Hallo zusammen,
ich war heute zu einem Gespräch beim Jobcenter und hoffe, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann.
Ich bin alleinerziehend und meine Tochter ist 9 Jahre alt. Unterstützung vom Vater oder meiner Familie habe ich leider kaum.
Ich beziehe bereits seit 2016 durchgehend Leistungen, mal mehr und mal weniger. Zuletzt habe ich 15 Stunden pro Woche in Teilzeit im Büro bei meinem Bruder gearbeitet. Dieser Job endete im März. Während dieser Beschäftigung war ich weiterhin im ALG-II-Bezug.
Nun habe ich einen Job gefunden, bei dem ich mindestens 27 Stunden pro Woche arbeiten könnte. Ich würde dort auf jeden Fall genommen werden und habe auch wirklich großes Interesse an der Stelle.
Das Problem ist die Kinderbetreuung: Alle zwei Wochen müsste ich samstags von 9:00 bis 16:00 Uhr arbeiten. Für diese Zeit habe ich leider niemanden, der meine Tochter betreuen kann.
Ich habe deshalb heute meine Ansprechpartnerin beim Jobcenter gefragt, ob es eventuell eine Möglichkeit gibt, einen Zuschuss für einen Babysitter bzw. eine anderweitige Kinderbetreuung zu bekommen, damit ich die Arbeitsstelle überhaupt annehmen kann.
Sie brachte daraufhin die Möglichkeit des Einstiegsgeldes ins Gespräch. Sie war sich allerdings selbst nicht sicher, ob ich dieses beim Jobcenter oder bei der Agentur für Arbeit beantragen müsste bzw. ob es in meiner Situation überhaupt infrage kommt.
Derzeit beziehe ich ALG I und aufstockend Bürgergeld/ALG II.
Daher meine Fragen:
- Hat jemand Erfahrung mit Einstiegsgeld in einer solchen Situation?
- Kann Einstiegsgeld auch für zusätzliche Kinderbetreuungskosten genutzt werden?
- Ist dafür das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit zuständig, wenn man ALG I bezieht und gleichzeitig aufstockend Bürgergeld erhält?
- Gibt es eventuell eine andere Unterstützungsmöglichkeit für die Betreuungskosten, damit ich den Job annehmen kann?
Mir wäre wirklich sehr geholfen, wenn jemand aus eigener Erfahrung berichten könnte oder weiß, an welche Stelle ich mich wenden muss.
Vielen Dank!