,,Erwerbsfähig" klingt nach ,,kann arbeiten". Genau diese Alltagslesart prägt viele Debatten über Bürgergeld – und sie wird durch die offizielle Kommunikation begünstigt. Denn die Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzt Begriffe, die verwaltungsrechtlich korrekt sind, im öffentlichen Raum aber regelmäßig anders verstanden werden.
https://www.gegen-hartz.de/news/buergergeld-und-faul-klischee-wie-offizielle-ba-zahlen-das-missverstaendnis-fuettern
Zitat von: selbiger am 01. März 2026, 17:01:56Erwerbsfähig" klingt nach ,,kann arbeiten
Nach was soll das denn sonst kingen?
Man gilt als erwerbsfähig, wenn man
Mindestens 15 Jahre alt ist (und die Altersgrenze für die Rente noch nicht erreicht hat).
In der Lage ist, mindestens 3 Stunden täglich zu arbeiten.
Nicht durch eine Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit (die nächsten 6 Monate) daran gehindert wird.
Beispiel:
Ein 22-jähriger Student ist kerngesund, schreibt aber gerade seine Masterarbeit und hat keine Zeit für einen Job.
Status: Er ist erwerbsfähig (er könnte theoretisch morgen im Supermarkt Regale einräumen), aber er ist nicht erwerbstätig.
Nur weil man Zeitmangel hat oder in einer Ausbildung steckt, verliert man nicht die Erwerbsfähigkeit.
So ist das auch beim Bürgergeld. Nur weil man das bezieht ist man trotzdem erwerbsfähig.
Tja "erwerbsfähig" ist nicht unbedingt auch = "erwerbstauglich" !
Um "erwerbstauglich" zu sein, muss man zudem i. d. R. ja auch "wettbewerbstauglich" (und auch noch womöglich qualifiziert, UND berufserfahren...) sein !
Und "kann arbeiten" ist im Grunde dasselbe wie "kann essen".
Warum ?
Ja essen ist auch Arbeit (für den Verdauungstrakt).
Also wer isst, arbeitet auch schon - quasi ! :cool:
Also in sofern stimmt es sogar tatsächlich, dass wer essen kann, auch arbeiten kann.
Und wer nicht arbeitet, isst auch nicht (mehr).
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 17:22:39So ist das auch beim Bürgergeld. Nur weil man das bezieht ist man trotzdem erwerbsfähig.
Zitat von: selbiger am 01. März 2026, 17:01:56Denn die Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzt Begriffe, die verwaltungsrechtlich korrekt sind, im öffentlichen Raum aber regelmäßig anders verstanden werden.
mancher der schlecht deutsch versteht verwechselt das auch mit Bürgergeld erwerben erwerbsfähig zum Bürgergeldbezug das meinte vielleicht selbiger damit.
Zitat von: Vollloser am 01. März 2026, 17:32:17Und wer nicht arbeitet, isst auch nicht (mehr).
in meinen früheren Fitnessstudio hat der Eigentümer immer gesagt wer arbeiten will bekommt auch arbeit er selber hatte jemand an seiner Getränketheke der da unbezahlt gearbeitet hat
Kost und Freibier.
Zitat von: Rotti am 01. März 2026, 17:33:59unbezahlt gearbeitet hat
Also so eine Art Minijob, quasi, bestenfalls !
Zitat von: Vollloser am 01. März 2026, 17:32:17Tja "erwerbsfähig" ist nicht unbedingt auch = "erwerbstauglich" !
Ja das stimmt. Ein Chirurg kann theoretisch ,,erwerbsfähig" sein (er kann Akten sortieren), aber aufgrund eines Tremors in der Hand nicht mehr ,,tauglich" für seinen Beruf als Operateur sein.
Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag Müll aufsammeln. Es sei denn er hat die Schlafkrankheit. Da steht man in keinem Wettbewerb außer vielleicht mit seinen Kollegen wer sammelt den meisten Müll oder wer ist schneller fertig.
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag...
Was die alle (Du jetzt auch) immer mit diesem "früh aufstehen" haben !?! :mocking:
Nich zu sehr falsch verstehen. Für mich war ein paar Jahrzehnte lang in meinem Leben auch die Nacht immer um 5:00 Uhr Wochentags zu Ende (wecken (!) um 5:00); aber nich eher ! :yes:
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11...vielleicht mit seinen Kollegen wer sammelt den meisten Müll oder wer ist schneller fertig.
Unterschätz das mal nicht all zu sehr. Der "Wettbewerb" lauert immer und überall - in irgendeiner weise unter Menschen !
Zitat von: Vollloser am 01. März 2026, 18:01:31Zitat von: Rotti am 01. März 2026, 17:33:59unbezahlt gearbeitet hat
Also so eine Art Minijob, quasi, bestenfalls !
Minijob was anderes bekommst man auch nicht als langzeitarbeitsloser da hat Herr Merz schon dafür gesorgt mit den Faulen Reden über die im Bürgergeld.
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag Müll aufsammeln.
die betonung liegt bei kann..er muss nicht..müssen kommt nämlich einen zwang gleich..eines müssen wir allerdings definitiv..sterben..
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag Müll aufsammeln.
:wand:
MfG FN
Zitat von: Fettnäpfchen am 02. März 2026, 12:26:41Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag Müll aufsammeln.
:wand:
MfG FN
ja kann man aber Freiwillig das mache hier in unserer Stadt auch Leute da braucht es aber kein JC dafür.
Die Stadtreinigung Leipzig ist für die Müllentsorgung zuständig
und bietet mit dem Projekt "Sauberkeitshelfer" eine Möglichkeit, engagierte Bürger (mit Handschuhen/Zangen) bei der Müllentsorgung zu unterstützen. Meldungen über illegale Müllablagerungen erfolgen über den "Mängelmelder". Zudem werden "CleanUp Leipzig"-Aktionen organisiert, um die Stadt sauber zu halten.
Zitat von: Dwight Manfredi am 01. März 2026, 18:10:11Aber ein BG Empfänger kann früh aufstehen und ein paar Stunden oder den ganzen Tag Müll aufsammeln. Es sei denn er hat die Schlafkrankheit.
Es wird offen kommuniziert von Politik und
Wirtschaftswissenschaft, man eine Form von
Zwangsarbeit für sinnvoll hält.
Um Arbeitslosigkeit maximal unattraktiv zu machen.
"Lieber regulärer Drecksjob, als ein Zwangsarbeitsjob"
- Hier bei Langzeitarbeitslosen !
Sehr nützlich auch für den normalen Arbeitnehmer.
Der hält die Fresse und lässt manches mit sich machen, damit er ja nicht arbeitslos wird.
Sonst könnte ihn das auch blühen.
Aber auch Kurzzeitarbeitslose, die werden erzogen, damit sie nicht in der Arbeitslosigkeit beharren.
Für die nicht arbeitslose Bevölkerung ist das auch ein positiver Ansatzpunkt.
Deren Häme kann sich dann so ausdrücken, in Zufriedenheit, das Arbeitslose so stärker bekämpft werden.Wer der Ideologie der heilen Arbeit nicht frönt, kann so ideell und körperlich bestraft werden.
Die Mehrkosten ? Steuergelder ? Egal. Brot und Spiele, da zahlt man gerne mehr Steuern.
Schaden ? Wohl egal;Hauptsache jeder arbeitet oder muss arbeiten; auch wenn unter dem Strich mehr Schaden als Nutzen gegeben ist. Sei es durch Sach oder gar Personenschaden durch frustrierte Zwangsarbeiter.
Strafarbeit.
Drangsalierung durch Arbeit.
Diese kranke Ideologie wurde teilweise drastisch in der deutschen Geschichte vollzogen.
Deutschland wird unter "christlicher" Führung (CDU) dann zum Gulag !?!? :teuflisch: :teuflisch:
Und das ohne Unterwerfung unter Russland - oder so !? 🤯
Zitat von: Vollloser am 02. März 2026, 18:54:44Deutschland wird unter "christlicher" Führung (CDU) dann zum Gulag !?!? :teuflisch: :teuflisch:
Und das ohne Unterwerfung unter Russland - oder so !? 🤯
vorher ist aber zum Kreuzzug auf den Iran geblasen worden.
Zitat von: GoetzB am 02. März 2026, 16:06:48Drangsalierung durch Arbeit.
Diese kranke Ideologie wurde teilweise drastisch in der deutschen Geschichte vollzogen.
ja da ist was dran
Ausprägung von deutschen Euro-Gedenkmünzen im Nennwert von 100 Euro (Goldmünze "Aus dem Leben eines Taugenichts (Joseph von Eichendorff)")
Da trat der Vater aus dem Hause; er hatte schon seit Tagesanbruch in der Mühle rumort und die Schlafmütze schief auf dem Kopfe, der sagte zu mir: »Du Taugenichts! da sonnst du dich schon wieder und dehnst und reckst dir die Knochen müde und läßt mich alle Arbeit allein tun. Ich kann dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Tür, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb dir selber dein Brot.« –