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Aktuelles zu Hartz IV => Aktuelle Nachrichten => Thema gestartet von: GBK667 am 06. Juni 2018, 15:11:42

Titel: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: GBK667 am 06. Juni 2018, 15:11:42
Experten sehen einen vierfachen Vorteil des längeren Arbeitens. Aber auch an anderen Stellschrauben wird die Regierung drehen müssen. Bürger können als „Rentenminister“ selbst testen, wie schwer das für die Politik ist.

Die zehn Männer und Frauen, die erstmals an diesem Mittwoch in Berlin zusammenkommen, sollen nichts weniger als ein Wunder vollbringen. Die Sozialexperten haben von der Bundesregierung den Auftrag erhalten, ein Konzept zur langfristigen Stabilisierung des Rentensystems zu erarbeiten. Dabei sollen sie nicht nur verhindern, dass der Beitragssatz als Folge der Alterung durch die Decke geht. Auch das Rentenniveau – also die Rente im Verhältnis zum Lohn – soll dauerhaft stabilisiert werden. Und da Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärtermaßen auch die gesetzliche Altersgrenze keinesfalls anheben will, gleicht die Aufgabe der neuen Rentenkommission der Quadratur des Kreises. Zumal auch die vierte Unbekannte in der langfristigen Rentenrechnung, der steuerfinanzierte Bundeszuschuss, schon heute mit rund 90 Milliarden Euro ein Drittel der gesamten Ausgaben des Bundes umfasst und an eine Grenze stößt.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat das private Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos beauftragt, die unterschiedlichen Handlungsoptionen einmal durchzurechnen. Ab 2025 wirkt sich der demografische Wandel unausweichlich massiv auf das Rentensystem aus. Wenn dann die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand wechseln, müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner alimentieren. Die Versicherer warnen die Rentenkommission davor, die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze zu tabuisieren. Denn das Arbeiten im Alter – mit Lösungen für diejenigen, die bereits vorher nicht mehr arbeiten könnten – sei die beste aller Reformvarianten.

Ganzer Artikel:
https://www.welt.de/wirtschaft/article177040354/Lebensarbeitszeit-An-der-Rente-mit-69-fuehrt-kein-Weg-vorbei.html
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 06. Juni 2018, 17:25:26
Experten? Die haben den Mist doch verbockt!
Hier wird schon wieder über die Anhebung der Altersgrenze diskutiert, weil die Rentenkasse angeblich immer leerer wird.
Gleichzeitig werden immer mehr Ausnahmen gemacht, wer noch in die gesetzliche Rente einzahlen muss und wer nicht.
Diese Heuchelei ist über alle Maßen  :kotz:

Sollen sie es doch beim Namen nennen: (Zwangs)Arbeiten bis man tot umfällt.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 06. Juni 2018, 20:46:06
Ende der 40er-Jahre . Das erlebe ich nicht mehr. Höchstens als Bestandsrentner. :grins:

Zitat
kommen nach Berechnungen des Prognos-Instituts auf den Bundeshaushalt im Jahr 2040 zusätzliche Belastungen bis zu 100 Milliarden Euro zu. Damit geriete der Bundesetat völlig aus dem Lot, zumal auch ohne solche Zusatzlast der Bundeszuschuss im Jahr 2040 schon gut 157 Milliarden Euro beträgt.

2040 wird nicht in Milliarden, sondern in Billionen gerechnet. Die Deppen haben keine Fantasie. :wand:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Delfinanne am 06. Juni 2018, 21:05:07
Arbeiten bis 69? Ich schaffe aller Voraussicht noch nichtmals bis 67. Sitze gerade mit 3 chronischen Erkranungen seit 8 Wochen zu Hause.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Gast31592 am 06. Juni 2018, 21:09:58
Für Leute in meinem Alter (Mitte 30) und jünger sind solche Meldungen völlig unerheblich.
Die Welt ist aktuell schon überall im Umbruch. Was in 30-40 Jahren sein wird, ist so ungewiss, dass es nicht lohnt darüber nachzudenken, geschweige zu planen.   :weisnich:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 07. Juni 2018, 10:21:23
Zitat von: MichaK am 06. Juni 2018, 20:46:06
2040 wird nicht in Milliarden, sondern in Billionen gerechnet.
Nach europäischem oder US-amerikanischem System?
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Gast42062 am 07. Juni 2018, 10:25:36
mein Teamleiter vom JC sagte mal zu mir sie müssen bis 70 arbeiten, die wissen alles über mich.  :schock:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 07. Juni 2018, 11:25:38
Nach europäischem oder US-amerikanischem System?

europäisch  :grins:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: coolio am 07. Juni 2018, 21:06:20
Dann einfach schnell in US-Dollar investieren....
dort sind unsere Milliarden 'Billions'  :lachen:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 08. Juni 2018, 01:49:53
Stimmt...warum eigentlich? Wären denn "milliards" sooo schlimm?

Oder Millimeter statt irgendwelche Zollsachen?

Hm, fahren tun die rechts...und wiiie... :heul:

Die schbinnen, die Amis. :weisnich:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: coolio am 08. Juni 2018, 02:02:41
OT:
Etymologie war zu Jungendzeiten mal mein Hobby.
Was die Amis so sprachlich getrieben haben oder noch treiben entzieht sich meiner Kenntnis nun
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 08. Juni 2018, 06:32:32
Sprachlich...wenn das alles wäre... :mocking:

Naja, das ind ja nicht "die Amis"...die sind ok; das, was da regiert...ist es meist nicht.

Ok, ne Menge Amis sind auch nicht ok...wie das aber in jedem Staat so ist.

Empfehlung: "Halleluja" vom Mathias Fernau...und die Sachen vom Bryson. Michael Moore auch.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 18. Juni 2018, 21:38:59
Wenn man sieht worüber sich die CDU und CSU derzeit streitet kann man gleich eine Obergrenze für Rentner einführen und die Problematik für gelöst halten, am besten gleich für Justizfälle, Arbeitslose, Kranke Kinder usw. Damit alles schön planbar für den Staat wird.

Kaum einer wird mit 69 noch seinen Beruf ausüben - es geht schlichtweg darum die Rente zu kürzen ohne irgend einen richtigen Grund anführen zu müssen. So toll die Alterspyramide klingt umso deutlicher ist die Produktivitätspyramide. Ein Kind was heute geboren wird, wird voraussichtlich 4-7x produktiver sein als ich mit 29. Wir haben noch Umwelt und Klimafragen offen - soziale Verwerfungen braucht man dazu nicht wirklich, die Aufgabe ist groß genug, die Frage kann man sich stellen wenn die Produktivität unterhalb des Versorgungsgrades rutscht, davon entfernen wir uns aber anstatt rasant darauf zuzurasen sprich die Überschüsse werden eher größer als kleiner.

Kurzum, schaut euch die Vorstände der GDV an - dann weiß man aus welchem Milleu und aus welchem Interesse diese heraus arbeiten. Die Leute sollen sich Privat versichern, ein gutes Geschäft für Banken und Versicherungen aber keines für den Kunden. oder mit Hr. Uthoffs Worten: "Wer immer dasselbe sagt, hat Recht!"
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 19. Juni 2018, 10:52:06
Produktivitätspyramide

ich weiß zwar, was du meinst, aber von d e r hab ich noch nix gehört.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 20. Juni 2018, 20:30:25
ich weiß zwar, was du meinst, aber von d e r hab ich noch nix gehört.

Braucht man auch nicht, gibts ja nicht wirklich :grins:

Wenn man die Anzahl der Menschen in der Pyramide mit der Anzahl der produktiven Leistung multipliziert kommt eine Pyramide wie die in der dritten Welt zustande - zumindest war so mein Gedankengang
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Hexe am 20. Juni 2018, 21:26:58
Zitat von: Planloser am 18. Juni 2018, 21:38:59
Kaum einer wird mit 69 noch seinen Beruf ausüben - es geht schlichtweg darum die Rente zu kürzen ohne irgend einen richtigen Grund anführen zu müssen.

Deshalb werden Leistungsbezieher auch kurz gehalten, bzw betrogen. Denn diese leben schon um ca 8 Jahre kürzer.
LG Hexe
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 21. Juni 2018, 19:40:47
Zitat von: Hexe am 20. Juni 2018, 21:26:58
Deshalb werden Leistungsbezieher auch kurz gehalten, bzw betrogen. Denn diese leben schon um ca 8 Jahre kürzer.

Ich bezweifle das es daran liegt das man ALG II erhält. Die Sozialleistungen sind ein Sammelpool für Menschen die vom Markt ausgespuckt werden. Darunter werden sehr viele Menschen mit chronischen und Lebensverkürzenden Krankheiten sein. Das steht damit auch nicht konträr zu anderen Statistiken denn so wirklich hat das niemand bisher geprüft. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, je gesünder man ist desto erfolgreicher kann man werden und hat auch eine entsprechend höhere Lebenserwartung. Es ist die Huhn oder Ei Problematik, so ganz lässt sich das eben nicht differenzieren. Gibt auch andere Artikel: "Rauchen macht depressiv" - Raucher sind XYZ häufiger depressiv als Nichtraucher. Das mag durchaus stimmen, vielleicht rauchen Depressive auch lieber um ihre Gedanken besser ordnen zu können. :weisnich:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Quinky am 21. Juni 2018, 20:16:02
Ich bezweifel das NICHT, DENN
wer ALGII beziehen muss, Alleinerziehende, Teilzeitmitarbeiter, Minijobber usw hat so wenig Geld zur Verfügung, das ein gesundes Leben kaum möglich ist. Auch das soziokulturelle ist NICHT durchführbar, Freunde wenden sich ab, Gemeinsamkeiten sind weniger möglich. Alles das sind Indikatoren, die die Lebensqualität senken und zwangsläufig auch die Lebenserwartung reduzieren (Medikamente NICHT erschwinglich, da ja grundsätzlich NICHT mehr alle Medis von der Krankenkasse bezahlt werden = wurde ja über Jahre von diversen Regierungen reduziert!!!)
ALGII ist also VORRANGIG für den früheren Tod Millionen von Menschen verantwortlich (wohlgemerkt, statistisches Mittel, Ausnahmen bestätigen die Regel)
Das durch ALGII ein früherer Tod erfolgreich eingeführt ist, ist der WILLE!!! aller Regierungen seit 2005.
Für mich ist das die neue Massenvernichtung innerhalb des bestehenden 4. Reiches.

Gruß
Ernie
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Hexe am 21. Juni 2018, 20:27:24
Zitat von: Planloser am 21. Juni 2018, 19:40:47
Ich bezweifle das es daran liegt das man ALG II erhält.


Eine Studie des Dr. Lauterbach sPD hat das heraus gefunden. Und wie Quinky schreibt, wenn du knapp gehalten wirst, kannst halt vieles nicht tun.
Und das wirkt sich in allem aus.
LG Hexe
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: blablabla am 21. Juni 2018, 21:26:47
wer ALGII beziehen muss, Alleinerziehende, Teilzeitmitarbeiter, Minijobber usw hat so wenig Geld zur Verfügung, das ein gesundes Leben kaum möglich ist.


Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status rauchen doppelt so häufig wie Personen mit  hohem sozioökonomischem Status.

Dass ein gesünderes Leben immer mehr Geld kostet, ist also eindeutig nicht wahr.

Wenn man das Rauchen aufhört und von der Ersparnis ein Fitnesscenter bezahlt, könnte man auch direkt den Punkt beseitigen, dass bei niedrigem sozioökonomischem Status doppelt so häufig gar kein Sport betrieben wird. Auch das soll ja zur Gesundheit beitragen.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Hexe am 21. Juni 2018, 21:32:11
Zitat von: blablabla am 21. Juni 2018, 21:26:47
Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status rauchen doppelt so häufig wie Personen mit  hohem sozioökonomischem Status.

Quelle ?

Wenn ich nur an den Druck der letzten Jahre durch das JC denke,dann haben die mich um Lebensqualität gebracht.Vom wenigen Geld ganz zu schweigen.

LG Hexe
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 22. Juni 2018, 10:24:53
Kaum einer wird mit 69 noch seinen Beruf ausüben - es geht schlichtweg darum die Rente zu kürzen ohne irgend einen richtigen Grund anführen zu müssen.
Ja und nein.

Es geht nicht darum, die Rente zu kürzen, sondern darum, die zunehmenden Kosten für die Rentenkasse in die Bereiche SGB II und SGB XII umzuverteilen, damit die RV-Beiträge und damit die Lohnkosten für AG nicht erhöht werden müssen, und damit die Sonderregelungen zur Ausnahme von der Beitragspflicht zur RV beibehalten werden können.
Das Rentenniveau kann nicht weiter abgesenkt werden, da sonst Massen an Rentnern in die Grundsicherung abrutschen, wogegen die Kommunen Sturm laufen würden.
Die Renteneinnahmen können aber auch nicht erhöht werden, ohne die ganzen Sonderregelungen zur Ausnahme von der Beitragspflicht aufzukündigen, wogegen die jeweiligen Lobbyisten Sturm laufen würden.
Und die AG wollen natürlich keine höheren Lohnnebenkosten, die haben ja schon wegen der Wiedereinführung der Parität bei den KV-Beiträgen gejammert, als würden sie kastriert. Und das die Bundesregierung das gegen den Widerstand der Arbeitgeberlobby durchgesetzt hat, muss man schon als kleines Wunder ansehen.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Greywolf08 am 22. Juni 2018, 10:50:01
... Das Rentenniveau kann nicht weiter abgesenkt werden, da sonst Massen an Rentnern in die Grundsicherung abrutschen, wogegen die Kommunen Sturm laufen würden.
Wieso würden die Kommunen Sturm laufen? Die bekommen doch die Grundsicherungszahlungen in voller Höhe vom Bund zurück.
Soweit ich weiß werden die Ausgaben quartalsmäßig abgerechnet.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Orakel am 22. Juni 2018, 10:57:59
KdU müssen die Kommunen schultern. Da gibts nix zurück.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Greywolf08 am 22. Juni 2018, 11:17:54
KdU müssen die Kommunen schultern. Da gibts nix zurück.
Gilt aber nicht bei SGB XII (und darum ging es). Da werden auch die KDU erstattet.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 22. Juni 2018, 11:28:03
Seit
Zitat von: Greywolf08 am 22. Juni 2018, 10:50:01
Wieso würden die Kommunen Sturm laufen? Die bekommen doch die Grundsicherungszahlungen in voller Höhe vom Bund zurück.
Nur die für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, aber insoweit hast du natürlich Recht. Aber letztlich ist es auch egal, denn faktisch erfolgt nur eine Umverteilung.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 22. Juni 2018, 12:33:18
Irgendwie egal: Die Arschkarteninhaber behalten ihre Arschkarten. Happy now... :lachen:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 23. Juni 2018, 13:22:37
Eine Studie des Dr. Lauterbach sPD hat das heraus gefunden. Und wie Quinky schreibt, wenn du knapp gehalten wirst, kannst halt vieles nicht tun.

Toll - ich arbeite, habe ein relativ gutes Gehalt und könnte mir vieles leisten. Bringt halt nur nichts wenn keine oder kaum Zeit vorhanden ist. Ich muss ins Fitnessstudio weil es ansonsten einfach körperlich nicht mehr so weiter geht wie bisher. Mir ging es psychisch zu Zeiten der Arbeitslosigkeit definitiv besser denn ich wusste immer mit mir etwas anzufangen und konnte soziale Kontakte knüpfen. Seitdem ich arbeite beschränken sich diese Kontakte lediglich auf Arbeitskollegen und das ist dann arg dünn aber woanders bleibt kaum Zeit - unter der Woche ist man k.O., am Wochenende muss man sich erholen bzw. sich betätigen oder den Haushalt aufräumen weil es unter der Woche nicht geht. Ich drehe mich da seit fast 6 Jahren nur im Kreis. 8:00 anfangen und 16:30 rauskommen? Die Zeiten sind schon lange vorbei sofern man nicht irgendwo in einer Industrie mit Schichtsystem arbeitet.

Als ich Arbeitslos war konnte ich an schönen Tagen einfach zum nächsten Baggersee fahren, ein Buch lesen, ein bisschen wandern - ich brauchte nichts weiter als ein Fahrrad und konnte in 30km Umkreis damit herumfahren. Heute hoffe ich an schönen Tagen irgendwie 17:00 aus dem Büro rauszukommen und die letzten Minuten der Sonne zu erhaschen um am Ende irgendwelche fettigen Pommes zu kaufen weil ich nicht genügend Zeit habe um noch einmal zum Supermarkt zu gehen. Am Ende endet es irgendwie dennoch im Stress denn die Arbeit die liegen blieb muss trotzdem geschafft werden und der Druck bleibt im Hinterkopf.

Ja es ist schon richtig das man Arbeitslos nicht 200km in einen Freizeitpark fährt und nein auch nicht in den Urlaub aber man kann seinen Tag nutzen - wenn man arbeitet ist der Tag hingegen schon vorbei bevor er überhaupt anfängt.

Zitat von: Ottokar am 22. Juni 2018, 10:24:53
Das Rentenniveau kann nicht weiter abgesenkt werden, da sonst Massen an Rentnern in die Grundsicherung abrutschen, wogegen die Kommunen Sturm laufen würden.

So kann man immerhin sagen: Hättest du mal bis 69 gearbeitet dann wäre dir das nicht passiert - letztlich kommt wohl gerade Quotenregelungen so schön in Mode. Mal sehen ab wann es eine Quotendiskussion bei Sozialversicherungen gibt um Probleme aus dem Weg zu gehen.

Zitat von: Ottokar am 22. Juni 2018, 10:24:53
Die Renteneinnahmen können aber auch nicht erhöht werden, ohne die ganzen Sonderregelungen zur Ausnahme von der Beitragspflicht aufzukündigen, wogegen die jeweiligen Lobbyisten Sturm laufen würden.

Da kommen wir sowieso nicht drumherum, in kaum einen EU-Land gibt es noch ein Zweiklassensystem. Der Lobbyverband ist zwar stark aber die Realität zeigt das es nicht funktioniert - aber diese versuchen immer noch dieser zu entfliehen, die Frage ist wie lange die Verbände noch Erfolg haben.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Gast31592 am 23. Juni 2018, 14:37:54

Als ich Arbeitslos war konnte ich an schönen Tagen einfach zum nächsten Baggersee fahren, ein Buch lesen, ein bisschen wandern - ich brauchte nichts weiter als ein Fahrrad und konnte in 30km Umkreis damit herumfahren. Heute hoffe ich an schönen Tagen irgendwie 17:00 aus dem Büro rauszukommen und die letzten Minuten der Sonne zu erhaschen um am Ende irgendwelche fettigen Pommes zu kaufen weil ich nicht genügend Zeit habe um noch einmal zum Supermarkt zu gehen.

Sry, aber die Sonne scheint bist weit nach 21 Uhr im Sommer und Supermärkte haben bis 20 Uhr (teilweise bis 22 Uhr offen).
Wieso gehst du überhaupt noch vollzeit arbeiten, wenn es ohne Arbeit so viel besser ist? Fahrad hat gereicht, soziale Kontakte waren auch kein Problem...
Halbtags?... Minijob?
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 23. Juni 2018, 19:27:23
Zitat von: Gast31592 am 23. Juni 2018, 14:37:54
Sry, aber die Sonne scheint bist weit nach 21 Uhr im Sommer und Supermärkte haben bis 20 Uhr (teilweise bis 22 Uhr offen)

Bringt nichts wenn die Sonne lange scheint wenn die Bäder dennoch 20:00 schließen. 17:00 Raus, (angenommen Badezeug schon mitgenommen) -> 17:30 am Schwimmbad 17:45 sonnenbaden 18:15 in den See -> 19:15 wieder raus, bis 20:00 trocknen und raus aus dem Bad. 20:30 Zuhause und Abendessen kochen. Das ist mehr Stress als Entspannung.

Zitat von: Gast31592 am 23. Juni 2018, 14:37:54
Wieso gehst du überhaupt noch vollzeit arbeiten, wenn es ohne Arbeit so viel besser ist?

Das habe ich nicht gesagt nur das Arbeit (und damit Einkommen) eben auch nicht alles heil macht sondern auch ein großen Zeitfresser wird, zum anderen stelle ich meine Arbeitskraft gerne zur Verfügung wenn diese gebraucht wird und das wird Sie momentan offensichtlich. Wir bekommen seit 2 Jahren kein vernünftiges Personal mehr obwohl gesucht wird. Zum anderen geht man irgendwann bei sowas kaputt (Depression, Herzprobleme, psychische etc.) und landet i.d.R. in den sozialen Auffangbecken. Sprich macht der Körper irgendwann schlapp dann spuckt der Markt einen aus, man landet in den sozialen Standards und stirbt mit solchen Problemen auch früher und das geht in den Statistiken ein das man wenig produziert hat.

Zitat von: Gast31592 am 23. Juni 2018, 14:37:54
Halbtags?... Minijob?

Könnte man machen, geht nur sehr schwer. Zum einen hängen spätestens die Lizenzen einen nach die man auch erst einmal erwirtschaften muss zum anderen ist das ein Feuerstuhl - die ersten die fliegen sind immer die Halbtagskräfte. Diese tragen i.d.R. zu wenig zum Debit bei.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Hexe am 23. Juni 2018, 21:24:02
Der Druck durch HartzIV, die permanenten Widersprüche und Klagen und Sanktionsandrohungen haben mich lange Zeit nur funktionieren lassen. Kinder groß, alle in Arbeit und ich aus HartzIV raus, bringt mir mehr Lebensqualität.Ich kann zu Geburtstagen gehen mit einem Strauß Blumen,Kino, Konzerte,Minigolf mit der Familie usw. Narürlich auch ausgesucht und geplant, da ich jedes 2. WE arbeite.Aber mein Job macht mir echt Spaß, habe super Chefin und tolle Kollegen.Wo auch viel und gern gelacht wird.

Ich kann diesem Forum nur meinen größten Dank für die Uterstützung aussprechen.
LG Hexe
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Schnuffel01 am 23. Juni 2018, 21:43:50
@ Planloser

Über kurz oder lang musst Du an der Situation in der Du Dich derzeit befindest etwas ändern (müssen). Deine Gesundheit hat hat schon gelitten, dass weißt Du selber schon.

Ich verstehe sehr gut, was Du geschrieben hast.   :yes:  Hatte mich letztens mit meiner Hausärztin über so etwas unterhalten.
Entweder man ist arbeitslos, hat Zeit aber wenig Geld. Oder man ist stark im Arbeitsprozess eingebunden, verdient gut, hat aber keine Gelegenheit das Geld auszugeben. Gibt natürlich auch andere Konstellationen.

Zitat von: Planloser am 23. Juni 2018, 13:22:37
Ich muss ins Fitnessstudio weil es ansonsten einfach körperlich nicht mehr so weiter geht wie bisher.
Sport ist wichtig, 2x in der Woche wäre gut. Aber nach der Arbeit aufraffen ist nicht immer einfach. Oder gehst' 1x davon am WE.

Ich würde mit dem Chef sprechen, aus gesundheitlichen Gründen die AZ auf 6h zu reduzieren.  :weisnich:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 24. Juni 2018, 08:29:12
Der Druck durch HartzIV, die permanenten Widersprüche und Klagen und Sanktionsandrohungen haben mich lange Zeit nur funktionieren lassen.

Mir ging es ganz ähnlich - bei 5€ habe ich es dann irgendwann mal gerade sein lassen, die hatte ich dann an anderer Stelle wieder zurückbekommen. Mit Kindern habe ich keine Ahnung - ich glaube das es die am härtesten trifft - v.a. die vielen undurchschaubaren Sonderregelungen die für Kinder gelten weil man Sie fördern will aber eigentlich nur kompliziert zu beantragen sind, als Single geht es hingegen - man hat halt kaum Ansprüche.

Zitat von: Schnuffel01 am 23. Juni 2018, 21:43:50
Über kurz oder lang musst Du an der Situation in der Du Dich derzeit befindest etwas ändern (müssen). Deine Gesundheit hat hat schon gelitten, dass weißt Du selber schon.

Naja - wenn der Kardiologe morgen nichts findet wird es wohl oder übel was psychisches sein. Bin aber eigentlich einer der ruhigen auf Arbeit die weder cholerisch noch irgendwie anfangen sich aufzuregen.

Zitat von: Schnuffel01 am 23. Juni 2018, 21:43:50
Sport ist wichtig, 2x in der Woche wäre gut. Aber nach der Arbeit aufraffen ist nicht immer einfach. Oder gehst' 1x davon am WE.

Mir tut Sport gut, deswegen bin ich auch 3x unter der Woche dort 1x am Wochenende, der Blutdruck ist am nächsten Tag besser die Arbeit geht leichter. Stress ist für mich nur wenn ich 17:30 einen Termin beim Sport habe und 17:00 auf Arbeit anfangen mich noch zu nerven - v.a. Freitags (eher um 12 Schluss) hatte ich einen Termin 13:00 vereinbart, der war einfach nicht haltbar - man steht im Außendienst und bekommt 12:00 noch den nächsten Termin und verschieben auf Montag geht nicht. Dadurch irgendwann mal auf 16:00 verlegt weil es ansonsten nur stresst wenn man seine eigenen Termine hinterherrennt.

Zitat von: Schnuffel01 am 23. Juni 2018, 21:43:50
Ich würde mit dem Chef sprechen, aus gesundheitlichen Gründen die AZ auf 6h zu reduzieren.

Das wäre ein Fehler. Das arbeiten selbst bringt mich nicht aus der Ruhe - es ist eher der Zeitdruck eigener Termine die konträr zu meinen Arbeitszeiten und dessen Termine stehen. Mittlerweile lasse ich auch den Hammer fallen, eine 6h Woche würde die Sache vermutlich noch weiter verschärfen anstatt Sie aufzulösen, lieber werkle ich stetig 10h gemütlich herum anstatt stressige 6h zu arbeiten was im Außendienst durch die langen Fahrtzeiten überhaupt nicht drin ist. Es gibt Abgabefristen die einzuhalten sind und das Personal ist nicht vorhanden und lässt sich auch nicht finden. Kommt davon wenn zwei Jahrzehntelang hauptsächlich nur noch Ämter meinen Beruf ausbilden und irgendwann überaltert sind und diese nun selbst brauchen währenddessen die Politik den Infrastrukturausbau ankündigt (v.a. EEG, Gas, Internet) - hier wird immer mehr Öl ins Feuer gegossen und genau da stecke ich drin.

Aber auch das lange Arbeiten hat seine Grenzen, als ich 2016 in einen Halbtagsjob (also 12h / Tag) habe ich 2017 kontinuierlich versucht das ganze wieder auf 9 Stunden zu drücken - Resultat: Es entsteht massiver Arbeitsdruck den ich 2016 nicht hatte, es ist so nicht zu bewältigen. Eigentlich sollte ich lt. Tarifvertrag 7,2h Tage haben und der Betriebsrat macht jetzt Druck das diese endlich bei mir erfüllt werden - jedoch der Versuch diese einzuhalten endete damit das ich in Arbeit vollständig versunken bin, ich glaube in meinem Postfach sind jetzt rund 300 E-Mails zum abarbeiten und 70 Projekte zum ausarbeiten. Und nein, mein Chef weiß bescheid und stimmt mir zu das es unmöglich ist zu schaffen. Ab und zu kommt mal jemand neues an den ich die Arbeit delegieren kann. Die sind i.d.R. aber auch nach 6 Monaten noch sehr langsam. Mittlerweile gebe ich an 3 verschiedene Personen meine Arbeit weiter und die kommen einfach nicht runter, eher halten mich die Nachfragen der neuen Kollegen auf. Ich weiß nicht was die den ganzen Tag machen - mehr als die Hälfte der Projekte (Nicht nur Volumen sondern auch Anzahltechnisch) mache ich immer noch. :weisnich:

Am Ende wird man hin und hergerissen und das löst Stress aus, letztlich sagt man sich selbst auch: Was für ein vergeudeter Tag wenn man bei schönsten Wetter im Büro saß und am Ende dankt es sowieso keiner.

Zitat von: Schnuffel01 am 23. Juni 2018, 21:43:50
Entweder man ist arbeitslos, hat Zeit aber wenig Geld. Oder man ist stark im Arbeitsprozess eingebunden, verdient gut, hat aber keine Gelegenheit das Geld auszugeben. Gibt natürlich auch andere Konstellationen.

Das ist ein Altbekanntes Problem. Mit meinen Überstunden könnte ich allerdings 3 Monate in Teilzeit arbeiten und mit meinem Resturlaub 2 Monate komplette Ruhe dranhängen :grins: Den Gesichtsausdruck würde ich gerne sehen - wir sehen uns im Dezember wieder richtig :blum:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Dragon am 04. Juli 2018, 18:45:51
Leider früher oder später werden wir nicht um die Rente mit 69 oder sogar 70 nicht vorbei kommen, ist auch Seiten der Politik so gewollt.
Mich graust es daran zu denken wie unsere Jugend +die Generationen die nach uns kommen , bis 69 oder vielleicht bis 75 Jahre Arbeiten müssen finde es einfach nur schlimm. Keiner wird freiwillig bis 75 Jahre arbeiten wollen außer seine Rente zwingt in jetzt dazu.

Es gibt leider jetzt zuviele Rennter die trotz der (45 Jahre Arbeit)Renten arbeiten gehen müssen da es vorne und hinten nicht reicht.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 04. Juli 2018, 20:13:22
Zitat von: Dragon am 04. Juli 2018, 18:45:51
Leider früher oder später werden wir nicht um die Rente mit 69 oder sogar 70 nicht vorbei kommen, ist auch Seiten der Politik so gewollt.

Das ist Quatsch - es gibt keinerlei Notwendigkeit. Notfalls erhöht man bei Geldmangel die entsprechende Beteiligung der Einzahler oder indirekt durch höhere Löhne. Man kann natürlich auch die Löhne stagnieren lassen und die Beteiligung immer weiter senken und dann sagen "joar, klappt halt nicht." - das ist mir dann auch klar aber die Aussage ist ziemlicher Unsinn.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 04. Juli 2018, 20:17:42
- es gibt keinerlei Notwendigkeit. ...

mal sehen, ob die Experten der Kommission das auch so sehen  :grins:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 04. Juli 2018, 20:27:26
Zitat von: MichaK am 04. Juli 2018, 20:17:42
mal sehen, ob die Experten der Kommission das auch so sehen

Naja... die Kommission gibt immer mehrere Lösungsvorschläge.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Dragon am 04. Juli 2018, 21:52:18
Zitat
Naja... die Kommission gibt immer mehrere Lösungsvorschläge.
Ob diese Experten auch unser wohl im Augen haben ist eine andere Frage! Lösungsvorschläge ist ja schön und gut !wir wollen aber echte tatschen sehen die uns helfen( reine keine Wahlversprechen), damit die Armutsschraube nicht immer weiter nach unten geht.

Schließlich steigen alle Lebenshaltungskosten = minimale Rentensteigerung was die Rentenerhöhung sofort auffrisst ,Leute können davon nicht vernüftig leben oder müssen zum Amt Antrag stellen da die Rente nicht zum leben reicht.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 04. Juli 2018, 22:16:36
Naja... die Kommission gibt immer mehrere Lösungsvorschläge.

sicher. aber eben auch welche ohne Notwendigkeit und diese bevorzugt das politische Personal des Kapitals- warum wohl?
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: coolio am 04. Juli 2018, 22:24:58
Für mich ist gesamtheitlich betrachtet aus Sicht des Steuerzahlers doch alle Rentendiskussion in der Grössenordnung  nur eine breit plakatierte Milchmädchenrechnung.
Im Endeffekt kommt das übliche "linke Tasche rechte Tasche" Spiel raus.
(heisst: Budgetegoismus glaub ich).
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Gast35872 am 04. Juli 2018, 22:40:48
Zitat von: coolio am 04. Juli 2018, 22:24:58
nur eine breit plakatierte Milchmädchenrechnung.
Im Endeffekt kommt das übliche "linke Tasche rechte Tasche" Spiel raus.

Naja , vielleicht ist auch der Mangel an Anlagemöglichkeiten ein Ausdruck mangelnder Verteilung. :mocking:
Also bitte nein die Rente hat in ihrer Konstruktion nur das Problem,  nicht dem Kapitalmarkt zu dienen „oh wie schade aber auch“ geht ja gar nicht ist ja Sozialismus
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 05. Juli 2018, 02:35:40
Oder gar schlimmer...Kommunismus! Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz... :schock:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: coolio am 05. Juli 2018, 02:47:19
 :mocking:
Ich finde Kommunismus gut:
"Alles, was Dir gehört gehört auch mir; alles was mir gehört, geht Dich nix an"
 :mocking:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 05. Juli 2018, 04:52:02
Idealerweise wär das nicht so...

Was bisher als "Kommunismus" unterwegs war, war keiner.

Mit "Sozialismus" verhält sich das genauso.

Bedeutet natürlich auch, daß das, was derzeit als das Eine oder das Andere ettiketiert unterwegs ist...auch nicht mit den grundlegenden Konzepten übereinstimmt. Möglicherweise gibt es winzige, wirklich funktionierende Projekte...mir ist aber derzeit nichts entsprechendes bekannt. Ich habe mich allerdings auch schon lange nicht mehr damit befasst.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 05. Juli 2018, 08:32:17
Zitat von: Dragon am 04. Juli 2018, 18:45:51
Leider früher oder später werden wir nicht um die Rente mit 69 oder sogar 70 nicht vorbei kommen, ist auch Seiten der Politik so gewollt.

Das ist Quatsch - es gibt keinerlei Notwendigkeit.
Das ist richtig: eine Notwendigkeit gibt es nicht, aber es ist wirtschaftspolitisch so gewollt.
Faktisch läuft es darauf hinaus, das Arbeitnehmer möglichst in großer Zahl versterben, bevor sie die staatliche Rente in Anspruch nehmen können.
Und auch wenn es das Unwort des Jahres 1998 war, so ist es doch nicht weniger wahr: was hier progressiv forciert wird ist nichts anderes als sozialverträgliches Frühableben.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Gast35872 am 05. Juli 2018, 11:36:49
Trotz der Erkenntnisse das die Angelsächsische Rente ala Fonds bzw. Kapitalgedeckt einfach nur scheitern kann. Wird ganz ungeniert  weiter gemacht
 https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/achtung-rentenfresser
Unseren „Experten“ noch politisch Verantwortlichen scheint etwas Peinlich zu sein

69? http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/renteneintrittsalter-mehr-als-jeder-zweite-geht-frueher-a-1216632.html  :lol:


Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 05. Juli 2018, 11:42:18
was hier progressiv forciert wird ist nichts anderes als sozialverträgliches Frühableben.

vom Kopf auf die Füße gestellt: kapitalverträgliches Frühableben !
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 05. Juli 2018, 12:56:49
Beides richtig...ganz ohne Kopf und Füße.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 05. Juli 2018, 13:11:07
Beides richtig...

das Wesen der Dinge. Was ist sozial muss die Frage zuerst lauten. Und wenn die Antwort schon kopfsteht, kannst du davon ausgehen, dass dies frühe Ableben ideologisch sozial geheißen wird.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 05. Juli 2018, 13:40:17
Jo mei... :lol:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 06. Juli 2018, 09:06:12
Unsere Politiker sind doch alle einhellig der Meinung, das alles, was die Ausgaben im Sozialbereich reduziert, auch als "sozial" gilt.
Immer frei nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel.
Auch wenn das im Ergebnis eine Verballhornung, ja faktische Vergewaltigung der Definition von "sozial" darstellt.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 07. Juli 2018, 05:26:29
Ist doch schon lange, sogar sehr lange, gang und gäbe. Einer, dem es dreckig geht, weil er kein Geld hat und kaum leben kann...wird als asozial bezeichnet...das ist doch völlig daneben!

Asozial=unsozial!

Die Neoliberalensprache setzte sich einst durch und hält sich wacker...Arschtritte wären angesagt...vorzugsweise verbal, weil...physisch angebracht könnte das zu Anzeigen führen.

Hinter vorgehaltener Hand empfehle ich...pssstpssstpssst.. :mocking:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Ottokar am 07. Juli 2018, 08:05:33
Zitat von: Der Bote am 07. Juli 2018, 05:26:29
Arschtritte wären angesagt...vorzugsweise verbal, weil...physisch angebracht könnte das zu Anzeigen führen.
Das kann dir verbal ebenso passierten (§ 185 StGB).
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Planloser am 07. Juli 2018, 10:15:38
Zitat von: Ottokar am 07. Juli 2018, 08:05:33
Das kann dir verbal ebenso passierten (§ 185 StGB).

Ich glaube Bote meinte keine Beleidigungen. Die denunzierende Sprache ist zudem weitaus gewichtiger. z.B. "Arbeitslos" war mal nicht gleich negativ verwandelt oder oder oder oder... Es gab immer Menschen die ein gewisses Lebensgefühl mit einem Wort verbanden.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: MichaK am 07. Juli 2018, 10:48:12
womit mal wieder belegt ist: Sein bestimmt Bewusstsein.  :grins:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: Der Bote am 07. Juli 2018, 12:29:54
Andersrum...paßt das eher. Das Bewußtsein bestimmt letztendlich das eigene Sein!

War schon immer so. :weisnich:

Das pure Sein ohne Bewußtsein...ist wertlos...außer vielleicht als Nahrung...fremdwertvoll! Beispiel: Schnecke-Ente...schnapp! :lol:
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: selbiger am 17. Juni 2020, 14:03:31
https://www.t-online.de/finanzen/altersvorsorge/id_88045228/altervorsorge-was-ist-eigentlich-das-rentenniveau-und-sinkt-es-wirklich-.html
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: kämpfer am 18. Juni 2020, 10:04:10
Es wird langsam Zeit das die Rente reformiert wird, u.a. beginnend erstmal das alle in gesetzliche Rente einzahlen.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: götzb am 18. Juni 2020, 13:33:21
Der korrekte Arbeitnehmer hat bis kurz vor seinen Ableben zu arbeiten.
Und am Tage des Geschehnis hat er direkt in dem von ihm selbstverständlich finanzierten Sarg zu kippen. Ohne ein Tag die Versicherten Gemeinschaft zu belasten.
Titel: Re: "An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei"
Beitrag von: kämpfer am 18. Juni 2020, 15:59:31
Das kann ich mir vorstellen das sich das einige wünschen, kann nur hoffen dass die andere Seite stärker ist.