen.
D.h. ich würde vermutlich nicht mal produktiv arbeiten, geschweige denn was lernen. Ich habe das Gefühl, es ginge nur darum, meine Zeit zu stehlen. Zeitumfang kann lt. Webseite zwischen 20h bis 30h pro Woche sein. Die Bezahlung ist natürlich ein Witz, die liegt deutlich unter dem Mindestlohn von 12,82€/h.
Das ist maximale Verarsche.
Bisher war die Aufforderung nur mündlich, unterschrieben habe ich nix (es wurde mir aber auch nix vorgelegt). Mündlich sagte ich zu, beim Bewerbungstermin zu erscheinen. Das war meine einzige Zusage. Ich rechne damit, dass ein "offizieller" Brief bei mir demnächst reinflattert.
Ich warte noch auf die Bewilligung des Bürgergelds und weiß nicht, was ich mir im Moment alles "erlauben" kann.
- Frage 1: Wie kann ich mich aus dieser Maßnahme rausboxen?
- Frage 2: Was passiert, wenn ich den Bewerbungstermin versäume?
- Frage 3: Was passiert, wenn ich zum Bewerbungstermin gehe, aber dann vor Ort absage?
- Frage 4: SB meinte, ich muss jede zumutbare Arbeit annehmen, und damit auch diese Arbeitsgelegenheit. Stimmt das?
Da Du nichts schriftlich hast (in welcher Form hast Du den Termin? falls schriftlich, kannst Du den hier einstellen, möglicherweise ist das schon die Zuweisung), kannst Du auch gegen nichts vorgehen.
Die Bezahlung ist keine Bezahlung, sondern eine Mehraufwandsentschädigung (hat also nichts mit einem (Mindest-)Lohn zu tun).
1: noch gar nicht
2: steht in der Einladung
3: steht in der Zuweisung (das Vorstellungsgespräch hat damit nichts zu tun)
4: Jein. Das ist keine Arbeit, sondern eine Maßnahme. Um zu einer solchen zugeteilt zu werden, müssen einige Bedingungen erfolgt sein. Hier im Forum gibt es viele Threads zu dem Thema Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung/1-Euro-Job, da wirst Du viele Antworten schon finden.
Wie lange bist Du jetzt schon ohne Arbeit? Zum ersten Mal im Bürgergeld-Bezug (inkl. ALG2)?
Generell: Es gibt Möglichkeit, das nicht machen zu müssen. Aber vor der Zuweisung kannst Du nichts machen, außer Informationen zu sammeln.
Felinatus
Kurz gesagt turbulent hat alles erwähnt.
Im Endefekkt machst du überhaupt nichts bis du etwas schriftliches verbindliches vom JC hast.
Zitat von: Felinatus am 13. August 2025, 04:39:04Das Jobcenter verlangt von mir, dass ich mich auf eine sogenannte "Arbeitsgelegenheit" bewerbe.
Das ist nicht deine Arbeit das hat der SB zu tun und zwar eine passende und zielführende Maßnahme für dich zu suchen, finden und anbieten.
Die Antworten sind im Zitat!
Zitat von: Felinatus am 13. August 2025, 04:39:04- Frage 1: Wie kann ich mich aus dieser Maßnahme rausboxen?
braucht es nicht solange mündlich einfach ignorieren!
- Frage 2: Was passiert, wenn ich den Bewerbungstermin versäume?
nichts du machst ja auch nichts aus wenn du es richtig machst
- Frage 3: Was passiert, wenn ich zum Bewerbungstermin gehe, aber dann vor Ort absage?
b]nichts du machst ja auch nichts aus wenn du es richtig machst[/b]
- Frage 4: SB meinte, ich muss jede zumutbare Arbeit annehmen, und damit auch diese Arbeitsgelegenheit. Stimmt das?
Ja mit der zumutbaren AGH/Tätigkeit stimmt das aber nicht mit einer Maßnahme die du noch gar nicht hast.
Maßnahmezuweisung: Was soll sie enthalten? (http://hartz.info/index.php?topic=108247.msg1170203#msg1170203)
MfG FN
Ich bin seit letztem Jahr auf der Warteliste für eine Arbeitsgelegenheit. Hätte nicht gedacht, dass es sich so rauszögert.
Vielleicht kannst du mal bei den Trägern nachfragen ob sie Stellen haben, bei denen du ewig in der Warteschlange bist. :grins:
Zitat von: Felinatus am 13. August 2025, 04:39:04Das Jobcenter verlangt von mir, dass ich mich auf eine sogenannte "Arbeitsgelegenheit" bewerbe.
Das ist großer Unsinn.
AGHs (§ 16d SGB II) gehören zu den Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit.
AGHs werden vom JC per Verwaltungsakt zugewiesen (§ 16d Abs. 1 SGB II), darauf bewirbt man sich nicht.
Eine Nichtbewerbung kann mangels gesetzlicher Regelungen eines solchen Falles - geregelt ist § 31 SGB II lediglich der Fall der Nichtteilnahme an einer zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit - auch nicht sanktioniert werden.
Für die Forderung nach einer Bewerbung auf eine AGH gibt es deshalb auch keine rechtliche Grundlage.
Ja, ich weiß, das klingt komisch, aber im Gespräch fiel z.B. auch das Wort "Vorstellungsgespräch". Je mehr ich darüber lese, desto absurder wird es. Dass es so falsch ist, habe ich verstanden, danke dafür.
Ich denke mal, ich warte dann einfach mal das offizielle Schreiben ab, wenn eins kommt.
Blöd für mich ist aber auch, die Bewillung steht gleichzeitig auch noch aus. Inhaltlich hatte man am Antrag bisher noch nichts zu meckern gehabt.
ALUHUT: Ich frage mich, ob das Jobcenter hier taktiert. Kann es sein, dass es (inoffiziell) mein Verhalten zum Thema Arbeitsgelegenheit davon abhängig macht, ob es den noch offenen Antrag bewilligt? Also dass es abwartet, ob ich mich "bewerbe", und erst, wenn ein OK vom Träger kommt, kommt die offizielle Bewilligung?
Ist so ein Verhalten jemanden schon mal untergekommen? Zugegeben, das ist SEHR spekulativ, ich weiß ja nicht, wie das intern abläuft.
Zitat von: Felinatus am 14. August 2025, 18:56:25im Gespräch fiel z.B. auch das Wort "Vorstellungsgespräch"
Ja, natürlich ist der erste Kontakt zwischen Euch ein Vorstellungsgespräch. Das entscheidet aber nicht, ob Du die Maßnahme dort beginnt oder nicht. Dass das was mit einer Bewerbung zu tun hat, hast Du da reingedeutet.
Sagen wir mal so offensichtlich passt es Dir nicht arbeiten zu müssen.
Und jetzt bekommst du Panik das es enden könnte.
Du hattest ein Jahr Zeit etwas zu suchen.
Beschwere dich also nicht das jetzt andere entscheiden wie es weiter geht.
Zitat von: Ronald BW am 14. August 2025, 20:11:10Du hattest ein Jahr Zeit etwas zu suchen.
Das ist heutzutage nicht viel, Ronnie. Man will ja was Gescheites finden.
Merke Davis ich bin nicht Ronnie, nur so zur Info.
Ein Jahr brauche ich wenn ich nichts will und selbst mit keine Lust habe ich nur einen halben Tag gebraucht.
Und alle Bewerbungen habe ich erst nach Zusage geschrieben.
Was wäre denn was gescheites, denke mal das setzt voraus das du dich für gescheit hältst.
Was kannst du so anbieten.
Was Gescheites? Selbst was "Gescheites" suchen geht meistens schneller, wenn man es aus einem "ungescheiten" Job heraus tut. Aus einer Arbeit, auch wenn sie minderwertig ist, findet sich meistens schneller ein guter Job. Habe ich bei Freunden und Familie schon des Öfteren erlebt. Arbeitgeber stellen gerne Personen für einen "gescheiten" Job ein, wenn sie sehen, dass dieser auch eine zeitlang bereit war, etwas "ungescheites" zu tun. Man verkauft sich damit nicht unter Wert, sondern zeigt, dass man alles tut, um aus der Misere "Arbeitslosigkeit/Bürgergeldbezug" herauszukommen. Das kommt bei den Arbeitgebern oft sehr gut an.
Ich werde nie wieder irgendwelche Drecksjobs annehmen wo ich mich kaputtrackere und dazu noch mobben lassen muss. Das habe ich mir jahrelang angetan, und bin am Ende mit einem Blutdruck von 200/100 aus der Firma geflüchtet. Da stellte sich nicht mal mehr die Frage ob ich will oder nicht, es ging nicht mehr. Es muss passen, der Job und das Betriebsklima haben angenehm zu sein, sonst gibt's von mir nur den Mittleren (aber den unten).
Ich bezweifle da Du wesentlich zum angenehmen Betriebsklima beitragen wirst.
Vor allem kann ja niemand wissen wie sich etwas entwickelt.
Pauschal von Dreckjobs zu reden ist nicht zielführend.
Ist es ein Drecksjob wenn jemand ins schwitzen kommt oder evtl. staubig wird.
Einer mag es eintönig der andere herausfordernd.
Du bist hier pauschal am meckern.
Überdenke das mal.
Ich hatte jung auch einige Tätigkeiten die ich nur kurz gemacht habe.
Nur schlecht war nichts.
Ich wünsche dir, dass du niemals ins Pflegeheim kommst. Das Personal dort macht nämlich einen "Dreckjob" im wahrsten Sinne des Wortes. Für mich sind das die liebsten Menschen, die meine Hochachtung verdienen. Auch Reinigungskräfte verdienen meine Hochachtung. Ich freue mich über mein sauberes Büro. Jeder Job ist wichtig und mag er noch so dreckig sein. Deine Aussage macht mich ärgerlich.
Zitat von: Davis am 15. August 2025, 10:19:12Es muss passen, der Job und das Betriebsklima haben angenehm zu sein,
Kenne ich doch woher. Habe in HH Bautischler gelernt. Mein Traumberuf, kein Witz. Drei Jahre Lehre (Lehrjahre sind ja bekanntlich keinen Herrenjahre) , und dann mit 19 als Geselle auf den Bau.
Das war Geil (sorry, aber war so). Fast jeden Tag woanders. Oder aber auch mal ein ganzes Jahr an einem Platz , wo denn ein ganzer Wohnblock im Neubau gebaut wurde , oder in diversen Kasernen und und und ....
Keine Ahnung wie viele Fenster wir in den Jahre im HH und Umgebung verbaut haben. Tja, und dann ging es los. Der Chef war immer nur am "maulen" , hat einem bei dem wirklich kleinsten Fehler so dermaßen zur Sau gemacht, dass einige sofort gekündigt hatten !!!
Hat der Chef mal einen Fehler gemacht (Fenster 10cm zu groß ausgemessen) , wurde das natürlich unter den Teppich gekehrt.
Im Laufe der Jahre wurde das immer schlimmer, und man hatte schon Bauchschmerzen wenn man Montag morgen auf den Hof gefahren ist, und der "Alte" schon da war. Man hat alles versucht dem "Sack" aus dem weg zu gehen.
Das "Klima" wurde dadurch natürlich nicht besser... Und von (zu spitzen Zeiten) weit über 150 Mann, waren am Ende dann nur noch knappe 20 Übrig.
Dann hat man sich den Rücken durch die Arbeit kaputt gemacht, und bekommt als Danke dafür , dass man sich über Jahre den Arsch aufgerissen hat, dann die Kündigung !
Von daher ,kann ich den TE voll und ganz verstehen. Ich würde mir sowas auch nie wieder antun wollen !
Zitat von: Birgit63 am 15. August 2025, 11:56:52Ich wünsche dir, dass du niemals ins Pflegeheim kommst. Das Personal dort macht nämlich einen "Dreckjob" im wahrsten Sinne des Wortes.
Bin ich voll bei Dir , keine Frage. ich habe selber in HH in diversen "Pflegeheimen" Fenster eingebaut , und kann das nur bestätigen was Du schreibst.
Aber .... Dieser Job, ist eigentlich eine Berufung, und man muss das wollen ! Aber niemand wird zu diesen Job gezwungen.
Ich bin ehrlich, ich könnte das nicht.
Zitat von: Bundspecht am 15. August 2025, 12:07:51Tja, und dann ging es los. Der Chef war immer nur am "maulen" , hat einem bei dem wirklich kleinsten Fehler so dermaßen zur Sau gemacht, dass einige sofort gekündigt hatten !!!
Hat der Chef mal einen Fehler gemacht (Fenster 10cm zu groß ausgemessen) , wurde das natürlich unter den Teppich gekehrt.
Im Laufe der Jahre wurde das immer schlimmer, und man hatte schon Bauchschmerzen wenn man Montag morgen auf den Hof gefahren ist, und der "Alte" schon da war. Man hat alles versucht dem "Sack" aus dem weg zu gehen.
Dann war aber nicht der Job das Problem, sondern die miserable Personalführung.
Mein Mann hat ebenfalls Bautischler gelernt und ist seitdem fast durchgehend auch in dem Beruf tätig, nicht bei der selben Firma, denn deine Erfahrungen hat auch er schon gemacht, aber dann flott in einen passenderen Betrieb gewechselt. Ja, auch er hat sich die Bandscheiben zerschossen (2 x mit OP's), kein Wunder eigentlich, denn Tragehilfen werden erst seit wenigen Jahren gestellt, die Elemente sind aber schon viel länger extrem schwer geworden. Letztendlich arbeitet er seit einigen Jahren für einen Betrieb, bei dem alles stimmt und geht von dort hoffentlich auch in spätestens 7 Jahren in Altersrente, mit seiner Schwerbehinderung vielleicht sogar in 5 Jahren. Er wollte nie was anderes machen, auch wenn dieser Beruf mittlerweile zu einer Anlerntätigkeit verkommen ist.
Zitat von: Birgit63 am 15. August 2025, 11:56:52Ich wünsche dir, dass du niemals ins Pflegeheim kommst. Das Personal dort macht nämlich einen "Dreckjob" im wahrsten Sinne des Wortes. Für mich sind das die liebsten Menschen, die meine Hochachtung verdienen. Auch Reinigungskräfte verdienen meine Hochachtung. Ich freue mich über mein sauberes Büro. Jeder Job ist wichtig und mag er noch so dreckig sein. Deine Aussage macht mich ärgerlich.
Das hat doch nichts mit der Sauberkeit am Arbeitsplatz zu tun. Es war eine sitzende Tätigkeit, ich war die ganze Zeit am Montieren, trotzdem war's ein Drecksjob. Wir haben uns den Arsch aufgerissen für minimalen Lohn, dazu wie gesagt Mobbing (wegen Introvertiertheit) mit all seinen Konsequenzen, das irgendwann in einer Explosion meinerseits mündete. Das erspare ich lieber sowohl mir als auch anderen.
@Bundspecht
Solche Spinner wie dieser Chef sind bei mir meistens die "Vorarbeiter" gewesen. Mit den wirklichen Chefs komme ich in der Regel prima aus, was einem aber nicht viel bringt, wenn man den Großteil der Zeit mit den Falschen zu tun hat.
Wenn es Zeit ist zu gehen muss man gehen.
Wenn nötig sofort, das habe ich 2x gemacht einfach sofort mündlich gekündigt.
Und sofort die Papiere verlangt und bin gegangen.
Bringt Nachteile mir war das egal.
Beim Arbeitstempo bin ich heute so weit das ich mir da nicht mehr reinreden lasse.
Und auch bei der Arbeitssicherheit und Schutzkleidung wenn das nicht stimmt fange ich gar nicht an.
Zitat von: Ronald BW am 15. August 2025, 12:55:23Und auch bei der Arbeitssicherheit und Schutzkleidung wenn das nicht stimmt fange ich gar nicht an
Das war auch ein Problem. Größere Firmen haben für Stellen wo oft gelötet wird moderne Rauchabsauganlagen. Wir hatten Mini-Dinger die eigentlich kaum was bringen, und in einer Firma in der ich vor Kurzem zur Probe war, stellen sie in der Hinsicht gar nichts bereit. Das war dann wirklich so, als ob man in einer überfüllten, stickigen Garage die ganze Zeit den Rauch des Lötzinns einatmet. Deswegen blieb es auch bei einer Probestunde .
Ich tausche Handschuhe aus wenn da -ein- Loch drin ist und jede Arbeit die mit Handschuhen
gemacht werden kann oder muss, fange ich ohne nicht an.
Dito beim Atemschutz, stimmt das nicht stell ich den Betrieb ein bzw. fange nicht an.
Gut heute bin ich eh dafür verantwortlich, achte also auf alle die da mal mitarbeiten.
Ich würde mich auch nicht mehr stundenlang auf einen Stuhl setzen da gibt es so Hocker wo der Körper dynamisch bleibt, das habe ich auch privat.
das was Bundspecht in #14 beschrieben hat
kenne ich auch. Da war aber nie der Chef das Problem (der war ja eher selten da) sondern die, die das Büro "geleitet" haben. Je nach Job
ist das oft der Fall und dann wundern sich Arbeitgeber, dass ihre Angestellten abwandern...
Dass habe ich als Abschluss gehabt aber dann dachte ich mir das passt oben besser :grins:
:schock: zurück zum Thema oder so ähnlich (weckducksmilie)
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Zitat von: Felinatus am 14. August 2025, 18:56:25Ich denke mal, ich warte dann einfach mal das offizielle Schreiben ab, wenn eins kommt.
:sehrgut:
Zitat von: Felinatus am 14. August 2025, 18:56:25ALUHUT: Ich frage mich, ob das Jobcenter hier taktiert. Kann es sein, dass es (inoffiziell) mein Verhalten zum Thema Arbeitsgelegenheit davon abhängig macht, ob es den noch offenen Antrag bewilligt? Also dass es abwartet, ob ich mich "bewerbe", und erst, wenn ein OK vom Träger kommt, kommt die offizielle Bewilligung?
Zuzutrauen ist das entspechenden JC/SB durchaus.
Aber im Endeffekt sind sie dahingehend machtlos.
Ist die Zahlung zum Stichtag nicht auf dem Konto macht man umgehend einen Antrag auf vorläufige Zahlung ALG II (unbearbeiteter Weiterbewilligungsantrag) (https://hartz.info/index.php?topic=19984.msg170064#msg170064) und dann geht es erfahrungsgemäß sehr schnell und du bekommst deine Leistung.
Zitat von: Felinatus am 14. August 2025, 18:56:25Ist so ein Verhalten jemanden schon mal untergekommen? Zugegeben, das ist SEHR spekulativ, ich weiß ja nicht, wie das intern abläuft.
Zumindest ist es oft Thema das Anträge verzögert werden aufgrund Mitwirkungsaufforderungen/oder zur Berechnung und Bewilligung überhaupt nicht nötige Unterlagen o.ä. gefordert werden.
Also gar nicht so spekulativ.
Das könnte man so sehen das noch Maßnahmeplätze zu belegen sind und das JC auf Dummenfang geht.
Da deutet ja schon darauf hin das du dich darum kümmern sollst.
MfG FN
Kleines Status-Update: Es ist bis heute immer noch keine offizielle schriftliche Zuteilung da.
Dafür habe ich aber die offizielle schriftliche Bewilligung für den Bürgergeldantrag.
Ich habe keinen Grund, zum Träger zu gehen, bis ich eine offizielle schriftliche Zuteilung mit ALLEN Details habe.
Ich halte diese Maßnahme weiterhin für sinnlos. Wie mich das langfristig zu einem RICHTIGEN Einkommen (d.h. deutlich mehr als Bürgergeld) bringen soll, bleibt ein Rätsel. Der Träger ist absolut gar nicht in meinem Fachgebiet und bietet diesbezüglich auch nichts an. Das, was sie anbieten, klingt eher nach Beschäftigungstherapie und die "Entschädigung" grenzt an einer Beleidigung.
Ich habe gehört, gewisse Maßnahmen werden gerne gemacht, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Gehören Arbeitsgelegenheiten zu solchen Maßnahmen?
Zitat von: Felinatus am 19. August 2025, 21:11:59Ich habe gehört, gewisse Maßnahmen werden gerne gemacht, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Gehören Arbeitsgelegenheiten zu solchen Maßnahmen?
In meinem Rentenverlauf gelten die 2-Euro-Jobs zumindest mal als "Bürgergeldbezug ohne Arbeitslosigkeit", also dürfte es, gewollt oder ungewollt, einen nützlichen Nebeneffekt darstellen. Woraus aber jeder Sachbearbeiter von mir kein Geheimnis machte ist, dass diese Jobs einen nicht wirklich voranbringen. Du hast sie schon recht treffend beschrieben. Die sind aber vor allem deswegen so, weil sie keine regulären Arbeitsplätze verdrängen dürfen. Ob ich mit Junkies und Alkies in der Werkstatt stundenlang Schnüre zwischen Stöcken befestigte oder mit Fast-Rentnern die auch keiner mehr einstellt, in einem Fussballclub Löcher im Spielfeld mit Sand gefüllt habe: Abgesehen von etwas mehr Geld monatlich hat es mir nichts gebracht. Allerdings geht es in der Regel locker und stressfrei zu, vorausgesetzt die Leute sind umgänglich.
Zitat von: Davis am 20. August 2025, 00:03:42In meinem Rentenverlauf gelten die 2-Euro-Jobs zumindest mal als "Bürgergeldbezug ohne Arbeitslosigkeit", also dürfte es, gewollt oder ungewollt, einen nützlichen Nebeneffekt darstellen
Bei einer späteren Rente macht das genau NULL aus.
Felinatus
Zitat von: Felinatus am 19. August 2025, 21:11:59Ich habe keinen Grund, zum Träger zu gehen, bis ich eine offizielle schriftliche Zuteilung mit ALLEN Details habe.
Ganz genau :ok:
Das Maßnahmezuweisung: Was soll sie enthalten? (http://hartz.info/index.php?topic=108247.msg1170203#msg1170203) habe ich mir noch aufgehoben da ja auch eine andere Antwort hätte kommen können.
Zitat von: Felinatus am 19. August 2025, 21:11:59Ich habe gehört, gewisse Maßnahmen werden gerne gemacht, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Gehören Arbeitsgelegenheiten zu solchen Maßnahmen
Ja
genauso wie einen Antrag beim Rentenversicherer
Krankmeldung oder
für einen Job bei dem du noch aufstocken müsstest.
MfG FN
Zitat von: Kopfbahnhof am 20. August 2025, 13:25:23Zitat von: Davis am 20. August 2025, 00:03:42In meinem Rentenverlauf gelten die 2-Euro-Jobs zumindest mal als "Bürgergeldbezug ohne Arbeitslosigkeit", also dürfte es, gewollt oder ungewollt, einen nützlichen Nebeneffekt darstellen
Bei einer späteren Rente macht das genau NULL aus.
Meinte "nützlicher Nebeneffekt" für die Statistik.
Zitat von: Davis am 13. August 2025, 16:53:39Ich bin seit letztem Jahr auf der Warteliste für eine Arbeitsgelegenheit. Hätte nicht gedacht, dass es sich so rauszögert.
:offtopic:
ja wer darauf versessen ist auf so eine AGH hat den Test natürlich bestanden da steht dann in deiner Akte arbeitswillig aber die anderen will man ja raus haben aus dem SYstem.
Zitat von: Rotti am 21. August 2025, 15:52:31Zitat von: Davis am 13. August 2025, 16:53:39Ich bin seit letztem Jahr auf der Warteliste für eine Arbeitsgelegenheit. Hätte nicht gedacht, dass es sich so rauszögert.
:offtopic:
ja wer darauf versessen ist auf so eine AGH hat den Test natürlich bestanden da steht dann in deiner Akte arbeitswillig aber die anderen will man ja raus haben aus dem SYstem.
Kurzes Update: Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass noch sieben Leute vor mir auf der Warteliste stehen.
Ich denke, ich werde meine Bewerbungsbemühungen für richtige Jobs etwas intensivieren.
Zitat von: Davis am 21. August 2025, 16:06:20Ich denke, ich werde meine Bewerbungsbemühungen für richtige Jobs etwas intensivieren.
so ist es auch gedacht der Druck auf der Warteliste gibt etwas frei an Dynamik.
Zitat von: Rotti am 21. August 2025, 16:11:32Zitat von: Davis am 21. August 2025, 16:06:20Ich denke, ich werde meine Bewerbungsbemühungen für richtige Jobs etwas intensivieren.
so ist es auch gedacht der Druck auf der Warteliste gibt etwas frei an Dynamik.
Weil den Unsinn keiner machen will, meinst du. :grins:
Die Saga geht weiter ...
Nach meinem letzten Post hier ist lange Zeit gar nichts passiert, aber dann kam mal wieder die JC-Einladung. Ihr kennt das.
SB war natürlich nicht erfreut, dass ich nicht beim Maßnahmenträger erschienen bin, aber rechtlich ist mir wie vorhergesagt natürlich nichts passiert. Das Forum hatte Recht! :yes:
Aber viel neues wurde nicht besprochen, ich sollte mich exakt beim selben Träger mal melden, diesmal aber wirklich. Ähh ... Diesmal hat SB aber dezent angedeutet, dass man mich auch offiziell zuteilen könnte. Das werte ich mal so, dass SB mit mir sozusagen bisher "kulant" war? Also auch diesmal alles nur rein mündlich.
Dieser Termin war aber etwas anders, denn SB war diesmal nicht alleine, es war eine 3. Person im Raum. Vermutlich als Zeuge? Keine Ahnung.
Egal, ich war also zähneknirschend diesmal tatsächlich beim Maßnahmenträger (ich habe dem SB nur zugesagt, dass ich hingehe, und es gab ja diesmal einen Zeugen), aber nach einem kurzen Gespräch war nun endgültig klar, dass das absolut gar nichts für mich ist und dann halt da abgesagt. Hab da noch kurz gefragt, ob da nicht vllt ZUFÄLLIG was frei wäre, was in meine Fähigkeiten reinpassen würde ... Nö. Der anwesende Mitarbeiter fand es lustig, dass ich absolut gar nichts Schriftliches vom Jobcenter in der Hand hatte. :grins:
Aber am Ende des Tages heißt das: Es ist auch nach Monaten praktisch gar nichts passiert.
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Aber am Ende des Tages heißt das: Es ist auch nach Monaten praktisch gar nichts passiert.
Alles gut gegangen es hat sich dann doch noch ein Freiwilliger gefunden, der da unbedingt hin wollte.
Felinatus
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Diesmal hat SB aber dezent angedeutet, dass man mich auch offiziell zuteilen könnte. Das werte ich mal so, dass SB mit mir sozusagen bisher "kulant" war? Also auch diesmal alles nur rein mündlich.
Können sie nicht sonst hätten sie bzw. er es getan.
Ich werte es so das er nicht kulant war sondern es einfach nochmal auf die billigste Art, also ohne seinen Job richtig zu machen, versucht hat.
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Dieser Termin war aber etwas anders, denn SB war diesmal nicht alleine, es war eine 3. Person im Raum. Vermutlich als Zeuge? Keine Ahnung.
Eher damit du
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09ich war also zähneknirschend diesmal tatsächlich beim Maßnahmenträger
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Der anwesende Mitarbeiter fand es lustig, dass ich absolut gar nichts Schriftliches vom Jobcenter in der Hand hatte. :grins:
Das sagt doch schon alles.
MfG FN
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Dieser Termin war aber etwas anders, denn SB war diesmal nicht alleine, es war eine 3. Person im Raum.
Wenn ich zu einem Amt gehe und bei dem Termin persönliche Sachen besprochen werden, lasse ich mir so eine anwesende 3. Person schon zu Beginn vorstellen und den Grund der Anwesenheit nennen, wenn der/die Sachbearbeiter/in nicht von alleine auf diese Selbstverständlichkeit kommt.
Zitat von: Sheherazade am 08. November 2025, 15:06:32Wenn ich zu einem Amt gehe und bei dem Termin persönliche Sachen besprochen werden, lasse ich mir so eine anwesende 3. Person schon zu Beginn vorstellen und den Grund der Anwesenheit nennen, wenn der/die Sachbearbeiter/in nicht von alleine auf diese Selbstverständlichkeit kommt
genau hab ich auch noch nie erlebt wenn da eine bei meiner SB rumsteht, wenn die zusammen in der Stube sind ist es natürlich was anderes dann spreche ich sie an.
Zitat von: Felinatus am 06. November 2025, 23:22:09Dieser Termin war aber etwas anders, denn SB war diesmal nicht alleine, es war eine 3. Person im Raum. Vermutlich als Zeuge?
Könnte ein Profiler/in gewesen sein (https://youtu.be/P3rcs2AyVf0 (https://youtu.be/P3rcs2AyVf0)) !?
Frage an die Kundigen hier im Forum - gibt es sowas bei den Jobcentern vielleicht ??
Zitat von: Vollloser am 09. November 2025, 12:02:25Könnte ein Profiler/in gewesen sein
Oder auch nur ein Azubi ...... wenn man nicht fragt, muss man eben spekulieren. Normalerweise haben die Sachbearbeiter die Pflicht, weitere anwesende Personen im Raum vorzustellen und den Grund der Anwesenheit zu nennen. Das kriegen selbst die Sachbearbeiter bei der Sparkasse auf die Reihe. Wird dieser Pflicht (oder wenigstens resepektvollen Höflichkeit) nicht nachgekommen, fragt man einfach selbst nach. Dann kann ich bei einer unzureichenden Antwort nämlich darauf bestehen, dass diese Person den Raum verlässt.
Ja und gibt es Profiler bei den Jobcentern, oder werden solche eingesetzt ?
KI sagt: Ja, Jobcenter führen Profiling durch, um erwerbsfähige Hilfebedürftige bei der Jobsuche zu unterstützen. Dabei werden persönliche und berufliche Merkmale, wie Ausbildung, beruflicher Werdegang und auch gesundheitliche Aspekte, erfasst, um eine individuell passende Unterstützungsstrategie zu entwickeln. Sie müssen persönliche Fragen nur beantworten, wenn Sie möchten, es kann jedoch als Mitwirkungspflichtverletzung gewertet werden, wenn dadurch eine angemessene Unterstützung nicht möglich ist.
Das Profiling umfasst typischerweise folgende Aspekte:
Berufliche Qualifikationen: Informationen zu Schulbildung, Berufsausbildung und beruflichem Werdegang werden erfasst.
Individuelle Vermittlungshemmnisse: Auch Fragen zu Gesundheit, Vorstrafen, Schulden oder Drogenproblemen können gestellt werden, um mögliche Hindernisse für eine Beschäftigung zu identifizieren.
Zusammenarbeit: Die Ergebnisse des Profilings dienen als Grundlage für die Zusammenarbeit und die Entwicklung einer individuellen Strategie zur Arbeitsaufnahme.
Wichtige Punkte zum Profiling:
Freiwilligkeit: Sie sind nicht verpflichtet, Antworten auf alle Fragen zu geben, die Ihnen gestellt werden.
Mitwirkungspflicht: Wenn Sie die Fragen nicht beantworten, kann dies als mangelnde Mitwirkung ausgelegt werden, was die Unterstützung durch das Jobcenter erschweren kann.
Informationsrecht: Sie haben das Recht, eine Kopie der im Rahmen des Profilings erhobenen Daten zu erhalten.
Ziel: Das Profiling soll eine individuell ausgerichtete Strategie zur Arbeitsaufnahme entwickeln, die an Ihre Kompetenzen und Möglichkeiten ansetzt.
:flag:
Zitat von: Vollloser am 09. November 2025, 12:14:50Ja und gibt es Profiler bei den Jobcentern, oder werden solche eingesetzt ?
Zitat von: Sheherazade am 09. November 2025, 12:20:10KI sagt: Ja, Jobcenter führen Profiling durch, um erwerbsfähige Hilfebedürftige bei der Jobsuche zu unterstützen.
:grins: :mocking:
sollte und muß,
aber ich habe es nie erlebt.
Weder bei mir noch als Beistand und selbst vor dem Gericht war der Richter der Meinung so ein "0815 Abgefrage", das manchmal nicht mal gemacht wird, würde einem Profiling entsprechen.
Der Gesetzgeber hatte da eigentlich ganz andere und durchaus sinnvollere Vorstellungen wie und weshalb es dringend notwendig ist bei JEDEM Hilfeempfänger ein Profiling zu machen.
MfG FN
Zitat von: Vollloser am 09. November 2025, 12:14:50Profiler bei den Jobcentern
Zitat von: Sheherazade am 09. November 2025, 12:20:10KI sagt: Ja, Jobcenter führen Profiling durch
:lachen:
Ein Profiler (https://de.wikipedia.org/wiki/Fallanalytiker) macht ganz sicher kein Profiling (https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__15.html) beim JC.
Soviel zu KI und "selber denken".
Zitat von: Ottokar am 09. November 2025, 15:05:26Ein Profiler (https://de.wikipedia.org/wiki/Fallanalytiker) macht ganz sicher kein Profiling (https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__15.html) beim JC.
Soviel zu KI und "selber denken".
Najaaa. Profiling wird heut zu Tage wohl eben nicht mehr nur in der Kriminalistik angewandt: https://youtu.be/P3rcs2AyVf0 (https://youtu.be/P3rcs2AyVf0)
Naja und außerdem haben wir es ja immerhin mittlerweile doch schon sogar mit einem "Tatbestand" unter den Hilfsbedürftigen zu tun, der schon als tendenziell potenziell kriminell angesehen wird - die TOTALVERWEIGERUNG... !? :scratch:
In jeden und jeder Bürgergeldbezieher/in steckt möglicherweise ein latenter Totalverweigerer, der/die irgendwann mal herausbrechen könnte... :weisnich:
Bleiben wir doch bei den Fakten: JC machen kein Profiling, JC machen eine Potentialanalyse.
Wenn eine KI den Unterschied nicht (er)kennt, ist das bestenfalls zum schmunzeln, schlimmstenfalls gefährlich für jene, welche die falsche Antwort der KI für richtig halten.
Und brandgefährlich wird es in jedem Fall, wenn sich Fallmanager von JC für Profiler halten.
Zitat von: Ottokar am 10. November 2025, 09:55:48Bleiben wir doch bei den Fakten: JC machen kein Profiling
Na gut na gut na guuut.
Schade eigentlich/vielleicht. Denn DABEI könnte ja vielleicht womöglich rauskommen, dass verschiedene Grundsicherungsbezieher "nachhaltig" gar nicht (mehr) für gewerbliche Verwendungen geeignet sind. Nicht nur aus rein medizinischer Sicht. :scratch:
WAS/WER da möglicherweise/eigentlich (auch noch ?) profilt werden müsste, wäre ja vielleicht auch eher dann das Jobcenter selber (oder die Mitarbeiter) !?!? :mocking: :weisnich:
Dafür kann das JC den ärztlichen und psychologischen Dienst der AfA nutzen.