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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: mggm2000 am 14. August 2019, 13:23:40

Titel: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: mggm2000 am 14. August 2019, 13:23:40
Hallo,
bin fast 7 Jahre in ALG2. War direkt am Anfang 2x beim Amtsarzt der schrieb mich immer für je 6 Monate krank.
Ich hörte dann 6 Jahre eigentlich nichts mehr vom Amt bis auf 1,2 Anrufe pro Jahr mit der Mitarbeiterin die mich fragte wie es mir geht.
Seit paar Monaten habe ich eine neue, sehr zielstrebige neue Vermittlerin.
Sie hat mir jetzt eine EGV zugeschickt.
Siehe Anhang.
Ist die so Ok.
Kann man die Unterschreiben?

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: götzb am 14. August 2019, 14:45:48
Nicht unterschreiben, beim VA Widerspruch.
u.a. Amtsarzt gehört nicht in eine Einsklavungsvereinbarung.
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: mggm2000 am 14. August 2019, 15:00:12
Ich will ja sogar zum Amtsarzt...
Ich bin aber aktuell durchgehend Krankgeschrieben.
Weiß zufällig jemand ob man in dieser Zeit überhaupt zum Amtsarzt muss?
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: Sheherazade am 14. August 2019, 15:33:54
Ich bin aber aktuell durchgehend Krankgeschrieben.
Weiß zufällig jemand ob man in dieser Zeit überhaupt zum Amtsarzt muss?

Warum stellst du solche Fragen, wenn du doch zum Amtsarzt WILLST?
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: mggm2000 am 14. August 2019, 15:44:59
Weil ich dachte es wären irgendwelche sonstigen Fallen in der EGV
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: Sheherazade am 14. August 2019, 15:59:35
Ich meinte deine Frage ob du während einer AU zum Amtsarzt MUSST.
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: mggm2000 am 14. August 2019, 16:08:03
ein ich wollte nur wissen ob es überhaupt erlaubt ist in der AU jemanden zum Amtsarzt zuschicken.
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: Sheherazade am 14. August 2019, 16:25:21
Erlaubt ist alles, was du zulässt - jetzt klar?
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: coolio am 14. August 2019, 16:38:53
Die (festgestellte) Erwerbsfähigkeit ist allererste Voraussetzung für eine EGV.
Also kann der Vorgang dazu (äD) kein gültiger Inhalt sein.
Die neue ist nicht zielstrebig, sondern doof!
Welche telepathischen Fähigkeiten hat die, um eine EGV "gemeinsam zu erarbeiten" auf dem Postweg?
Potenzialanalyse /auch eine der Voraussetzungen) fehlt !
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__15.html
Die Vorstellung beim ÄD kannst Du selbst beantragen.
Dazu brauchts den Rechtsmüll / Zwang aus der EGV sicher nicht (Datenschutz / Gesundheitsfragebogen /alles andere 'ärztliche' gehört nicht auf den Schreibtisch eines SB!! - geht direkt an die begutachtende Stelle!)
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: mggm2000 am 18. August 2019, 22:33:28
Also soll ich die EGV nicht unterschreiben und Einspruch dagegen einlegen?
Kommt dann ein VA per Einschreiben?
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: Wuff am 18. August 2019, 22:44:54
Du streichst das mit dem äD raus und legst einen Brief dazu:

Sehr geehrte Vermittlerin,

Wie Ihnen bekannt sein sollte, sollen EGV mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten geschlossen werden. Da Sie aufgrund der EGV zweifel an meiner Erwerbsfähigkeit angemeldet haben ist selbige Oboslet geworden und kann deswegen nicht unterschrieben werden.

Gerne nehme ich allerdings bei einem Termin des ärztlichen Dienstes Teil.

Mit freundlichen Grüßen

Micky Maus

oder so ähnlich....
Titel: Re: Nach 7 Jahren "Mitgliedschaft" zum ersten mal EGV. Unterschreiben?
Beitrag von: MagnaCharta am 19. August 2019, 11:39:24
Wie Ihnen bekannt sein sollte, sollen EGV mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten geschlossen werden. Da Sie aufgrund der EGV zweifel an meiner Erwerbsfähigkeit angemeldet haben ist selbige Oboslet geworden und kann deswegen nicht unterschrieben werden.

Aha, und folgerichtig hat das Jobcenter also auch daher bereits seine Zahlungen eingestellt.

=> Blödsinn. Der TE hat bisher sieben Jahre lang ALGII bezogen und bekommt es weiterhin gezahlt, damit ist der Status als erwerbsfähiger Leistungsberechtigter bisher unverändert!