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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: HulleHolle am 11. September 2019, 17:25:49

Titel: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 17:25:49
Hallo
wir sind eine 3-köpfige Familie und leben aktuell auf 57m² verteilt auf 2 Zimmer, Küche und Bad. Es gibt eine Diele aber die ist so klein, dass man gerade mal Schuhe abstellen oder einen Mülleimer hinstellen könnte.
Unser Vermieter investiert seit Jahren kein Geld mehr in die Wohnungen und nur noch ins eigene Haus der Baugenossenschaft. Vor 3 Jahren gab es an dem Haus Umbauarbeiten und danach prompt 15% Mieterhöhung sowie 5% Betriebskostenerhöhung. Die 5% Erhöhnung der Betriebskosten kommt außerdem jedes jahr automatisch.
Dieses Jahr wird wieder am Haus der Baugenossenschaft gebaut. Dieses mal aber im großen Stil. Eine Mieterhöhnung kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.

Mit der neuen Mieterhöhnung liegt die Warmmiete zwar vermutlich noch immer bei rund 500€. Aber für den Zustand der Wohnung ist das zuviel.
Wir haben jeden Winter Schimmel an verschiedenen Stellen im Wohnzimmer egal wie korrekt nach Vorschrift man lüftet und heizt.
Das Mauerwerk einer wand im Wohnzimmer ist seit Jahren feucht. Das erkennt man an den Silberfischen oder Kellerasseln die manchmal aus der Wand kommen. Aber auch an den durchgerosteten Nägeln, die die Leiste unten am Boden an der Wand halten. Im zweiten Zimmer ist das Fenster undicht und im Winter drückt sich Wasser von außen durchs Mauerwerk unter dem Fensterbrett durch. Ein Wasserschaden (Flecken an der Decke in der Diele und im Badezimmer) von vor 3 Jahren wurde auf mehrfache Anfrage auch noch nicht behoben.
Außer diesen gravierenden und gesundheitsschädlichen Mängeln gibts noch mehr. Nicht nur wir sind betroffen, sondern auch die Mehrheit der Nachbarn. Das fängt mit sichtbar schiefen, nicht mehr korrekt schließenden Fenstern an und geht hin bis zu Schimmel/dunklen Wänden, der sich von den Mietern im EG zu den Mietern im OG hochzieht.

Welche konkreten Möglichkeiten haben wir Hilfe für einen Umzug vom Jobcenter zu erhalten?
Da der Grund auf eine bessere Zukunft und eine Arbeitsstelle nicht zählt, brauchen wir andere Gründe, damit wir endlich hier wegkommen.
Die Chancen auf eine bessere Zukunft in einem anderen Bundesland / einer großen Stadt wären übrigens aus vielerlei Gründen besser als da wo wir aktuell wohnen.
Das klingt alles etwas verwirrend aber wir wissen schon genau in die Nähe welcher Stadt wir gerne umziehen wollen würden. Will hier nicht zuviel verraten. Man weiß ja nie, wer mitließt.

Aktuell haben wir keinen Schimmel an den üblichen Stellen. Aber der kommt bald wieder.
Ich habe seit etwa einem Jahr Probleme mit der Lunge und habe das immer auf irgendwelche Infekte geschoben. Aber so langsam kommt mir in den Sinn, dass es auch der Schimmel sein kann. A propos Schimmel: als wir vor 4 Jahren hier eingezogen sind roch es etwas seltsam. Keiner wusste was es ist und es war auch nicht schlimm. Wir dachten das sei der Geruch des verstorbenen Vormieters. Ein paar Wochen später habe ich das prüfen lassen. Die komplette Diele war unter der Tapete schwarz voller Schimmel. Das zweite Zimmer an der Fensterseite ebenfalls und alles musste neu tapeziert werden. Der Schimmel war also schon da, bevor wir hier waren.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: NevAda am 11. September 2019, 17:45:13
Hast Du den Vermieter (was hast Du mit einer Baugenossenschaft zu tun?) über den Schimmel informiert und um Beseitigung gebeten?
Mängel an der Wohnung, die durch die Vermieterin beseitigt werden müssen, sind kein Umzugsgrund. Wenn Ihr keine Finanzierung des Umzugs braucht (inkl. Kaution), braucht Ihr kein Einverständnis des JC.
Sicher den Ratgeber Umzug (https://hartz.info/index.php?topic=24.0) schon gelesen?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 11. September 2019, 17:58:11
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 17:25:49
Ich habe seit etwa einem Jahr Probleme mit der Lunge und habe das immer auf irgendwelche Infekte geschoben. Aber so langsam kommt mir in den Sinn, dass es auch der Schimmel sein kann.
Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 17:25:49
Da der Grund auf eine bessere Zukunft und eine Arbeitsstelle nicht zählt, brauchen wir andere Gründe, damit wir endlich hier wegkommen.
Gesundheit ist ein Grund um eine Notwendigkeit für einen Umzug zu haben, allerdings nur mit ärztlichem Attest/Gutachten.

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 17:25:49
aber wir wissen schon genau in die Nähe welcher Stadt wir gerne umziehen wollen würden. Will hier nicht zuviel verraten. Man weiß ja nie, wer mitließt.
Das ist gelinde gesagt egal wer da vom JC mitliest die können ja nur dazulernen.
Bei Umzug in ein anderes Land steht im verlinkten Ratgeber auch das es so geht wenn die neue Whg. innerhalb der Richtlinien des sozialen Wohnungsbaues der einzelnen Bundesländer (http://hartz.info/index.php?topic=5597.0) oder hier suchen und auf Aktualität achten http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html liegt.
Zusätzlich Unterkunftskosten und Urteile (http://hartz.info/index.php?topic=1879.msg14632#msg14632)
Zitat
- Urteil vom 24.11.2011, Az. B 14 AS 107/10 R:
§ 22 Abs. 1 S. 2 SGB II umfasst auch Fälle, in denen der Umzug zwar nicht zwingend notwendig ist, aber aus sonstigen objektiv sachlichen Gründen erforderlich erscheint. Ausreichend ist, dass ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund für den Wohnungswechsel vorliegt, von dem sich auch ein Nichtleistungsberechtigter leiten lassen würde.
Die neue Wohnung muss geeignet sein, die nicht mehr hinnehmbaren Nachteilen der bisherigen Wohnung abzuwenden.
Die Kosten der neuen Wohnung müssen angemessen sein, wobei der durch den Umzug erzielbare Gewinn an Lebensqualität innerhalb der Angemessenheitsgrenze allenfalls eine geringfügige Kostensteigerung zulässt.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: NevAda am 11. September 2019, 18:09:39
Gesundheit ist ein Grund um eine Notwendigkeit für einen Umzug zu haben, allerdings nur mit ärztlichem Attest/Gutachten.
Aber nicht, bevor die Vermieterin nicht (ausreichend) ermahnt wurde, etwas an der Situation (hier: Wohnungszustand) zu ändern.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Das ist ein wenig kompliziert hier bei uns. Richtig verstanden haben wir das bis heute selber nicht was das mit der Baugenossenschaft soll.
Den Vermieter selber, eine große städtische GmbH, kontaktiere ich bei Mängeln immer persönlich und gehe dort ins Büro für Technik.
Ändern tuts aber nichts.

Schlechte, kaputte Wohnung kein Umzugsgrund? Schade.

Die Finanzierung könnte ein Problem darstellen. Die Kaution aller neuen Wohnungen die ich mir angesehen und dessen Eigentümer ich kontaktiert habe, sind im 3-stelligen Bereich. Also noch relativ human aber trotzdem viel wenn man bedenkt, dass wir die Kaution der alten Wohnung erst nach 1 Jahr zurückbekommen. Das steht so leider im Mietvertrag und daran ließ sich damals auch nichts ändern. Dieses Problem kann man bestimmt über eine Ratenzahlung regeln. Das haben wir auch bei der aktuellen Wohnung so gehandhabt. Schwieriger wird der eigentliche Umzug mit Sack und Pack. Etwaige Doppelmieten können wir durch die sofortige Übergabe der alten Wohnung an einen Nachmieter verhindern.
Wir haben den Vorteil, dass unsere Wohnung begehrt ist. Das liegt wohl an der Lage.

Zitat
Wenn man mit Zustimmung des Leistungsträgers umziehen will, bedeutet dies, dass man (...) die Zustimmung des "bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers" zur neuen Wohnung vor Unterschrift des Mietvertrages einholen muss. (...) Hierzu benötigt man immer einen Grund, der einen Umzug i.S.d. § 22 Abs. 4 SGB II erforderlich macht. Das ist i.d.R. ein Ereignis oder Umstände, die den Verbleib in der gegenwärtigen Wohnung unmöglich oder unzumutbar machen.
Unsere Wohnung ist sehr alt und ich habe auf irgendeiner Internetseite mal gelesen, dass alte Häuser, die damals dem Stand der Technik entsprachen, heute nicht mehr modernisiert werden müssen. Kann man daran keinen Grund binden und die ohnehin schon angegriffene Gesundheit aufführen?

Zitat
Wenn man ohne Zustimmung des aktuellen Leistungsträgers und innerhalb dessen Zuständigkeitsbereiches umziehen will, gibt es dabei einiges zu beachten:
1. Die neue Wohnung darf nicht teurer sein als die alte, da nach § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II nach einem nicht genehmigten Umzug der Leistungsträger für die neue Wohnung nur die Kosten zahlt, die es zuvor für die alte Wohnung gezahlt hat.
Das ist schlecht! Unsere Wohnung ist zwar günstig, aber wie schon erwähnt mehr als schädlich für die Gesundheit.
Die günstigste der neuen Wohnungen ist warm 125€ teurer als die alte, hat dafür aber 1 Zimmer mehr bei gleicher Quadratmeterzahl.
Zitat
Dies gilt nicht, wenn man den Zuständigkeitsbereich des aktuellen Leistungsträgers verlässt oder den Wohnort wechselt, da einem eine freie Wohnortwahl zusteht.
Heißt das, wenn man von sagen wir mal Stuttgart nach Stuttgart zieht, bezahlt man die Mehrkosten der neuen selber. Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist? Das wäre bei uns der Fall, da wir weit von hier wegziehen würden.

Zitat
Gesundheit ist ein Grund um eine Notwendigkeit für einen Umzug zu haben, allerdings nur mit ärztlichem Attest/Gutachten.
Mit meinen Lungenproblemen war ich zum Glück schon bei verschiedenen Ärzten. Insgesamt 3. Hausarzt, HNO und Radiologe. Keiner wusste was ich habe. Aber ich habe auch nie erwähnt, dass meine Wohnung im Winter schimmelig ist. Das kam mir nie in den Sinn. Werde das demnächst mal ansprechen.

Zitat
Aber nicht, bevor die Vermieterin nicht (ausreichend) ermahnt wurde, etwas an der Situation (hier: Wohnungszustand) zu ändern.
Ich habe mir sagen lassen, dass alle Mieter alles mit sich machen lassen. Mieterhöhungen werden einfach runtergeschluckt und bezahlt. Aufmüpfig wurde hier noch niemand.
Der Trend geht aber ganz klar richtung Rauswurf. Denn schon mehrere komplette Häuser, wo vorher 2 Mietparteien drin waren, wurden kernsaniert und an Kleinfamilien aus der nächsten Großstadt vermietet.

Wie würdet ihr vorgehen. Das Jobcenter außen vor lassen und irgendwie versuchen es ohne die hinzubekommen, was bei uns ohne Auto und Bekannte schwer werden könnte.
Oder mit Hilfe des Jobcenters und wichtigen Gründen. So wie ich das verstanden habe, hilft da vielleicht Urteil vom 24.11.2011, Az. B 14 AS 107/10 R ?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: NevAda am 11. September 2019, 18:26:17
Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Schlechte, kaputte Wohnung kein Umzugsgrund? Schade.
Doch, schon! Aber erst, wenn Du nachgewiesen hast, dass Dein Vermieter nichts tut. Und Du ihn mit all Deinen Mitteln dazu gedrängt hast.

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Heißt das, wenn man von sagen wir mal Stuttgart nach Stuttgart zieht, bezahlt man die Mehrkosten der neuen selber. Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist?
Exakt.

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Wie würdet ihr vorgehen. [...] Oder mit Hilfe des Jobcenters und wichtigen Gründen.
Japp!
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:30:32
Nachzuweisen, dass ich den Vermieter dazu bedrägt habe etwas zu tun, wird schwierig.
Ich habe damals handschriftlich eine Mängelliste angefertigt und dort nach einem Gespräch abgegeben. Mein Original finde ich nicht mehr aber der Vermieter hat eine Kopie. Geändert hat es nichts. Bei meinem letzten Besuch im Technikbüro für 3 Monaten war meine Frau dabei. Geändert hat es auch nichts.
Das wird also nichts bringen. Bis ich das alles geregelt und allke notwendigen Papiere habe, die nicht existieren dürften, sind die Chancen auf eine neue, bezahlbare Wohnung verschwunden.

Wenn mein HNO bestätigt, dass der schimmel meine Lunge angegriffen haben könnte, könnte man das auch als wichtigen Grund sehen?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 11. September 2019, 18:36:34
Zuerst einmal die Mängel schriftlich nachweisbar mitteilen mit Frist diese zu beheben.
Dann wenn nichts passiert Miete kürzen (dem Jobcenter natürlich mitteilen da diese dann die Miete natürlich anpasst)


Ärztliches Attest wäre wichtig. Würde den Arzt fragen wie es aussieht wenn du noch einen Winter unter diesen Umständen Schimmel Feuchtigkeit verbringen muss. Ob der HNO der richtige Arzt ist  :weisnich:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:44:15
Das mit dem Nachweisen der Mägel wird wie oben erwähnt schwierig. Bis dahin ist die günstige Wohnung weg die so passend für uns wäre.
Im schlimmsten Fall ziehen wir ohne deren Hilfe um. Irgendeine Möglichkeit gibt es bestimmt das über die Bühne zu bekommen.
Nach all dem was uns das Jobcenter die letzten Jahre angetan hat, würde es mich eh wundern wenn die uns je nochmal anderweitig als mit den normalen Zahlungen helfen würden. Ich stehe bei denen auf der schwarzen Liste.

Zitat
Ob der HNO der richtige Arzt ist
Durch die Lungenprobleme wurden leider auch meine Ohren in Mitleidenschaft gezogen. Das ist der Grund, weshalb ich jeden Monat oder alle 2 zum HNO muss.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: NevAda am 11. September 2019, 18:51:13
Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:44:15
Durch die Lungenprobleme wurden leider auch meine Ohren in Mitleidenschaft gezogen. Das ist der Grund, weshalb ich jeden Monat oder alle 2 zum HNO muss.
Und das hat Dich während Jahren nicht dazu gebracht, bei Deinem Vermieter Deine Rechte einzufordern??? Was brauchst Du noch??????
Fang doch wenigstens JETZT an damit!
Zitat von: Angie69 am 11. September 2019, 18:36:34
Zuerst einmal die Mängel schriftlich nachweisbar mitteilen mit Frist diese zu beheben.
Los!
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 11. September 2019, 18:56:21
Ich würde wirklich wenigstens die Mängel jetzt melden.
Wenn ich deinen Bericht lese gehe ich davon aus dass der VM so oder so nichts macht. Diese Mängel ziehen sich durchs Haus und vermutlich wäre es billiger es irgendwann abzureißen und solang wird Miete kassiert ohne etwas zu investieren.

Aber wenn du jetzt die Mängel meldest. Frist einen Monat da gesundheitliche Gefahr droht und eure Pläne nicht so hinhauen wie ihr es euch vorstellt hast du schon den Anfang gemacht für eine evtl spätere Umzugsgenehmigung

Ich habe das durch und ich habe drei Jahre um Mängel Beseitigung gekämpft mit 50% Kürzung über das Jobcenter. Die Umzugsgenehmigung war dann kein Problem und wäre sicher auch schon eher durchgegangen. Ich dachte nur es ändert sich was naiv halt
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:59:25
Wie gesagt. Bis dahin ist die Wohnung die uns gut passt und mit deren Vermieterin ich schon telefoniert habe weg. Denn die ist bis Ende September wieder bezugsfertig.
Es ist nicht nur die Wohnung die wir als Anlass sehen von hier wegzuziehen. Es ist auch die Region und die hier herschende Wirtschaft aber auch wesentlich bessere Aussichten anderswo.
Hier wo wir wohnen braucht man entweder ein Auto oder man muss für alles was für einen Einkauf hinausgeht den Bus nehmen der wegen der hohen Preise selbst von Normalverdienern oft nicht akzeptiert wird. Seit Januar sind die Preise um ganze 30% gestiegen.

Zitat
Wenn ich deinen Bericht lese gehe ich davon aus dass der VM so oder so nichts macht.
Davon kannst du mit Sicherheit ausgehen.
Zitat
Diese Mängel ziehen sich durchs Haus und vermutlich wäre es billiger es irgendwann abzureißen und solang wird Miete kassiert ohne etwas zu investieren.
So ist es. Das ist bei allen Mietshäusern dieser Straße und auch der Nachbarstraße so. Alle Häuser sind marode und höchstens noch gut zum Abriss.

Unsere Pläne werden definitiv nicht so hinhauen wie geplant wenn ich die Mängel jetzt melde.
Ich mache vorher noch einen Termin bei meinem HNO und teile dem den aktuellen Stand und meine Vermutungen mit.
Danach mache ich eine Mängelliste und bringer die persönlich zum Vermieter.
Fast vergessen zu sagen. Auf der letzten Seite meines Mietvertrags habe ich damals schon Mängel reingeschrieben. Da steht auch was zu Schimmel drin. Vermieter und ich sind damals so verblieben, dass das behoben wird und im Gegenzug werden die Mängel mit dem Lineal durchgestrichen.
Behoben wurde etwas, aber nicht alles.

3 Jahre, selbst 1 Jahr werde ich nicht warten. Die können die Mängel gerne beheben. Umziehen werden wir vorher aber trotzdem.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 11. September 2019, 19:04:35
Ich habe dein Problem verstanden. Notfalls wollt ihr ohne Genehmigung umziehen richtig?

Wo ist dann das Problem die Mängel zu melden zum Arzt zu gehen und sich ein Attest zu holen das ein weiterer Winter sich gravierend auf deine Gesundheit auswirken würde und es wenigstens zu versuchen ob ihr eine Umzugsgenehmigung bekommt?

Besser als nichts.


Oh habe deinen Nachtrag jetzt erst gesehen na dann passt es doch
Nur die Mängelliste bitte nachweisbar übermitteln zb per Fax mit Sendebericht


Und glaube mir so blöd wäre ich nicht nocheinmal so lange zu kämpfen. Wenn ein VM nicht will will er nicht. Schrottimmobilien sind lukrativ solang nichts gemacht wird dran. Gehen Mieter super an die nächsten wird noch teurer vermietet und die Mängel nur kaschiert
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 19:23:36
Zitat
Wo ist dann das Problem die Mängel zu melden zum Arzt zu gehen und sich ein Attest zu holen das ein weiterer Winter sich gravierend auf deine Gesundheit auswirken würde und es wenigstens zu versuchen ob ihr eine Umzugsgenehmigung bekommt?
Das habe ich vielleicht unverständlich geschrieben. Aber das werde ich so oder so machen.
Es wird auch aller höchste Zeit. Denn Anfang des Jahres waren die Probleme 2 1/1 Monate lang so schlimm, dass ich wegen der Schnappatmung kaum reden konnte.
Mein HNO kann sich daran bestimmt noch gut erinnern denn ich musste mich fast auf seinen Schoß übergeben nachdem er in die Tiefen meines Halses geguckt hat  :lol:

Zitat
Schrottimmobilien sind lukrativ solang nichts gemacht wird dran.
Schonmal Wohnungen gesehen, wo die Hauseingangstür eine normale Wohnungstür mit 1-schichtigem Glas ist? Nur das Schloss ist ein etwas besseres? So sehen die meisten Häuser dieses Vermieters aus. Wir haben zum Glück eine normale Tür.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 11. September 2019, 20:04:55
Ich bei uns waren die Balkone einsturzgefährdet. Ich habe das Bauamt kommen lassen und denen die Risse gezeigt. Ein paar Tage später hat die Stadt den Zugang zum Haus verboten wegen der Gefahr durch die Balkone und in den Wohnungen die Griffe abgeschraubt.

Dann war das Haus irgendwie verzogen oder wie man des nennt da die Statik nicht mehr gestimmt hat und der VM.kam auf die Idee das Schloss der Haustür rauszuschrauben  :schock:
Bin dann aufs Gericht Eilantrag gestellt und per Gerichtsvollzieher würde dem.vm.die Auflage zugestellt umgehend das Schloss einzusetzen.

Lauter so Zeug. Funken aus den Leitungen usw usw

Wir hatten sogar RTL im Haus und ein Artikel in der Zeitung. Aber es hat nicht geholfen und es macht die Nerven kaputt und meine frühere Nachbarin hat dadurch Asthma. Der VM muss für alle Kosten aufkommen aber was bringt ihr das?
Wie gesagt ich bin da echt so ziemlich alles an Schäden und Verhalten eines VM gewohnt der ganz klar nichts investieren will.



OT: Highlight im Streit mit dem Vermieter war das er die Heizung abstellen ließ. Wir per Eilantrag wieder an und bei meiner Nachbarin hat er dem Gericht geschrieben sie hätte eine Tochter mit ihrem Mann von ca 10 Jahren und er hätte Zeugen, daß das Kind Übergriffen ausgeliefert ist und werde auch das Jugendamt informieren.
1. Hatte sie keine Tochter
2. Im ganzen Haus gab es kein Mädchen
3. Sie kannte ihren Mann erst 5 Jahre
4  konnte nachweisbar kein Kind bekommen

 :lachen:



------
Ich wünsche euch das Alles klappt mit dem Umzug
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 20:09:08
Probleme mit dem Jugendamt hatten wir auch wegen einer Nachbarin. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass alle Behauptungen der Nachbarin unzutreffend waren.
Das Veterinäramt hatten wir auch schon da. Auch wieder, weil eine Nachbarin Lügen über uns erzählt hat.
Vor alle dem hat mich ein Nachbar mit seinem SUV umgefahren. Recht bekommen am Ende habe ich und eine Entschädigung zur Reparatur erhalten.
Bei dieser Nachbarschaft sind wir unten durch und gehen nur noch raus, wenn es unbedingt sein muss. Ein Leben ist das nicht.
Schade, dass man sowas nicht als Umzugsgrund angeben kann. Weil das hat uns über die Jahre auch kaputt gemacht.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 11. September 2019, 20:19:58
Ja das glaube ich dir. Wir waren damals eine gute Hausgemeinschaft und von 6 Wohnungen haben fünf geminderte und versucht etwas zu ändern.

Aber man ist da machtlos letztlich. Ich habe zwar alle Verhandlungen auch gewonnen hatte glaub 7 fristlose Kündigungen in einem Jahr  :lachen: aber einen hohen Preis dafür bezahlt. Es hängt einem.nach.

Daher hoffe ich für euch das ihr den Absprung schafft.

Viel Glück
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: JoJo am 11. September 2019, 22:00:16
Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 19:23:36
Schonmal Wohnungen gesehen, wo die Hauseingangstür eine normale Wohnungstür mit 1-schichtigem Glas ist?
Ja, in der Tat. Häuser aus den 30er Jahren, deren Türen bislang nicht erneuert wurden. Versicherungstechnisch meist problematisch, aber nicht verboten.
Habe selber jahrelang in einem solchen Haus gelebt.

Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 11. September 2019, 22:39:57
Wenn die Baugenossenschaft / der Vermieter dann am eigenen Baugenossenschafts-Haus + das der engsten Nachbarn selbige Türen gegen moderne, super schwere und dicke Türen austauscht und sofort danach eine 15% Mieterhöhung für alle anderen veranlasst, sollte man den Vermieter eigentlich... lassen wir das.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 12. September 2019, 13:31:48
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist? Das wäre bei uns der Fall, da wir weit von hier wegziehen würden.
Von daher musst du darauf achten das die neue Whg in den Angemessenheitskriterien liegt, dann kannst du mit o. ohne Zusicherung umziehen. "Freie Wohnortwahl"

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Das Jobcenter außen vor lassen und irgendwie versuchen es ohne die hinzubekommen, was bei uns ohne Auto und Bekannte schwer werden könnte.
Oder mit Hilfe des Jobcenters und wichtigen Gründen. So wie ich das verstanden habe, hilft da vielleicht Urteil vom 24.11.2011, Az. B 14 AS 107/10 R ?
Ich würde aufgrund der Kaution und da Ihr anscheinend kein Kfz. (was eh nicht geht) und keine Helfer habt mit der Unterstützung des JC (evtl. sogar mit einem Unternehmen) umziehen. und ja das Urteil wäre anzuwenden besonders nach der Beschreibung zur Gesamtsituation.

Frage dazu ist dann:
habt Ihr einen Führerschein der bis 7,49t Fahrerlaubnis hat und würde die Einrichtung in so einen kleinen LKW passen?
bestehen andere gesundheitliche Probleme die die schwere Tätigkeit des Umziehens unmöglich
machen?

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 12. September 2019, 14:06:14
Keiner von uns hat einen Führerschein der dazu berechtigt, etwas größeres als einen PKW zu fahren. Klasse B, nicht 3.
Den Umzug könnten wir noch selber organisieren, wenn die Rahmenbedindungen stimmen. Schlimme, gesundheitliche Probleme oder sowas in der Art die sowas unmöglich machen, hat keiner von uns.

Wenn das mit dem Urteil nicht klappt, gilt denn ein Minijob als wichtiger Umzugsgrund? Ich habe schon eine große Zeitarbeitsfirma in der Zielstadt kontaktiert aber bis da was passiert das dauert leider. Das Urteil lese ich mir gleich nochmal genau durch. Gestern habe ich es überflogen und nicht richtig verstanden weil es dort scheinbar um gesundheitliche Beschwerden des Skeletts geht.

Morgen werde ich einen Allergietest (Schimmel) beim Arzt machen. Mal sehen was das ergibt.
Im erstes Gespräch darüber wurde mir aber gesagt, dass man Krankheiten bedingt durch Schimmel nur schwer nachweisen kann, da die Symptome auch durch alles andere versursacht werden könnten.
Wir haben zum Glück noch Fotos vom alten Schimmel.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Sheherazade am 12. September 2019, 14:15:25
Wenn das mit dem Urteil nicht klappt, gilt denn ein Minijob als wichtiger Umzugsgrund?

Für einen Minijob zahlt das Jobcenter ganz sicher keinen Umzug in eine 630 Kilometer entfernte Stadt, in der auch noch deutschlandweit die höchsten Arbeitslosenquote ist.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 12. September 2019, 15:12:28
Stuttgart Berlin war nur ein Beispiel :blum: Tatsächliche Entfernung 100-200km. Nach Berlin würden wir im Traum nicht umziehen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Sheherazade am 12. September 2019, 15:39:34
Hat sich hier irgendwie anders gelesen.
Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist? Das wäre bei uns der Fall, da wir weit von hier wegziehen würden.

100-200 Kilometer ist ja nun nicht sooo weit weg. Aber ein Minijob ist trotzdem kein wichtiger Umzugsgrund.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 12. September 2019, 15:45:16
Ein Minijob hilft ehrlich gesagt auch nicht viel. Fängt bei der Rente an und geht bei den 150 oder 170€ weiter die man nach allen Abzügen behalten darf.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Blaustern am 12. September 2019, 17:21:56
Und wie willst du nun vorgehen?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 13. September 2019, 15:40:13
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 12. September 2019, 14:06:14
Keiner von uns hat einen Führerschein der dazu berechtigt, etwas größeres als einen PKW zu fahren. Klasse B, nicht 3.
Den Umzug könnten wir noch selber organisieren, wenn die Rahmenbedindungen stimmen.
Was immer du auch mit Rahmenbedindungen meinst  :weisnich:
Mir wäre das zu unsicher und ohne entsprechende Möglichkeit einen passenden LKW zu fahren würde ich das in Abklärung mit dem JC über ein Unternehmen machen lassen, zumindest es mit Antrag zu versuchen bewilligt zu bekommen.

Zitat von: HulleHolle am 12. September 2019, 14:06:14
Wenn das mit dem Urteil nicht klappt,
Zitat
§ 22 Abs. 1 S. 2 SGB II umfasst auch Fälle, in denen der Umzug zwar nicht zwingend notwendig ist, aber aus sonstigen objektiv sachlichen Gründen erforderlich erscheint. Ausreichend ist, dass ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund für den Wohnungswechsel vorliegt, von dem sich auch ein Nichtleistungsberechtigter leiten lassen würde.
Die neue Wohnung muss geeignet sein, die nicht mehr hinnehmbaren Nachteilen der bisherigen Wohnung abzuwenden.
Wenn ich deine Angaben zur Whg. lese und dann das obere dagegen stelle ist für mich ein Grund zur Zusicherung zu sehen.

Der oben erwähnte Antrag muss halt dem JC begreiflich machen das du es selber in Eigenverantwortung/Regie machen würdest aber aufgrund des nicht passenden Führerscheins und dem Umfang des Umzugsgut ein Umzug mit einem normalen PKW nicht zu machen ist.
Alles was du selber machen kannst solltest du daher mit anbieten (einpacken, ab und Aufbau der Möbel, Tragen helfen) um die Chancen auf eine Zusicherung für ein Unternehmen zu bekommen. Dazu auch gleich drei Kostenvoranschläge von Unternehmen mit zum Antrag dazu legen und auf zeitgleiche Bearbeitung bestehen.

Anbei noch eine Auflistung aus der du dir entsprechend deiner Schimmelsache, der zu geringen qm für drei Personen und der Probleme mit der Nachbarschaft einige Urteile und Anregungen raussuchen kannst.
Dann noch ein Musterschreiben in dem du allerdings einiges ändern müsstest falls du mit einer Firma umziehen willst, falls nicht und du es in Eigenregie machen willst dann ist weniger zu ändern.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 13. September 2019, 20:06:04
Mir steht mittlerweile ein Probearbeitstag zur Verfügung den ich auch wahrnehmen werde. Am selben Tag werde ich vermutlich noch klären können, ob ich bei der Firma arbeiten kann oder nicht.

Wenn das klappt, dann müsste ich nicht mehr auf das Jobcenter zusammen mit dem o.g. Urteil hoffen. Denn soweit ich weiß ist die Arbeitsaufnahme doch auch einer dieser wichtigen Gründe, einem Umzug stattzugeben. Der Zielort liegt auch außerhalb des Tagespendelbereichs. Am selben Tag hole ich mir auch ein paar Mietangebote direkt vor Ort ein.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Angie69 am 13. September 2019, 20:09:52
Daumen sind gedrückt  :ok:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 00:05:54
Bisher lief alles gut. Der erste Probearbeitstag war in Ordnung. Was mich am Ende relativ fertig gemacht hat, waren die Wohnungsbesichtigungen und das damit verbundene Herumgelaufe. An dem Tag bin ich insgesamt 17 Km nur zu Fuß unterwegs gewesen. Mit Gepäck und Blasen an den Fersen.

Nur eine der Wohnungen die ich mir angeguckt habe kommt in die nähere Auswahl. Die Hausverwaltung und der Eigentümer mögen mich schon jetzt.
Demnächst findet noch ein persönliches Treffen statt, damit auch der Eigentümer mich in Person kennengernt.

Ich bin sehr davon überzeugt, dass beides klappen wird.

Für die Arbeit brauche ich aber in Zukunft einen PKW, da der Arbeitsort wechseln wird und nicht fix ist. Bus und Bahn kann man bei diesen wechselnden Arbeitsorten vergessen.
Kann man vom Jobcenter ein Darlehen für einen Gebrauchtwagen bekommen? Ein Kleinwagen so klein wie ein Smart würde schon reichen. Renault und Citroen haben neuerdings solche Kleinwagen wahlweise mit 3 oder 5 Türen. Gebraucht kosten die 3000€ bis 4000€. Manchmal aber auch 5000. Ein Moped, so wie früher, würde ich auch fahren aber bei Schnee und Eis sehe ich das Arbeitsverhältnis damit jetzt schon in Gewahr. Wie zahlt man so ein Darlehen insofern das klappt zurück, wenn man durch Arbeitsaufnahme aus dem Bezug fällt?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 00:20:37
Mit dem Umzug und dem Job wärst Du doch gar nicht mehr beim JC?
Oder hast Du schon einen Neuantrag gestellt?
Auto ja bis 2000 €  bei Arbeitsaufnahme - Darlehen muss glaub ich gar nicht sein.
Für Dienstfahrten (wechselnde Einsatzorte) ist aber eigentlich der Arbeitgeber zuständig! Dienstwagen oder so....

Im Moment scheinst Du eher zwischen allen Stühle zu sitzen - seh ich das gerade richtig?
Im Mon
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 00:27:07
Das wird bestimmt alles noch sehr kompliziert mit der Arbeitsaufnahme.
Und wenn alles so abläuft wie geplant, dann bin ich zeitgleich mit dem Umzug nicht mehr im Bezug.
Wenn es hoffentlich die nächsten zwei Wochen zu Vertragsgesprächen kommt, werde ich das Jobcenter kontaktieren. Ich melde den Umzug zwecks Arbeitsaufnahme dann an und hoffe finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Zitat
Im Moment scheinst Du eher zwischen allen Stühle zu sitzen - seh ich das gerade richtig?
Ja schon. Ich versuche alles so gut es geht zu planen, damit ich keine Fehler mache. Einen ersten Fehler konnte ich dank dir schon vermeiden. Undzwar ein Darlehen.
Kein Neuantrag.

Das mit dem Dienstwagen. Das ist sicher richtig. Aber ich bin erstmal froh, wenn ich überhaupt Arbeit habe. Möchte dann nicht nach einem Dienstwagen fragen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 00:35:12
tatsächlich - Zuschuss - wusste ich früher mal sicher.  :scratch:
Antrag hatte ich 2018 schonmal vorformuliert:
https://hartz.info/index.php?topic=114758.msg1278651#msg1278651
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 00:38:20
Wenn ich deinen Text auf meine Bedürfnisse abändere, darf ich meinen Probearbeitstag nennen oder komme ich dann in Teufels Küche?
Weil den habe ich nicht angemeldet, alles auf eigene Faust geregelt und aus eigener Tasche bezahlt.

besonders gut gefällt mir
Zitat
Ich bitte um Verständnis, dass ich insbesondere das Stellenangebot (Anlage 1) soweit möglich und zulässig 'geschwärzt' habe, um störende und schädliche Nachfragen beim potentiellen Arbeitgeber zu unterbinden.
Das werde ich auch machen!

Was ich nicht verstehe
Zitat
Verweise:
§1 SGB II  Abs. 1 (2) und weitere è Fördern
Was soll das è dort und in den darunter folgenden Zeilen?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 00:44:43
Du solltest schon ein Angebot enes Arbeitsvertrages oder zumindest eine (formlose) Stellenzusage vorlegen können.
Wie gesagt: eigentlich sind wechselnde Einsatzorte primär vom AG zu ermöglichen!
Dazu würde ich schon nochmal ein Gespräch haben wollen an Deiner Stelle.
Das kann auch gut die Antwort des JC werden.... sprich Du brauchst beim JC evtl. die Ablehnung des AG.
=========
Das è scheint ein Zeichenfehler (unterschiedliche Codepages) zu sein. "Doppelpunkt" statt dessen scheint zu passen
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 00:48:34
Ich werde mit dem AG reden und ihn um eine formlose Stellenzusage bitten sowie um eine Ablehnung eines Dienstwagens.
Mit dem Mann lässt sich gut reden und wir kommen gut klar bisher. Ich hoffe nur, ich mache mir dadurch nicht alles kaputt.
Weil nach einem Dienstwagen möchte ich eigentlich nicht fragen.

Was ich mir merken muss: keine Telefonnummern, vollständige Namen und Adressen des AG in den Schreiben die ans JC gehen bis ich eine verbindliche Vertraulichkeitserklärung vom JC habe.

Wie lange dürfen die sich bei so einem Antrag Zeit lassen? Es kann nämlich gut sein, dass alles in 4 bis 5 Wochen los geht.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 00:53:05
OT:
ich war in dem Schreiben sehr streng - gab wohl dazu einen Anlass.
===========
ggf. sofort bei persönlicher Vorsprache und Vorlage der notwendigen Unterlagen (Idealfall)
Siehe hierzu
§17 SGB I Abs. 1 Satz 1
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__17.html
===========
Es ist DEIN Schreiben!!! kannste auch einrollen und in der Pfeife rauchen  :lachen: oder als Fahne vor Dir her tragen
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 00:53:59
Darf ich das so streng übernehmen und anpassen? Das Jobcenter mag mich eh nicht und ich die auch nicht. Die sollten froh sein, wenn die mich los sind.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 01:10:12
falls Du jetzt auf mich wartest:
1 post drüber hab ich nachgetextet.
=========
Aber achte daraus, daß Du gegenüber dem JC nun nicht vorschnell (ohne notwendige Nachweise) handelst - ich habe gerade so ein wenig das Gefühl. Damit vergibst Du Dir u.U. echte Chancen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 01:15:06
Ich werde erst alle notwendigen Papiere besorgen und dann beim Jobcenter persönlich vorstellig werden.
Das kann ab heute aber noch 2 Wochen dauern.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 01:16:30
Gut - noch Fragen, "Kienzle"?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 01:20:12
Ja eine. Was heißt Kienzle?  :grins:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 01:24:45
War mal ne kritisch/satirische Fernsehsendung - der Gegenpart zu Kienzle fällt mir gerade nicht ein.
Eine ähnliche Sendung wie heute mit Augstein und Bohme im Privaten.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 03:04:04
Hab den verlinkten Thread (Beispieltext) nu mal zu Ende gelesen - würde ich Dir auch empfehlen.
Die letzte Seite dort ist allerdings nur noch Gerumpel - dazwischen (vom Link weg) ist aber jede Menge wertvolle Information!
§16b sei nur beispielhaft genannt.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 06:28:44
Hab nu mal ein wenig gestöbert....
in Stichpunkten:
- ein Antragsformular für §16b gibts offensichtlich nicht (selber machen oder machen lassen)
- §16b ist eine glasklare Kannleistung
- mit Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die Dich absehbar dauerhaft aus dem Bezug bringt, ist der Antrag aber durchaus gerechtfertigt und zu begründen
- Der Antrag erfordert die Vorlage des Arbeitsvertrages! (hier bereits geschehen)
- insofern ist der übliche Abwehrmechanismus "vorherige Beantragung" hier bereits qua Gesetz nicht gerechtfertigt!!!!
- der Antrag sollte aber vor Arbeitsaufnahme gestellt werden - siehe anderer Thread
- die zugehörige Verordnung findet sich unter http://www.gesetze-im-internet.de/esgv/index.html
- ich würde hier auf Abs 1 dort abstellen (muss ich aber nochmal prüfen) - individuelle Leistung
- der Antrag ist natürlich zeitnah zu bescheiden und ein Bescheid rechtskonform und nachvollziehbar zu begründen (siehe §17 SGB Abs 1 weiter oben).
Nu mach mal schön -  :grins:
=======
Unvollständiger Auszug aus den FH der BA zu §16b:
Zitat
Das Einstiegsgeld kann auch erbracht werden, wenn die Hilfebedürftigkeit durch oder nach
Aufnahme der Erwerbstätigkeit entfällt
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 22. September 2019, 08:20:41
Ich fasse die Möglichkeiten mal zusammen, ohne auf die hier vorgeschlagenen mehr oder weniger sinnvollen Varianten im einzelnen näher einzugehen:

1. Einstiegsgeld:

Formloser Antrag "Ich beantrage Einstiegsgeld für eine Arbeitsaufnahme ab dem ##.##.2019.". Das kann ggf. auch telefonisch erfolgen, das Antragsformular wird zugeschickt und muss ausgefüllt zurückgeschickt werden.

2. Umzugskosten:

Antrag " Ich beantrage die Übernahme von Kosten eines Umzugs aus Gründen der Arbeitsaufnahme aus dem Vermittlungsbudget.". Auch da muss ein formaler Antrag nachgereicht werden - zusammen mit Kostenvoranschläge etc.

3. Zuschuss zur Anschaffung eines PKW:

Auch aus dem Vermittlungsbudget zu beantragen. Dazu wird es neben Kostenvoranschlägen eine Bestätigung des Arbeitgebers brauchen, dass ein PKW zur Ausübung des Berufs dringend benötigt wird. Hier sehe ich allerdings etwas schwarz, weil es in der Tat Arbeitgebersache wäre, die Mobilität zu ermöglichen. Aber Versuch macht kluch ... mehr als eine Ablehnung man man sich nicht einfangen.

Wichtig für alle drei Punkte: Die Anträge müssen vor Arbeitsaufnahme (= vor dem ersten Arbeitstag) gestellt werden. Damit sie bearbeitet werden, ist zwingend der Arbeitsvertrag vorzulegen - komplett und ungeschwärzt Alle Anträge sind in der Arbeitsvermittlung zu stellen und nicht beim Leistungssachbearbeiter. Sinnvoll wäre es damit, einen Termin beim Arbeitsvermittler zu machen und dort die Anträge zu stellen. Dann kann auch gleich geklärt werden, welche Unterlagen ggf. noch benötigt werden. Jedes Jobcenter hat normalerweise eigene ermessenslenkende Weisungen zum Einstiegsgeld und zum Vermittlungbudget, die hier niemand kennen kann.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: MagnaCharta am 22. September 2019, 10:05:57
Auch aus dem Vermittlungsbudget zu beantragen. Dazu wird es neben Kostenvoranschlägen eine Bestätigung des Arbeitgebers brauchen, dass ein PKW zur Ausübung des Berufs dringend benötigt wird. Hier sehe ich allerdings etwas schwarz, weil es in der Tat Arbeitgebersache wäre, die Mobilität zu ermöglichen. Aber Versuch macht kluch ... mehr als eine Ablehnung man man sich nicht einfangen.

Rein gesetzlich gesehen ist der Arbeitgeber nicht dafür verantwortlich, die Anfahrt zum Stammarbeitsplatz vor Arbeitsbeginn zu ermöglichen. Es ist vielmehr die Verantwortlichkeit des Arbeitgebers auch nur einen Arbeitsvertrag abzuschließen, den er errfüllen kann. Das enthält natürlich auch den Weg zum Arbeitsplatz.

Wenn man ein Auto beim JC beantragt, dann ist gibt es eine Zahlung im Bereich von 1000 bis maximal 2000 Euro erfahrungsgemäß, meist mehr im unteren Bereich des Spektrums. Und davon muss man sich dann einen passenden Gebrauchtwagen zulegen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 22. September 2019, 10:15:46
Hier geht es ja gerade nicht um die Anfahrt zum Hauptarbeitsplatz, wenn ich das richtig verstanden habe.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 18:13:30
Zitat
Hier sehe ich allerdings etwas schwarz, weil es in der Tat Arbeitgebersache wäre, die Mobilität zu ermöglichen. Aber Versuch macht kluch ... mehr als eine Ablehnung man man sich nicht einfangen.
Und genau hier entsteht bei mir schon die Angst. Ich möchte den Arbeitgeber nicht um sowas bitten. Der wird sich dann schnell sagen, dass ich zu teuer bin und er einen anderen einstellt, der schon einen PKW hat.

Das wird richtig kompliziert. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich was schreiben soll. Formlos wie oben, mit vielen §§§ wie auf Seite 3, oder anders.

Zitat
Damit sie bearbeitet werden, ist zwingend der Arbeitsvertrag vorzulegen - komplett und ungeschwärzt
Darf ich wirklich nicht schwärzen? Firmenname, Anschriften und Name des Firmeninhabers? Ich möchte vom Amt erst die schriftliche Bestätigung haben, dass die die nicht hinter meinem Rücken kontaktieren.

Zitat
Subjektive Eignungsprognose

Die Bewilligung der Förderung setzt neben diesen Anforderungen an die objektive Eignung des Existenzgründungsvorhabens aber auch eine positive Prognose bezüglich der persönlichen Befähigung des Antragstellers voraus. Es müssen überprüfbare und klare Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Hilfebedürftige auch in seiner Person bestimmte Kriterien erfüllt, die eine erfolgreiche Realisierung des Vorhabens erwarten lassen. Daher fließen in die Entscheidung des Leistungsträgers immer auch Erkenntnisse ein, die die individuellen Qualifikationen des Antragstellers betreffen.

Dabei kommt es besonders an auf

    * vorhandene Brachenkenntnisse
    * Ausbildung und Berufserfahrungen
    * kaufmännische oder unternehmerische Kenntnisse
    Erwerbsbiographie und Belastbarkeit
    Unterstützung im familiären Umfeld (etwa notwendige Kinderbetreuung)
    Motivation und Ernsthaftigkeit der beabsichtigten Selbständigkeit (Intensität und Dauer der Planungs- und Vorbereitungsphase)

Nur wenn der Antragsteller auch diese persönlichen Eignungsvoraussetzungen erfüllt, kommt eine Gewährung von Einstiegsgeld infrage.
Die mit * markierten punkte erfülle ich nicht, da ich Quereinsteiger bin. Für den Rest wird mein Sachbearbeiter andere Ausreden finden, da wir uns  kein bisschen leiden können und es seit Jahren nur Ärger gibt.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 22. September 2019, 18:46:26
Das was du da zitiert hast, betrifft dich überhaupt nicht. Das sind die Voraussetzung für Einstiegsgeld von Selbstständigen.

Zitat von: HulleHolle am 22. September 2019, 18:13:30
Das wird richtig kompliziert. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich was schreiben soll. Formlos wie oben, mit vielen §§§ wie auf Seite 3, oder anders.

Mit irgendeinem riesigen Geschwafel wirst du nur ein müdes Lächeln hervorrufen - wenn es denn überhaupt jemand liest. Am Ende wirst du eh nur die vorgesehenen Formulare ausfüllen müssen.

Zitat von: HulleHolle am 22. September 2019, 18:13:30
Und genau hier entsteht bei mir schon die Angst. Ich möchte den Arbeitgeber nicht um sowas bitten. Der wird sich dann schnell sagen, dass ich zu teuer bin und er einen anderen einstellt, der schon einen PKW hat.

Dann frag ihn hält nicht und lebe mit den Konsequenzen, wenn dein Antrag auf einen PKW-Zuschuss abgelehnt wird.

Zitat von: HulleHolle am 22. September 2019, 18:13:30
Darf ich wirklich nicht schwärzen? Firmenname, Anschriften und Name des Firmeninhabers? Ich möchte vom Amt erst die schriftliche Bestätigung haben, dass die die nicht hinter meinem Rücken kontaktieren.

Wenn du Geld haben willst: nein. Warum sollte dir zum Beispiel irgendjemand glauben, dass du wegen einer Arbeitsaufnahme umziehen musst, wenn du nicht mal preis gibst, wo deine Firma ist? Oder dass du ein Auto benötigt, da deine Firma mit wechselnden Einsatzorten arbeitet, wenn man nicht weiß, was das für eine Firma ist? (Und Arbeitsvermittler haben Besseres zu tun, als irgendwo sinnlos anzurufen.)
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 18:52:55
OT:
@witch
Zitat
Mit irgendeinem riesigen Geschwafel wirst du nur ein müdes Lächeln hervorrufen - wenn es denn überhaupt jemand liest. Am Ende wirst du eh nur die vorgesehenen Formulare ausfüllen müssen.
Vielen Dank - Du nimmst den Mund reichlich voll! Zu voll!  :wand:
Wo hast Du denn auch nur die (BA zertifizierten) Formulare gefunden? Link?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 22. September 2019, 19:01:51
Man erhält sie im Jobcenter. Es sind nicht alle Formulare online abrufbar.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 19:04:13
aha....
aber nur, wenn ein SB in genau dem JC seine Freizeit mal mit ms-paint  verbracht hat.....  :lachen: :lol: und so das Recht selbst in die Hand nimmt.
Warum habe ich wohl ganz bewusst "BA-zertifiziert" geschrieben????
Antwort: nur die sind wirklich relevant und daher auch bei der BA zu finden!
Du hast Dich jetzt das 2.te mal selbst disqualifiziert.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 22. September 2019, 19:34:44
Du darfst gerne deinen Ton mäßigen. Und im Gegensatz zu dir weiß ich sehr genau, wovon ich rede. Die Antragsformulare werden durch Anlage eines entsprechenden Vorgangs in der BA-Software generiert.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 19:39:38
Zitat von: The Witch am 22. September 2019, 19:34:44
Du darfst gerne deinen Ton mäßigen.
Zitat: "Geschwafel" aus
Zitat von: The Witch am 22. September 2019, 18:52:55
Mit irgendeinem riesigen Geschwafel wirst du nur ein müdes Lächeln hervorrufen
Alles klar?
========
Jetzt weiss ich wenigstens aus welchem Stall Du kommst ==>
Zitat von: The Witch am 22. September 2019, 19:34:44
Die Antragsformulare werden durch Anlage eines entsprechenden Vorgangs in der BA-Software generiert.
Wer könnte sowas wissen aus eigener Tätigkeit?
... und Tschüss - morgen musst Du ja wieder fit sein zur Frühstückspause

Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 19:41:07
Ich lass euch mal machen.

Ich halte mich in dem Fall an coolio's Brief: https://hartz.info/index.php?topic=114758.msg1278651#msg1278651
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 19:45:39
@TE - da gibts einiges anzupassen - schaffst Du das alleine?
(dem Schreibenverwender damals scheints nach wie vor bestens zu gehen ....)
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 19:56:30
Das mindeste was ich machen kann, ist es zu versuchen. Ich kann dir das dann gerne privat zukommen lassen. Oder eben hier.

Zitat
Wer könnte sowas wissen aus eigener Tätigkeit?
Und ja, da gebe ich dir Recht coolio was die Frühstückspause angeht.
An Ratschläge von Mitarbeitern vom Amt kann ich gerne verzichten, da die in den aller meisten Fällen ihr eigenes Handwerk (SGB) nicht kennen.

Amtsmitarbeiter treiben Arbeitslose meiner Meinung nach oft absichtlich in den Ruin und halten sie systematisch im System. Denn wenn es zu wenige Arbeitslose gibt, haben die Damen und Herren vom Amt schließlich keinen Job mehr.
Wegen solchen Nutzern halte ich mich mit Details übrigens zurück.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 19:57:45
Stells einfach dann hier ein.....
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 20:55:45
Muss ich ein KFZ eigentlich vorfinanzieren und bekomme das Geld dann vom Amt wieder? Weil das könnte mir echte Probleme bereiten. Soviel Geld habe ich nicht auf der hohen Kante.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 22. September 2019, 21:07:56
Lies nochmal bei hartz4niewbe nach  (der andere Thread) - ich weiss nicht mehr, wie wir das damals geregelt haben.
Natürlich musst Du keine 2000 auf der Flosse haben...
fürs Doing gbts andere Wege.
aberrrr ... das ist nu wirklich momentan der übernächste Schritt!
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 22. September 2019, 21:33:19
Erstmal sehen wie die auf dein Schreiben reagieren, was ich noch ändern muss. Ich melde mich dann hier damit.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 28. September 2019, 17:19:00
Es gibt wieder Neuigkeiten.
Dass Wohnung und Arbeit nicht in die Hose geht, ist jetzt nahezu sicher.
Mein zukünftiger Arbeitgeber hat mit dem Jobcenter in der Stadt gesprochen in die ich umziehen werde. Es gibt scheinbar über Hilfen vom Jobcenter ie Möglichkeit den LKW-Führerschein zu machen, was mit mir dann auch so geplant ist.

Welches Jobcenter ist zuständig und wo müssen Anträger abgegeben werden? Im Jobcenter der Stadt in der ich jetzt wohne oder in die ich umziehen werde?
Gibt es nach dieser Hilfe des Jobcenters noch weitere Hilfen wie zum Beispiel finanzielle Hilfe für die Renovierung und den Umzug und vielleicht sogar noch ein KFZ danach?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: crazy am 01. Oktober 2019, 06:59:49
Für Umzugskosten ist altes JC zuständig. Für neue Kaution und alles andere das neue JC.
Wohnung wenn tatsächlich unrenoviert auf Antrag möglich(Wände,Decken ausmessen) gibt pro qm dann Geld für x Liter Farbe Pauschal plus paar Euro für übriges Material soweit Du nicht Rolle,Pinsel ,Eimer sowieso im Keller hast
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 01. Oktober 2019, 10:50:58
Gibt es denn ein neues Jobcenter? Denn ich ziehe nicht um, um weiter vom Jobcenter abhängig zu sein sondern um zu arbeiten.
Genau das verwirrt mich auch ein wenig was den LKW-Führerschein angeht. Wenn ich nur einmal Geld vom Jobcenter beantragen kann, dann würde ich das für den LKW-Führerschein machen und nicht für den Umzug.

Die neue Kaution habe ich schon hier liegen und wurde lange und ehrlich erspart.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 03. Oktober 2019, 14:53:04
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 01. Oktober 2019, 10:50:58
Gibt es denn ein neues Jobcenter?
War jetzt länger nicht online! Die Frage könnte schon beantwortet sein.
Ein neues JC wird zuständig wenn du den Wirkungskreis deines JC verlässt das erfragst du am besten direkt beim JC außer du ziehst weiter weg oder du wechselst gleich das Bundesland.

Zitat von: HulleHolle am 01. Oktober 2019, 10:50:58
Wenn ich nur einmal Geld vom Jobcenter beantragen kann, dann würde ich das für den LKW-Führerschein machen und nicht für den Umzug.
Du kannst Geld für beides beantragen!
Ratgeber Leistungen aus dem Vermittlungsbudget (http://hartz.info/index.php?topic=1349.msg10536#msg10536)

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 03. Oktober 2019, 16:45:17
Zitat von: HulleHolle am 01. Oktober 2019, 10:50:58
Gibt es denn ein neues Jobcenter? Denn ich ziehe nicht um, um weiter vom Jobcenter abhängig zu sein sondern um zu arbeiten.
Genau das verwirrt mich auch ein wenig was den LKW-Führerschein angeht.

Beginnt du denn zeitgleich mit dem Umzug zu arbeiten? Und wenn ja: Wird dein Gehalt so hoch sein, dass du nicht aufstocken musst?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 03. Oktober 2019, 17:53:45
Ich beginne mit dem Umzug auch an zu arbeiten. Ich habe nicht vorgesehen, in der neuen Stadt ALG2 zu beantragen.
Wie hoch das Gehalt ist weiß ich noch nicht. Aber zusammen mit Wohngeld und Kindergeldzuschlag werde ich sicher nicht aufstocken müssen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 03. Oktober 2019, 20:07:50
Dann solltest du Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget beim alten Jobcenter beantragen. Das Jobcenter der neuen Stadt wird den LKW-Führerschein nicht bezahlen, wenn du dort keine Leistungen erhältst. Allerdings kann die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen da was machen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 13:34:24
Wie sieht das eigentlich mit dem Geld vom Jobcenter aus wenn wir umgezogen sind und ich den Arbeitsvertrag unterschrieben habe.
Wird das Geld sofort eingestellt?

Beispielszenario:
ich kann die Wohnung am 1.11 anmieten und weiß das schon im Oktober. Ich kündige meine alte Wohnung im Oktober.
Der Arbeitsvertrag wurde schon unterschrieben. Das erste Geld kommt am 1.12.
Wovon bezahle ich die Miete für November?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:21:28
HulleHolle

Bei beiden Fragen gilt:
Kommt ganz darauf an ob ein neues JC zuständig wird aber das ist (evtl.)unbeantwortet.
Falls es beim alten JC bleibt dann kommt es auf die Laufzeit deines Bewilligungsbescheides an.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 14:30:51
Da ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben werde, wird es zum Glück kein neues JobCenter geben. Mein aktueller Bewilligungsbescheid gilt noch fast 1 Jahr.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:36:46
HulleHolle

wie soll diese Antwort helfen deine Frage nach Zahlung durch ein JC zu beantworten.
Zitat von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:21:28
Bei beiden Fragen gilt:
Kommt ganz darauf an ob ein neues JC zuständig wird aber das ist (evtl.)unbeantwortet.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 14:53:31
Dann habe ich deine Aussage falsch verstanden.
Ich habe die Hoffnung, dass es sowas gibt wie eine einmalige Zahlung der neuen Miete für den ersten Monat?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 05. Oktober 2019, 16:15:55
Wenn tatsächlich das erste Gehalt erst am 01. Dezember kommt, müsstest du tatsächlich beim neuen Jobcenter nochmal einen Antrag stellen. Vermutlich wird der aber so schnell nicht bewilligt werden, dass du zum 01.11. schon deine Miete bezahlen kannst.

Zitat von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:21:28
Kommt ganz darauf an ob ein neues JC zuständig wird aber das ist (evtl.)unbeantwortet.

(Das ist nicht unbeantwortet - der TE zieht weit weg.)
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 16:43:09
The Witch

Zitat von: The Witch am 05. Oktober 2019, 16:15:55
(Das ist nicht unbeantwortet - der TE zieht weit weg.)
Naja das hätte man ja nach dem
Zitat von: Fettnäpfchen am 03. Oktober 2019, 14:53:04
War jetzt länger nicht online! Die Frage könnte schon beantwortet sein.
oder dem
Zitat von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:21:28
aber das ist (evtl.)unbeantwortet.
ja machen können.
Vllt hätte ich ja darum bitten sollen..... aber darauf sollte man als Hilfesuchender auch selber kommen.

Zitat von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 14:53:31
Ich habe die Hoffnung, dass es sowas gibt wie eine einmalige Zahlung der neuen Miete für den ersten Monat?
Ja in dem Fall hätte ich das selbe wie
Zitat von: The Witch am 05. Oktober 2019, 16:15:55
Wenn tatsächlich das erste Gehalt erst am 01. Dezember kommt, müsstest du tatsächlich beim neuen Jobcenter nochmal einen Antrag stellen.
empfohlen
und zusätzlich je nach Umständen auch eine Übernahme der doppelten Mietkosten wenn es durch eine Kündigungsfrist zu einer Doppelbelastung kommen würde.
Was ich jetzt im Kopf habe ist das im Oktober die alte Whg. gekündigt wird da wäre so etwas auch zu erwarten.
Aber deswegen den kompletten Thread nochmal lesen ist etwas zu viel verlangt wenn es mit einer Antwort des TE geklärt werden könnte.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 16:46:38
Zitat
Was ich jetzt im Kopf habe ist das im Oktober die alte Whg. gekündigt wird da wäre so etwas auch zu erwarten.
Aber deswegen den kompletten Thread nochmal lesen ist etwas zu viel verlangt wenn es mit einer Antwort des TE geklärt werden könnte.
So ist es. Die alte Wohnung wird höchstwahrscheinlich im Oktober gekündigt und die neue für 1.11 angemietet.

Die Umzugskosten und die neue Kaution bezahle ich selber. Aber Doppelmieten und sogar eine erste Miete für 1.11 kann ich wirklich nicht zahlen.
Ich hoffe das Jobcenter ist hier einsichtig mit mir und erkennt, dass ich so aus der Arbeitslosigkeit komme!

Ich hoffe ich bekomme das alles hin. Bei meinem SB gehe ich nicht davon aus. Und wenn die erste Miete nicht zum 1.11 bewilligt wird, dann brauche ich den Antrag auch gar nicht erst zu stellen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: SantanaAbraxas am 05. Oktober 2019, 20:57:47
Es wäre auch ein Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen möglich beim jetzt noch zuständigen JC:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/24.html

"(4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen. ..."
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 22:09:15
Ein Darlehen wäre eine Notlösung denn der muss im Folgemonat an einem Stück zurückgezahlt werden soweit ich weiß und dann reicht das Geld dann auch wieder nicht.

Ich weiß schon gar nicht mehr was ich als erstes machen soll, weil ich die Situation ein wenig als aussichtslos ansehe.
Termin beim SB? Irgendwelche Briefe? Keine Ahnung womit ich anfangen soll.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 06. Oktober 2019, 07:48:42
Du solltest das tun, was ich dir bereits in #45 geraten habe: Anträge auf Einstiegsgeld und Leistungen aus dem Vermittlungsbudget stellen - und zwar zügig, der Monat ist schneller vorbei als du denkst. Also schnellstmöglichst einen Termin beim Arbeitsvermittler machen.

Zitat von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 16:46:38
Die Umzugskosten und die neue Kaution bezahle ich selber. Aber Doppelmieten und sogar eine erste Miete für 1.11 kann ich wirklich nicht zahlen.

Wenn du so viel Geld hast, dass du das selbst bezahlen kannst, sollte es mithilfe der erwähnten Leistungen eventuell klappen, dass du die erste Miete bezahlen kannst.

Zitat von: SantanaAbraxas am 05. Oktober 2019, 20:57:47
Es wäre auch ein Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen möglich beim jetzt noch zuständigen JC:

Auch dafür wäre das neue Jobcenter zuständig. Aber wenn tatsächlich das erste Gehalt erst am 01.12. fließt, ist ein Darlehen gar nicht nötig - dann besteht Anspruch auf Leistungen. Und zwar Regelsatz und Unterkunftskosten.


Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 06. Oktober 2019, 21:33:59
Das verstehe ich alles nicht. Ich kann noch keine Anträge ohne Arbeitsvertrag und Mietvertrag stellen.
Oder kann ich die Anträge stellen mit der Information, dass o.g. in etwa 10 Werktagen nachgereicht wird?

Ich bin erst wieder in fast 2 Wochen in der neuen Stadt, um all das zu festigen.

Zitat
Also schnellstmöglichst einen Termin beim Arbeitsvermittler machen.
Wenn ich bei meinem Vermittler bin und der mir eine neue Eingliederungsvereinbarung verabreichen will, wie gehe ich damit um?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 07. Oktober 2019, 16:53:40
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 06. Oktober 2019, 21:33:59
Das verstehe ich alles nicht. Ich kann noch keine Anträge ohne Arbeitsvertrag und Mietvertrag stellen.
da du keine Umzugskosten beantragst stellst du einen formlosen Antrag auf Übernahme der Mietkosten für die alte Whg. beim alten JC
dann
Stelle im neuen Wirkungskreis bei dem neuen JC einen ALG 2 Anträge (http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI516946) mit allem was dazugehört, also EK VM KdU und den üblichen Vers. Unterlagen etc. Dass kannst du vorab alles ausfüllen und per Post dem neuen JC schicken natürlich mit dem (auf einem Beiblatt) Zusatz eine Erklärung dass du zum umziehst und ab xy dort wohnst und dann halt abwarten.
Erfahrungsgemäß zieht das sich etwas auch im Hinblick auf das heutige Datum aber wenn dann bewilligt und nach geleistet wird hast du wenigstens keine Schulden die du abstottern musst sondern ziemlich zeitgleich ausgeglichen werden.
Alles was jetzt nicht hast kannst du auch nachreichen. Der AV geht das JC eigentlich nichts an und uU darfst du diesen auch nicht dem JC vorlegen je nach Datenschutzvereinbarungen in deinem Vertrag.

dann noch
Zitat von: HulleHolle am 06. Oktober 2019, 21:33:59
Wenn ich bei meinem Vermittler bin und der mir eine neue Eingliederungsvereinbarung verabreichen will, wie gehe ich damit um?
Fragst du Ihn wozu wenn du in zwei Wochen dort nicht mehr wohnst oder besser nimmst Ihn zur Prüfung mit, 14 Tagen Prüffrist, mit dann erledigt sich das auch von allein!

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 00:05:41
Mir willm das einfach nicht in den Lopf gehen, warum ich beim JC in der neuen Stadt vorstellig werden und Anträge stellen muss.
Ich habe dann doch einen Arbeitsvertrag und falle nicht mehr unter die Hilfebedürftigkeit?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Sheherazade am 08. Oktober 2019, 04:05:22
Ich habe dann doch einen Arbeitsvertrag und falle nicht mehr unter die Hilfebedürftigkeit?

Die Hilfebedürftigkeit wird erst mit Eingang des ersten Lohnes beendet, nicht schon mit dem Arbeitsvertrag.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 08. Oktober 2019, 06:38:04
Das ändert aber alles nichts daran, dass die Anträge auf Einstiegsgeld und Leistungen aus dem Vermittlungsbudget (Umzugskosten, ggf. doppelte Haushaltsführung) beim alten Jobcenter gestellt werden müssen, da der TE nach seiner Aussage zeitgleich mit dem Umzug seine Arbeit aufnimmt (ich habe nicht umsonst extra nachgefragt).

Und ja - die Anträge können (und sollten) gestellt werden, auch wenn der Arbeitsvertrag noch nicht vorliegt, der kann nachgereicht werden.

Und nochmals ja - der Arbeitsvertrag muss vorgelegt werden, wenn man die genannten Leistungen begehrt.

Und weiter ja - es wird vermutlich auch eine neue Eingliederungsvereinbarung fällig, in dem die begehrten Leistungen festgelegt werden.

(Sollte sich hingegen der Arbeitsbeginn verschieben, nicht aber der Umzug, entsteht eine neue Situation - aber davon ist bisher ja nicht die Rede.)
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Ich war gerade auf dem Weg zum Jobcenter und habe dann gemerkt, dass heute natürlich keine offene Sprechstunde ist.
BUis Donnerstag muss ich also schon wieder warten.

Ich lasse mir alle Formulare dort aushändigen und kläre auch dort alles ab. Alleine bekomme ich das nicht hin diese Briefe zu schreiben dafür ist mein Kopf aktuell mit zu viel anderem voll. Ganz besonders der Angst, dass mein Sachbearbeiter wieder alles unternimmt, dass nichts klappt. Das hat der schon einmal gemacht.

Und ich glaube das mit der doppelten Haushaltsführung und Miete wars dann wohl
https://www.elo-forum.org/threads/arbeitsaufnahme-doppelte-haushaltsfuehrung.128372/

Zitat
Nach § 22 Abs 3 Satz 1 SGB II in der hier noch anzuwendenden Fassung des Vierten Gesetzes für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 (BGBl I 2954) können Wohnungsbeschaffungskosten sowie eine Mietkaution und Umzugskosten bei vorheriger Zusicherung durch den kommunalen Träger übernommen werden.
Wenn da doch nur dieses Wort kann nicht wäre. Denn etwas was bewilligt werden kann wird bei uns so oder so nicht bewilligt.
https://elternbewegung1.jimdo.com/sozialrecht-sgb-i-xii/sgb-ii/wohnungsbeschaffungskosten/

Und wenn ich das richtig verstehe, kann ich Wohnungsbeschaffungskosten auch nicht mehr beantragen, da ich schon eine Wohnung gefunden (aber noch nicht angemietet) habe.

Leute, diese Welt ist doch beschissen  :wand:
Auf der einen Seite gibt es Leute, die für ihren ungererchtfertigt hohen Lohn quasi nichts bzw nichts Bedeutendes tun (Politik) und auf der anderen Seite wird einem Arbeitslosen der aktiv eine Arbeit sucht und letztendlich gefunden hat nicht einmal beim Umzug und der Arbeitsaufnahme richtig geholfen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 08. Oktober 2019, 15:32:51
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
BUis Donnerstag muss ich also schon wieder warten.
Nur wenn dein JC die Anträge der BA nicht akzeptiert was NUR und auch selten bei Optionskommunen vorkommt. Deswegen habe ich einen Direktlink zu den gängigen ALG 2 Anträgen gesetzt.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
und kläre auch dort alles ab. Alleine bekomme ich das nicht hin diese Briefe zu schreiben dafür ist mein Kopf aktuell mit zu viel anderem voll. Ganz besonders der Angst, dass mein Sachbearbeiter wieder alles unternimmt, dass nichts klappt. Das hat der schon einmal gemacht.
Abklären obwohl du dir sicher bist dass es versucht wird deine Anträge zu vereiteln.
Verstehe ich nicht und was das Schreiben angeht habe ich dir mal ein grobes Muster ins Zitatfeld getippt:
Zitat
SgDuH
Hiermit stelle ich Antrag auf Leistungen nach dem SGB 2 um die Dauer von Arbeitsaufnahme und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.
Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich vor und dürfte wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen die ich im Moment nicht besitze werde ich selbstverständlich nachreichen.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Und ich glaube das mit der doppelten Haushaltsführung und Miete wars dann wohl
Veralteter Artikel und dann hast du die doppelte Haushaltsführung erfragt es geht aber um die Übernahme der restlichen anfallenden Mietkosten (Doppelmieten) und diese hat das JC nach Antrag zu übernehmen weil das ja nur entsteht weil du in Arbeit kommst und dafür wegziehen musst.
Zitat
Mit freundlicher Genehmigung von Route 66
Die 25. Kammer des Sozialgerichts Schleswig hat sich in seiner Entscheidung vom 26.08.2010 – S 25 AS 185/08 – mit der Frage der Übernahmefähigkeit von Doppelmieten sehr ausführlich auseinander gesetzt.
Zitat :
Das Tatbestandsmerkmal der Wohnungsbeschaffungskosten ist nach Auffassung der Kammer weit auszulegen, so dass nicht nur die eigentlichen Kosten des Umzugs, wie Transportkosten, Kosten für eine Hilfskraft, die erforderlichen Versicherungen, Benzinkosten und Verpackungsmaterial erfasst sind, sondern auch alle sonstigen notwendigen angemessenen Aufwendungen, die mit einem Unterkunftswechsel verbunden sind. Damit fällt auch die hier geltend gemachte doppelte Mietzinszahlungen für die alte Wohnung für den Monat April un­ter das Merkmal der Wohnungsbeschaffungskosten, soweit sie angemessen ist (vgl. auch Lang/Link in Eicher/Spellbrink, Kommentar zum SGB II, 2. Aufl. 2008, § 22 Rn. 83; Berlit in LPK-SGB II, 3. Aufl. 2009, § 22 Rn. 109, 114; BSG, Urteil vom 16.12.2008, B 4 AS 49/07 R; LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10.01 .2007, L 5 B 1221/06 AS ER, L 5 B 1222/06 AS PKH; SG Frankfurt, Beschluss vom 19.01 .2006, S 48 AS 21/06 ER, jeweils zitiert nach juris).

 Quelle und weiterlesen >>>  http://sozialberatung-kiel.de/2011/07/07/doppelmieten-bei-umzug-in-der-regel-vom-jobcenter-zu-ubernehmen-2/

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Und wenn ich das richtig verstehe, kann ich Wohnungsbeschaffungskosten auch nicht mehr beantragen, da ich schon eine Wohnung gefunden (aber noch nicht angemietet) habe.
Doch kannst du trotzdem du musst halt deine Kosten belegen können. Allerdings kommt es darauf an ob du mit Genehmigung oder ohne Genehmigung umziehst unten im Umzugsratgeber  nachzulesen:
Ratgeber Umzug (http://hartz.info/index.php?topic=24.0)

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: BigMama am 08. Oktober 2019, 16:23:13
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Leute, diese Welt ist doch beschissen  :wand:
Auf der einen Seite gibt es Leute, die für ihren ungererchtfertigt hohen Lohn quasi nichts bzw nichts Bedeutendes tun (Politik) und auf der anderen Seite wird einem Arbeitslosen der aktiv eine Arbeit sucht und letztendlich gefunden hat nicht einmal beim Umzug und der Arbeitsaufnahme richtig geholfen.
Jetzt reiß dich mal zusammen und setz um was @The Witch dir schon mehrfach geraten hat. Der User hat dir nun schon mehrfach einen gangbaren Weg erklärt, den du zunächst ignoriert hast und nun wieder auf dem Holzweg bist.
Denn damit ist das hier
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Wenn da doch nur dieses Wort kann nicht wäre. Denn etwas was bewilligt werden kann wird bei uns so oder so nicht bewilligt.
unnötig. Du sollst nämlich die Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget gem. § 16 SGB II i.V.m. § 44 SGB III und nicht nach § 22 SGB II beantragen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
Zitat
Nur wenn dein JC die Anträge der BA nicht akzeptiert was NUR und auch selten bei Optionskommunen vorkommt. Deswegen habe ich einen Direktlink zu den gängigen ALG 2 Anträgen gesetzt.
Ist das richtig, dass ich dieses eine Formular brauche und mehr nicht? VÄM zum Arbeitslosengeld (Link (https://www.arbeitsagentur.de/datei/aenderungsmitteilung-alg_ba015708.pdf)). Alle anderen scheinen mir ungeeignet.

Zitat
Umzug in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Leistungsträgers
Die Zustimmung des Leistungsträgers zum Umzug nach § 22 Abs. 4 SGB II ist nicht für die Übernahme der Unterkunftskosten erforderlich, wenn nach dem Umzug ein anderer Leistungsträger zuständig wird. Eine Kürzung nach § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II kommt dabei regelmäßig nicht in Betracht, da dort nur verhindert werden soll, dass dem aktuell zuständigen Träger durch einen nicht erforderlichen Umzug höhere Kosten entstehen.
Das stempel ich einfach mal als halb verstanden ab. Generelle Frage, nur interessehalber: warum ist die Zustimmung für einen Umzug notwendig, wenn es derselbe Leistungsträger ist, bei einem anderen aber nicht?

Diese Liste habe ich kopiert. Soweit bin ich:
1. (erledigt, hat lange gedauert und viel gekostet!) Wohnung entsprechend den für den Ort der neuen Wohnung geltenden Angemessenheitskriterien suchen,
2. (hole ich nächste Woche) Mietangebot vom Vermieter erstellen lassen,
3. Mietangebot vom zuständigen Leistungsträger genehmigen lassen,
4. Mietvertrag unterschreiben,
5. neuen Mietvertrag (Kopie) und Veränderungsmeldung bezüglich der neuen Unterkunftskosten beim bisher zuständigen Leistungsträger abgeben; wird ein anderer Leistungsträger zuständig, dort zusätzlich einen neuen ALG II-Antrag stellen, die Abgabe des Mietvertrages beim alten Leistungsträger ist dann überflüssig,
6. umzugsbedingte Kosten beim zuständigen Leistungsträger beantragen (Mietkaution, Umzugskosten).

VÄM und Umzugskosten also erst später beantragen oder jetzt schon?

Meine Schreiben (mit eurer Hilfe)
Zitat
Beantragung von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget*


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit setze ich Sie fristgerecht darüber in Kenntnis, dass demnächst aufgrund der Arbeitsaufnahme in eine unbefristete Vollzeitstelle ein Umzug von meinem bisherigen Wohnort X nach Y*** notwendig ist.

Ich beantrage Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget gemäß § 16 SGB II i.V.m. § 44 SGB III.

Die notwendigen Nachweise** reiche ich Ihnen zeitnah nach.


Mit freundlichen Grüßen
* Werden mit diesem Schreiben alle Umzugskosten beantragt? Renovierung, Transporter+Benzin usw.?
** Damit sind wahrscheinlich Mietangebot, ununterschriebener Arbeitsvertrag
*** es sind über 100km in ein neues Bundesland

Zitat
Beantragung von anfallenden Kosten zwecks Umzug und Arbeitsaufnahme


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich fristgerecht einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II, um die Dauer von Arbeitsaufnahme und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.

Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich*** vor und dürfte, wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt, ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen, die ich im Moment nicht besitze, werde ich selbstverständlich nachreichen.


Mit freundlichen Grüßen
*** ist damit die VÄM gemeint?

Alle Schreiben/Anträge werde ich persönlich und mit gestempelter Kopie abgeben. Das geht schneller als mit der Post.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 09. Oktober 2019, 16:03:17
HulleHolle

So langsam wirds ja was  :ok:

Zu
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
Ist das richtig, dass ich dieses eine Formular brauche und mehr nicht? VÄM zum Arbeitslosengeld (Link). Alle anderen scheinen mir ungeeignet.
Nein !
du brauchst alles was ich im letzten Post erwähnt habe weil du einen Neuantrag beim neuen JC stellen musst.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
warum ist die Zustimmung für einen Umzug notwendig, wenn es derselbe Leistungsträger ist, bei einem anderen aber nicht?
wegen der Kostenübernahme s. Umzugsratgeber
Zitat
3. man bekommt mit Sicherheit keine Umzugskosten oder Mietkaution.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
1. (erledigt, hat lange gedauert und viel gekostet!) Wohnung entsprechend den für den Ort der neuen Wohnung geltenden Angemessenheitskriterien suchen,
2. (hole ich nächste Woche) Mietangebot vom Vermieter erstellen lassen,
3. Mietangebot vom zuständigen Leistungsträger genehmigen lassen,
hier noch unten etwas zur Bearbeitungsdauer
4. Mietvertrag unterschreiben,
5. neuen Mietvertrag (Kopie) und Veränderungsmeldung bezüglich der neuen Unterkunftskosten beim bisher zuständigen Leistungsträger abgeben; wird ein anderer Leistungsträger zuständig, dort zusätzlich einen neuen ALG II-Antrag stellen, die Abgabe des Mietvertrages beim alten Leistungsträger ist dann überflüssig,
hier dann die VÄM zu deinem Antrag dazulegen
6. umzugsbedingte Kosten beim zuständigen Leistungsträger beantragen (Mietkaution, Umzugskosten).

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
* Werden mit diesem Schreiben alle Umzugskosten beantragt? Renovierung, Transporter+Benzin usw.?
Nein die Kosten musst du extra aufführen
und für den Transporter und Zubehör wie Decken, Kartonagen und sonstiges Zubehör über einen Kostenvoranschlag belegen.
Gerne gesehen wird von den JC das du drei Voranschläge vorlegst.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
VÄM und Umzugskosten also erst später beantragen oder jetzt schon?
Beides jetzt schon.

Zum zweiten Schreiben:
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
*** ist damit die VÄM gemeint?
Nein, wie oben schon erwähnt wird es ein Neuantrag also komplett alles was nötig ist.

Zur Dauer der Zusicherung:
Von
Zitat von: coolio
Die Zustimmung muss eigentlich vor Ort erteilt werden (Angemessenheitserklärung).
Wenn die nicht vor Ort getroffen wird, schriftliche Aussage fordern mit Begründung, sonst weiter zum Teamleiter / Geschäftsführer, gleich vom SB veranlassen lassen!.
Weil:
Das JC hat eine Treuepflicht und muss Zeit- Fristgerecht entscheiden.
D.H.
Kommt das JC seiner Treuepflicht nicht nach, kann man die Zustimmung bzw. die eigene Entscheidung vorm SG ersetzen lassen - solange die Angemessenheit klar bzw. unstrittig ist.
Die zitierte Treuepflicht ergibt sich aus § 17 Abs. 1 SGB I.

und dann noch im Anhang zwei anzupassende und preislich auch bei dem Muster von User Niendorf zu aktualisieren. Die stelle ich als Orientierungsund Formulierungshilfe für dich gleich mit ein damit du es etwas leichter hast.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 16:15:15
Ich fasse nochmal zusammen, weil das doch recht viel ist.

1) morgen gehe ich erst einmal zum Jobcenter und melde dort meine Probearbeit (die wenige Tage dauertan, die vom AG als Minijob angemeldet wird. Mehr nicht. (mehr dazu hier von Sheherazade und mir (https://hartz.info/index.php?topic=120123.15)
2) nächste Woche erledige ich meine Probearbeit
3) mit einem ununterschriebenem (?) Exemplar vom Arbeitsvertrag und Mitvertrag kehre ich zum alten (?) Jobcenter zurück

Ab hier habe ich nur Brei im Kopf. ABER so weit bin ich ja ohnehin noch nicht.
Meine beiden Schreiben auf Seite 6 lösche ich wieder und setze die Schreiben nach deinen Mustern auf.
Oder soll ich das hier trotzdem noch abgeben?
Zitat
Beantragung von anfallenden Kosten zwecks Umzug und Arbeitsaufnahme


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich fristgerecht einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II, um die Dauer von Arbeitsaufnahme und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.

Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich*** vor und dürfte, wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt, ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen, die ich im Moment nicht besitze, werde ich selbstverständlich nachreichen.


Mit freundlichen Grüßen
Ich entschuldige mich für die Verwirrtheit. Aber sowas habe ich noch nie gemacht und es ist sehr stressig.

Obwohl. ich glaube das Beantragung von anfallenden Kosten zwecks Umzug und Arbeitsaufnahme-Schreiben brauche ich aber trotzdem?

Nur als Hinweis: ich tippe gerade deine Dokumente ab und passe sie soweit es geht schon einmal an.

Eine für mich gute Frage zum Schluss.
Wenn ich nicht tapeziere, dann muss ich vermutlich auch keine Tapezierungskosten aufführen, richtig?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 09. Oktober 2019, 16:51:06
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 16:15:15
Ich entschuldige mich für die Verwirrtheit. Aber sowas habe ich noch nie gemacht und es ist sehr stressig.
Hast du richtig erkannt aber einfach geht halt nicht so einfach  :zwinker:

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 16:15:15
1) morgen gehe ich erst einmal zum Jobcenter und melde dort meine Probearbeit (die wenige Tage dauertan, die vom AG als Minijob angemeldet wird. Mehr nicht
2) nächste Woche erledige ich meine Probearbeit
3) mit einem ununterschriebenem (?) Exemplar vom Arbeitsvertrag und Mitvertrag kehre ich zum alten (?) Jobcenter zurück
Ja und Ja und Ja

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 16:15:15
Meine beiden Schreiben auf Seite 6 lösche ich wieder und setze die Schreiben nach deinen Mustern auf.
Oder soll ich das hier trotzdem noch abgeben?
Ersteres wäre gut wenn es noch quergelesen werden könnte außer du bist sicher das alles passt und das Schreiben in dem Zitat legst du als "Beiblatt" bzw. Erklärung dazu.

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 16:15:15
Nur als Hinweis: ich tippe gerade deine Dokumente ab und passe sie soweit es geht schon einmal an.
Wenn du die heute noch einstellst so bis ca 19.00- 20.00 nehme ich mir die Zeit und schaue noch mal drüber. Danach klappt es bei mir nicht mehr aber hat ja auch noch andere Helfer hier!

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 17:06:58
Ok das hier sind die Schreiben die ich nach meinem Probearbeiten und sobald ich noch ununterschriebene Verträge in den Händen halte beim Jobcenter persönlich ab.

Dieses Schreiben ist dafür da, um den ersten Monat den ich arbeiten werde finanziell zu mit Mitteln des Jobcenters zu überbrücken. Denn der erste Lohn fließt erst nach getaner Arbeit und nicht davor. Soweit ich verstanden habe auch für Doppelmieten.
Zitat
Beantragung von anfallenden Kosten zwecks Umzug und Arbeitsaufnahme

hiermit stelle ich fristgerecht einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II, um die Dauer von Arbeitsaufnahme am XX.YY.2019 und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.

Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich*** vor und dürfte, wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt, ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen, die ich im Moment nicht besitze, werde ich selbstverständlich nachreichen.


Mit freundlichen Grüßen
So wie ich das jetzt verstanden habe, ist *** also ein kompletter Neuantrag von ALG 2 beim Jobcenter in der neuen Stadt.
Ich hoffe ich bekomme das hin.

Das hier ist das abgetippte Bild. Bei den Kosten muss ich erst noch meine Wände ausmessen und ergänze dann alles.
Zitat
Antrag auf Übernahme der Renovierungskosten


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich die Übernahme der Renovierungskosten für die Wohnung X, gemäß § 22 Abs.1 S.1 SGB II als einmalige Beihilfe. Die Wohnung muss zur Herstellung der Bewohnbarkeit komplett renoviert werden mit allen Wänden und Decken.

Ich weise darauf hin, dass das Mietverhältnis am XX.YY.2019, mein neues Arbeitsverhältnis am XX.YY.2019 beginnt. Ab etwa XX.YY.2019 kann ich die Wohnung bereits zur Renovierung nutzen, muss aber aufgrund einer intensiven Einarbeitung im neuen Job bis XX.YY.2019 mit der Renovierung fertig sein. Ich benötige die Renovierungskosten also dringendst, rechtzeitig und im Voraus bis XX.YY.2019!

Sollte das Jobcenter X die Renovierungskosten trotz mehrfacher, einschlägiger Urteile ablehnen, verweise ich dazu auf die eindeutige Rechtslage und entsprechende Urteile des Landessozialgericht NRW; K 12 VB 49/07 AS ER vom 18.06.2007, L 20 B 32/07 AS ER vom 09.05.2007 und L 20 B 57/07 AS ER vom 16.04.2007 sowie BSG B 4 AS 49/07 R.

Im Verfahren vor dem Sozialgericht Duisburg S 27 AS 502/08 wurde ein gerichtliches gutachten des von der Handelskammer Düsseldorf öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für das Maler- und Lackiererhandwer, Michael Huschens vom 04.12.2009 eingeholt. Der Gutachter hat aus dem Durchschnittspreis der von ihm als notwendig erachteten mittel bei Baumärkten (Bauhaus, Obi, Toom) eine gerichtlich anerkannte Matrix erstellt, die für variable Flächengrößen bzw. Anzahl von Türen und Heizkörpern jeweils angemessene Kosten errechnet:

Für jede Renovierung entstehen Grundkosten zum Transport des Materials von 8,00€.
Je nach der Art des Gewerkes entstehen Tapezierarbeiten (39,29€), Streicharbeiten (29,20€) und/oder Lackierarbeiten (17,98€) und Kosten für die Werkzeug und Hilfsmittel, die unabhängig von der zu renovierenden Fläche sind. Letztlich kommen Materialkosten hinzu, die flächen- bzw. stückzahlabhängig sind.
1. Deckanstrich bis 30 qm (6,99€) + 0,15€ pro zusätzlichen qm
2. Wandanstrich bis 30 qm (13,98€) + 0,60€ pro zusätzlichen qm
3. Raufasertapete m. Kleister und Anstreichmittel bis 30 qm (107,15€) + 3,37€ pro zusätzlichen qm
4. Dekortapete mit Kleister bis 30 qm (75,31) + 2,43€ pro zusätzlichen qm
5. Türanstrich für die ersten 3 Türen (15,31€) + 7,66€ pro weiterer Türanstrich
6. Heizkörperanstrich für die ersten 3 Heizkörper (14,98€) + 7,49€ pro weiterem Heizkörper
7. Abdeckarbeiten bis 30 qm (10,53€) + 0,65€ pro zusätzlichen qm
Bodenbeläge wurden in diesem Gutachten nicht erfasst und müssen gesondert berechnet werden.


Für meine 57,72m² große Wohnung fallen inkl. der Innenwände folgende Materialkosten an:

Grundkosten wie oben im Gutachten ausgeführt:                              -
Wandanstrich bis 30 qm (13,98€) + 0,60€ pro zusätzlichen qm:                     -
Deckanstrich bis 30 qm (6,99€) + 0,15€ pro zusätzlichen qm:                     -
Raufasertapete m. Kleister und Anstreichmittel bis 30 qm (107,15€) + 3,37€ p.z. qm:                       -
Abdeckarbeiten bis 30 qm (10,53€) + 0,65€ pro zusätzlichen qm:                          -

Ich bitte freundlichst darum, die o.g. Kosten schnellstmöglichst zu bewilligen.


Mit freundlichen Grüßen
Hier gibt es ein Problem, was mir erst jetzt aufgefallen ist. Das alles hier gilt für die neue Wohnung, nicht aber für die alte.
Die neue Wohnung wird bereits komplett renoviert übergeben.

Bei meiner alten Wohnung ist es etwas anders. Ich habe die alte Wohnung bereits unrenoviert übernommen. Laut irgendeinem gerichtlichen Urteil ist es, wenn ich mich richtig erinnere so, dass ich die Wohnung in dem Fall so übergeben kann, wie ich sie übernommen habe. "Schönheitsreparatur-Klauseln", wie alle 5 Jahre Türen lackieren etc. gelten dann soweit ich weiß nicht.
WENN DAS SO IST, habe ich hier einen Vorteil. Denn wenn ich diese Kosten nicht beantragen muss, wird das Jobcenter sicher auch glücklich darüber sein.

Zum dritten Schreiben Antrag auf Übernahme der Umzugskosten: hier muss ich erst alle Preis raussuchen.
Ein Mercedes Sprinter/Iveco Daily, das weiß ich schon, kostet für den geplanten Umzug mit Sprit (und ohne jegliches Zubehör wie Decken, Gurte) rund 160€.

Den Antrag auf Übernahme der Umzugskosten habe ich etwas angepasst
Zitat
Antrag auf Übernahme der Umzugskosten


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich die Übernahme folgender Umzugskosten von X nach Y im Sinne des SGB II:

Angebot 1 Mietwagen: -
Angebot 2 Mietwagen: -
Angebot 3 Mietwagen: -

(die Preise muss ich alle noch raussuchen)
Kartons: 10 große à 2,49€ (Hagebaumarkt), 5 kleine à 1,69€ (Hagebaumarkt), 7 Bücherkartons à 2,49€
Umzugsdecken: 5 à 3.99€
Paketband: 1 à 4,99€
Stapelkarre: 1 à 52,95€
Zurrgurt: 2 à 10,99€
Möbelroller: 1 à 12,99€
Tragegurt: 2 à 11,99€

(hier habe ich Änderungen vorgenommen)
Um unnötigen Briefverkehr zu vermeiden, mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sie Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten bei vorheriger erfolgreicher Antragsstellung übernehmen sollen (§22 SGB II Abs. 6). Des Weiteren findet sich im SGB I bis SGB X keine Rechtsgrundlage, nach der 3 Kostenvoranschläge anspruchsbegründend gefordert werden können. Dennoch habe ich, wie Sie oben sehen können, mehrere Möglichkeiten eines Leihwagens in der näheren Umgebung recherchiert und für die weiteren Artikel billigste Baumarktware gewählt. Da ich für den Umzug keine körperlich kräftigen Helfer in meinem ortsnahen Freundeskreis habe, bin ich auf Hilfsmittel wie Stapelkarre, Möbelroller und Tragegurt für die verschiedenen schweren Geräte und Möbel angewiesen. Ich gehe davon aus, dass Sie diese im Sinne der Sparsamkeit genehmigen, da ich ansonsten ein Umzugsunternehmen beauftragen muss. Dadurch würden für Sie deutliche Mehrkosten entstehen. Selbstverständlich ist ein Bescheid nachvollziehbar unter Nennung der Rechtsgrundlage zu begründen. Ihren Stattgabebescheid erwarte ich umgehend.


Mit freundlichen Grüßen



So und nun das beste: bei wem ich was wann abzugeben habe, ist mir noch immer schleierhaft  :schaem: Aber das ist erst nächste Woche wichtig.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 09. Oktober 2019, 17:51:14
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 17:06:58
Hier gibt es ein Problem, was mir erst jetzt aufgefallen ist. Das alles hier gilt für die neue Wohnung, nicht aber für die alte.
Die neue Wohnung wird bereits komplett renoviert übergeben.
dann entfällt dass und dafür:
Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 17:06:58
Ich habe die alte Wohnung bereits unrenoviert übernommen. Laut irgendeinem gerichtlichen Urteil ist es, wenn ich mich richtig erinnere so, dass ich die Wohnung in dem Fall so übergeben kann, wie ich sie übernommen habe. "Schönheitsreparatur-Klauseln", wie alle 5 Jahre Türen lackieren etc. gelten dann soweit ich weiß nicht.
WENN DAS SO IST, habe ich hier einen Vorteil. Denn wenn ich diese Kosten nicht beantragen muss, wird das Jobcenter sicher auch glücklich darüber sein.
solltest du sicherheitshalber deinen alten Mietvertrag durchlesen.
Aber in der Regel hast du Recht du müsstest nur besenrein die Whg verlassen/übergeben!

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 17:06:58
bei wem ich was wann abzugeben habe, ist mir noch immer schleierhaft 
Ich glaube das wurde schon beantwortet, ich selber komme da auch immer wieder durcheinander welches JC der "zuständigen Leistungsträger" ist.

MfG FN
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 09. Oktober 2019, 19:22:21
Da hier etliches durcheinander geht, fasse ich ein letztes Mal kurz das sinnvollste Vorgehen zusammen.

1. Auf keinen Fall jetzt eine VÄM abgeben ( die Leistungen sind schneller eingestellt, als du gucken kannst).

2. Morgen zum Jobcenter und einen Notfalltermin in der Arbeitsvermittlung machen, nach Möglichkeit auch sofort morgen. Unbedingt Firmenname und Adresse des Arbeitgebers mitnehmen.

3. Dort Anträge stellen auf MAG ("Probearbeiten"), Einstiegsgeld, Übernahme von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget. Wenn die alte Wohnung noch beibehalten wird, eventuell eine Partnerin oder Kinder noch nicht sofort mit umziehen, auch auf Kosten für doppelte Haushaltsführung. Die Antragsformulare werden ausgehändigt, die Bewilligung der MAG samt dazugehöriger Kostenerklärungen auch.

4. Nächste Woche probearbeiten und ggf. Arbeitsvertrag unterschreiben. Quittungen für Fahrtkosten, Übernachtungskosten etc. sammeln.

5. Formulare ausfüllen und mit unterschriebenem Arbeitsvertrag beim Arbeitsvermittler wieder einreichen.

Bis zu diesem Punkt hat die Leistungsabteilung mit nichts etwas zu tun.

6. VÄM einreichen, die geht an den Leistungssachbearbeiter, der einstellen wird. Mit etwas Glück ist bis dahin der Zahllauf bereits gewesen. Das Geld muss zwar eventuell zurückgezahlt werden - das kann aber erstmal abgewartet werden.

7. Ggf. beim "neuen" Jobcenter nochmal einen Antrag stellen.

Zu 3., 6. und 7.: Wenn die alte Wohnung noch einen Monat (oder auch zwei) beibehalten wird, bleibt das alte Jobcenter weiter zuständig. Dann aber in der neuen Stadt nur eine Zweitwohnung anmelden.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 09. Oktober 2019, 19:28:36
Zitat von: witch
Dort Anträge stellen auf MAG ("Probearbeiten"), Einstiegsgeld, Übernahme von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget.
Sorry, meinst Du das ernst???
==> Genehmigung der Probearbeit (falls überhaupt erforderlich aufgrund Anzahl der Probearbeitstage).
u.a.:
Probearbeit müsste vom AG vergütet werden, eine MAG nimmt genau diese Option zugunsten der Vermittlungsstatistik des JC  - nur u.a.!!!
Obs hier tatsächlich um Probearbeit geht, muss ich erst noch nachlesen - sorry
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 19:29:29
Zitat
Dort Anträge stellen auf MAG ("Probearbeiten"), Einstiegsgeld, Übernahme von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget.
Obs hier tatsächlich um Probearbeit geht, muss ich erst noch nachlesen - sorry

Siehe hier https://hartz.info/index.php?topic=120123.0

Zitat
Zu 3., 6. und 7.: Wenn die alte Wohnung noch einen Monat (oder auch zwei) beibehalten wird, bleibt das alte Jobcenter weiter zuständig. Dann aber in der neuen Stadt nur eine Zweitwohnung anmelden.
Es wird 3 Doppelmieten geben. Das wollten wir vermeiden, ist aber nicht möglich. Der erste Lohn wird nach der ersten Doppelmiete im Dezember gezahlt.

Eine rein formulle Frage: darf ich explizit danach fragen, die Probearbeit als Maßnahme auslegen zu lassen? Die Probearbeit wird vom Arbeitgeber als Minijob angemeldet.

Was ist aus eurer Erfahrung bei Arbeitgebern lieber gesehen. Probearbeiten als Minijob oder als Maßnahme?
Ich möchte mir keine Chancen kaputt machen und alles so machen, dass ich nächsten Monat mit Freude sagen kann "Ich verdiene mein eigenes Geld!".
bleib einfach in dem anderen Thread....
Am liebsten hat ein Arbeitgeber einen nicht mit Problemen behafteten AN - also einen ganz normalen Menschen, ganz ohne SGB II und Ämterkram
Um das hier zu beantworten wie gewünscht: der wäre ich gerne. Aber so ist es leider nicht :sad:
Ich denke dann wäre es besser, das nicht als Maßnahme laufen zu lassen. Dann hat der AG weniger Papierkram mit dem Jobcenter zu erledigen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: The Witch am 09. Oktober 2019, 19:55:56
Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 19:29:29
Eine rein formulle Frage: darf ich explizit danach fragen, die Probearbeit als Maßnahme auslegen zu lassen? Die Probearbeit wird vom Arbeitgeber als Minijob angemeldet.

Der Arbeitgeber darf das auf gar keinen Fall als Minijob laufen lassen.

Zitat von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 19:29:29
Ich denke dann wäre es besser, das nicht als Maßnahme laufen zu lassen. Dann hat der AG weniger Papierkram mit dem Jobcenter zu erledigen.

Der Arbeitgeber hat genau ein Blatt auszufüllen und zurückzuschicken oder zu faxen, die Adresse ist sogar schon eingedruckt. Die Anmeldung bei der Minijobzentrale ist deutlich umfangreicher.

(Aber ich bin jetzt hier raus - mach, was du willst. Vielleicht hilft es mal jemand anderem.)
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 19:58:12
Zitat
(Aber ich bin jetzt hier raus - mach, was du willst. Vielleicht hilft es mal jemand anderem.)
Ich finde ihr alle habt mir sehr gut geholfen. Kein Grund eingeschnappt zu sein  :smile:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 09. Oktober 2019, 22:07:29
Ich habe vergessen zu fragen
Zitat
Der Arbeitgeber darf das auf gar keinen Fall als Minijob laufen lassen.
Warum eigentlich? Ich möchte das nur verstehen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 09. Oktober 2019, 23:32:27
FRAGE nochmal:
Hast Du nun einen Arbeitsvertrag in Händen?
Der müsste eine Probezeit (üblich) beinhalten.
Eine Probearbeit gibt es an der Stelle nicht bzw. nicht mehr!
Eine Maßnahme wäre dann auch nicht mehr möglich.
======
Zur weiteren Verwirrung:
Ein Arbeitsvertrag kann zunächst auch mündlich geschlossen werden, der müsste dann binnen Frist (könnte 4 Wochen sein - weiss ich gerade nicht präzise) schriftlich bestätigt werden.
Da in einem mündlichen Vertrag logischerweise keine abweichenden Vereinbarungen (z.B. hinsichtlich Probezeit) getroffen werden können, gelten die gesetzlichen Regelungen (zu Probezeit, Kündigungsfristen, usw) aus dem Arbeitsrecht.

========
Kostenlos arbeiten (lassen) ist jedenfalls nicht zulässig.


Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 10. Oktober 2019, 00:27:22
Einen Arbeitsvertrag habe ich nicht in den Händen.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: coolio am 10. Oktober 2019, 00:38:04
Warum?
Du willst ohne wenigstens minimale Sicherheit im Rücken umziehen?
schon mal skydiving versucht?  :cool:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 10. Oktober 2019, 06:48:00
Nur zur Zusammenfassung. Das Probearbeiten findet bald statt. Der anschließende Arbeitsvertrag ist mehr als sicher. Das habe ich alles schon besprochen.

Ich würde niemals umziehen wollen, wenn ich das nicht schon wüsste. Aber das beantwortet meine Frage trotzdem nicht, warum das mnit dem Minijob angeblich nicht erlaubt ist  :sad:.
Alle umzugsrelevanten Anträge reiche ich eh erst ein, sobald ich den Arbeitsvertrag habe.

Skydiving versuche ich, sobald ich mein eigenes Geld verdiene  :blum:
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Sheherazade am 10. Oktober 2019, 07:11:57
Aber das beantwortet meine Frage trotzdem nicht, warum das mnit dem Minijob angeblich nicht erlaubt ist  :sad:.

ENTWEDER Maßnahme ODER Minijob. Ist der Minijob erstmal angemeldet, kann das Jobcenter keine Maßnahme mehr draus machen. Das wiederum bringt ggf. Probleme mit der Bewilligung für Leistungen aus dem Vermittlungsbudget mit sich.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 10. Oktober 2019, 10:34:45
Mein (Notfall)Termin beim Jobcenter ist erledigt. Ich habe nun zweierlei Dokumente erbeten und erhalten.
Einerseits läuft das Probearbeiten jetzt völlig korrekt als Maßnahme (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für wenige Tage) und eine Erklärung über die Kosten bei einer Teilnahme. Das heißt, ich kann die entstandenen Reisekosten übernehmen lassen. Die Höhe wurde auch schon besprochen.

Ich muss das JObcenter gleich aber noch einmal anrufen, denn auf dem Vermittlungsgutschein steht, dass er nur in NRW eingelöst werden kann. Die Adresse des neuen, potentiellen Arbeitgebers war dem Jobcenter bekannt und die ist nicht in NRW. Einseits hat hier mein Sachbearbeiter nicht aufgepasst und andererseits ich auch nicht.

Das heißt, entweder rufe ich gleich die Hotline an und lasse das korrigieren, oder ich muss morgen noch einmal zum Jobcenter.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 10. Oktober 2019, 17:54:09
und was sagt SB?
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: HulleHolle am 10. Oktober 2019, 18:32:58
Ich habe eine korrigierte Version erhalten. Alles hat jetzt versicherungstechnisch seine Richtigkeit und die Probearbeit kann beginnen.
Alles andere was mit dem Umzug und Verträgen zu tun hat wird nächste Woche besprochen.

Mein SB sagte aber, dass Probearbeit auf Minijobbasis nicht verboten sei. Aber das ist eh egal denn ich habe jetzt den Wisch.
Titel: Re: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung
Beitrag von: Fettnäpfchen am 11. Oktober 2019, 17:49:52
HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 10. Oktober 2019, 18:32:58
Alles andere was mit dem Umzug und Verträgen zu tun hat wird nächste Woche besprochen.
Dann drücke ich mal kräftig die Daumen dass alles klappt!

Ein schönes WE
FN