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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: Schnabeltier am 18. Mai 2020, 17:45:44

Titel: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 18. Mai 2020, 17:45:44
Hallo,
in meiner abschließenden EKS wurden mir Ausgaben herausgestrichen.
Der Bewilligungszeitraum endete im November 2019

1.Ich wurde von dem Finanzamt aufgefordert beginnend mit dem 4. Quartal (Also Jan 2020) in Zukunft nach jedem Quartal die Voranmeldung abzugeben. Dies erfolgte  bisher jährlich. Ich hatte aber auch bereits stolze Umsatzsteuer-Einnahmen. Die da nicht an das FA abgeführt im vorherigen Zeitraum als Einnahme in der EKS gelten. Der der die Buchführung für mich macht, meinte, dass man grundsätzlich auch die "freiwillig" für die letzten Quartale die Voranmeldung abgegeben kann. Dies würde bedeuten, dass zumindest die Umsatzsteuer für Q1-3 meine Einnahmen mindern. Das Geld steht mir ja faktisch nicht zur Verfügung. Gesagt getan. Im November 19 wurde die Voranmeldung für Q1, Q2 und Q3 gemacht und überwies noch am selben Tag die Beträge.
Dies war am Freitag den 29.11..
Was im Kontoauszug so vermerkt wurde.
Buchungstag 02.12.
Valuta 29.11.

Dadurch, dass erst am 02.12. gebucht wurde, strich man mir die Ausgaben nun aus der EKS komplett raus, obwohl die Wertstellung bereits am 29.11. erfolgte und ich folglich überhaupt nicht mehr über diese Beträge verfügen konnte.

Ich finde nur etwas vom Zuflussprinzip beim Einkommen und bei der EKS von tatsächlichen Ausgaben. Für mich ist der Tag der Wertstellung relevant und nicht der Tag an dem irgendwas auf dem Konto bewegt wurde.
Liege ich damit falsch?

2. Meine Buchführung lasse ich privat machen. Betrifft dann auch die EKS. Sind 1-2 Stunden im Monat. Also 15-30 €. Auch dies wurde jetzt rausgestrichen. Ich habe auf den Nachweisen (Rechnungen von Dienstleistern und Kunden die Namen geschwärzt.) Dies wäre bei Ausgaben nicht zulässig. Muss ich wirklich den Namen bekannt geben?
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: crazy am 18. Mai 2020, 18:32:02
...Na ja. Auf Grund des Namens lässt sich ggf herleiten ob es tatsächlich eine betriebliche oder doch eher private Ausgabe ist. Wobei die Rechnungen ja alles enthalten werden inkl der vorgeschriebenen Angaben bei Gewerbe. Erscheint mir daher eher unwahrscheinlich,dass Namen erkennbar sein müsssen. Auch bei Kunden ist man ja an Datenschutz gebunden,wobei einem SB herzlich egal ist ob Herr Meier oder Frau Müller Kunden sind. Er ist ja kein Konkurrent der deine Kunden abwerben könnte.
Wertstellung und Buchung sind für dich vermutlich kriegsentscheidend bezüglich der Durchschnittsberechnung im BWZ?
Da frag mal einen Fachmann wie das geregelt ist. Das JC ist kein Kaufmann und kennt daher diesen Unterschied wohl gar nicht.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: blaumeise am 18. Mai 2020, 19:07:56
Zitat von: Schnabeltier am 18. Mai 2020, 17:45:44
Der der die Buchführung für mich macht, meinte, dass man grundsätzlich auch die "freiwillig" für die letzten Quartale die Voranmeldung abgegeben kann.
Diesen Satz habe ich zwar nicht verstanden, aber:

Zitat von: Schnabeltier am 18. Mai 2020, 17:45:44
Im November 19 wurde die Voranmeldung für Q1, Q2 und Q3 gemacht und überwies noch am selben Tag die Beträge.
Dies war am Freitag den 29.11..
Was im Kontoauszug so vermerkt wurde.
Buchungstag 02.12.
Valuta 29.11.

Hierzu sagt z. B. die Volksabank, dass die Valuta das relevante Datum angibt: https://www.vr.de/privatkunden/unsere-produkte/was-ist-ein-girokonto/kontoauszuege/was-genau-bedeuten-valuta-und-wertstellung.html (https://www.vr.de/privatkunden/unsere-produkte/was-ist-ein-girokonto/kontoauszuege/was-genau-bedeuten-valuta-und-wertstellung.html)

Wenn das JC die Überweisung nicht gelten lassen will für den BWZ, dann würde ich mit obiger Begründung Widerspruch einlegen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 19. Mai 2020, 16:44:05
Zitat von: crazy am 18. Mai 2020, 18:32:02
...Na ja. Auf Grund des Namens lässt sich ggf herleiten ob es tatsächlich eine betriebliche oder doch eher private Ausgabe ist. Wobei die Rechnungen ja alles enthalten werden inkl der vorgeschriebenen Angaben bei Gewerbe.
Da die Rechnung von einer Privatperson erstellt wurde fallen einige der erforderlichen Angaben weg.
Die Rechnungen enthalten aber alle nötigen Angaben wie:
Name und Anschrift des Rechnungsstellers; Name und Anschrift des Kunden; Rechnungsdatum; Leistungsdatum bzw. Leistungszeitraum; Art, Bezeichnung, Menge und/oder Umfang der Leistung; Einzel- und Gesamtpreise; Hinweis auf Privatrechnung bzw. dass eine private Dienstleistung erbracht wurde und der Vermerk auf die Umsatzsteuerbefreiung nach der §19 UStG
Zusätzlich zur Rechnung liegt auch noch eine Quittung vor.
Von der Seite her dürfte es eigentlich nichts zu bemängeln geben. Auch wenn steuerrechtliche Regelungen keine Anwendung finden, kann das Jobcenter ja keine eigenen Anforderungen an eine Rechnung stellen.

Zitat von: crazy am 18. Mai 2020, 18:32:02
Wertstellung und Buchung sind für dich vermutlich kriegsentscheidend bezüglich der Durchschnittsberechnung im BWZ?
Ist es tatsächlich.

Aufgrund meiner telefonischen Rückfrage am gestrigen Tag erging ein Änderungsbescheid in dem die Zahlungen im November nun doch berücksichtigt wurden. Da der Nachzahlungsbetrag aber immer noch sehr deutlich von meinem ermittelten Betrag abweicht, hat sich der Buchhaltungskerl mal der Sache angenommen und die verschiedenen Beträge verglichen.
Da wurde noch mehr Bockmist geschossen.

1. Vorsteuer
In der Anlage EKS wird sowohl die Umsatzsteuer aus den Einnahmen und die Vorsteuer aus den Ausgaben herausgerechnet angegeben. Die Vorsteuer wird als Ausgabe gesondert behandelt.
Für die Berechnung der Einnahmen hat der Sachbearbeiter die Brutto-Beträge verwendet <- zwar falsch aber kein Nachteil
Für die Berechnung der Ausgaben hat der Sachbearbeiter aber die Vorsteuer unter den Tisch fallen lassen und die Netto-Beträge für die Berechnung verwendet. Die Vorsteuer wird auch nicht gesondert behandelt.

2. Telefon und Internetkosten
Die tatsächlichen Angaben wurden nicht berücksichtigt. Der SB verwendete jeden Monat die selbe Pauschale. Die Pauschale entspricht auch nicht dem monatlichen Durchschnitt. Sind zwar nur wenige Euro Unterschied.

3. Die Kosten für die Buchführung werden immer noch nicht berücksichtigt.

4. Raumkosten
Auch hier weichen die Beträge ab. Stromkosten werden zwar anerkannt und auch die Berechnung akzeptiert. Die anteilige Nachzahlung der Stromkosten für die ersten drei Monate aber wiederum nicht. Stattdessen nur der Betrag der letzten drei Monate vom neuen Anbieter. Die Vorsteuer wurde aber hier nicht berücksichtigt.
Dass die anteiligen Raumkosten der Wohnung wie KM, HK und NK von den Kosten der Unterkunft abgezogen werden war ja klar. Dass mir aber die anteiligen Stromkosten aber auch von der KdU abgezogen werden dürfte so nicht eigentlich nicht Ok sein, oder irre ich mich da? Die Kosten von Strom sind doch im Regelsatz enthalten. Der dort errechnete Betrag übersteigt meinen Abschlag auch nicht mal annähernd.

5. Die Ausgaben werden nicht dem entsprechendem Monat zugeordnet. Es ist nicht ohne weiteres möglich zu sehen was wie überhaupt zugeordnet wurde.

6. Einzelne Belege wurden überhaupt nicht berücksichtigt.

Die Beträge summieren sich ganz schön zusammen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sheherazade am 20. Mai 2020, 05:43:12
3. Die Kosten für die Buchführung werden immer noch nicht berücksichtigt.

Diese
Zitat von: Schnabeltier am 18. Mai 2020, 17:45:44
Meine Buchführung lasse ich privat machen. Betrifft dann auch die EKS. Sind 1-2 Stunden im Monat. Also 15-30 €.
mit diesem Hinweis
Zitat von: Schnabeltier am 19. Mai 2020, 16:44:05
Hinweis auf Privatrechnung bzw. dass eine private Dienstleistung erbracht wurde
?

Bist du dir sicher, dass man Schwarzarbeit auf diese Weise legalisieren kann? Ich kenne den Begriff "private Dienstleistung" nicht, ganz ehrlich. Offenbar tut dir (und dem privat tätigen Steuerberater) der SB vom Jobcenter nur einen Gefallen, indem er diese "Rechnungen" ignoriert.

Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Ghostwriter am 20. Mai 2020, 07:19:10
Beitrag doch wieder gelöscht!
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: crazy am 20. Mai 2020, 07:38:17
Und Vorsteuer auf Strom und Wohnung ,nur wenn Du auch einen gewerblichen Vertrag hast. Was bei einer Privatwohnung mit häuslichem Arbeitszimmer eher nicht der Fall ist. Oder schreibt Frau Schnabeltier der Firma Schnabeltier eine Rechnung mit Umsatzsteuer für das Arbeitszimmer mit Neben und Heizkosten,Strom etc bzw hat der Firma Schnabeltier einen MV mit Umsatsteuer gegeben?
Das Telefon müsste ebenfalls ein gewerblicher Vertrag sein,dann ist er sogar zu 100% Betriebskosten. Kostet ca das doppelte,das JC will das aber so,sonst eigentlich 50% der Rechnung aus dem Privatanschluss.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 20. Mai 2020, 09:34:50
Zitat von: Sheherazade am 20. Mai 2020, 05:43:12
Bist du dir sicher, dass man Schwarzarbeit auf diese Weise legalisieren kann? Ich kenne den Begriff "private Dienstleistung" nicht, ganz ehrlich. Offenbar tut dir (und dem privat tätigen Steuerberater) der SB vom Jobcenter nur einen Gefallen, indem er diese "Rechnungen" ignoriert.
Schwarzarbeit zu unterstellen ist jetzt schon heftig. Natürlich ist dies möglich und hat nichts mit Schwarzarbeit zu tun. Auch handelt es sich nicht um einen Steuerberater, sondern lediglich um jemanden der mir die Buchhaltung macht. Ob er seine Einnahmen bei der Steuererklärung angibt, ist eigentlich nicht meine Angelegenheit. Ich gehe aber schwer davon aus, da er sich beim Finanzamt rückversichert hat bzgl. der Einstufung als Gewerbe.

Zitat von: crazy am 20. Mai 2020, 07:38:17
Und Vorsteuer auf Strom und Wohnung ,nur wenn Du auch einen gewerblichen Vertrag hast. Was bei einer Privatwohnung mit häuslichem Arbeitszimmer eher nicht der Fall ist. Oder schreibt Frau Schnabeltier der Firma Schnabeltier eine Rechnung mit Umsatzsteuer für das Arbeitszimmer mit Neben und Heizkosten,Strom etc bzw hat der Firma Schnabeltier einen MV mit Umsatsteuer gegeben?
Die Energiekosten können als Raumkosten anteilig ermittelt werden. Auf Strom fällt auch eine Mehrwerststeuer an die ich geleistet habe. Genauso wie die Raumkosten wie Miete, HK und NK anteilig ermittelt können. Da bedarf es keinen gesonderten Mietvertrag. Bis auf die Nachzahlung und die Vorsteuer wurden die Energiekosten auch anerkannt. Die Vorsteuer wurde aber auch bei den restlichen Ausgaben übergangen.

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Mittlerweile sind noch mehr Fehler aufgetaucht.
Der SB hat in seiner Excel-Tabelle offensichtlich bei einzelnen Monaten zwar eine Summe bei den Ausgaben gebildet, dabei aber anschließende Zellen vergessen mit einzubeziehen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sheherazade am 20. Mai 2020, 09:40:42
Schwarzarbeit zu unterstellen ist jetzt schon heftig. Natürlich ist dies möglich und hat nichts mit Schwarzarbeit zu tun. Auch handelt es sich nicht um einen Steuerberater, sondern lediglich um jemanden der mir die Buchhaltung macht. Ob er seine Einnahmen bei der Steuererklärung angibt, ist eigentlich nicht meine Angelegenheit. Ich gehe aber schwer davon aus, da er sich beim Finanzamt rückversichert hat bzgl. der Einstufung als Gewerbe.

Dann hätte er auch eine Steuernummer, denn freiberuflich gibt es sowas nicht. Ja, es gibt externe gewerbliche Buchhaltungsdienstleister, die können (und werden) aber auch "richtige" Rechnungen ausstellen - "privat" ist da nicht.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Ghostwriter am 20. Mai 2020, 09:43:53
Irgendwie blicke ich nicht ganz durch. Kannst du @ schnabeltier mal einige Begrifflichkeiten klären?

• wer ist damit gemeint .....§ 19 USTG Kleinunternehmerregelung
• in einem anderen Thread sprichst du von .....2 Freiberuflern
• Buchhalter = Privatperson oder gewerbetreibender "Buchhalter"
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 20. Mai 2020, 10:17:08
Zitat von: Sheherazade am 20. Mai 2020, 09:40:42
Dann hätte er auch eine Steuernummer, denn freiberuflich gibt es sowas nicht. Ja, es gibt externe gewerbliche Buchhaltungsdienstleister, die können (und werden) aber auch "richtige" Rechnungen ausstellen - "privat" ist da nicht.
Bitte informiere dich korrekt, denn du liegst falsch!

Zitat von: Ghostwriter am 20. Mai 2020, 09:43:53
• wer ist damit gemeint .....§ 19 USTG Kleinunternehmerregelung
Zitat von: Ghostwriter am 20. Mai 2020, 09:43:53
• Buchhalter = Privatperson oder gewerbetreibender "Buchhalter"
Privatperson ohne Gewerbe die mir die Buchhaltung macht. Wenn eine Rechnung erstellt wird, muss eben auch ein Hinweis auf der Rechnung stehen, dass die Person von der Umsatzsteuer befreit ist.

Zitat von: Ghostwriter am 20. Mai 2020, 09:43:53
• in einem anderen Thread sprichst du von .....2 Freiberuflern
Ist nicht mein Thread. Die 2 Freiberuflern bezogen sich dort auf den Threadersteller.

Ich habe einen Nachweis und Zahlungsbeleg für die erbrachten Dienstleistungen und Kosten. Mir kann es am Ende egal sein ob und wie dies beim Finanzamt angegeben wird. Auch wenn ich mir sicher bin, dass dies schon richtig ablaufen wird.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: crazy am 20. Mai 2020, 10:37:08
Schnabeltier,
ja auch auf Privatstromverträge fällt Umsatzsteuer an. Aber nur, wenn Du einen gewerblichen Vertrag hast, kannst du die Vorsteuer auch betrieblich absetzen. Du hast einen Privatstromvertrag und rechnest daraus nur den Anteil für dein häusliches Arbeitszimmer raus- Schlussrechnung und davon X Prozent. Du als Frau Schnabeltier verkaufst der Firma Schnabeltier nicht den Strom, denn dann müsstest Du noch mal extra Umsatzsteuer oben drauf setzen.
Ich hab regelmäßig mit Vermietung gewerblich und nicht gewerblich zu tun.
Für die wenigsten Mieter und auch Vermieter lohnt es sich hier einen gewerblichen Mietvertrag mit Umsatzsteuer zu vereinbaren.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 08:59:44
Zitat von: crazy am 20. Mai 2020, 10:37:08
Du hast einen Privatstromvertrag und rechnest daraus nur den Anteil für dein häusliches Arbeitszimmer raus- Schlussrechnung und davon X Prozent.
Ich habe bereits den Anteil (prozentual) herausgerechnet. Auch bei einem Privatstromvertrag wird die MwSt berechnet. Prozentual wird diese MwSt natürlich dann auch den Ausgaben zugeordnet und als Vorsteuer behandelt. In der Anlage EKS muss wie auch bei der steuerrechtlichen Buchhaltung die Vorsteuer gesondert eingetragen/gebucht werden. Der SB hat aber die Vorsteuer außen vor gelassen. Dies aber nicht nur bei den Energiekosten. Außerdem hat er die Schlussrechnungen und die anteilige Zahlungen ignoriert und statt dessen nur den anteiligen Betrag aus den laufenden Abschlagsanzahlungen (neuer Rechnungszeitraum).

Die Nachzahlung aus der Schlussrechnung wurde auch anteilig nicht anerkannt/ignoriert/übersehen/whatever.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 21. Mai 2020, 09:25:26
Was sagt denn dein privater Steuerberater/Buchführer dazu? Schließlich bezahlst du ihn - mit Verlaub ziemlich schäbig - ja dafür?
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 11:14:36
Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 09:25:26
Was sagt denn dein privater Steuerberater/Buchführer dazu? Schließlich bezahlst du ihn - mit Verlaub ziemlich schäbig - ja dafür?
Eine Bewertung in der Form steht dir weder zu noch hat sie etwas mit diesem Thread zu tun. Die Entlohnung ist alleinig Sache zwischen mir und dem der mir die Buchhaltung macht. Auch für was ich ihn genau ist alleine meine Sache. Vielmehr erschleicht sich mir der Eindruck, dass dieser Beitrag eine Retourkutsche sein soll. Bitte unterlasse solche Bewertungen in Zukunft in meine Richtung und beschränke dich auf das Thema.

Das Arbeitszimmer wird ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt wird und dient als Mittelpunkt meiner betrieblichen Tätigkeit. Was auch vom FA in der Form so anerkannt ist.
Die Buchhaltung wurde nach Steuerrecht vorgenommen und die Kosten wie:
- Miet-, Neben- und Heizkosten
- Stromkosten
wurden anteilig auf den Raum in Abzug vom Gewinn gebracht und die MwSt. vermindert in erster Linie die Umsatzsteuerzahllast.

Im SGB II vermindert die Vorsteuer nicht in erster Linie die Umsatzsteuerzahllast, weil es auf die tatsächliche Zahlung ankommt. Die Vorsteuer wird den Ausgaben zugeordnet und vermindern direkt den Gewinn.

Die Stromkosten als Raumkosten wurden auch generell anerkannt.  Nur die MwSt. nicht.


Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Ghostwriter am 21. Mai 2020, 12:54:06
@ schnabeltier,

Zitat von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 11:14:36
Die Stromkosten als Raumkosten wurden auch generell anerkannt.  Nur die MwSt. nicht.

....und genau darauf zielt die Nachfrage von "@orakel":

Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 09:25:26
Was sagt denn dein privater Steuerberater/Buchführer dazu?

Ich wiederhole die Frage mal: "Was sagt dein Buchhalter dazu?"
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: blaumeise am 21. Mai 2020, 13:03:44
Zitat von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 11:14:36
Das Arbeitszimmer wird ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt wird und dient als Mittelpunkt meiner betrieblichen Tätigkeit. Was auch vom FA in der Form so anerkannt ist.
Die Buchhaltung wurde nach Steuerrecht vorgenommen und die Kosten wie:
- Miet-, Neben- und Heizkosten
- Stromkosten
wurden anteilig auf den Raum in Abzug vom Gewinn gebracht und die MwSt. vermindert in erster Linie die Umsatzsteuerzahllast.

Im SGB II vermindert die Vorsteuer nicht in erster Linie die Umsatzsteuerzahllast, weil es auf die tatsächliche Zahlung ankommt. Die Vorsteuer wird den Ausgaben zugeordnet und vermindern direkt den Gewinn.


Falls der SB noch keinen abschließenden Bescheid erlassen hat zu seiner geänderten aEKS, würde ich u. a. mit dieser Argumentation einen Widerspruch ankündigen, falls er bei diesen Änderungen bleibt und nicht deine tatsächlichen, belegbaren Ausgaben berücksichtigt. Auch zu den anderen Punkten würde ich natürlich etwas schreiben.

Die Daten von Kunden darfst du schwärzen, ob du die von Dienstleistern schwärzen darfst - eigentlich gibt es keinen Grund, warum die sichtbar sein müssen. Der Text, was du gekauft hast, der ist relevant und muss sichtbar sein. Ich würde daher schreiben, dass diese Daten nicht leistungsrelevant sind und es daher eine unnötige und unzulässige Datenerhebung ist.

Die fehlende monatliche Zuordnung ist am Ende zweitrangig, da am Ende sowieso der Durchschnitt hergenommen wird. Du kannst höchstens anmerken, dass du seine Änderungen dadurch gar nicht mehr nachvollziehen kannst, da auch keine Erläuterungen dabeistehen (vermute ich mal).

Wenn du bei Telefon- und Internetkosten die tatsächlichen betrieblichen Kosten belegen kannst, muss er diese hernehmen. Wenn du den Anschluss auch privat nutzt, nur 50% der Gesamtkosten.

Die Vorsteuer muss er natürlich mit hineinnehmen.

Hat er eine Begründung angegeben, warum er die Rechnung des Steuerberaters nicht anerkannt hat, außer dass der Name geschwärzt war?
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 21. Mai 2020, 17:49:34
Die Vorsteuer wird den Ausgaben zugeordnet und vermindern direkt den Gewinn.

Ist doch rechtlich korrekt. Wo liegt das Problem?

2. Meine Buchführung lasse ich privat machen. Betrifft dann auch die EKS. Sind 1-2 Stunden im Monat. Also 15-30 €.

Schäbig! Für einen Selbständigen entspricht das unter dem Strich noch nicht einmal dem gesetzlichen Mindestlohn. ICH würde für einen solch mickrigen Stundensatz nicht arbeiten, auch nicht für gute Freunde. Im Übrigen lasse ich auch nicht für solche Stundenhonorare arbeiten ...

Die Entlohnung ist alleinig Sache zwischen mir und dem der mir die Buchhaltung macht. Auch für was ich ihn genau ist alleine meine Sache.

Stimmt! Macht die Sache aber nicht besser ...
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 21. Mai 2020, 19:15:23
Die te wird ihren selbständigen Buchhalter nicht mit vorgehaltener Pistole zum Niedriglohn gezwungen haben.

Deine Einstellung @Orakel ist durchaus ehrenhaft aber, es ist die Angelegenheit der te und ihres Buchhalter.es gibt viele Buchhalter die von zu Hause aus arbeiten und kontieren und alles sonstige rund um die Buchführung erledigen
Es ist ein ganz normaler Vorgang.



@Schnabeltier
Es ist aber natürlich etwas komisch hier den Namen zu schwärzen. Das macht ein etwas eigenartigen Eindruck nach außen..diesen Punkt würde ich mit deinem Buchhalter besprechen und eine Steuernummer muss er haben. Egal ob gewerblich oder freiberuflich hat man eine Steuernummer

Aber da hat dich Blaumeise bereits gefragt ob es noch andere Gründe gibt die Rechnung nicht anzuerkennen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 19:21:56
Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 19:15:23
Die te wird ihren selbständigen Buchhalter nicht mit vorgehaltener Pistole zum Niedriglohn gezwungen haben.

Es soll ja sogar Selbständige geben, die nach erfolgter Dienstleistung kein Geld sehen, somit Arbeit für 0 Euro geleistet haben.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 21:38:47
Zitat von: blaumeise am 21. Mai 2020, 13:03:44
Falls der SB noch keinen abschließenden Bescheid erlassen hat zu seiner geänderten aEKS,
Es handelt sich bereits um den abschließenden Verwaltungakt.
Zitat von: blaumeise am 21. Mai 2020, 13:03:44
ob du die von Dienstleistern schwärzen darfst - eigentlich gibt es keinen Grund, warum die sichtbar sein müssen.
Sehe ich grundsätzlich auch so. Eine Anfrage an den Landesdatenschutzbeauftragten (Weil Optionskommune) geht dieses Wochenende noch raus. Rechnungen von großen Unternehmen wie Telekom etc. habe ich auch nicht geschwärzt. Hier handelt es sich aber um eine Privatperson, da will ich wie bei meinen Kunden dem Datenschutz auch einen anderen Stellenwert zuschreiben. Ich denke auch nicht, dass Daten Dritter in der Form nötig sind. Auch lässt sich ja auch mit der EÜR für das Jahr 2019 die Ausgaben und Einnahmen in der Summe überprüfen, da Einnahmen und Ausgaben identisch sind. Hier wird nicht getrickst. Sämtliche Angaben sind korrekt.

Zitat von: blaumeise am 21. Mai 2020, 13:03:44
Hat er eine Begründung angegeben, warum er die Rechnung des Steuerberaters nicht anerkannt hat, außer dass der Name geschwärzt war?
Begründet wurde dies nur mündlich über das Fallmanagement. Worte sind aber geduldig. Im Bescheid selbst ist nur davon die Rede, das lediglich Ausgaben anerkannt worden sind die auch durch Belege nachgewiesen wurden. Nichts davor und nichts dahinter.
Den Widerspruch habe ich jetzt erst einmal noch nicht eingereicht. Sind immer noch dabei herauszufinden und zu puzzeln was eigentlich alles wie schief gegangen ist. Werde denke ich erst einmal den Weg der kombinierten Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde gehen. Zusätzlich mal schriftlich anfragen warum die Kosten nicht anerkannt worden sind. Zumindest wenn sich keine andere Idee ergibt.
Ich kann ja verstehen, dass durch die Corona-Zeit Mehrarbeit entsteht und Fehler passieren können. Ich kann auch grundsätzlich verstehen das Fehler menschlich sind. Was hier aber gelaufen ist für mich einfach nur unprofessionell, wenn nicht sogar schlampig. Denke dass über das Wochenende alle Fehler aufgetaucht sind.

Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 19:15:23
Es ist aber natürlich etwas komisch hier den Namen zu schwärzen. Das macht ein etwas eigenartigen Eindruck nach außen..diesen Punkt würde ich mit deinem Buchhalter besprechen und eine Steuernummer muss er haben. Egal ob gewerblich oder freiberuflich hat man eine Steuernummer
Ja, für eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit wird eine Steuernummer benötigt. Hier liegt aber weder eine gewerbliche noch eine freiberufliche Tätigkeit vor. Sondern eine reine private Dienstleistung. Für eine solche wird keine eigene Steuernummer benötigt. Die Tätigkeit ist nicht gewinnorientiert angelegt. Was bei einem höherem "Lohn" eben auch so eingestuft werden könnte. Auch vom Finanzamt gab es die Rückmeldung, dass wenn sich die Tätigkeit auf meine Person beschränkt, sich in der genannten Höhe befindet eben keine gewerbliche Tätigkeit vorliegt.
Ich hoffe dass dieser Part endlich erledigt ist.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 21:46:56
Zitat von: Schnabeltier am 21. Mai 2020, 21:38:47
Auch vom Finanzamt gab es die Rückmeldung, dass wenn sich die Tätigkeit auf meine Person beschränkt, sich in der genannten Höhe befindet eben keine gewerbliche Tätigkeit vorliegt.
Ob eine Gewerbetätigkeit vorliegt oder nicht, beurteilt aber nicht das Finanzamt, sondern das Gewerbeamt am Wohnsitz der betreffenden Person oder auch die zuständige Gewerbeaufsicht der Kreisbehörde.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 21. Mai 2020, 22:05:40
Naja das Finanzamt kann durchaus entscheiden und das Gewerbeamt muss das dann akzeptieren. Wenn sie es auch nicht mit Begeisterung tun.


Allerdings muss die Steuernummer da sein ansonsten stimmt da was nicht und logisch akzeptiert das Jobcenter die Rechnung ohne Name und als Privatrechnung nicht. Hier müssen ordentliche Rechnungen her.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 22:09:14
Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 22:05:40
Naja das Finanzamt kann durchaus entscheiden und das Gewerbeamt muss das dann akzeptieren.
Spannende Aussage, die du gesetzlich bestimmt belegen kannst, dass das Finanzamt in Gewerbeangelegenheiten zuständig ist.

... und im Gegenzug wird das Gewerbeamt dir sicherlich mitteilen, ob du die Einkünfte versteuern mußt?  :lachen:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 21. Mai 2020, 22:29:18
Ich habe 30 Jahre lang Selbständige falsch beraten und keiner hat's gemerkt ... bis @Angie69 kam ...  :lol:

In den Finanzämtern und Gewerbeämtern sitzen aber auch Deppen ...   :lachen:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 22:32:37
Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 22:29:18
Ich habe 30 Jahre lang Selbständige falsch beraten und keiner hat's gemerkt .
Ja, vielleicht hast du im falschen Teil Deutschlands gelebt.  :lachen:

Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 22:29:18
In den Finanzämtern und Gewerbeämtern sitzen aber auch Deppen ... 
... was sich hoffentlich bald ändern wird, wenn sie hier im Forum nachlesen.  :cool:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 21. Mai 2020, 22:33:21
Ich habe es selbst erlebt.

Aber habe dir etwas heraus gesucht

Zitat

Das ist nicht immer ganz einfach, die letzte Entscheidung, ob ein Unternehmer sich als Gewerbebetrieb oder Freiberufler ansehen darf, trifft das Finanzamt, das aufgrund bestimmter Kriterien die Einteilung der Selbstständigen vornimmt. Die Zuordnung entscheidet beispielsweise auch darüber, ob ein Unternehmer Gewerbesteuer zahlen muss oder nicht.




Zitat
als freiberuflich einzuordnen sind. Dazu zählen beispielsweise Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, beratende Volks- und Betriebswirte, Steuerberater, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Journalisten, Dolmetscher und ähnliche Berufe. Der Katalog ist nicht vollständig
Bei vergleichbaren Berufen entscheidet das Finanzamt im Einzelfall.


https://www.selbststaendig.de/unterschied-gewerbe-anmelden-freiberufler


Anmerkung: geht man zuerst zum Gewerbeamt werden die einem natürlich sagen dass man ein Gewerbe ist (außer bei den eindeutigen Freiberufler)
Geht man zuerst zum Finanzamt kann es ganz anders aussehen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 21. Mai 2020, 22:50:59
 :lol: :lachen: :lol: :lachen: :lol: :lachen:

Und wenn man zuerst auf's Standesamt geht, kann es wieder ganz anders aussehen ...
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 21. Mai 2020, 23:01:01
Es war klar dass du nicht zugeben kannst wenn du etwas Neues erfährst und es ins lächerliche ziehst.
Aber ich habe es nicht nötig weiter Erklärungen zu liefern.

Die te steht mit ihren Problemen im Mittelpunkt
Und sie muss sich da mit ihrem Buchhalter zusammen setzen bezüglich der Rechnung. Er soll ordentliche Rechnung erstellen mit Steuernummer und Nummerierung und gut ist
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 21. Mai 2020, 23:10:38
DU musst mir meinen Job ganz sicher nicht erklären!

Und sie muss sich da mit ihrem Buchhalter zusammen setzen bezüglich der Rechnung. Er soll ordentliche Rechnung erstellen mit Steuernummer und Nummerierung und gut ist

Wenn der Buchhalter die Dienstleistung als Privatperson (meinetwegen in Nachbarschaftshilfe oder als Freundschaftsdienst) erbringt, dann hat er keine Steuernummer! Wenn sein Einkommen weniger als 410 Euro im Jahr beträgt, dann ist er noch nicht einmal einkommensteuer(-erklärungs)pflichtig.

Das heißt aber nicht, dass seine Tätigkeit nicht als Gewerbetätigkeit einzustufen wäre, denn die Tätigkeit ist zB auf Dauer angelegt und es besteht Gewinnerzielungsabsicht. Diese Beurteilung obliegt dem zuständigen Gewerbeamt, wobei es absolut irrelevant ist, ob das Gewerbeamt "zuerst aufgesucht" wird.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 22. Mai 2020, 09:04:06
Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 22:05:40
Allerdings muss die Steuernummer da sein ansonsten stimmt da was nicht und logisch akzeptiert das Jobcenter die Rechnung ohne Name und als Privatrechnung nicht. Hier müssen ordentliche Rechnungen her.
Die Rechnung weisen die nötigen Angaben auf. Eine Steuernummer gehört def. nicht dazu. da kein Gewerbe. Da muss dann die Steuernummer oder die Umsatzsteuernummer stehen. Außerdem dürfte im Sozialrecht auch nicht auf die absolut fehlerfreie Rechnung ankommen. Im Zweifel wird die Rechnung korrigiert. Was aber überhaupt nicht gefordert wurde.
Davon abgesehen liegen dem Sachbearbeiter von mir auch nur Rechnungen vor auf den bis auf das Rechnungsdatum und Nummer alle anderen Angaben fehlen. Steuernummer etc. findet sich auf dem Briefpapier. Der SB hat von mir nur die Rechnungsbelege die ich als einfaches Formular vom Programm aus ausdrucken kann. Da wurde auch nichts beanstandet.

ich werde schauen was auf meine Nachfrage hin geantwortet wird.

Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 22:29:18
Ich habe 30 Jahre lang Selbständige falsch beraten und keiner hat's gemerkt ... bis @Angie69 kam ..
Naja, du wolltest mir auch diesen und noch viel mehr Unsinn in einem anderen Thread ans Bein binden:
Zitat von: Orakel am 19. April 2020, 06:54:45
Du bist aber nicht Vermieter deines Arbeitszimmer, zB auch kein Energielieferant. Für eine Abrechnung der mit dem Arbeitszimmer vermeintlich verbundenen Kosten fehlt es dir an einer rechtlichen Grundlage. Du darfst mit dir selbst weder einen Mietvertrag, noch zB einen Energieliefervertrag abschließen.
Zitat von: Orakel am 19. April 2020, 06:54:45
Die Angaben in Zeile B3 der Anlage EKS beziehen sich auf Gewerberäume, die nicht mit einem Arbeitszimmer in einer Mietwohnung gleichzusetzen sind.
Zitat von: Orakel am 19. April 2020, 17:47:43
Soweit nach Steuerrecht zulässig, kannst du natürlich in deiner Steuererklärung das Arbeitszimmer geltend machen, jedoch nicht als Betriebsausgabe zur Berechnung deines Einkommens aus selbständiger Tätigkeit und das macht durchaus Sinn.
Würden die Kosten für das Arbeitszimmer nach steuerrechtlichen Gesichtspunkten berechnet, würde dies bedeuten, dass zB x % deines Stromverbrauchs als geschäftlich bedingt angenommen würden. Das ist aber nicht Sinn und Zweck von Sozialleistungen.
Von Einsicht konnte man hier auch nicht sprechen. Im Gegenteil!

Zitat von: Orakel am 21. Mai 2020, 23:10:38
Das heißt aber nicht, dass seine Tätigkeit nicht als Gewerbetätigkeit einzustufen wäre, denn die Tätigkeit ist zB auf Dauer angelegt und es besteht Gewinnerzielungsabsicht
Nein, diese Absicht besteht nicht. Hat genau so auch das FA bereits eingestuft. Aber die auf dem Finanzamt haben ja auch keine Ahnung! Das FA hat nichts zu beanstanden.

Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 22:33:21
Anmerkung: geht man zuerst zum Gewerbeamt werden die einem natürlich sagen dass man ein Gewerbe ist (außer bei den eindeutigen Freiberufler)
Geht man zuerst zum Finanzamt kann es ganz anders aussehen.
Genau so sieht es aus. Ich hab zu Beginn nebenbei und absolut unregelmäßig ein bis drei Aufträge im Jahr gehabt. Beim Gewerbeamt hieß es, dass ich das Gewerbe anmelden muss. Beim FA bei der ersten EÜR gab es dann die Info, dass ich dies alles hätte sparen können, da dies noch nicht als gewerbsmäßige Tätigkeit einzustufen wäre. Die Anmeldung kostet Gebühren und nur um diese Gebühren geht es.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Tu' was du für richtig hältst, da du eh alles besser weißt.

Wenn du dich in deinen Rechten verletzt fühlst, musst du gegen den Verwaltungsakt mit einem Widerspruch vorgehen. Eine Information an den Datenschutzbeauftragten helfen dir ebenso wenig wie eine Fach- und/oder eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

Was dir telefonisch ad hoc von einem Mitarbeiter des Jobcenters zugesagt wurde, hat die gleiche Rechtswirksamkeit wie ein Wetterbericht.

Du erwartest hier Empfehlungen und Hinweise auf Zuruf. Das kann aber nicht funktionieren. Niemand hier weiß, ob, in welchem Umfang und welcher Form du Betriebsausgaben nachgewiesen hast. Jedenfalls ist die Begründung des Jobcenters, dass nur nachgewiesene Ausgaben anerkannt werden können, korrekt und rechtlich nicht zu beanstanden.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 22. Mai 2020, 11:25:21
Zitat von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Tu' was du für richtig hältst, da du eh alles besser weißt.
Habe ich nie behauptet. Deine Feststellungen sind nur weder fundiert noch richtig und dies leider in Reihe.

Zitat von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Wenn du dich in deinen Rechten verletzt fühlst, musst du gegen den Verwaltungsakt mit einem Widerspruch vorgehen.
Was am Ende auch passieren wird, wenn der Verwaltungsakt nicht entsprechend korrigiert. Habe ich auch nie auschlossen. Fristwahrend sowieso.
Zitat von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Eine Information an den Datenschutzbeauftragten helfen dir ebenso wenig
Grundsätzlich ist der Landesdatenschutzbeauftragte auch weisungsbefugt. Außerdem hilft die Sichtweise auch bei der Begründung des Widerspruchs.
Zitat von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Fach- und/oder eine Dienstaufsichtsbeschwerde.
Ja ich weiß, fristlos, formlos, fruchtlos blablabla. Dennoch kann die Beschwerde vor dem Widerspruch hilfreich sein. Vielleicht dass die groben und schlampigen Fehler bereits vor dem Widerspruchsverfahren korrigiert werden. Deine Feststellungen sind auch diesmal nachweislich nicht korrekt. Du behauptest einfach nur pauschal irgendetwas.

Zitat von: Orakel am 22. Mai 2020, 09:23:16
Du erwartest hier Empfehlungen und Hinweise auf Zuruf. Das kann aber nicht funktionieren. Niemand hier weiß, ob, in welchem Umfang und welcher Form du Betriebsausgaben nachgewiesen hast.
Konkrete Fragen zu den Nachweisen habe ich beantwortet. Ich werde sicherlich keine Rechnungen oder Belege hier einstellen.
Offensichtlich geht es dir nur um die Suche nach dem Haar in der Suppe. Deine Beiträge helfen mir nicht weiter, da entweder nachweislich falsch sind oder am Ende vielleicht doch irgendwie Oberwasser zu bekommen.

Die Beiträge von @crazy und @Angie69 haben zumindest dazu geführt, dass ich mich selbst noch mal informiere. Auch wenn ich am Ende zu einem anderen Ergebnis komme.  Andere haben meine Gedanken ergänzt und/oder bestätigt. Wofür ich auch sehr dankbar bin. Dir geht es nur darum irgendwas zu finden was du ausschlachten und kritisieren kannst. Selbst damit scheiterst du. Lass uns beide doch einfach getrennte Wege gehen.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Orakel am 22. Mai 2020, 11:29:18
 :bye:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 12:01:15
@Schnabeltier

Grad der letzte Absatz ist sehr treffend.  :sehrgut:

Ich finde es gut wenn du dich nocheinmal genau informierst.

Beitrag 21 von @Blaumeise ist vielleicht auch noch eine gute Anregung für dich.


Viel Erfolg  :ok:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
So gestern hat der Leistungsträger den "Fehler"-Katalog bekommen. Alles sauber in Tabellen mit Markierungen.

Zusammenfassend sind folgende Fehler entstanden.

1. Berechnung der Kosten der Unterkunft
Bei der Berechnung der Kosten der Unterkunft hat der/die SB die falsche Kaltmiete veranschlagt und die Kosten für den Stellplatz nicht berücksichtigt.
(Bevor Nachfragen kommen -> der Stellplatz ist in der Berechnung des aktuellen und des nächsten BWZ enthalten. Der Stellplatz an sich ist also nicht das Problem)
Dazu kommt der Abzug der Raumkosten des Arbeitszimmers. Hier wurden von den KdU auch die Kosten für den Strom angezogen. Der Strom macht nur einen Bruchteil des Fehlers aus.

2. Berechnung des Einkommens aus der Selbständigkeit
- Keine Berücksichtigung der Mehrwehrtsteuer als Vorsteuer bei den Ausgaben.
- Pauschale Berücksichtung der Telefon/Internetkosten die auch nicht dem Durchschnitt entspricht.
- Keine Berücksichtigung der Beraterkosten
- Ausgaben in den falschen Monaten eingetragen.
- Ausgaben doppelt eingetragen, dafür dann aber andere Ausgaben im selben Monat wiederum nicht.
- Stromkosten auch einfach überall den selben Betrag eingetragen. Da es aber auch zu einer Nachzahlung und einer Abschlagserhöhung unterscheidet sich die Höhe. Zwar nur gering, aber sie unterscheidet sich.
- In der Excel-Tabelle offensichtlich die Summe nicht über den kompletten Teil der Ausgaben im Monat gebildet.

Mit allem Zusammen komme ich auf eine offene Nachzahlung von über 950,00 €
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 21. Juni 2020, 13:27:16
Ich habe nun endlich Rückmeldung von der Rechtsabteilung bzgl. der Beschwerde bekommen. Widerspruch habe ich aber inzwischen auch eingereicht.
Es gab nun einige Änderungen am ursprünglichen Bescheid.

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
1. Berechnung der Kosten der Unterkunft
Hier wurden die Kaltmiete korrigiert und nun auch der Stellplatz berücksichtigt.
Auch die sonstigen Raumkosten wie Strom werden nicht mehr den KdU gegengerechnet.

Zu 2.
Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Keine Berücksichtigung der Mehrwehrtsteuer als Vorsteuer bei den Ausgaben.
Nun wird die Vorsteuer teilweise berücksichtigt und anderer Stelle wiederum nicht.
Teilweise sind die Kosten nun auch doppelt berechnet worden Einmal mit und einmal ohne Vorsteuer.
Dazu wird geschrieben:
Die Vorsteuer stellen einen durchlaufenden Posten dar, der bereits dadurch Berücksichtigung findet, dass sämtliche Rechnungen mit Bruttowerten abgesetzt werden. Dies wurde im Bescheid auch so erläutert.
Nur leider wird eben nicht der Brutto- sondern der Nettowert abgesetzt.
Sowas von unnötig. Ich wies darauf hin, dass es keinen Sinn macht die gesonderte Ausweisung der Vorsteuer zu fordern und lediglich die Nettowerte in die Tabelle einzutragen sind nur um im Anschluss den Bruttowert zu verwenden. Wobei ja noch nicht mal der Bruttowert genutzt wird. Einfach eine unnötige Fehlerquelle.

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Pauschale Berücksichtung der Telefon/Internetkosten die auch nicht dem Durchschnitt entspricht.
Hierzu wird ausgeführt, dass man als angemessene Kosten für einen Festnetzanschluss inkl. Internet lediglich einen mtl. Betrag von 20,00 € anerkennt. Ebenso für einen Mobilfunkanschluss inkl. Allnet und Internetflatrate. Davon natürlich auch nur 50% berücksichtigt. Also max. 10,00 anerkannt werden.
Der Betrag wurde ermittelt aus den durchschnittlichen Preisen verschiedener Anbieter.
Bei mir geht es hier zwar nur um ein paar Euro, dennoch finde ich dies schon recht dreist.
Dürfte doch so überhaupt nicht zulässig sein.

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Keine Berücksichtigung der Beraterkosten
Die Zahlungsbelege hat versehentlich nicht beachtet. Die Belege sind wohl untergegangen :lachen:

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Ausgaben in den falschen Monaten eingetragen.
Hier können keine Fehler gefunden werden. Habe ich sogar farblich markiert eingereicht.
Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Ausgaben doppelt eingetragen, dafür dann aber andere Ausgaben im selben Monat wiederum nicht.
Auch hier können keine Fehler gefunden werden. Auch hier habe ich dies sogar farblich markiert und eigentlich alles sehr umfangreich erläutert was wie wo warum.

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- Stromkosten auch einfach überall den selben Betrag eingetragen. Da es aber auch zu einer Nachzahlung und einer Abschlagserhöhung unterscheidet sich die Höhe. Zwar nur gering, aber sie unterscheidet sich.
Wurde ignoriert.

Zitat von: Schnabeltier am 26. Mai 2020, 11:29:39
- In der Excel-Tabelle offensichtlich die Summe nicht über den kompletten Teil der Ausgaben im Monat gebildet.
Die hinterlegte Formel muss versehentlich überschrieben worden sein. Blubibiulub.

Zusammengefasst fehlen noch knapp 70,00 €







Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Angie69 am 21. Juni 2020, 13:29:36
Ist doch ein super Ergebnis bisher  :sehrgut:

Gut gemacht  :ok:
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
Zitat von: Schnabeltier am 21. Juni 2020, 13:27:16
Nun wird die Vorsteuer teilweise berücksichtigt und anderer Stelle wiederum nicht.
Teilweise sind die Kosten nun auch doppelt berechnet worden Einmal mit und einmal ohne Vorsteuer.
Dazu wird geschrieben:
Die Vorsteuer stellen einen durchlaufenden Posten dar, der bereits dadurch Berücksichtigung findet, dass sämtliche Rechnungen mit Bruttowerten abgesetzt werden. Dies wurde im Bescheid auch so erläutert.
Nur leider wird eben nicht der Brutto- sondern der Nettowert abgesetzt.
Sowas von unnötig. Ich wies darauf hin, dass es keinen Sinn macht die gesonderte Ausweisung der Vorsteuer zu fordern und lediglich die Nettowerte in die Tabelle einzutragen sind nur um im Anschluss den Bruttowert zu verwenden. Wobei ja noch nicht mal der Bruttowert genutzt wird. Einfach eine unnötige Fehlerquelle.

Diesen Abschnitt verstehe ich nicht. Heißt das, du hast in der EKS nicht aufgeteilt zwischen Nettowert und Vorsteuerbetrag? Ist denn die Vorsteuer in den Rechnungen ausgewiesen? Oder hast du Nettobetrag und Vorsteuerbetrag getrennt in die EKS geschrieben und der SB hat den Vorsteuerbetrag nicht mit dazugezählt?

Zitat von: Schnabeltier am 21. Juni 2020, 13:27:16
Der Betrag wurde ermittelt aus den durchschnittlichen Preisen verschiedener Anbieter.
Das ist nicht in Ordnung, sie müssen schon deine konkreten monatlichen Telefon- und Internetkosten hernehmen als Berechnungsgrundlage. Davon 50 % sind aber meines Erachtens okay, falls du nicht einen Zweitanschluss nur für die Arbeit hast.

In welchem Monat die Einnahmen und Ausgaben nun waren und berücksichtigt werden, ist letztlich egal, da eh alles zusammengezählt wird und der Durchschnitt gebildet wird. Da würde ich nicht weiter drauf herumreiten. Es sei denn, etwas fällt in einen ganz anderen BWZ.

Die Stromkosten müssen natürlich ebenfalls angepasst werden.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: Schnabeltier am 21. Juni 2020, 16:23:53
Zitat von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
Heißt das, du hast in der EKS nicht aufgeteilt zwischen Nettowert und Vorsteuerbetrag?
Doch habe ich.
Zitat von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
Ist denn die Vorsteuer in den Rechnungen ausgewiesen?
Selbstverständlich...
Zitat von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
Oder hast du Nettobetrag und Vorsteuerbetrag getrennt in die EKS geschrieben und der SB hat den Vorsteuerbetrag nicht mit dazugezählt?
Der SB hat angeblich mit dem Bruttowert gerechnet. Was er aber nur teilweise gemacht hat.

Zitat von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
Davon 50 % sind aber meines Erachtens okay, falls du nicht einen Zweitanschluss nur für die Arbeit hast.
Steht außer Frage. Habe ich auch nicht anders angegeben.

Zitat von: blaumeise am 21. Juni 2020, 14:51:45
In welchem Monat die Einnahmen und Ausgaben nun waren und berücksichtigt werden, ist letztlich egal, da eh alles zusammengezählt wird und der Durchschnitt gebildet wird. Da würde ich nicht weiter drauf herumreiten. Es sei denn, etwas fällt in einen ganz anderen BWZ.
Grundsätzlich mag dies stimmen. Wenn die Zahlen im Ergebnis stimmen, sehe ich da insoweit auch keine Probleme. Nur wenn man den Bescheid überprüfen will und der SB solch ein Kuddelmuddel veranstaltet, wird dies erschwert bzw. sogar unmöglich. Ich kann z.B. nicht nachvollziehen wie er zu gewissen Zahlen überhaupt kommt.
Ich würde sagen, dass so die Anforderungen an den §35 SGB X (verbessert) nicht erfüllt sind.
Die Begründung soll den Verwaltungsakt ja verständlich und nachvollziehbar machen. Sie soll soll auch die Möglichkeit der Überprüfung des tatsächlichen Sachverhaltes und der rechtlichen Begründung bieten, um die Frage von Rechtsbehelfen prüfen zu können. Die Berechnung ist Teil der Begründung. Wenn diese nicht nachvollziehbar ist, wie soll denn dann eine vernünftige Prüfung überhaupt statt finden können.
 
Warum muss meine Optionskommune da so einen Mist veranstalten. So wie da gearbeitet wird sind Fehler doch vorprogrammiert.
Titel: Re: Problem - Ausgaben beim abschließenden EKS wurden rausgerstrichen
Beitrag von: blaumeise am 21. Juni 2020, 16:42:43
Zitat von: Schnabeltier am 21. Juni 2020, 16:23:53
Ich würde sagen, dass so die Anforderungen an den §35 SGB I nicht erfüllt sind.
Du meinst § 35 SGB X. Aber ja, der Bescheid genügt in dieser Hinsicht nicht.

Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als den Widerspruchsbescheid abzuwarten - in der Hoffnung, dass in der Abteilung kundigere Leute sitzen - und ggfs. Klage zu erheben.