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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:06:45

Titel: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:06:45
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und bringe eine Frage mit. Es geht um die Weiterbewilligung meiner Wohnungsgröße bzw. vielmehr der -Kosten in Bezug auf die aktuelle Corona Situation.

Meine Wohnung wird im Rahmen der ALG II Leistungen komplett vom Amt übernommen. Ende letzten Jahres erhielt ich ein Schreiben mit dem Hinweis, dass diese zu teuer sei und der Aufforderung, dass ich ab Juli 2020 umziehen sollte oder in meinem Fall eine/n neue/n Mitbewohner/in suchen sollte. Mein Antrag auf Weiterbewilligung wurde zum 01.04.2020 bewilligt für ein weiteres Jahr. Darin sind die gekürzten Leistungen der Miete ab Juli 2020 aufgeführt.

Es ist seit einigen Monaten sehr schwierig eine/n Mitbewohner/in zu finden, da die Grenzen dicht sind (ich hatte bisher viele internationale Studierende als Mitbewohner), das Semester digital gestaltet wird (weniger Studierende sind auf der Suche), der Zeitpunkt sehr ungünstig liegt (ab Mitte Juli Semesterferien bis Mitte Oktober).
Ausziehen ist derzeit für mich nicht möglich, da ich mir einen Umzug nicht leisten kann, keine Unterstützung habe (weder Verwandschaft noch Freude), da ich aufgrund meiner Erkrankung (Jobcenter ist informiert) dazu nicht in der Lage bin und schließlich ein Umzug/Suche nach Mitbewohner von meiner eigentliche Aufgabe sehr starkt ablenkt (diese hat oberste Priorität für das Jobcenter, damit der Bezug von ALG II eingestellt werden kann).

Nun sind mir die neuen Bestimmungen aufgefallen, dass ALG II Bezieher keinen Weiterbewilligungsantrag einreichen müssen, wenn die Leistungen innerhalb des Bewilligungszeitraums zwischen 31.03.2020 und 31.08.2020 enden. Der Bezug verlängert sich automatisch um ein Jahr.

Gilt diese Regelung auch für mein Wohnungsproblem? Diese Leistung (Mehrkosten für die Wohnung) wird ja mit der Auszahlung Ende Juni 2020 gekürzt.

Falls nicht, werde ich einen Antrag auf Verlängerung stellen. Könnt ihr einschätzen, ob meine Argumente ausreichend sind?

Vielen Dank und schöne Grüße
pinkpepper
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 22:25:05
Wenn du zur Kostensenkung aufgefordert wurdest und dies dir nicht möglich ist, mußt du das nachweisen.
Grundsätzlich kann dir ein Umzug zugemutet werden, da die Umzugskosten dann vom JC übernommen werden, wenn die neue Wohnung innerhalb der Angemessenheitskriterien liegt. Findest du keine angemessene Wohnung, mußt du das auch nachweisen. Dann muss das JC die Miete in voller Höhe auch weiterhin übernehmen.

Zitat von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:06:45
Gilt diese Regelung auch für mein Wohnungsproblem?
Wenn du damit meinst, "keine Prüfung der Angemessenheit", dann gilt das für dich nicht, sondern nur für Neuanträge.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:30:59
Nein, nicht für Neuanträge. Ich meine Weiterbewilligungsanträge. Das sind zwei unterschiedliche Aspekte.
Ich meine nicht die neue Regelung, dass Vermögen und Wohnkosten für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 01. März 2020 bis 30. Juni 2020 beginnen, nicht geprüft werden:

https://hartz4widerspruch.de/news/corona-aenderungen-bei-hartz-4-das-gilt-jetzt/

Zu der Wohnungssuche: Es geht weniger um die Kosten, als vielmehr um die anderen Punkte, die ich aufgeführt habe. Ich habe keine Kraft, aufgrund meiner Krankheit, einen Umzug zu bewerkstelligen. Das würde für mich eine enorme Belastung bedeuten und mich vom Ziel, kein ALG II mehr zu beziehen, immens entfernen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: NevAda am 21. Mai 2020, 22:36:42
Zitat von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:30:59
Zu der Wohnungssuche: Es weniger um die Kosten, als vielmehr um die anderen Punkte, die ich aufgeführt habe.
Aber Du suchst schon seit Ende letzten Jahres? Hast Du nach Wohnungen gesucht? Wenn Du die vergebliche Suche dokumentiert hast, hast Du gute Karten. Wenn Du gedacht hast, dass Du einen Umzug eh nicht schaffst und erst jetzt versuchst, was gegen die Kostensenkungsaufforderung zu unternehmen - dann ist das recht kurzfristig.
Hast Du attestiert, dass Du (medizinisch) nicht in der Lage bist umzuziehen?
(Wo lebst Du denn, dass bei Dir seit einigen Monaten die Grenzen dicht sind? Hier bei uns in Westdeutschland waren sie noch bis weit in den März hinein offen, das sind nicht mal zwei Monate, also drei seit Ende letzten Jahres.)
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 22:38:43
@pinkpepper

Ich verstehe nicht, auf was du hinaus willst.

Der Link betrifft zum einen Neuanträge und die Thematik der Weiterbewilligung ist doch bei dir dir bereits erledigt.

Wenn dir ein Wohnungswechsel nicht zumutbar ist, müßtest du das entsprechend medizinisch/attestmäßig nachweisen, oder du akzeptiert die Reduzierung der Mietkostenübernahme.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 22:55:12
Ich habe nicht gedacht, dass ich einen Umzug eh nicht schaffe. Diesen hätte ich auch nicht letztes Jahr durchführen können. Und ja, ich kann mit einem fachärztlichen Attest nachweisen, dass ein Umzug für mich nicht zumutbar ist.

Ich hatte bereits Interessenten für die Wohnung. Ein Einzug wäre im April angedacht gewesen. Das war aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich. Von Mitte Januar bis Mitte März bzw. Mitte Februar bis Mitte April ist die WG Suche ziemlich mau, da in diesem Zeitraum Semesterferien sind.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 23:09:14
Die Mietkosten durch Untervermietung zu senken, ist eine Möglichkeit.
Bisher kann ich mich im Forum an keinen Fall erinnern, der aufgrund fehlender Untervermietung in diese Missere gebracht wurde. Ob das ausreicht, die Miete weiter bezahlt zu bekommen, keine Ahnung.

Zielführender ist hier sicherlich das Attest, dass es dir nicht zumutbar ist, umzuziehen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 21. Mai 2020, 23:17:13
Ja, einen Untermieter zu finden, war/ist mein Ziel, nur aktuell deutlich schwieriger als ursprünglich erwartet.

Ich denke, ich werde es mit beidem versuchen. Also dem Attest (Wohnungssuche und Umzug) und der Begründung, warum ich keinen Mitbewohner finden konnte.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 21. Mai 2020, 23:30:15
Wenn du umzugsunfähig bist, dann würde ich nur das vortragen und nicht zuviel Angriffsfläche bieten durch Zusagen einen Untermieter zu suchen usw

Widerspruch du bist umzugsunfähig und kannst daher die Kosten nicht senken, daher ist die KdU in tatsächlicher Höhe anzuerkennen.
Attest hinzufügen und abwarten

Hier kannst du nocheinmal nachfragen ob die aktuelle Regelung in Bezug auf WBAd bei dir nicht greifen müsste

https://hartz.info/index.php?topic=121896.0
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 21. Mai 2020, 23:37:20
Zitat von: Angie69 am 21. Mai 2020, 23:30:15
Hier kannst du nocheinmal nachfragen ob die aktuelle Regelung in Bezug auf WBAd bei dir nicht greifen müsste
Was soll für den TS denn greifen?
Wie Weiterbewilligung ist doch bereits durch!
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 01:03:09
Die Weiterbewilligung war noch vor Corona und Teile der Leistungen laufen im Sommer aus.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 01:05:43
Von welchen Leistungsteilen sprichst du?
Dein WBA wurde doch vom 01.04.2020 bis 31.03.2021 verlängert.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 01:18:21
Mein WBA wurde im Februar gestellt und bewilligt, das war vor Corona.
Mit Leistungsteilen meine ich, dass Teile meiner Leistung ab Sommer gekürzt werden. Die Übernahme der gesamten Miete endet, ein Teil der Weiterbewilligung endet damit vorzeitig. Also würde das ja in die neue Regelung fallen.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 01:36:02
Dein WBA läuft ein ganzes Jahr, unabhängig davon, dass ab Juli deine Miete nicht mehr im vollem Umfang übernommen werden.
Hierzu hast du ja - wie du selber schreibst - eine Kostensenkungsaufforderung bzw. Umzugsaufforderung erhalten.

Die ungeprüfte Übernahme erhöhter Wohnungskosten trifft nur für Neuanträge zu.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 02:00:45
Bist du dir ganz sicher?

Da nach § 67 Abs. 5 SGB II von Leistungen im Bewilligungszeitraum die Rede ist und nicht von ganzen WBA, könnte es nicht doch eine Möglichkeit geben?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 06:43:35
Zitat

automatisch verlängert.
Für Weiterbewilligungszeiträume, die ab 01.04.2020 bis längstens 31.08.2020 beginnen würden, müssen somit keine Weiterbewilligungsanträge gestellt werden.


https://hartz.info/index.php?topic=121895.0

Das deine Bewilligung vom Februar ist hab ich entweder überlesen und stand nirgends.

Widerspruch ist somit nicht mehr möglich du musst einen Überprüfungsantrag stellen. Ich würde wie gesagt nur mit der umzugsunfähig argumentieren.

Einen Mitbewohner kannst du ja weiterhin suchen aber erwähnen würde ich es nicht.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 11:26:05
Ich wollte den Zeitpunkt der Antragstellung in meinem ursprünglichen Beitrag ergänzen. Leider kann ich ihn nicht mehr bearbeiten.

Zum Attest: Sollte dort etwas ganz bestimmtes drin stehen? Also nicht fähig für Wohnungssuche, Umzug und Mitbewohnersuche oder reicht einfach Umzug?

Ich dachte, es sei sinnvoller, wenn ich direkt alle Gründe aufführe. Sonst heißt es, ok Sie sind umzugsunfähig, aber einen Mitbewohner können Sie doch suchen.
Wenn mein Antrag mit „nur“ dem Attest abgelehnt werden sollte, müsste ich danach Widerspruch einlegen und erläutern, warum ich keine/n MitbewohnerIn finden konnte.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 11:47:15
Was die Unmöglichkeit der Wohnungssuche und Unmöglichkeit eines Umzugs anbelangt, mußt du das entsprechend nachweisen.

Ob das fehlende Finden es Studenten/Studentin wegen geschlossener Grenzen ausreicht, ist nicht abschätzbar, da du auch an jede andere Einzelperson das Zimmer/Raum untervermieten könntest.

Auch hier müßtest du entsprechende Nachweise erbringen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 12:02:00
Die Grenzen sind ja nur ein minimaler Aspekt. Es mangelt einfach an Bewerbungen aufgrund der aufgeführten Gründe, die ja auch für deutsche Studierende gelten.
Für eine WG interessieren sich größtenteils Studierende.

Meinst du mit Nachweis für die Unmöglichkeit der Wohnungssuche und Unmöglichkeit eines Umzugs ein ärztliches Attest?

Muss ich nachweisen, dass dieses Semester digital durchgeführt wird??
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 12:11:59
Wie schon geschrieben, finde ich das Argument der Nichtuntervermietung sehr dünn, da hier die Beweisführung schwer bis gar nicht möglich ist.

Da die Höhe des auszugleichenden Mietanteils nicht bekannt ist, kann man auch nicht über eine andere Möglichkeit der Unter/Vermietung nachdenken.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 12:12:15
Naja ich finde es halt wiedersprüchlich

Du beantragst die Übernahme der tatsächlichen KdU wegen Umzugsunfähigkeit. Sprich eine Senkung der KdU durch Umzug ist nicht möglich.
Normalerweise wird dich dann das Jobcenter zum Gutachten schicken und besagt das Gutachten du bist umzugsunfähig muss das Jobcenter die komplette KdU übernehmen.

Jetzt willst du aber gleichzeitig dem Jobcenter erzählen ich könnte aber doch die KdU senken.


Verstehst du worauf ich hinaus will?

Um nicht falsch verstanden zu werden ich sage nicht such dir keinen Mitbewohner. Ich sage nur ich würde es dem Jobcenter nicht vorankündigen. Du weißt nicht wie lang es dauert bis du jemanden findest mit dem die zb deine Küche und Bad teilen willst.
Du weißt nicht ob es funktioniert und wie lange.
Warum also schon vorher die Pferde scheu machen? Es bringt dir keinen Vorteil. Eher bietest du dem Jobcenter eine Begründung zur Ablehnung die komplette KdU zu übernehmen.
Wenn du jemanden gefunden hast dann kannst du immer noch überlegen ob du den Überprüfungsantrag zurück ziehst .
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:04:26
Danke für deine ausführliche Rückmeldung.

Ja, ich verstehe worauf du hinauswillst. Ich bin mir unsicher, daher versuche ich vorab alle Möglichkeiten durch zu sprechen.

Beim Erstantrag hatte ich eine Mitbewohnerin, die frühzeitig ausziehen musste. Auf die Schnelle hatte ich keinen Ersatz gefunden, sodass das Job Center die Kosten übernommen hat. Nun hab ich eben Bedenken, wenn ich ein Attest einreiche, indem Unfähigkeit zur Wohnungssuche und Umzug steht, dass das Job Center dann argumentiert, ich hätte einen neuen Mitbewohner suchen können.

Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden. Oder ob ich direkt in dem Antrag diesen Punkt schon aufgreifen soll. Eben umzugsunfähig attestiert und keinen Mitbewohner aufgrund der aktuellen Situation gefunden.

Verstehst du auch was ich meine? :) Ich weiß nicht, wie das JC denkt und will unnötige und ärgerliche Schreiben vermeiden.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 13:10:33
Ich verstehe. Gut wenn es im Attest steht das du zb wegen Keimphobie keinen Mitbewohner haben kannst (,nur zb) oder eben aus anderen gesundheitlichen Gründen dann  ist das natürlich wieder etwas anderes.

Ich habe die Möglichkeit nicht auf dem Schirm gehabt diesen Punkt ins Attest aufzunehmen. Zudem müsste das natürlich dein Arzt beurteilen.

Rede doch einfach mit ihm.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 13:11:56
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:04:26
Beim Erstantrag hatte ich eine Mitbewohnerin, die frühzeitig ausziehen musste.
Da du das bisher nicht erwähnt hast, konnte keiner davon ausgehen, dass du bereits Erfahrung auf dem Gebiet hast.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:04:26
Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden.
Ungeachtet, wer so etwas bescheinigt, dass du unfähig bist, einen Mitbewohner zu suchen - Vergangenheit zeigt ja etwas anderes - wäre ich mir nicht sicher, ob da nicht ein Schuß in eine noch unbekannte Richtung losgeht.

Man stelle ich jemanden vor, der attestiert nicht in der Lage ist, für sein freies Zimmer jemanden zu suchen.  :weisnich:
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 13:17:35
Keimphobie zb

Ich würde gerade derzeit niemand in meiner Wohnung wollen. Derjenige nutz meine Küche mein Bad und hat vielleicht Besuch der ebenfalls mein Bad nutzt
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sheherazade am 22. Mai 2020, 13:19:40
Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden.

Und diese Unfähigkeit beruht auf welchem gesundheitlichen Problem?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:22:39
Naja, ich kann mir das schon vorstellen, da ich lange Zeit dazu nicht fähig war. Es ist ein großer Aufwand, eine Anzeige zu schalten, Bilder zu machen, all die heterogenen Nachrichten zu lesen, beurteilen, zu beantworten. Bewerber einzuladen, Verträge abzuschließen. Wenn man nicht mal in der Lage ist aufzustehen, wie soll man das dann hinbekommen?!

Aber das war auch gar nicht meine ursprünglicheIdee, sondern darauf bin ich durch die Beiträge gekommen. Deshalb wollte ich ja in meinem Antrag auf zwei Aspekte eingehen. Zum einen ein Attest, das belegt, dass ich nicht in der Lage bin umzuziehen. Und zum anderen eine Begründung, warum ich kein Mitbewohner finden kann.

Es handelt sich um eine Differenz in Höhe von 140 €.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 13:26:00
Wenn es dir so schlecht ging rede mit deinem Arzt. Bis du nicht weißt was er dir ins Attest schreibt kann man nicht viel zum weiteren Vorgehen sagen. Also ich zumindest  :zwinker:
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 13:30:28
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:22:39
Es handelt sich um eine Differenz in Höhe von 140 €.
Ich lese immer wieder Anzeigen, wo Menschen einen trockenen Raum/Zimmer suchen, wo sie Möbel oder Umzugsgut zwischenlagern können. Ob das bei dir eine Option ist, weiß ich nicht.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:22:39
Es ist ein großer Aufwand, eine Anzeige zu schalten, Bilder zu machen, all die heterogenen Nachrichten zu lesen, beurteilen, zu beantworten. Bewerber einzuladen, Verträge abzuschließen. Wenn man nicht mal in der Lage ist aufzustehen, wie soll man das dann hinbekommen?!
Das mag für dich so sein und wenn dir das jemand bescheinigt, wäre das ein Baustein, den ich aber sehr vage betrachte und vermutlich abgelehnt wird. Dann beginnt erst einmal ein jahrelanger Gerichtsstreit und die Frage wird dann immer aktueller: Wie kann sich jemand ohne Fremdhilfe eine monatliche Eigenbeteiligung von 140 Euro leisten?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:33:29
Dieser Arzt formuliert immer sehr allgemein und ich hatte mit ihm heute telefoniert. Er hat mich gefragt, was dort im Detail drin stehen soll.

Muss denn Diagnose und Auswirkungen aufgeführt sein?
Das liegt dem JC schon seit Beginn vor.

Der Arzt jetzt würde schreiben, dass eine gravierende Erkrankung vorliegt, die mein Leben so sehr einschränkt, dass ich bis dato nicht fähig bin, eine Wohnung zu suchen und einen Umzug durchzuführen.


Danke Sabine für deine Rückmeldung! Das ist auch eine Idee mit dem Unterstellen. Darauf bin ich noch nicht gekommen.

Ja, über all diese Fragen und Auswirkungen zerbreche ich mir den Kopf...
Ohne Fremdhilfe kann ich diese Eigenbeteiligung nicht leisten. Dafür brauche ich das JC. Werden die das eher nicht so sehen? 🙈


Dass der Arzt mir bescheinigt, keinen Mitbewohner aufgrund meiner Krankheit zu finden, ist für mich persönlich auch aktuell fraglich. Was aber definitiv Fakt ist, dass es überaus schwierig ist aufgrund von Corona, einen Mitbewohner zu finden. Ich habe ja eine Anzeige geschaltet, aber es gibt kaum Bewerber und wie ich bereits geschrieben hatte war ein Einzug für April gedacht. Der ist ins Wasser gefallen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 13:37:03
Nachdem du deine vorherige Antwort entsprechend erweitert hast, macht meine ursprünglich, hier verfaßte, Antwort keinen Sinn mehr.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 14:12:55
Ok, ich kann laut System keine weitere Antwort schreiben, sondern soll meinen Beitrag hier bearbeiten. Das wird dadurch ein bisschen unübersichtlich.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 18:11:43
Aus eigener Erfahrung interessiert es beim Jobcenter niemand wovon man lebt, wenn man selbst so viel auf die Miete drauf zahlt. Dann müssten die sich ja mit dem Folgen der zu geringen angemessenen KdU auseinander setzen

Meiner Meinung  nach muss nun schnellstens das Attest her
Dann schnellstens der Überprüfungsantrag mit Aufforderung der Übernahme der tatsächlich anfallenden KdU.

Hier steht noch einiges zu diesem Thema
https://www.hartziv.org/blog/20190731-hartz-iv-kostensenkungsverfahren-fuer-kosten-der-unterkunft.html


Leider hast du sehr lang gewartet. Der Widerspruch hätte innerhalb drei Monate bearbeitet werden müssen der Überprüfungsantrag in 6 Monaten.kommt eine Ablehnung musst du Widerspruch einlegen und erst bei erneuter Ablehnung kann man Klage einreichen.

Ich bin leider überfragt wie man das etwas beschleunigen kann  :weisnich:
Im Grunde ist das Problem aktuell das du dem Jobcenter noch nicht die notwendigen Informationen gegeben hast und sie damit auch keine Abhilfe schaffen konnten, man kann ihnen nichts vorwerfen.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 18:18:33
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 18:11:43
Aus eigener Erfahrung interessiert es beim Jobcenter niemand wovon man lebt, wenn man selbst so viel auf die Miete drauf zahlt.
Das liest du hier doch laufend, dass die Hilfsbedürftigkeit angezweifelt wird, wenn User von wenig Geld leben und dann aufgrund zuneige gehender Finanzmittel beim JC vorstellig werden.Immer kommt die Frage: Von was haben sie in der Vergangenheit gelebt?
Und ein Gericht - sofern es zum Rechtsstreit kommt - wird sich die Frage auch stellen, wie man monatlich, über einen längeren Zeitraum, 140 Euro überbrücken kann.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 18:30:56
Nein das fragt niemand. Glaub es mir. Wozu auch? Hat ja auch nichts damit zu tun ob das Jobcenter übernehmen muss oder nicht

Spielt aber keine Rolle bei dem weiteren Vorgehen jetzt. Das ist vielleicht irgendwann relevant

Frage ist wie den Ablauf beschleunigen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 19:41:54
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nun richtig verstanden hat. Bevor ich ALG II bezogen habe, hatte ich Mitbewohner, so dass die Miete eben geteilt wurde. Mit Bezügen hatte ich zunächst ebenfalls eine Mitbewohnerin, dann wurde die volle Miete vom Job Center übernommen. Ich persönlich musste also nie überbrücken oder genügend finanzielle Mittel dafür vorweisen.

Ja, da hast du recht. Dass so viel Zeit vergangen ist, hat auch viel mit meiner Erkrankung an sich zu tun. Und ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass ich einen Mitbewohner finde. In den drei Monaten, von Januar bis März, waren Interessenten da und die Absage fand kurzfristig im April statt. Der Widerspruch innerhalb der ersten drei Monate hätte inhaltlich und zeitlich nicht zusammen gepasst. Verstehst du was ich meine?

Meint ihr nicht, dass das JC aufgrund von Corona kulanter oder nachsichtiger ist?

Eine andere Frage: was wäre, wenn ich bsp. einen Mitbewohner auf Zeit für zwei Monate finden würde. Würde das JC danach die Kosten „automatisch“ auf Antrag wieder übernehmen?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 19:57:00
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 19:41:54
Meint ihr nicht, dass das JC aufgrund von Corona kulanter oder nachsichtiger ist?
Nein, das Gesetz hat sich in den elementaren Bereichen nicht geändert.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 19:41:54
was wäre, wenn ich bsp. einen Mitbewohner auf Zeit für zwei Monate finden würde. Würde das JC danach die Kosten „automatisch“ auf Antrag wieder übernehmen?
Nicht in voller Höhe, da wäre der Manipulation Tür und Tor geöffnet.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:01:45
Du musst dich nicht rechtfertigen. Ich bin selbst krank und weiß wie das ist. Ich habe das selbst durch mit Umzugsunfähigkeit.
Und ich weiß dass es keinen interessiert von was man lebt. Ist ja auch unlogisch. Das Jobcenter kann ja auch bis 30% aufrechnen wenn sie Rückforderungen haben. Wäre komisch würden sie dann fragen von was man lebt. Sie würden dann indirekt zugeben daß sie den Menschen zuviel aufrechnen. Deshalb schweigen sie.

Den Widerspruch hättest du innerhalb eines Monats einlegen müssen. Die Bearbeitungszeit sind drei Monate
Deshalb bleibt meiner Meinung nach nur der Überprüfungsantrag mit Attest.

Für die Bearbeitung des Überprüfungsantrag hat das Jobcenter 6 Monate Zeit.



@all
Kann der te Antrag stellen auf Vorauszahlung zu erwartender Leistungen oder ähnliches?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 20:06:12
Okay, ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen:

ich stelle einen Antrag mit einerseits einem Attest. Dieses belegt, dass ich umzugsunfähig bin. Andererseits begründe ich, warum ich die Kosten nicht senken konnte durch einen Mitbewohner. Dazu führe ich diverse Gründe, die ich im Verlauf erläutere, auf.

Die Kosten auf eine andere Art zu senken, sind übrigens unmöglich. Ich hatte den Winter über keine Heizung an. Meine Gas- bzw. Heizkosten sind geringer als der Durchschnittsverbrauch für eine Person. Der Wasserverbrauch ist auch sehr gering. Andere Nebenkosten vom Vermieter aus kann ich nicht beeinflussen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:10:34
Gut dann mach das so  :ok:

Vielleicht meldet sich noch jemand bezüglich einer Möglichkeit das ganze zu beschleunigen da eine unzumutbare Härte vorliegen würde ohne diese 140€
Da bin.ich aber leider nicht genug rechtlich bewandert

Wie gesagt ich habe das durch mit zu hoher Miete und die wird nun übernommen.
Du kannst dein Schreiben auch vorher hier anonymisiert einstellen. Dann kann man drüber schauen, viele Augen sehen viel
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 20:14:44
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:01:45
Kann der te Antrag stellen auf Vorauszahlung zu erwartender Leistungen oder ähnliches?
Der TS bekommt doch jetzt seine Leistungen.
Die Kostensenkungsaufforderung ist eine andere Baustelle.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:19:44
Ähm. Sabine13 wir reden die ganze Zeit von der KdU nur darauf bezog sich meine Frage



Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 20:23:15
Vielen Dank für eure Hilfe!

Hier über den Antrag lesen lassen, ist auch eine super Idee!

Darf ich fragen, was genau in deinem Attest stand? Persönliches, Diagnose etc. gerne xxx. Vielleicht auch per Nachricht?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:53:55
Es stand nur drin das auf Grund psychischer Erkrankungen ein Umzug derzeit unzumutbar sei

Ich habe dann einen Antrag auf Übernahme der KdU in tatsächlich anfallender Höhe gestellt (damit auch evtl Nachzahlungen übernommen werden)

Dann wurde ich zum Gutachten zum Gesundheitsamt geschickt und nachdem dort die Umzugsunfähigkeit bestätigt wurde habe ich die komplette KdU erhalten und die Monate ab Antrag wurden nachgezahlt.
Zusätzlich habe ich dann gleich noch ein Jahr davor verlangt weil mich im Jobcenter niemand aufgeklärt hat dass ich diesen Antrag auf Umzugsunfähigkeit stellen kann und habe dann zusätzlich ein Jahr die selbstbezahlte KdU erhalten.

Hier wäre also die Frage, fällt mir so auf, ob deine Erkrankung bekannt ist und du aufgeklärt wurdest.

Hast du zb auch schon einen Schwerbehindertenausweis?
Hast du dir überhaupt schon Hilfen geholt?
Gerade bei psychischen Erkrankungen bekommt man wirklich viel Unterstützung man muss sie nur beantragen. Ist etwas anstrengend aber es lohnt sich da man Hilfe bekommt um auch wieder stabiler zu werden und in Phasen in denen man nicht so kann wie man möchte wird man unterstützt
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 22. Mai 2020, 20:55:08
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:19:44
wir reden die ganze Zeit von der KdU nur darauf bezog sich meine Frage
Das ist schon klar.
Der TS muß jetzt die entsprechenden Nachweise erbringen, ohne diese der vor dir gemachte Vorschlag abgelehnt werden muss.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 21:00:31
Ja klar erstmal das Jobcenter in Kenntnis setzen. Bisher hat es keine Kenntnis

Ab wann kann er aufgrund der unzumutbaren Härte weitere Anträge stellen? 140€ ist schon ne Hausnummer
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 21:47:58
Was genau meinst du mit Hilfe und Unterstützung?
Ich bin sowohl in ärztlicher als auch in psychotherapeutischer Behandlung. Diagnose und Symptome liegen in Form eines Attest seit Erstantrag dem JC vor.

Einen Behindertenausweis habe ich nicht. Darüber habe ich mit meiner Therapeutin schon nachgedacht und ich habe mich vorerst dagegen entschieden.

Insgesamt empfinde ich es in allen Bereichen des Lebens nicht so, dass mir groß geholfen wird. Ich muss mich durch alles durchkämpfen und mich rechtfertigen und es interessiert am Ende doch keinen.

Interessant- nein, über die Möglichkeit einen Antrag auf Umzugsunfähigkeit zu stellen wurde ich nicht aufgeklärt! Wusste nicht mal, dass es das explizit gibt.

Wie lief der Termin beim Gesundheitsamt ab? D.h. Amtsarzt oder ist das wieder etwas anderes?
Welches Fragen haben die gestellt und wollten die noch weitere Nachweise?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 22:20:08
Es gibt zb ambulantes betreutes wohnen.
Heißt du hast das betreute wohnen in deiner Wohnung. Ich habe es seit ein paar Jahren und es hat mir geholfen wieder etwas mehr raus zu gehen da ich Probleme habe unter Menschen zu gehen. Am liebsten nur 500 Meter um.meine Wohnung herum. Also finden alle Treffen auf meinen Wunsch außerhalb meiner Wohnung statt. So kommt man wieder etwas ins Leben. Auch wenn jeder Gang raus Schwerarbeit ist.

Ich würde einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Je nach Jobcenter kommt man dann in die Rehaabteilung und dort sind die Arbeitsvermittler/Rehaberaterin geschult auf Menschen mit Erkrankungen. Dort habe ich zb nachdem ich vier Jahre mtl nur zw 250 bis 300€ zum Leben hatte erfahren, dass ich einen solchen Antrag stellen kann. Die Rehaberaterin war der erste Mensch innerhalb des Jobcenter dem klar war das ich zu wenig zum Leben habe.

Ich würde drüber nachdenken..der Schwerbehindertenausweis bringt dir keine Nachteile nur Vorteile.

Erkämpfen muss ich mir auch Alles. Ich weiß von was du redest und es wird keine Rücksicht genommen ob man nun krank ist oder nicht. Ich habe mit da aber wie gesagt jede erdenkliche Hilfen geholt. Fallmanagerin im Jobcenter als es mir sehr schlecht ging und ich nicht einmal ein Handy einschalten könnte ohne Panikattacken. Man hat mir geholfen und dafür bin ich dankbar.

Die Leistungsabteilung ist unbarmherzig, müssen sie wohl auch sein aber man darf es sich nicht gefallen lassen. Entweder fragst du hier nach oder du gehst zu einer Arbeitslosenberatungsstelle. Die haben oft die Möglichkeit per Telefon schnelle Lösung beim Jobcenter zu erwirken.
Du musst dich da durchsetzen.


Beim Gesundheitsamt habe ich meine tausend Diagnosen dabei gehabt. Musste wie üblich mein ganzes Leben erzählen angefangen von der Kindheit usw und wie es mir aktuell geht.
Insgesamt war es in 30 Minuten durch.
Durch dieses Gutachten muss das Jobcenter die komplette KdU übernehmen da kommen sie nicht drumherum.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 23:11:16
Da ich nicht weiter weiß, frage ich hier. Oder meinst du in einem anderem Zusammenhang/Themenschwerpunkt?

Das ist alles sehr komplex und ich wollte meine Lebensgeschichte hier nicht öffentlich erzählen. Ich bin chronisch krank, es gibt Höhen und Tiefen. Der Bezug von ALG II ist nur als Übergangslösung gedacht bis ich mein Studium abgeschlossen habe und hoffentlich einen Job finden werde. Ich habe aufgrund meiner Erkrankung die Regelstudienzeit überschritten, somit kommt BAföG nicht mehr in Frage und ich bin im Teilzeitstudium, das mir wiederum ermöglicht, ALG II zu beziehen.

Daher ist von meiner Seite und der vom JC aus die höchste Prio Studium beenden. Mitbewohner suchen und sich darüber Sorgen machen, kostet für mich enorm viel Zeit und Energie und lenkt vom Studium ab.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 22. Mai 2020, 23:26:41
Entweder machst du zu unterschiedliche fragen neue Themen auf oder fragst in einem Thread.

Du könntest auch einmal zu einer Beratungsstelle für Arbeitslose gehen. Jede Stadt hat eigene Hilfsangebote und die erfährt man am.besten dort.
Zb vergünstigte Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel
Spenden usw

Dann gibt es noch Hilfen wie Zuzahlungsbefreiung die du bei deiner Krankenkasse beantragen kannst

Und ja ich weiß wie dieses auf und ab ist. Unser Leben ist spannend man weiß nie ob man aufwacht und alles ist normal oder mit einer Depression.
Ich nehme es wie es kommt. Man muss damit zu leben lernen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Ottokar am 24. Mai 2020, 11:28:43
Da es hier keinerlei Fakten dazu gibt, warum die KdUH unangemessen sind, wie hoch angemessene wären usw. kann man dazu nichts sagen.

Die vereinfachte Antragstellung/Weiterbewilligung wegen Corona ändert an der Unangemessenheit der KdUH nichts.

Da hier im Vorfeld alles versäumt wurde, um gegen die Kostensenkung vorgehen zu können, ist es nun umso schwieriger.
Der Nachweis, dass aus gesundheitlichen Gründen ein Umzug unzumutbar ist, reicht hier imho nicht aus, da die Kostensenkung bereits erfolgt ist und kein Widerspruch eingelegt wurde.
Das ein solches Attest eine Änderung i.S.d. § 48 Abs. 1 SGB X darstellt, bezweifel ich, denn die Verhältnisse haben sich ja nicht geändert.
Ein erneuter Antrag auf Anerkennung der tatsächlichen KdUH aufgrund des Attestes wäre zwar möglich, greift aber erst ab dem Monat der Antragstellung.
Deshalb muss beantragt werden, den Kostensenkungsbescheid zu überprüfen (Überprüfungsantrag) und dieser Antrag mit dem Attest über die Unzumutbarkeit des Umzuges begründet werden.

Ich würde hier beides in einem Schreiben tun: Schnellstmöglich schr. beantragen, dass die tatsächlichen KdUH anerkannt werden und der Kostensenkungsbescheid überprüft wird, weil ein Umzug lt. Attest aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar ist. Das Attest in Kopie dazulegen.
Der o.g. Antrag ermöglicht, beim zuständigen Sozialgericht zu beantragen, das JC per einstweiliger Anordnung zur vorläufigen Anerkennung und Zahlung der tatsächlichen KdUH zu veruteilen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 24. Mai 2020, 13:52:21
Vielen Dank für deine Zeit und Rückmeldung.

Zum ersten Abschnitt: reicht die Angabe mit der Mietdifferenz in Höhe von 140 € nicht aus? Nebenkosten kann ich nicht senken, indem ich den Gasverbrauch weiter reduziere. Welche weiteren Angaben benötigst du?

„Ein erneuter Antrag auf Anerkennung der tatsächlichen KdUH aufgrund des Attestes wäre zwar möglich, greift aber erst ab dem Monat der Antragstellung.„
Wie meinst du das? Die Leistungen werden für Juli 2020 gesenkt und wenn ich im Mai 2020 den Antrag stelle, würde dies nicht deiner Aussage entsprechen?

Leider gehört die Prokrastination auch zu meiner Erkrankung. So sehr ich mich darin nicht wiedererkenne und dagegen ankämpfe.

Ich hatte überlegt, mir ein Attest ausstellen zu lassen, indem bescheinigt wird, dass ich nicht fähig bin eine Wohnung zu suchen, keinen Umzug durchzuführen kann und dass alleine wohnen für mich sinnvoll ist.
Das ist tatsächlich so. Ich frage mich nur, wie glaubhaft das ist und wie detailliert und begründet das im Attest stehen sollte?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Ottokar am 24. Mai 2020, 14:45:17
Sorry, ich hatte überlesen, dass die KdUH erst ab Juli gesenkt wurden/werden.
Trotzdem sollten Antrag und Überprüfungsantrag gestellt werden, dann kann man ab Juli beim Gericht eine einstweilige Anordnung stellen.

Zitat von: pinkpepper am 24. Mai 2020, 13:52:21
Zum ersten Abschnitt: reicht die Angabe mit der Mietdifferenz in Höhe von 140 € nicht aus? Nebenkosten kann ich nicht senken, indem ich den Gasverbrauch weiter reduziere.
Es geht dabei darum, ob die Angemessenheitsgrenze vom JC für die KdUH rechtlich überhaupt haltbar ist. Das sollte jedoch ein Anwalt vor Ort prüfen.

Zitat von: pinkpepper am 24. Mai 2020, 13:52:21
Ich frage mich nur, wie glaubhaft das ist und wie detailliert und begründet das im Attest stehen sollte?
Ein Arzt muss da gar nichts begründen, das darf er aus Datenschutzgründen auch gar nicht. Er darf lediglich die relevanten Diagnosen bzw. Erkrankungen nennen.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 25. Mai 2020, 17:02:13
Danke für deine Rückmeldung. Mir sind noch ein paar Dinge dazu eingefallen:

Ich habe gerade beim JC angerufen, um mich nach aktuellen Tabellen für die Mietobergrenze in meiner Stadt zu erkundigen. Der freundliche Mitarbeiter war selbst überrascht, aber es liegt keine mehr vor. Ich könnte nun noch schriftliche eine Anfrage stellen.

Soll in dem Attest nur bescheinigt werden, dass es für mich unzumutbar ist umzuziehen oder auch, dass es für mich sinnvoll ist, alleine zu wohnen? Sonst argumentiert das JC, ich hätte ja auch einen Untermieter suchen können, wenn ich selbst nicht umziehen kann.

Dann ist mir noch etwas aufgefallen zu den Mehrbedarfen. Mein Arzt hat mir im Juni 2018 bescheinigt, dass bei mir erkrankungsbedingt eine gravierende Beeinträchtigung und Behinderung der Lebensqualität, Gestaltungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit im Sinne des Paragraphen SGB IX § 2 Absatz1 besteht.
Hilft mir das denn weiter???
Ich beziehe mich dabei auf diesen Artikel:
https://www.hartziv.org/mehrbedarf/behinderte.html

Wenn ich ehrlich bin, macht mir der Gedanken an ein Gericht Angst. Sollte ich Prozesskostenhilfe beantragen und innerhalb von vier Jahren einen Job mit angemessenen Gehalt finden, muss ich diese zurück zahlen. Wie hoch werden diese Kosten sein?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Sabine13 am 25. Mai 2020, 18:13:03
Wie hoch die Kosten des Rechtsstreits sein werden, kann man dir nicht seriös sagen, da dies wiederum vom Streitwert abhängig ist und diesen legt das Gericht fest.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 25. Mai 2020, 18:53:59
@pinkpepper

Derzeit steht doch noch keine Gericht oder Anwalt an. Mach dich nicht selbst verrückt.

Besorg das Attest bezüglich Umzugsunfähigkeit. Und Stelle den Überprüfungsantrag auf Grund Umzugsunfähigkeit. Mehr nicht. Verzetteln dich nicht was das Jobcenter vielleicht sagen könnte.
Wer Umzugsunfähig ist dem muss das Jobcenter die komplette KdU bezahlen.

Ob es sinnvoll ist gleich reinschreiben zu lassen dass du nur alleine leben kannst sollte am.besgdn Ottokar dir beantworten.

Und wenn du die Antwort morgen hast ob nur Umzugsunfähigkeit oder Umzugsunfähigkeit und nur alleine leben, dann bitte nicht noch lang grübeln was sein könnte sondern machen.


Den Eilantrag bei Gericht ist keine große Sache, da braucht man eigentlich noch keinen Anwalt, aber auch da sind wir noch nicht solange du den Überprüfungsantrag nicht nachweisbar eingereicht hast
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 27. Mai 2020, 19:23:38
@Ottokar: Was meinst du zu meinem letzten Beitrag? Danke für deine Einschätzung und Hilfe.


Danke für deine Rückmeldung. Mir sind noch ein paar Dinge dazu eingefallen:

Ich habe gerade beim JC angerufen, um mich nach aktuellen Tabellen für die Mietobergrenze in meiner Stadt zu erkundigen. Der freundliche Mitarbeiter war selbst überrascht, aber es liegt keine mehr vor. Ich könnte nun noch schriftliche eine Anfrage stellen.

Soll in dem Attest nur bescheinigt werden, dass es für mich unzumutbar ist umzuziehen oder auch, dass es für mich sinnvoll ist, alleine zu wohnen? Sonst argumentiert das JC, ich hätte ja auch einen Untermieter suchen können, wenn ich selbst nicht umziehen kann.

Dann ist mir noch etwas aufgefallen zu den Mehrbedarfen. Mein Arzt hat mir im Juni 2018 bescheinigt, dass bei mir erkrankungsbedingt eine gravierende Beeinträchtigung und Behinderung der Lebensqualität, Gestaltungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit im Sinne des Paragraphen SGB IX § 2 Absatz1 besteht.
Hilft mir das denn weiter???
Ich beziehe mich dabei auf diesen Artikel:
https://www.hartziv.org/mehrbedarf/behinderte.html

Wenn ich ehrlich bin, macht mir der Gedanken an ein Gericht Angst. Sollte ich Prozesskostenhilfe beantragen und innerhalb von vier Jahren einen Job mit angemessenen Gehalt finden, muss ich diese zurück zahlen. Wie hoch werden diese Kosten sein?
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Ottokar am 28. Mai 2020, 09:33:46
Da du bereits einen Untermieter hattest, dürfte es schwer sein, dagegen zu argumentieren.
Abgesehen davon gibt es Untermieter nicht wie Sand am Meer. Es reicht also nachzuweisen, dass du dich um einen solchen bemüht hast.

Das dein JC die Angemessenheitskriterien nicht herausrückt, finde ich doch schon sehr bedenklich. Das legt die Vermutung nahe, dass damit was nicht stimmt.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 28. Mai 2020, 12:11:35
@Ottokar: Der letzte Untermieter ist schon eine Weile her, also länger als ein Jahr.

Im Attest soll also nur die Umzugsunfähigkeit bescheinigt werden?

Wie genau soll ich beweisen, dass ich keinen Untermieter finden kann?
In den letzten Wochen habe ich bspw. häufig Anfragen erhalten wie: „Ich Interesse an Zimmer. Noch frei?“
Ich habe Bedenken, dass meine Beweise dem JC nicht ausreichen werden.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 28. Mai 2020, 14:32:40
@Ottokar

Ich bin mir nicht sicher ob ich es komplett richtig verstanden habe aber wäre das nicht evtl hilfreich für die te


Zitat

Das ergebe sich aus dem Ende März 2020 in Kraft getretenen „Sozialschutz-Paket”, wie das Sozialgericht (SG) Berlin in einem am Mittwoch, 27. Mai 2020, bekanntgegebenen Eilbeschluss entschied (Az.: S 179 As 3426/20 ER). Der Gesetzgeber habe damit auch Menschen helfen wollen, die schon länger auf Hartz IV angewiesen sind.
https://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-jobcenter-muss-zu-hohe-miete-laenger-bezahlen
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Ottokar am 28. Mai 2020, 14:41:31
@Ottokar

Ich bin mir nicht sicher ob ich es komplett richtig verstanden habe aber wäre das nicht evtl hilfreich für die te


Zitat

Das ergebe sich aus dem Ende März 2020 in Kraft getretenen „Sozialschutz-Paket”, wie das Sozialgericht (SG) Berlin in einem am Mittwoch, 27. Mai 2020, bekanntgegebenen Eilbeschluss entschied (Az.: S 179 As 3426/20 ER). Der Gesetzgeber habe damit auch Menschen helfen wollen, die schon länger auf Hartz IV angewiesen sind.
https://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-jobcenter-muss-zu-hohe-miete-laenger-bezahlen
Natürlich ist das ein weiteres Argument, nur würde sich damit die Übernahme der tatsächlichen KdUH nur bis einschl. September 2020 verlängern (die Weiterbewilligung beginnt am 01.04.2020).
Der TE will aber, dass das JC die KdUH bis auf Weiteres übernimmt, dazu wäre das Attest besser geeignet.

Zitat von: pinkpepper am 28. Mai 2020, 12:11:35
Wie genau soll ich beweisen, dass ich keinen Untermieter finden kann?
Nicht das du keinen finden kannst, sondern dass du dich um einen bemüht hast. Das kann man z.B. mit Anzeigen nachweisen, in denen man einen Untermieter sucht.

Zitat von: pinkpepper am 28. Mai 2020, 12:11:35
Im Attest soll also nur die Umzugsunfähigkeit bescheinigt werden?
Besprich das mit dem Arzt, der das Attest ausstellt. Wenn der das so einschätzt, dass sowohl Umzug als auch Untermieter nicht zumutbar sind, dann soll er das so bescheinigen. Dann musst du auch nicht nachweisen, dass du einen Untermieter gesucht hast.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 03. Juni 2020, 12:04:31
Hallo,

ich hatte Glück und konnte überraschenderweise heute schon mit meinem Arzt sprechen. Er hat mir ein fachärztliches Attest mit folgendem Inhalt ausgestellt:

„Frau xx, geboren xa, wohnhaft in xb.
Oben genannte Patientin befindet sich seit xx in meiner kontinuierlichen ambulanten Behandlung.

Es liegt eine Krankheit A und eine chronische Krankheit B bevor.

Aktuell ist die Patientin sowohl durch ihre Krankheit A als auch durch wöchentlich auftreten der Krankheit B sehr beeinträchtigt und hat einen hohen Leidensdruck.

Ich halte die Patientin daher auf absehbare Zeit für nicht Umzugsweg und auch nicht für in der Lage einen unter Mieter Untermieterin aufzunehmen.“

Was meint ihr dazu @Ottokar?

Werde nun einen Antrag schreiben und dann hier noch einmal einstellen.

Vielen Dank!!
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 03. Juni 2020, 12:54:50
Super dass es eher geklappt hat. :ok:
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 16. Juni 2020, 21:55:48
Hallo zusammen,

ich habe einen Überprüfungsantrag geschrieben. Was sagt ihr dazu @Ottokar, Angie69 und alle anderen?


"Nachträgliche Überprüfung des Bescheids vom 03.02.2020 (Az.: XXX)

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für das Telefonat am 16.06.2020 mit der freundlichen Servicemitarbeiterin Frau XX.

Hiermit beantrage ich die Überprüfung der Kostensenkungsaufforderung vom 16.12.2019 und des darauffolgenden Leistungsbescheides vom 03.02.2020 für die Zeit ab Juli 2020 (bis März 2021) gemäß § 44 SGB X.

Im Leistungsbescheid vom 03.02.2020 wird unter Punkt 2. begründet, „dass ab Juli nur noch der angemessene Höchstbetrag der monatlichen Kaltmiete übernommen werden kann. Die Heizkosten bleiben von der Änderung unberührt. Hierzu wurde Ihnen am 16. Dezember ein Schreiben übersandt.“
Dieses Schreiben habe ich postalisch nicht erhalten, weshalb ich am 16.06.2020 darum gebeten habe, es mir erneut zustellen zu lassen.

Neben der sehr angespannten Wohnungssituation in Stadt ist es mir nicht möglich, die Kosten für Unterkunft und Heizung zu senken. Weder ein Umzug noch die Untervermietung eines Zimmers ist aufgrund meines gesundheitlichen Zustandes denkbar. Die Unzumutbarkeit wird in einem fachärztlichen Attest vom 03.06.2020 schriftlich festgehalten (s. Anhang).

Aus diesem Grund bitte ich Sie darum, den Bescheid gemäß § 44 SGB X nachträglich zu überprüfen und mir die tatsächlichen Unterkunftskosten in voller Höhe zu gewähren.

Vielen Dank und freundliche Grüßen
abc"
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 16. Juni 2020, 22:30:04
Ich finde das Schreiben sehr gut. Ob man den letzten Absatz so freundlich (bitte statt beantrage ich) formuliert und natürlich das gesamte Schreiben sollte aber Ottokar absegnen. Er ist da der Profi.

Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 17. Juni 2020, 00:24:56
Danke. Ich bin gespannt :)
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Ottokar am 17. Juni 2020, 13:34:20
Zitat von: pinkpepper am 16. Juni 2020, 21:55:48
Dieses Schreiben habe ich postalisch nicht erhalten, weshalb ich am 16.06.2020 darum gebeten habe, es mir erneut zustellen zu lassen.
Welches Schreiben hast du nicht erhalten? Die Kostensenkungsaufforderung vom 16.12.2019, oder den Leistungsbescheid vom 03.02.2020?

Zitat von: pinkpepper am 16. Juni 2020, 21:55:48
Hiermit beantrage ich die Überprüfung der Kostensenkungsaufforderung
Eine Kostensenkungsaufforderung ist kein Verwaltungsakt, sondern nur eine Information.
Der Überprüfungsantrag muss sich also an den Leistungsbescheid vom 03.02.2020 richten, in dem die KdUH abgesenkt wurden.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 17. Juni 2020, 14:38:18
Ich habe die Kostensenkungsaufforderung vom 16.12.2019 nicht erhalten.
"Hierzu wurde Ihnen am 16. Dezember ein Schreiben übersandt.“
Dieses Schreiben habe ich postalisch nicht erhalten, weshalb ich am 16.06.2020 darum gebeten habe, es mir erneut zustellen zu lassen."

Ja, das stimmt. Daher geht der Satz noch weiter und bezieht sich auf den Leistungsbescheid vom 03.02.2020.
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: pinkpepper am 18. Juni 2020, 18:24:07
Juchuuuu  :cool: :ok: :clever:
Die vollständigen Kosten werden zunächst bis Ende des Jahres übernommen. Puuuh bin ich erleichtert.

Vielen lieben Dank für eure Unterstützung!!!
Titel: Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
Beitrag von: Angie69 am 18. Juni 2020, 19:28:59
Herzlichen Glückwunsch. Dein Jobcenter arbeitet wirklich flott  :sehrgut: