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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: Dreammaik am 15. März 2019, 16:09:02

Titel: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 15. März 2019, 16:09:02
Hallo erst mal an Alle!

Ich bezog als Selbstständiger zwischen Mai 2017 und April 2018 auf Grund von mangelnden Einnahmen ALG2. Seit Mai 2018 bin ich Gott sei Dank wieder aus der Mühle raus da ich mich stabilisieren konnte wenn auch auf niedrigen Niveau. Nachdem ich am: 14.6.2018 meine Endgültige EKS für den Zeitraum: 11/17-04/18 eingereicht hatte bekam ich heute Post vom Amt und einen Ablehnungsbescheid zugestellt.. Unter teils fadenscheinlichen Erklärungen wurde da quasi alles in Frage gestellt und abgelehnt bis hin zu der Verdächtigung bzw. Annahme, ich hätte 730EUR zusätzlich an Bargeld eingenommen (müssen)!! Das entbehrt aber jeder Grundlage!! Ich habe auch nirgends getrickst und alles exakt angegeben. Auch meine Bargeldeinnahmen.
Einen entscheidenden Fehler habe ich wohl aber gemacht. Da ich aus Sicherheitsgründen auf Grund des niedrigen Kontostandes eine Überziehung vermeiden wollte, habe ich die Miete aus meinen Bar Einnahmen an meine Mutter, die in der gleichen Wohnung wohnt, direkt bezahlt. Daraus versucht man mir wohl jetzt einen Strick zu drehen. Da angeblich dann keine Miete bezahlt wurde weil auf den Kontoauszügen ein solcher Abgang nicht deklariert ist.

Das ganze Schreiben ist aber keine Aufforderung zur Rückzahlung. Lediglich ein Ablehnungsbescheid mit einer angefügten Tabelle, dass mein Einkommen angeblich pro Monat: 894EUR zu viel gewesen wäre, was jeder Grundlage entbehrt. Ich würde auf alle Fälle einen Wiederspruch aufsetzen und ein Schreiben von meiner Mutter beifügen, das Sie das Geld für die Miete Bar entgegen genommen hat. Wie gesagt, das alles ist auch tatsächlich so passiert!!! Ich bin immer bestrebt, das so was sauber abläuft. Zumindest von meiner Seite aus!!

Vielleicht kann mir ja noch wer paar Tipps geben wie ich mich jetzt verhalten soll. Auch was Fristen und so angeht. Besten Dank schon mal!

LG Maik
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 15. März 2019, 19:49:13
Es gibt übrigens auf dem Schreiben weder einen Namen vom Ersteller noch ein Aktenzeichen. Ist das generell überhaupt zulässig? Wenn nicht, unter welchen Paragraphen kann man darauf hin in Wiederspruch gehen?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 15. März 2019, 21:07:47
Gibt es denn hier keinen der mal ne Aussage treffen kann??  :sad:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: NevAda am 15. März 2019, 22:23:52
Vielleicht kann jemand antworten, wenn Du den Ablehnungsbescheid mal (anonymisiert) einstellst. Ob dann aber jemand Zeit und Lust dazu hat, ist eine andere Geschichte. Drängeln lasen sich hier die wenigsten gerne.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: oldhoefi am 15. März 2019, 22:36:24
@Dreammaik,

Zitat von: Dreammaik am 15. März 2019, 21:07:47
Gibt es denn hier keinen der mal ne Aussage treffen kann??
Aber gerne doch.

Zitat
§ 3 Themen und Beiträge - Auszug
(2) [...] Das Antworten auf den eigenen Beitrag zum Zweck des sog. "hochschieben" des Themas ist in den ersten 2 Tagen nach Veröffentlichung eines Beitrages zu unterlassen.
siehe Nutzungsbedingungen --> https://hartz.info/index.php?action=custom;show=terms

Und noch als Ergänzung.

Alle Helfer hier sind in ihrer Freizeit tätig, zudem ist Wochenende. Also übe Dich in Geduld, anstatt völlig unangebracht zu drängeln.

-----

Ich leiste mal Vorarbeit.

Zitat von: Dreammaik am 15. März 2019, 16:09:02
bekam ich heute Post vom Amt und einen Ablehnungsbescheid zugestellt.. Unter teils fadenscheinlichen Erklärungen wurde da quasi alles in Frage gestellt und abgelehnt bis hin zu der Verdächtigung bzw. Annahme, ich hätte 730EUR zusätzlich an Bargeld eingenommen (müssen)!!
Stelle den kompletten Ablehnungsbescheid hier ein – anonymisiert, alle Datumsangaben leserlich lassen.

Zitat von: Dreammaik am 15. März 2019, 16:09:02
Da ich aus Sicherheitsgründen auf Grund des niedrigen Kontostandes eine Überziehung vermeiden wollte, habe ich die Miete aus meinen Bar Einnahmen an meine Mutter, die in der gleichen Wohnung wohnt, direkt bezahlt.
Wie wurde diese Barzahlung oder mehrere (Geschäftskasse <-> private Miete an Mutter) geschäftlich verbucht?

Nachtrag: Jetzt wurde ich überholt, ich lasse es trotzdem stehen.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 15. März 2019, 22:55:34
Hallo und Danke erst mal und sorry für meine Drängelei  :wand: War nicht so gemeint aber Ich bin im Moment ziemlich aufgewühlt da ich mich nach fast einem Jahr wieder mit dieser Schei... beschäftigen muss..  :no:

Ich scanne den Bescheid jetzt mal ein stelle Ihn zur Verfügung.

Noch kurz zur Frage wegen Miete und Mutter. Geschäftlich wurde da gar nix verbucht. Das sind ja private Kosten. Ich führe jetzt auch kein Kassenbuch. Ich habe noch eine kleine zweite Firma, wo aber alles entsprechend anerkannt wurde. Dort laufen aber nur unbedeutende Umsätze.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 15. März 2019, 23:42:29
So hier ist der Bescheid. Hier noch ein paar Anmerkungen zu mir. Bei der Kontodifferenz zwischen 01.11.17 und 30.04.18 sind auch die Überweisungen des Jobs Center mit dabei. Die haben aber wenn ich das recht verstehe, dies mit als erzielte Einnahmen deklariert. Bereinigt bleibt von dem Kontozuwachs nur 786EUR als Betriebsgewinn übrig. Alles andere sind die gezahlten Beträge des Jobcenters. Wenn ich jetzt noch meine Bar Einnahmen dazu rechne, komme ich exakt auf den Wert, den ich in der EÜR ausgegeben bekomme. Ich habe selbstverständlich ein ausführliche EÜR für den Zeitraum mit eingereicht. Dazu alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Beläge für Investitionen und Tanken.
Es ist übrigens falsch was da steht, ich habe die Beläge für Investition mit eingereicht!! Und es ist in meinen Augen eine Frechheit, mir einfach 730EUR "Schwarz" Einkommen zu unterstellen und pauschal anzurechnen. Wie gesagt ich spiele mit offenen Karten, da ist nix getürkt. Das geht eigentlich alles aus der EÜR hervor. Aber offensichtlich haben die die nicht mal angeschaut..
Auch was das benutzen des PKW angeht. Er ist in der Firma und es steht mir frei Ihn zu benutzen wenn ich das für notwendig halte. Ich habe das Fahrtenbuch kopiert und mit eingereicht und die privaten Fahrten in der endgültigen EKS auch entsprechend deklariert.
Und wie die auf die Utopische Summe als Ansetzbetrag von: 1925.04EUR kommen, ist überhaupt nicht nachvollziehbar.

Noch als Hinweis über die Bezüge vom Amt:

Ich habe monatlich zwischen Dez. und Nov. 404.98EUR + 254EUR KK
und
zwischen Jan. und Apr. 411.98EUR + 254EUR KK erhalten

In er vorläufigen EKS die als Grundlage für die Berechnung diente, habe ich monatlich: 370.71EUR (beide Firmen) kalkuliert bzw. angegeben.

So mal schauen ob sich einer erbarmt und mal drüber schaut. Wäre echt super!! Ich drängle auch nicht mehr!!
  :zwinker:

Vielen Dank schon mal :)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 16. März 2019, 06:42:43
ich sehe spontan einen Punkt der mich auch verwirren würde als SB, du lässt ein Ticket (Monatskarte) als Ausgabe anrechnen und zusätzlich ein Auto? o.O

Es fehlen noch die restlichen Seiten mit der RFB für die Vollständigkeit, ggf ist da noch was bei.

Aufgrund des Wisches dürfte wohl bald eine Rückforderung eintrudeln, also guck auf jeden Fall, dass du die Fristen einhältst für den Widerspruch.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: blablabla am 16. März 2019, 07:30:52
Hast Du denn tatsächlich in dem Zeitraum Dein ganzes ALG2 gespart und Dein Kontostand ist im Zeitraum um 34xx EUR angestiegen?
Daher kommt ja die Unterstellung, Du hättest von Bareinnahmen gelebt, weil Du Dein ALG2 nicht gebraucht hast.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Lachsangler am 16. März 2019, 08:29:56
Dreammaik,
vorab ... ich habe mir deine Bescheide, etc. nicht durchgelesen, aber einen Tipp von mir:

Es macht ds JC immer stutzig, wenn Kosten (Miete) regelmäßig vom Konto abgebucht werden und dann einmal nicht (Barzahlung). Das präkere an dieser Situation ist dabei natürlich das familiäre Verhältnis (Mutter / Sohn). Wie du hier schreibst, ging es dir finanziell nicht gut und als Mutter ist man dann geneigt zu sagen: "Laß` mal, mein Junge, wenn´s finanziell diesen Monat nicht so hinhaut, verzichte ich auf die Miete!"

Da aber die Kosten der Unterkunft nur in tatsächlicher Hohe bezahlt werden, wird das JC halt stutzig.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: oldhoefi am 16. März 2019, 10:04:10
Zitat von: Dreammaik am 15. März 2019, 22:55:34
Noch kurz zur Frage wegen Miete und Mutter. Geschäftlich wurde da gar nix verbucht. Das sind ja private Kosten.
Aha – eine Barentnahme aus der Geschäftskasse, um damit private Kosten zu begleichen, bedarf keiner geschäftlichen Buchung.

Den Rest denke ich mir lieber...

Mehr wollte ich nicht wissen. :bye:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 13:55:38
Zitat von: Dreammaik am 15. März 2019, 22:55:34
Noch kurz zur Frage wegen Miete und Mutter. Geschäftlich wurde da gar nix verbucht. Das sind ja private Kosten.
Aha – eine Barentnahme aus der Geschäftskasse, um damit private Kosten zu begleichen, bedarf keiner geschäftlichen Buchung.

Den Rest denke ich mir lieber...

Mehr wollte ich nicht wissen. :bye:

Ich habe nur ein Konto auch wenn das sicher und gerade in dem Fall ungünstig ist.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 14:30:09
Hast Du denn tatsächlich in dem Zeitraum Dein ganzes ALG2 gespart und Dein Kontostand ist im Zeitraum um 34xx EUR angestiegen?
Daher kommt ja die Unterstellung, Du hättest von Bareinnahmen gelebt, weil Du Dein ALG2 nicht gebraucht hast.

Hallo @blablabla, ja das hab ich schon so versanden worum es geht und was do moniert wird. Laut meiner EÜR habe ich einen Gewinn im Bewilligungszeitraum von: 2767.18EUR. Das ist die Maßgabe weil ich da wirklich alles was die Firma betrifft verbucht habe und das meine einzigen Einkünfte in der Zeit sind. Also da sind auch schon sämtliche Bareinnahmen mit eingebucht. Wo jetzt die Differenz her kommt muss ich erst mal nachschauen. In dem Fall ist die Verwendung von einem Konto sicherlich ungünstig, weil da halt auch noch andere Posten mit drüber laufen.

Ich muss dazu sagen, dass mich diese Situation wahnsinnig belastet hatte und es ist nicht auszuschließen, dass sich ein paar Fehler eingeschlichen haben. Ich muss jetzt noch mal alles durch gehen, was mich schon wieder auf den Nullpunkt runter zieht.. Ich war froh ENDLICH diese katastrophale Bürokratie, das permanente Ausfüllen von Anträgen und diesen ständigen Druck los zu sein. Und jetzt geht diese ganze Sch... wieder los.. Davon abgesehen das mich eine komplette Rückzahlung auch finanziell wieder in die Bredouille bringen wird..
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: IceTea am 16. März 2019, 14:52:23
1.) Du hast jetzt einen Ablehnungsbescheid erhalten, der Erstattungsbescheid (Zahlungsaufforderung und Summe die du erstatten musst) wird seperat erstellt und erst später zugestellt (dies kann sogar erst nach Ablauf der Widerspruchsfrist für den Ablehnungsbescheid geschehen).

2.) Gemäß der ALG-II-Verordnung ist eine Erhöhung der tatsächlichen Einnahmen zulässig, wenn deine Angaben nicht plausibel sind. Wenn du in einem halben Jahr des Leistungsbezuges monatlich über 500,00 € ansparst, ist es tatsächlich nicht nachvollziehbar. Diese Summe liegt erheblich über deinen Freibeträgen....von daher ist eine Überzahlung tatsächlich wahrscheinlich. Auch wenn du die Miete deiner Mutter in Bar ausgezahlt hast, ist nicht nachvollziehbar, wie du die Summe ansparen konntest. Das Geld müsste ja irgendwo fehlen, tatsächlich ist der Umstand, dass du die Miete geleistet hast, und trotzdem noch Vermögen anhäufen konntest, eher negativ für deine Argumentation.

3.) Insgesamt wirkt der Bescheid aber schon recht gut aufgebaut und nachvollziehbar erklärt, hier hat der Sachbearbeiter definitiv keinen Schnellschuss gemacht sondern sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. D.h. bei einem möglichen Widerspruch solltest du sachlich und nachvollziehbar auf die einzelnen Punkte eingehen, schlüssig argumentieren und auch mit geeigneten Nachweisen/Dokumenten deine Aussagen belegen können.

4.) Die Zahlungen vom Jobcenter werden nicht als Einnahmen verbucht. Du hast einen bestimmten Bedarf ( Regelleistung + KdU + evtl. Mehrbedarfe). Dieser wird sowohl durch dein erzieltes EK - Freibeträge und den Zahlungen des Jobcenters gedeckt. Wenn dein Einkommen höher ist, als vorläufig geschätzt sind die Leistungen des Jobcenters überzahlt.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 14:58:59
ich sehe spontan einen Punkt der mich auch verwirren würde als SB, du lässt ein Ticket (Monatskarte) als Ausgabe anrechnen und zusätzlich ein Auto? o.O

Es fehlen noch die restlichen Seiten mit der RFB für die Vollständigkeit, ggf ist da noch was bei.

Aufgrund des Wisches dürfte wohl bald eine Rückforderung eintrudeln, also guck auf jeden Fall, dass du die Fristen einhältst für den Widerspruch.

Hallo Maunzi, ja ich nutze beides. Innerhalb der Stadt auch mal die Öffentlichen Verkehrsmittel. Der angerechnete Anteil von nur 50% ist ja auch ok für mich, da ich die Karte, wenn auch selten, mit Privat nutze.

Was ist denn die RFB?? Ich habe alles Relevante gepostet. Es war dann nur noch ein Merkblatt des SGB mit angehängt. Mehr nicht.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 15:58:56
1.) Du hast jetzt einen Ablehnungsbescheid erhalten, der Erstattungsbescheid (Zahlungsaufforderung und Summe die du erstatten musst) wird seperat erstellt und erst später zugestellt (dies kann sogar erst nach Ablauf der Widerspruchsfrist für den Ablehnungsbescheid geschehen).

2.) Gemäß der ALG-II-Verordnung ist eine Erhöhung der tatsächlichen Einnahmen zulässig, wenn deine Angaben nicht plausibel sind. Wenn du in einem halben Jahr des Leistungsbezuges monatlich über 500,00 € ansparst, ist es tatsächlich nicht nachvollziehbar. Diese Summe liegt erheblich über deinen Freibeträgen....von daher ist eine Überzahlung tatsächlich wahrscheinlich. Auch wenn du die Miete deiner Mutter in Bar ausgezahlt hast, ist nicht nachvollziehbar, wie du die Summe ansparen konntest. Das Geld müsste ja irgendwo fehlen, tatsächlich ist der Umstand, dass du die Miete geleistet hast, und trotzdem noch Vermögen anhäufen konntest, eher negativ für deine Argumentation.

3.) Insgesamt wirkt der Bescheid aber schon recht gut aufgebaut und nachvollziehbar erklärt, hier hat der Sachbearbeiter definitiv keinen Schnellschuss gemacht sondern sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. D.h. bei einem möglichen Widerspruch solltest du sachlich und nachvollziehbar auf die einzelnen Punkte eingehen, schlüssig argumentieren und auch mit geeigneten Nachweisen/Dokumenten deine Aussagen belegen können.

4.) Die Zahlungen vom Jobcenter werden nicht als Einnahmen verbucht. Du hast einen bestimmten Bedarf ( Regelleistung + KdU + evtl. Mehrbedarfe). Dieser wird sowohl durch dein erzieltes EK - Freibeträge und den Zahlungen des Jobcenters gedeckt. Wenn dein Einkommen höher ist, als vorläufig geschätzt sind die Leistungen des Jobcenters überzahlt.

1. Ok, das dachte ich mir fast. Mir ist auch bewusst, dass ich etwas nachzahlen muss. Laut meiner Kalkulation bzw. Vergleich Vorläufige EKS und endgültige EKS habe ich pro Monat ca. 100EUR mehr eingenommen. Das muss ich selbstverständlich wieder zurückzahlen! Nehme ich die abgelehnten Fahrzeugkosten noch mit zusätzlich raus, dann wären das ca. 130EUR mehr. Aber eine Rückzahlung von 780EUR ist was anderes als fast 3000EUR!!! Denn mit der kompletten Ablehnung des Antrages geht nämlich auch noch die Rückzahlung der Krankenkassenbeiträge einher..

2. Ich bin wie gesagt gerade dabei noch mal alles im Detail durchzugehen wo diese Differenz zu meiner EÜR her kommt. Eigentlich habe ich da alles penibel eingepflegt und auch ALLE Bareinahmen mit verbucht. Ich habe auch alle Ausgangsrechnungen mit eingereicht aus denen dann im Detail ersichtlich ist, was auf das Konto und was bar an mich gegangen ist.

3. Genau, selbstverständlich habe ich die Zahlungen des Job Centers nicht mit als Einnahme in meine EKS bzw. EÜR verbucht. Aber die Leistungen erhöhen eben den Kontostand und zwar um exakt: 2457.88EUR. Wenn ich jetzt die beanstandete Differenz des Kontostandes im Bewilligungszeitraum her nehme, also die 3244.39EUR (Zuwachs) und die Leistungen vom Amt davon abziehe, bleiben als ECHTER Gewinn aus den Firmen 786.51EUR übrig. Zusammen mit den Bareinnahmen geteilt durch die 6 Monate, komme ich auch exakt auf den Durchschnittswert meiner endgültigen EKS von einem monatlichen Gewinn von: 461.20EUR. In der Vorläufigen EKS hatte ich 370.71EUR als Richtgröße für die Berechnung angegeben. Diese Differenz muss ich nachzahlen, das war mir von vorn herein klar. Irgendwie macht mich das schon die ganze Zeit kirre.. Habe ich hier einen Denkfehler was die Berechnung angeht??

4. Ja wie gesagt, das ich zu viel bekommen habe ist mir klar. Es geht aber darum nur den Anteil der wirklich zu viel gezahlt wurde zu begleichen.

Und Danke Dir für Deine ausführliche und sachliche Interpretation  :ok:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 16:23:19
Dreammaik,
vorab ... ich habe mir deine Bescheide, etc. nicht durchgelesen, aber einen Tipp von mir:

Es macht ds JC immer stutzig, wenn Kosten (Miete) regelmäßig vom Konto abgebucht werden und dann einmal nicht (Barzahlung). Das präkere an dieser Situation ist dabei natürlich das familiäre Verhältnis (Mutter / Sohn). Wie du hier schreibst, ging es dir finanziell nicht gut und als Mutter ist man dann geneigt zu sagen: "Laß` mal, mein Junge, wenn´s finanziell diesen Monat nicht so hinhaut, verzichte ich auf die Miete!"

Da aber die Kosten der Unterkunft nur in tatsächlicher Hohe bezahlt werden, wird das JC halt stutzig.

Hallo @Lachsangler, ja im Nachhinein ist man halt immer schlauer. Der Hauptgrund warum ich das so gehändelt habe war, das ich keine unnötigen Abzüge auf meinem niedrigen Kontostand hatte um auch bei Aufträgen die nötige Technik vorfinanzieren zu können. Natürlich wird das jetzt in der Tat schwierig das nachzuweisen bzw. geht es gar nicht mehr. Die Zahlungen sind aber definitiv monatlich geflossen!! Leider hat meine Mutter Zahlungen nicht definiert auf Ihr Konto überwiesen, so dass man wenigstens da einen Nachweis hätte. Das Einzige ist, ein Schreiben aufzusetzen wo Sie mit Ihrer Unterschrift die Zahlungen bestätigt und dieses dem Wiederspruch mit beifügt. Und hoffen, auf einen gut gelaunten Bearbeiter zu treffen..
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Lachsangler am 16. März 2019, 17:17:37
Zitat von: Dreammaik am 16. März 2019, 16:23:19
ja im Nachhinein ist man halt immer schlauer

Noch ein "Insider" Tipp:
Wenn man von Anfang an, kontinuierlich eine ordentliche Buchführung, auch wenn´s nur eine einfache Einahme/Überschuss Buchführung ist, einhält, automatisiert sich diese "unangenehme" Tätigkeit und es wird insgesamt keine .....

Zitat von: Dreammaik am 16. März 2019, 14:30:09
Ich war froh ENDLICH diese katastrophale Bürokratie, das permanente Ausfüllen von Anträgen und diesen ständigen Druck los zu sein. Und jetzt geht diese ganze Sch... wieder los..

....sondern eine angenehme Aufgabe, die über den Erfolg/Mißerfolg deines Unternehmens Auskunft gibt.

Ach und noch was:

Zitat von: Dreammaik am 16. März 2019, 16:23:19
Das Einzige ist, ein Schreiben aufzusetzen wo Sie mit Ihrer Unterschrift die Zahlungen bestätigt

Vergiss es, das JC wird das als Gefälligkeit innerhalb der Familie werten und ablehnen. Sehe "den Verlust" als Lehrgeld an. Der Widerspruch (Widerspruch ohne "e") ist sinnlos.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: IceTea am 16. März 2019, 18:30:59


1. ... Denn mit der kompletten Ablehnung des Antrages geht nämlich auch noch die Rückzahlung der Krankenkassenbeiträge einher....


Geht Sie nicht, warte auf den Erstattungsbescheid, die Krankenkassenbeiträge sollten nicht zurückgefordert werden.


3.  Aber die Leistungen erhöhen eben den Kontostand und zwar um exakt: 2457.88EUR. Wenn ich jetzt die beanstandete Differenz des Kontostandes im Bewilligungszeitraum her nehme, also die 3244.39EUR (Zuwachs) und die Leistungen vom Amt davon abziehe,..... Irgendwie macht mich das schon die ganze Zeit kirre.. Habe ich hier einen Denkfehler was die Berechnung angeht??


Das Jobcenter geht aber davon aus, dass du die Leistungen welche du von Ihm erhälst, zum (über-) leben verbrauchst. Mir - und sicherlich auch den meisten anderen Forumsteilnehmern - wäre neu, dass man über seinen gesamten Regelsatz hinaus ( 6 x 424 € ) Geld während des Leistungsbezuges ansparen kann. Die Leistungen sind sooo knapp bemessen, das es vielleicht möglich wäre die Freibeträge anzusparen, aber so eine Summe anzusparen ist schier unmöglich, wenn man nicht woanders etwas (Unterstützung, Verpflegung, Kleidung, Mietzahlungen, Einkommen) zusätzlich zu dem bereits angegebenen erhält.


4. Ja wie gesagt, das ich zu viel bekommen habe ist mir klar. Es geht aber darum nur den Anteil der wirklich zu viel gezahlt wurde zu begleichen.


In diesem Fall, sollte man schon während des Leistungsbezuges dem JC mitteilen, dass die eingereichte Prognose nicht mehr zutrifft. Das vermindert den Schock bei der abschließenden Berechnung. Die Rückzahlung ist in der Regel auch als Ratenzahlung möglich.
Für den Widerspruch wirst du wirklich gut argumentieren müssen, in Anbetracht dessen, dass viele Punkte in der abschließenden EKS bereits nicht berücksichtigt worden sind, weil Sie nicht hinreichend belegt worden sind, eher schwierig. Auch geht es bei dir ja nicht um eine kleine Differenz übersteigenden Einkommens sondern die Differenz ist so hoch, das selbst bei einer nachträglichen Anerkennung einzelner Punkte, keine Änderung des Ergebnisses zu erwarten wäre.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 16. März 2019, 19:22:18


1. ... Denn mit der kompletten Ablehnung des Antrages geht nämlich auch noch die Rückzahlung der Krankenkassenbeiträge einher....


Geht Sie nicht, warte auf den Erstattungsbescheid, die Krankenkassenbeiträge sollten nicht zurückgefordert werden.


3.  Aber die Leistungen erhöhen eben den Kontostand und zwar um exakt: 2457.88EUR. Wenn ich jetzt die beanstandete Differenz des Kontostandes im Bewilligungszeitraum her nehme, also die 3244.39EUR (Zuwachs) und die Leistungen vom Amt davon abziehe,..... Irgendwie macht mich das schon die ganze Zeit kirre.. Habe ich hier einen Denkfehler was die Berechnung angeht??


Das Jobcenter geht aber davon aus, dass du die Leistungen welche du von Ihm erhälst, zum (über-) leben verbrauchst. Mir - und sicherlich auch den meisten anderen Forumsteilnehmern - wäre neu, dass man über seinen gesamten Regelsatz hinaus ( 6 x 424 € ) Geld während des Leistungsbezuges ansparen kann. Die Leistungen sind sooo knapp bemessen, das es vielleicht möglich wäre die Freibeträge anzusparen, aber so eine Summe anzusparen ist schier unmöglich, wenn man nicht woanders etwas (Unterstützung, Verpflegung, Kleidung, Mietzahlungen, Einkommen) zusätzlich zu dem bereits angegebenen erhält.


4. Ja wie gesagt, das ich zu viel bekommen habe ist mir klar. Es geht aber darum nur den Anteil der wirklich zu viel gezahlt wurde zu begleichen.


In diesem Fall, sollte man schon während des Leistungsbezuges dem JC mitteilen, dass die eingereichte Prognose nicht mehr zutrifft. Das vermindert den Schock bei der abschließenden Berechnung. Die Rückzahlung ist in der Regel auch als Ratenzahlung möglich.
Für den Widerspruch wirst du wirklich gut argumentieren müssen, in Anbetracht dessen, dass viele Punkte in der abschließenden EKS bereits nicht berücksichtigt worden sind, weil Sie nicht hinreichend belegt worden sind, eher schwierig. Auch geht es bei dir ja nicht um eine kleine Differenz übersteigenden Einkommens sondern die Differenz ist so hoch, das selbst bei einer nachträglichen Anerkennung einzelner Punkte, keine Änderung des Ergebnisses zu erwarten wäre.

zu 1. Das wäre ja wenigstens was.. Aber gilt das auch für Privat Versicherte? Wenn ich mir die Auflistung im Bescheid angucke steht da ja auch eine schwarze null in der Endabrechnung so dass ich mal davon ausgehe, das die das wohl auch zurück fordern werden..

zu 3. Ich kann natürlich nicht das Konto jeden Monat auf Null fahren. Ich brauche als Selbstständiger einen Puffer um arbeitsfähig zu sein. Und es ist ein ständiges auf und ab. Das im Vorfeld exakt zu beurteilen ist es unmöglich und nur ein Blick in die Glaskugel.

zu 4. In Wiederspruch gehe ich auf alle Fälle. Es sind ja auch Sachen moniert wurden die ich nachgewiesen habe, nur nicht anerkannt wurden. Ich sehe sowieso nicht durch wie die auf die abenteuerliche Summe von 1920EUR als festgesetztes Grundeinkommen?! Das entbehrt jeder Grundlage. Ich bin aber wie gesagt grad dabei noch mal alles durchzugehen. Größere Fehler schließe ich aber aus.

Und Danke noch mal :)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 02:32:38
Eine generelle Frage noch zu den Abrechnungsmodalitäten. Bei der Berechnung für den Leistungszeitraum wurde pro Monat folgendes festgelegt:

Regelbedarf: 89.98EUR (Angabe in vorläufige EKS 319.02EUR)
Miete: 315EUR
Summe: 404.98EUR

Wird jetzt mein Mehrverdienst nur auf den Regelbedarf aufgerechnet oder auf die Summe aus Regelbedarf und Miete? Wenn jetzt als Beispiel der Mietzuschuss nur dann gezahlt wird wenn der Regelbedarf unterschritten ist würde ich sozusagen bei einem Mehrverdienst von 90EUR dann gar nix mehr bekommen? Das wäre dann der Fall, dass die Wohnkosten nur als Zusatz Pauschale gezahlt werden wenn man unter 409EUR (416) liegt.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Lachsangler am 17. März 2019, 07:28:10
Das bedarfsmindernde Einkommen wird immer auf die gesamte aufstockende Leistung angerechnet!
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Fylou am 17. März 2019, 07:36:34
Frag doch mal deine Mutter, ob sie deine Bar-Miete auf ihr Konto eingezahlt hat? Dann könnte man das der Erklärung noch dazulegen  :scratch:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Sheherazade am 17. März 2019, 08:02:08
Blödsinn. Eine ordentliche Quittung reicht auch.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Lachsangler am 17. März 2019, 08:43:45
Zitat von: Sheherazade am 17. März 2019, 08:02:08
Blödsinn.

???

Finde ich nicht. Wenn der TE immer per DA überweist und plötzlich eine fragliche Buchung bar erfolgt und eine Quittung dazu erst später erstellt wird, ist das höcht bedenklich.

Wahrscheinlich - wenn man eine Falschaussage standfest behauptet - wird das mit einer ....

Zitat von: Sheherazade am 17. März 2019, 08:02:08
ordentliche Quittung

....scherlich anders zu beweisen sein. Aber ist es auch moralisch zu vertreten?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 17. März 2019, 09:07:37
RFB = Rechtsfolgebelehrung, sprich das Blatt mit den § drauf und ggf noch anderen Infos.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Fylou am 17. März 2019, 09:09:18
Klar ist es Blödsinn, wenn man dem Jc Beweise liefert, dass eine Zahlung auch erfolgt ist. Ist ja auch total unwahrscheinlich, dass eine einfache Quittung angezweifelt wird...vor allem unter Verwandten.

Und jetzt nicht argumentieren mit "wenn ein gültiger Mietvertrag vorliegt besteht eine Verpflichtung zur Mietzahlung." Trotzdem ist es gut, das möglichst stichfest belegen zu können.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Sheherazade am 17. März 2019, 09:10:10
@ Lachsangler: Wenn du schon den Bedenkenträger hier spielen musst, dann äußere wenigstens sachliche Bedenken und höre auf, Falschaussagen zu unterstellen und persönliche Moralvorstellungen einzubringen. Barzahlungsquittungen sind grundsätzlich vom Jobcenter zu akzeptieren.

Eine Quittung für Mietzahlungen macht aber nur Sinn, wenn Barabhebungen vom Konto ODER wie hier in diesem Fall entsprechend niedrigere Einzahlungen der Bareinnahmen (aber natürlich in voller Höhe in der EÜR gebucht) auf dem Konto ersichtlich sind.

Zitat von: Dreammaik am 16. März 2019, 15:58:56
Aber die Leistungen erhöhen eben den Kontostand und zwar um exakt: 2457.88EUR.
Bei solchen Äußerungen bin ich mir nicht sicher, dass Barzahlungen irgendwelcher Art plausibel zu erklären sind.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: petersmicha am 17. März 2019, 13:46:01
Für mich zum Verständnis: Dein Kontostand war zum 30.4.18 um 3.244,39 Euro HÖHER als zum 1.11.2017? Und darin sind die Zahlungen des JC enthalten?

Dann ist mir klar, warum hier nachgefragt wird. Schließlich musst Du ja von irgendwas Miete gezahlt und gelebt haben. Also nimmt das JC an, dass Du Einnahmen ungefähr in der Höhe der JC Leistungen (ca. 730 Euro) monatlich zusätzlich hattest, die - da nicht auf dem Bankkonto ersichtlich - bar eingenommen wurden.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 14:17:52
Das bedarfsmindernde Einkommen wird immer auf die gesamte aufstockende Leistung angerechnet!

Ok Danke, das hilft schon mal weiter :)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 14:42:50
Frag doch mal deine Mutter, ob sie deine Bar-Miete auf ihr Konto eingezahlt hat? Dann könnte man das der Erklärung noch dazulegen  :scratch:

Das habe ich Sie natürlich auch gleich gefragt. Leider hat sie die Summe nicht explizit als Mietzahlung deklariert auf Ihr Konto überwiesen. Dann hätte ich nämlich Ihre Konto Auszüge als Kopie mit beigelegt. Das ist einfach blöd gelaufen.. Ich war in dieser Zeit auch ziemlich am Boden und da sind eben auch einige Entscheidungen gefallen die ich so "mit klaren" Kopf sicher nicht getroffen hätte. Fakt ist aber eines, das ich das Geld definitiv übergeben habe!! Hintergrund war wie gesagt, dass ich auf dem Konto mit einem gewissen Puffer arbeiten kann, um Material für die Aufträge zu ordern. Eine Privatperson kann natürlich das Konto jeden Monat auf null fahren, das geht aber bei einer Firma nicht. Ich durfte ja auch laut Eingliederungsvereinbarung meine Firma weiter laufen lassen.

Jetzt ist halt die Frage wie sich verhalten. Das ich nun schlechte Karten habe ist mir natürlich klar. Entweder ich füge ein Schreiben mit bei was Sie unterschreibt dass sie die Beträge entgegen genommen hat oder ich stelle noch die betreffenden Quittungen pro Monat aus. Was meinst Du wäre die bessere Wahl?? In beiden Fällen bin ich natürlich von der Grädigkeit des Bearbeiters abhängig das ist klar..
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 15:02:58
RFB = Rechtsfolgebelehrung, sprich das Blatt mit den § drauf und ggf noch anderen Infos.

Hallo @Maunzi. Schau Dir mal die zweite Seite an die ich hoch geladen habe. Da steht unten nach den ganzen Ausführungen des Bearbeiters die Rechtsbehelf Erklärung. Auf Seite 3 die ich nicht hoch geladen habe steht dann nur das ich auch unter Umständen KK Beiträge bekommen kann wenn ich keine Leistung beziehe. Hinweise auf ein Wiederspruchs verfahren oder irgendwelche Paragraphen stehen da nicht. Ist das denn von Relevanz? Wenn es hilft zur Beurteilung kann ich auch gern diese Seite noch mal hoch laden.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 17. März 2019, 15:21:45
Rechtsbehelf und Rechtsfolge ist etwas anderes. Beim einen steht quasi "du darfst so und so lange in Widerspruch gehen und der muss dahin" und beim anderen steht nach welchen § in dem ganzen Wisch gehandelt wurde usw. Letzteres ist meistens auf der letzten Seite zu finden - stell die letzte Seite bitte auch mal ein. Ggf ist hier auch noch was zu machen, denn dieser §-Kram muss ansich bei jedem Bescheid dran hängen (hier könnte man dann noch ansetzen und gucken ob das eventuell den Bescheid angreifbar macht).
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: robiwobi am 17. März 2019, 15:33:38
Zitat
Eine Privatperson kann natürlich das Konto jeden Monat auf null fahren, das geht aber bei einer Firma nicht.

Selbst wenn du deiner Mutter das Geld für die Miete aus deinen Bareinnahmen übergeben hast erklärt das ja noch nicht warum du in 6 Monaten einige tausend Euro auf deinem Konto ansparen kannst.
Das Geld, das auf dein Konto geht kommt ja aus deinen Betriebseinnahmen, seien es Barzahlungen, die du selber aufs Konto einzahlst oder Überweisungen.

Wenn sich jemand aus seinem Hartz4 Satz mehrere hundert Euro pro Monat anspart, muss er entweder Einkommen haben, das er dem JC verschweigt, oder jemand hilft ihm bei der Miete und anderen Dingen des täglichen Lebens (vielleicht zahlt die Mutter das Essen oder so etwas).

Plausibel ist es noch wenn man sich die Freibeträge durch das erzielte Einkommen ansparen kann, aber das geht bei dir weit darüber hinaus.

Das JC sieht sich deine EKS an und denkt sich mit dem angegebenen Gewinn kann der Kunde sich keine 400-500€ im Monat ansparen.
Der muss mehr Einkommen haben bzw evtl Hilfe von der Mutter.

Und wenn du dem JC jetzt mit Belegen beweist, dass du die Miete deiner Mutter bar gegeben hast, ändert das nichts an der Tatsache, dass dir zu viel übrig bleibt am Ende des Monats.

Jeglicher bedeutende Geldzuwachs bei Hartz4 Empfängern ist einfach total verdächtig, man geht davon aus, dass sie alles zum Leben brauchen.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 16:05:09
Rechtsbehelf und Rechtsfolge ist etwas anderes. Beim einen steht quasi "du darfst so und so lange in Widerspruch gehen und der muss dahin" und beim anderen steht nach welchen § in dem ganzen Wisch gehandelt wurde usw. Letzteres ist meistens auf der letzten Seite zu finden - stell die letzte Seite bitte auch mal ein. Ggf ist hier auch noch was zu machen, denn dieser §-Kram muss ansich bei jedem Bescheid dran hängen (hier könnte man dann noch ansetzen und gucken ob das eventuell den Bescheid angreifbar macht).
So hier ist die letzte Dritte Seite. Dann gibt es wie gesagt hinten dran nur noch einen Anhang "Gesetzestexte zu Ihrer Information. Das war’s, mehr habe ich nicht bekommen. Aber steht der Hinweis nach was gehandelt wurde auf nicht auf Seite 1?? Allerdings steht da nix von Rechtsfolge.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: petersmicha am 17. März 2019, 16:40:16
Könntest Du mal diese Fragen beantworten?

Für mich zum Verständnis: Dein Kontostand war zum 30.4.18 um 3.244,39 Euro HÖHER als zum 1.11.2017? Und darin sind die Zahlungen des JC enthalten?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 16:45:46
Ja die Zahlungen des Job Centers sind da drinnen mit enthalten. Ich bin grad dabei das mal ausführlich darzulegen wie die Summe zu Stande kommt. Bitte aber noch um etwas Geduld..
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: petersmicha am 17. März 2019, 18:27:20
Dein Kontostand war also zum 30.4.18 um 3.244,39 Euro HÖHER als zum 1.11.2017.

Wovon hast Du denn gelebt? Wovon hast Du Deine Miete gezahlt? Vom Bankkonto ja wohl nicht. Und da es wohl auch keine Barabhebungen vom Konto in ausreichendem Maß gibt ... woher kam das Geld=
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 17. März 2019, 23:37:21
So ich habe jetzt mal die Kontodifferenz aufgeschlüsselt. Das stimmt erst mal alles so. Auch habe ich meine komplette Buchhaltung noch mal gecheckt und die finale EKS. Auch dort alles korrekt. Dann noch mal die Einzelnen Buchungen auf den Konto abgehakt und auch alles ok!!

Das diese Summe da aufgelaufen ist, liegt einfach daran, das ich Miete und Ernährung sowie die einzigen beiden Tankrechnungen aus den Bareinnahmen finanziert habe. Und natürlich habe ich auch aus der Firma Einkommen gehabt welches dort mit drinnen ist abzüglich der Bareinahmen. Ist die Frage ob das jetzt zu viel gewesen ist bzw. eine Frage wie die das berechnen.

Neben der endgültigen EKS habe ich auch meine EÜR mit abgegeben wo ALLES eingepflegt ist an Ein- und Ausgaben. Außerdem habe ich alle Ausgangsrechnungen mit eingereicht aus denen eindeutig hervor geht, was an Barbeträgen an mich geflossen ist. Mehr Einkünfte hatte ich nicht.
Das Problem ist, das sich der Bearbeiter auf Grund dieser Konto Differenz gar nicht erst die Mühe gemacht hat meine Belege und EÜR einzusehen. Dies hat er ja sogar in seiner Begründung mit vermerkt!! Was so meines Erachtens auch nicht sein kann. Denn diese Beläge zeigen schließlich, was ich an realen Einkünften abzüglich meiner Betriebsausgaben in dieser Zeit hatte. Wenn ich nun diese Beträge aufschlüssle, dann deckt sich das auch 1:1 mit meiner EÜR. Hier vielleicht mal zum Verständnis was ich meine:

Die  Bewilligung für den Zeitraum 01.11.-30.04. basierte auf meiner eingereichten vorläufigen EKS. Dort gab ich an, dass das zu erwartende Einkommen pro Monat aus beiden Betrieben wie folgt ist:
Firma 1: 325.71EUR
Firma 2: 45.00EUR

Im vorläufigen Bescheid wurden diese Beträge durch das nicht anerkennen der Fahrzeugkosten und der ABO Monatskarte auf folgendes zu erwartendes Einkommen festgelegt bzw. erhöht:

Firma 1: 443.77EUR
Firma 2: 55.00EUR

Dies ist also die Summe die ich zu beanspruchen habe bei einen zu erwartenden Einkommen von insgesamt 498.77EUR (Firma 1 und 2). Auf diesen Betrag wurde noch ein Freibetrag von 179.75EUR festgelegt bzw. von der Summe abgezogen so dass ein zu berücksichtigendes Gesamteinkommen von 319.02EUR festgelegt wurde.

Daraus erfolgte nun die Berechnung der monatlichen Überweisung durch das Amt:
Regelbedarfs: 89.98EUR + Miete 315EUR = 404.98EUR Auszahlungsbetrag (monatlich).

Das zu berücksichtigende Gesamteinkommen beträgt also: 319.02EUR. Alles was ich darüber verdient oder eingenommen habe, muss ich selbstredend wieder zurückzahlen.

Das als Vorabinfo und nun zur Konto Sache:

Kontostand: 01.11.2017    = 2035.27EUR
Kontostand: 30.04.2018   = 5279.66EUR
Differenz:                 = + 3244.39EUR
Davon ALG2 Anteil:      =  - 2457.88EUR

Hier habe ich mal über den gesamten Bewilligungszeitraum die einzelnen Einnahme und Ausgaben Posten zusammen gerechnet und aufgeschlüsselt die auf dem Konto aufgelaufen sind:

Zahlung Job Center:         + 2457.88EUR

Einnahmen Firma 1:         + 4622.64EUR       
Wareneinkauf Firma 1:       - 3181.71EUR         
Vers. Auto:               - 164.36EUR
Garagenmiete:                    - 150.00EUR
KFZ Rechtsschutz:              - 30.48EUR
Monatskarte:               - 152.70EUR
Steuersoftware:                      - 29.95EUR
KFZ Steuer:                 - 44.00EUR

Bar Einnahmen Firma 1:       + 1627.93EUR (nur mit angeführt nicht mit auf Konto)
Bar Ausgaben Tanken:          - 100.50EUR (nur mit angeführt nicht mit auf Konto)

Sonstige Kontobewegungen:

Privat Telefon:                      - 39.94EUR
Einnahme Privat (Pflege Webseite)  + 140.00EUR
Kontoführung:                      - 21.00EUR
Sportverein Beitrag:              - 48.00EUR
Jahresgebühr Bankkarte:           - 10.00EUR
Arztrechnung:               - 137.58EUR
Arztrechnung:                 - 76.09EUR
Pachtgebühr:                   - 7.97EUR
Arztrechnung:                 - 95.97EUR


Einnahmen Firma 2:         + 1112.30RUR
Wareneinkauf Firma 2:         - 869.89EUR
Ausgaben Betrieb:                 - 9.90EUR

Bar Einnahmen Firma 2:      + 118.29EUR (nur mit angeführt nicht mit auf Konto)

Errechnete Differenz Nov - Apr: + 3263.840EUR


Gewinn Firma 1:         + 2396,87EUR (399.48EUR Monat)
Gewinn Firma 2:         + 350,80EUR (58.47EUR Monat)

Die Positionen mit der Bezeichnung (nur mit angeführt nicht mit auf Konto), dienen nur der abschließenden Gewinnermittlung. Wenn man jetzt die Beträge alle nacheinander addiere und subtrahiere, dann kommen ich auch auf die Differenz von +3244.39EUR auf dem Konto (nicht exakt 100%, ist sicher ein kleiner Rechenfehler drin, aber das kommt so hin).

Also Betriebsgewinn steht nun 399.48 + 58.47EUR = 457,95EUR fest. Das bedeutet, dass ich pro Monat 138.93EUR mehr Gewinn gemacht habe. Und diese muss ich dem Amt wieder zurückzahlen. Also insgesamt: 833.58EUR. Der Betrag wird sich allerdings noch erhöhen, da das Amt die Kosten für den PKW gar nicht und die Fahrkarte nur zur Hälfte anerkennt. Und die 140EUR die ich privat durch das Pflegen einer Homepage eingenommen habe. Das dürften dann noch mal zusätzlich 629.34EUR sein. Ergo ergibt das einen noch zu zahlenden Betrag von max. 1462.92EUR. Abzüglich des Freibetrages von 300.00EUR?? müsste ich dem Amt also noch: 1162.92EUR zurückzahlen.
 
So würde ich das jetzt betriebswirtschaftlich errechnen. Und da ist dann doch schon ein Unterschied ob man 1162.92EUR oder ALLES zurückzahlen soll. Und daraus wird auch ersichtlich, das die 1925EUR die das Amt als monatliches Einkommen fiktiv festgesetzt hat einfach grober Unfug sind. Und wie gesagt, es ging nie darum hier nix zu bezahlen!! Sondern einfach um eine faire Abrechnung meiner Tatsächlichen Ein- und Ausgaben. Um das verweigern der Anrechnung der Fahrzeugkosten müsste man allerdings auch noch mal hinterfragen. Denn das sehe ich eigentlich nicht ein, dass diese im vollen Umfang nicht anerkannt wurden.

Was sagen nun die Experten dazu?? Vielleicht erbarmt sich ja einer hier auch wenn das schon ziemlich heftig ist alles.. Und vorausgesetzt es blickt hier wer durch ;-)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Fylou am 18. März 2019, 04:43:09
Zitat
Das diese Summe da aufgelaufen ist, liegt einfach daran, das ich Miete und Ernährung sowie die einzigen beiden Tankrechnungen aus den Bareinnahmen finanziert habe.

Und wie?

Zitat
Bar Einnahmen Firma 1:       + 1627.93EUR
Einnahmen Firma 2:         + 1112.30EUR

= 2748.23€ Bareinnahme

6x315€ Miete = 1890€
6x Regelsatz 404€ = 2424€


:weisnich:

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Lachsangler am 18. März 2019, 07:41:13
Vermutlich kommt der "Ärger" ja daher, das ....wenn ich deine Auflistung grob überfliege", feststelle, dass du in den 6 Monaten keine Privatentnahmen, keine Miete (KDU) etc. aufgeführt hast.

Wovon hast du die 6 Monate übelebt?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: petersmicha am 18. März 2019, 07:52:06

Das diese Summe da aufgelaufen ist, liegt einfach daran, das ich Miete und Ernährung sowie die einzigen beiden Tankrechnungen aus den Bareinnahmen finanziert habe.

Als Bareinnahmen hattest Du aus Firma 1 und Firma 2 abzgl. der bezahlten Tankrechnung: 1.645,72 Euro.

Deine Miete: 315,- Euro x 6 = 1.890,- Euro
Angenommene Kosten zur Lebenshaltung = Regelsatz: 404,- Euro x 6 = 2.424,- Euro
Summe: 4.314,- Euro

Differenz zu den Bareinnahmen: 2.668,28 Euro

Woher stammt also diese Differenz?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: robiwobi am 18. März 2019, 08:35:08
Also, du hast einen monatlichen Gewinn von durchschnittlich etwa 460€ aus deinen Betrieben.
Dann bekommst du 405€ ALG2 dazu.
Du hattest also 865€ im Monat.
Davon gelingt es dir monatlich 540€ zu sparen (die 3244€ die du nach 6 Monaten mehr hast).

D.h. du gibst 325€ im Monat aus und davon sind 315€ Miete (an Mutti oder egal an wen).

Das JC glaubt dir nicht dass du mit 10€ im Monat durchkommst und geht davon aus dass du entweder Einkommen verschweigst oder evtl gar keine Miete bezahlst.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 18. März 2019, 09:05:30
@Dreammaik

Du hast - mit Verlaub - den Überblick über deine Finanzen schlicht und ergreifend verloren, weil du deine privaten Finanzen nicht sauber und konsequent von deinen geschäftlichen trennst.

Zwar gibt es keine gesetzliche Regelung, die dich zwingt, ein Privat- und ein Geschäftskonto zu führen, sinnvoll ist das aus vielerlei Hinsicht aber allemal, und zwar unabhängig von deinem Leistungsbezug, denn mit deiner "Rechnung" überzeugst du auch keinen Betriebsprüfer.

Abgesehen davon solltest du unbedingt einmal einen Blick in die AGB deiner Hausbank werfen, denn du riskierst die Kündigung deiner Bankverbindung, wenn du deine geschäftlichen Transaktionen über ein Privatkonto abwickelst und damit die üblichen Gebühren für ein Geschäftskonto umgehst.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 11:26:42
Also, du hast einen monatlichen Gewinn von durchschnittlich etwa 460€ aus deinen Betrieben.
Dann bekommst du 405€ ALG2 dazu.
Du hattest also 865€ im Monat.
Davon gelingt es dir monatlich 540€ zu sparen (die 3244€ die du nach 6 Monaten mehr hast).

D.h. du gibst 325€ im Monat aus und davon sind 315€ Miete (an Mutti oder egal an wen).

Das JC glaubt dir nicht dass du mit 10€ im Monat durchkommst und geht davon aus dass du entweder Einkommen verschweigst oder evtl gar keine Miete bezahlst.

Es ist ja nicht so dass ich zu Beginn des Bewilligungszeitraumes komplett blank war. Ich hatte eine Bargeldreserve von 1250EUR die ich auch angegeben habe. Es gibt ja auch ein Schonvermögen. Den Rest den Du nachfragst, habe ich davon bestritten. Ich habe quasi erst mal meine Bargeldreserven und Einnahmen im Bewilligungszeitraum (Bar) herunter gehfahren. Restbarbetrag am Ende der Bewilligung lag bei ca. 240EUR. Sozusagen noch der Rest aus meinem Schonvermögen.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 18. März 2019, 11:47:00
Deine Buchhaltung ist offenkundig eine einzige Katastrophe! Du musst dich nicht wundern, wenn Fragen auftauchen, auf die du keine plausible Antwort finden kannst.

Ich empfehle dir dringend, erst einmal selbst für Durchblick zu sorgen!

Für den Anfang deiner Hausaufgaben (gilt nicht nur für Handwerker!): Finanz-Check: Zwei Konten sorgen für Durchblick (https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/finanz-check-zwei-konten-sorgen-fuer-durchblick/150/3093/347037)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 11:52:38
Zitat
Das diese Summe da aufgelaufen ist, liegt einfach daran, das ich Miete und Ernährung sowie die einzigen beiden Tankrechnungen aus den Bareinnahmen finanziert habe.

Und wie?

Zitat
Bar Einnahmen Firma 1:       + 1627.93EUR
Einnahmen Firma 2:         + 1112.30EUR

= 2748.23€ Bareinnahme

6x315€ Miete = 1890€
6x Regelsatz 404€ = 2424€


:weisnich:

Nein das ist nicht korrekt! Bitte noch mal genau hin schauen. Die Bargeld Einnahmen aus Firma 2 belaufen sich auf: 118.25EUR. Du hast hier aber die Gesamteinnahmen aufgeführt. In der Summe habe ich im Bewilligungszeitraum also Bareinnahmen von: 1746.18EUR. Den Rest der da noch fehlt zum Begleichen der Miete sowie Lebenshaltungskosten habe ich wie gerade schon geschrieben aus der Bargeldreserve die ich zu Beginn des bewilligungszeitraumes hatte, und auch mit angegeben hatte, bestritten. Das ist ALLES auch so geschehen und nachvollziehbar. Das Problem ist halt die Beweisführung dahingehend zu führen. Dass das ein Fehler war mit dem Bargeld zu arbeiten ist mir jetzt im Nachhinein auch klar. Wäre besser gewesen das Geld (Bar) sofort Auftragsbezogen auf das Konto zu überweisen und auch auch die Miete abbuchen zu lassen. Dann wäre es besser nachvollziehbar und man hätte einen schriftlichen beweis. Aber wie gesagt..
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 12:12:19
Also, du hast einen monatlichen Gewinn von durchschnittlich etwa 460€ aus deinen Betrieben.
Dann bekommst du 405€ ALG2 dazu.
Du hattest also 865€ im Monat.
Davon gelingt es dir monatlich 540€ zu sparen (die 3244€ die du nach 6 Monaten mehr hast).

D.h. du gibst 325€ im Monat aus und davon sind 315€ Miete (an Mutti oder egal an wen).

Das JC glaubt dir nicht dass du mit 10€ im Monat durchkommst und geht davon aus dass du entweder Einkommen verschweigst oder evtl gar keine Miete bezahlst.

Natürlich kann ich nicht von 10EUR im Monat leben. Den Rest für die Waren des täglichen Bedarfes habe ich wie oben schon geschrieben aus der Bargeld Rücklage vor dem Bewilligungszeitraum bestritten. Ich habe in den 6 Monaten private Ausgaben nur Miete, ca. 40-50EUR Waren des täglichen Bedarfes und die beiden Tankrechnungen gehabt. Das war es.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: petersmicha am 18. März 2019, 12:17:34
Es ist ja nicht so dass ich zu Beginn des Bewilligungszeitraumes komplett blank war. Ich hatte eine Bargeldreserve von 1250EUR die ich auch angegeben habe. Es gibt ja auch ein Schonvermögen. Den Rest den Du nachfragst, habe ich davon bestritten. Ich habe quasi erst mal meine Bargeldreserven und Einnahmen im Bewilligungszeitraum (Bar) herunter gehfahren. Restbarbetrag am Ende der Bewilligung lag bei ca. 240EUR. Sozusagen noch der Rest aus meinem Schonvermögen.

Also ergibt sich folgende Rechnung:

Als Bareinnahmen hattest Du aus Firma 1 und Firma 2 abzgl. der bezahlten Tankrechnung: 1.645,72 Euro.

Deine Miete: 315,- Euro x 6 = 1.890,- Euro
Angenommene Kosten zur Lebenshaltung = Regelsatz: 404,- Euro x 6 = 2.424,- Euro
Summe: 4.314,- Euro

Differenz zu den Bareinnahmen: 2.668,28 Euro

Laut Deiner Angabe oben 1.250 Euro Barvermögen zu Beginn, 240 Euro am Ende noch übrig. Verbraucht also: 1.010 Euro.

Fehlen immer noch ca. 1.658.- Euro.
Woher komme die?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: robiwobi am 18. März 2019, 12:20:40
Zitat
Es ist ja nicht so dass ich zu Beginn des Bewilligungszeitraumes komplett blank war. Ich hatte eine Bargeldreserve von 1250EUR die ich auch angegeben habe. Es gibt ja auch ein Schonvermögen. Den Rest den Du nachfragst, habe ich davon bestritten. Ich habe quasi erst mal meine Bargeldreserven und Einnahmen im Bewilligungszeitraum (Bar) herunter gehfahren. Restbarbetrag am Ende der Bewilligung lag bei ca. 240EUR. Sozusagen noch der Rest aus meinem Schonvermögen.

Ah ok.
Schon besser, aber auch wenn du deine Miete und weitere Ausgaben des täglichen Lebens zum Teil aus deinem Barvermögen bezahlt hast, sind die 1000€ bar die du in den 6 Monaten verbraucht hast, also ca 166€ im Monat immer noch sehr wenig.

Mit 170€ kommt man schwer über die Runden, also fragt sich das JC woher hat er das Geld für den Rest? Immerhin geht der Staat bzw das JC davon aus, dass ein ALG2 Empfänger im Jahr 2019 424€ im Monat zum Leben braucht.

Das kannst du dir nur selber beantworten, vielleicht hast du immer bei Muttern gegessen oder mal gar keine Miete bezahlt usw.

Wer einen großen Teil seines Hartz4 Satzes nicht ausgibt macht sich halt verdächtig, das ist bei dir der Fall und jetzt bist du in Erklärungsnot.

Ich weiß nicht wie und ob du im Widerspruch noch etwas für dich rausholen kannst, da können dir andere bestimmt mehr dazu sagen. Der Punkt, dass du dein im ALG2 Antrag angegebenes Barvermögen aufgebraucht hast ist sicher ein wichtiger.

Für nächste mal merken. Am besten unauffällig bleiben, keine Fragen aufwerfen, keinen stark anwachsenden Kontostand haben und auch nicht die Miete mal so mal so bezahlen, sondern am besten immer als gleichbleibende, verständliche Abgänge vom Konto.

Zitat
Ich habe in den 6 Monaten private Ausgaben nur Miete, ca. 40-50EUR Waren des täglichen Bedarfes und die beiden Tankrechnungen gehabt. Das war es.

Nur 40-50€ im Monat für Waren des täglichen Bedarfs?
Wie geht das?

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 12:29:18
@Dreammaik

Du hast - mit Verlaub - den Überblick über deine Finanzen schlicht und ergreifend verloren, weil du deine privaten Finanzen nicht sauber und konsequent von deinen geschäftlichen trennst.

Zwar gibt es keine gesetzliche Regelung, die dich zwingt, ein Privat- und ein Geschäftskonto zu führen, sinnvoll ist das aus vielerlei Hinsicht aber allemal, und zwar unabhängig von deinem Leistungsbezug, denn mit deiner "Rechnung" überzeugst du auch keinen Betriebsprüfer.

Abgesehen davon solltest du unbedingt einmal einen Blick in die AGB deiner Hausbank werfen, denn du riskierst die Kündigung deiner Bankverbindung, wenn du deine geschäftlichen Transaktionen über ein Privatkonto abwickelst und damit die üblichen Gebühren für ein Geschäftskonto umgehst.

Hallo Orakel, mit Verlaub, ich habe den Überblick nicht verloren. Das Problem ist einzig die Beweisführung wegen dem "Arbeiten" mit der Bargeldreserve. Und was das Konto angeht ist mir das klar, dass zwei Konten übersichtlicher wären. Aber wie Du siehst, backe ich nur kleine Brötchen und die Buchungen sind für mich überschaubar. Mit der Bank ist das schon abgeklärt, die akzeptieren einen "Mischbetrieb". Sollte sich das Auftragsvolumen mal erhöhen, was ich natürlich hoffe, und damit die Sache zu unübersichtlich werden, dann trenne ich das natürlich auf. Bei meinen geringen Umsätzen zählt jeder Euro und ein zweites Konto kostet halt auch wieder Geld.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 13:01:40
Zitat
Es ist ja nicht so dass ich zu Beginn des Bewilligungszeitraumes komplett blank war. Ich hatte eine Bargeldreserve von 1250EUR die ich auch angegeben habe. Es gibt ja auch ein Schonvermögen. Den Rest den Du nachfragst, habe ich davon bestritten. Ich habe quasi erst mal meine Bargeldreserven und Einnahmen im Bewilligungszeitraum (Bar) herunter gehfahren. Restbarbetrag am Ende der Bewilligung lag bei ca. 240EUR. Sozusagen noch der Rest aus meinem Schonvermögen.

Ah ok.
Schon besser, aber auch wenn du deine Miete und weitere Ausgaben des täglichen Lebens zum Teil aus deinem Barvermögen bezahlt hast, sind die 1000€ bar die du in den 6 Monaten verbraucht hast, also ca 166€ im Monat immer noch sehr wenig.

Mit 170€ kommt man schwer über die Runden, also fragt sich das JC woher hat er das Geld für den Rest? Immerhin geht der Staat bzw das JC davon aus, dass ein ALG2 Empfänger im Jahr 2019 424€ im Monat zum Leben braucht.

Das kannst du dir nur selber beantworten, vielleicht hast du immer bei Muttern gegessen oder mal gar keine Miete bezahlt usw.

Wer einen großen Teil seines Hartz4 Satzes nicht ausgibt macht sich halt verdächtig, das ist bei dir der Fall und jetzt bist du in Erklärungsnot.

Ich weiß nicht wie und ob du im Widerspruch noch etwas für dich rausholen kannst, da können dir andere bestimmt mehr dazu sagen. Der Punkt, dass du dein im ALG2 Antrag angegebenes Barvermögen aufgebraucht hast ist sicher ein wichtiger.

Für nächste mal merken. Am besten unauffällig bleiben, keine Fragen aufwerfen, keinen stark anwachsenden Kontostand haben und auch nicht die Miete mal so mal so bezahlen, sondern am besten immer als gleichbleibende, verständliche Abgänge vom Konto.

Zitat
Ich habe in den 6 Monaten private Ausgaben nur Miete, ca. 40-50EUR Waren des täglichen Bedarfes und die beiden Tankrechnungen gehabt. Das war es.

Nur 40-50€ im Monat für Waren des täglichen Bedarfs?
Wie geht das?

Hallo Robiwobi, ja genau so sieht es aus. Und ich bin mit diesem Geld um die Runden gekommen, auch wenn sich das ein "wohlgenährter" Beamter nicht vorstellen kann. Natürlich habe ich die Rechnungen aus dem Supermarkt nicht mehr. Wahrscheinlich hätte ich die Einkäufe dann auch noch mit Karte bezahlen müssen, dann wäre auch das nachweisbar gewesen.

Wie gesagt, dass ich über meiner Prognose lag ist mir klar und auch das ich zu viel bekommenes Geld zurückgeben muss. Aber halt nur das, was ich auch wirklich zu viel eingenommen habe. Immerhin zeigte damit der Trend nach oben und ich brauchte keinen neuen Antrag zu stellen, wenn gleich es natürlich auf niedrigem Niveau weiter ging. Aber Hauptsache weg vom Amt!!! Ein kleiner Nebenjob im Sommer und Herbst hat mich noch zusätzlich unterstützt bzw. stabilisiert. Die Zeit war neben meiner gesundheitlichen Belastung auch noch eine nervliche. Eines weiß ich, falls ich jemals wieder in die Situation kommen sollte, und ich hoffe niemals wieder!!!, dann melde ich die Firmen komplett ab. Dieses Theater mit vorläufiger und endgültiger EKS sowie dieser ausufernden Bürokratie mache ich nicht noch einmal mit.

Nun ist die Frage wie weiter verfahren. Ich würde auf alle Fälle einen Wiederspruch verfassen mit den auch hier dargelegten Zusammenhängen. Zumindest will ich damit erreichen, dass der Beamte sich auch wirklich meine EÜR bzw. EKS anschaut, was er ja bisher überhaupt nicht getan hat. Sollte es bei der Rückzahlung der kompletten Summe bleiben, kann man immer noch eine Klage prüfen ob die Erfolg hätte. Bei kompletter Erstattung müsste ich eh versuchen Ratenzahlung zu vereinbaren, weil mich das dann schon wieder in arge Bedrängnis brächte finanziell.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 18. März 2019, 13:28:22
Das Problem ist einzig die Beweisführung wegen dem "Arbeiten" mit der Bargeldreserve.

Eben! Was für dich nachvollziehbar ist, muss es nicht auch für außenstehende Dritte sein.

Zur Erinnerung:

... denn mit deiner "Rechnung" überzeugst du auch keinen Betriebsprüfer.

Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft ich dieses "Argument" - vielleicht besser: diese Ausrede - schon gehört habe.

Bei meinen geringen Umsätzen zählt jeder Euro und ein zweites Konto kostet halt auch wieder Geld.

Es gibt genügend Banken, die kostenfreie Privatkonten anbieten; regelmäßiger Geldeingang genügt; darunter fallen auch Sozialleistungen. Die Kosten des Geschäftskontos sind Betriebsausgaben (Anlage EKS, Zeile B14c), schmälern also dein anrechenbares Einkommen und erhöhen deinen ergänzenden Leistungsanspruch.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: robiwobi am 18. März 2019, 13:28:47
Zitat
Dieses Theater mit vorläufiger und endgültiger EKS sowie dieser ausufernden Bürokratie mache ich nicht noch einmal mit.

Nun ist die Frage wie weiter verfahren. Ich würde auf alle Fälle einen Wiederspruch verfassen mit den auch hier dargelegten Zusammenhängen. Zumindest will ich damit erreichen, dass der Beamte sich auch wirklich meine EÜR bzw. EKS anschaut, was er ja bisher überhaupt nicht getan hat.

Dass dir die Bürokratie auf den Senkel geht kann ich verstehen. Ich hatte mal eine EKS abgegeben, die war ein 2 cm dicker Stapel, da ist jede Steuererklärung eine Kleinigkeit.

Ich glaube dein Hauptproblem ist nicht dass sich der SB deine EKS nicht richtig anschaut.
Egal wie man es dreht und wendet, niemand glaubt dir dass du ohne Hilfe mit 40€ pro Monat auskommen kannst während man davon ausgeht dass jeder andere ALG2 Empfänger 424€ braucht.
Die Annahme, dass du entweder mehr bar einnimmst als du dem JC mitgeteilt hast oder dir sonst jemand unter die Arme greift (z.B. deine Mutter mit essen oder Miete), ist einfach plausibel.
Und das beeinflusst wesentlich die Beurteilung darüber ob du in den Augen des JC hilfebedürftig bist oder nicht.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 13:53:21
Zitat
Dieses Theater mit vorläufiger und endgültiger EKS sowie dieser ausufernden Bürokratie mache ich nicht noch einmal mit.

Nun ist die Frage wie weiter verfahren. Ich würde auf alle Fälle einen Wiederspruch verfassen mit den auch hier dargelegten Zusammenhängen. Zumindest will ich damit erreichen, dass der Beamte sich auch wirklich meine EÜR bzw. EKS anschaut, was er ja bisher überhaupt nicht getan hat.

Dass dir die Bürokratie auf den Senkel geht kann ich verstehen. Ich hatte mal eine EKS abgegeben, die war ein 2 cm dicker Stapel, da ist jede Steuererklärung eine Kleinigkeit.

Ich glaube dein Hauptproblem ist nicht dass sich der SB deine EKS nicht richtig anschaut.
Egal wie man es dreht und wendet, niemand glaubt dir dass du ohne Hilfe mit 40€ pro Monat auskommen kannst während man davon ausgeht dass jeder andere ALG2 Empfänger 424€ braucht.
Die Annahme, dass du entweder mehr bar einnimmst als du dem JC mitgeteilt hast oder dir sonst jemand unter die Arme greift (z.B. deine Mutter mit essen oder Miete), ist einfach plausibel.
Und das beeinflusst wesentlich die Beurteilung darüber ob du in den Augen des JC hilfebedürftig bist oder nicht.

Ich habe die Höhe zwar nicht gemessen, aber 2cm sollten es auch locker gewesen sein. Ein absoluter Wahnsinn.. Und anderen scheint das Geld unreflektiert einfach nachgeworfen zu werden.. Wenn ich hier so lese wie mache hier selbst um EUR Beträge kämpfen müssen für Krankheit und dann sehe was so andre.. Ich höre lieber auf..

Auch wenn ich mich wiederhole, es passt alles so und es nix zu viel da ober übrig. Ich habe das am Wochenende alles aufgeschlüsselt und bis auf ein paar EUR Abweichung passt das. Auch mit der Bar gezahlten Miete und den Lebenshaltungskosten von ca. 40EUR pro Woche. Und der Bearbeiter hat eben NICHT die EKS und auch die Rechnungen überprüft. Das hat er ja im Bescheid auch so vermerkt! ich habe hier nix zusätzlich eingenommen oder gesponsert bekommen.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Fylou am 18. März 2019, 15:44:32
Von 40€ die Woche kann man mal leben, wenn es knapp wird. Aber du hast ja nicht nur Lebensmittel zu zahlen, sondern auch andere Kosten wie Kleidung, Schuhe Drogerieartikel (Strom in der Miete?). wir reden hier immerhin von 6 Monaten.

 Und wenn man diese geringen Kosten dann sieht und das dicke Plus auf dem Konto, da wird man natürlich stutzig.  :weisnich:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 16:32:46
Von 40€ die Woche kann man mal leben, wenn es knapp wird. Aber du hast ja nicht nur Lebensmittel zu zahlen, sondern auch andere Kosten wie Kleidung, Schuhe Drogerieartikel (Strom in der Miete?). wir reden hier immerhin von 6 Monaten.

 Und wenn man diese geringen Kosten dann sieht und das dicke Plus auf dem Konto, da wird man natürlich stutzig.  :weisnich:

Das war wie gesagt ein halbes Jahr. Und ich habe da weder Kleidung noch Schuhe gekauft in der Zeit. Nur Miete und Verzehr und alles andere gelassen. Auch wenn das einige hier anzweifeln es ist es trotzdem so! Es wird ja auch explizit an einen ran getragen, das man sparsam zu leben hat in der Zeit. Und es gibt schließlich kein Gesetz das vorschreibt, den Satz zwingend im Monat zu verbrauchen geschweige für was. Schon gar nicht als Selbstständiger mit, wenn auch geringen Einkünften. Ich habe ja quasi auch nur eine Aufstockung beantragt. Die Summe „atmet“ ja und ist je nach Auftragslage mal mehr Mal weniger.

Ich war ja in einer Notsituation und habe alles runter gefahren was geht. So ist diese Summe halt aufgelaufen zusammen mit meinem Gewinn aus der Firma, der in der Schlussrechnung den vorläufigen Betrag überschritten hat. Und diesen muss ich jetzt zurückzahlen, was vollkommen klar ist. Aber eben nicht die komplette Unterstützung!!

Ich wurde damals auch gefragt wie ich auf den vorläufigen Betrag gekommen bin. Aus einer Querschnittsrechnung des vergangen halben Jahres, was mich leider in diese missliche Situation gebracht hat. Schon die Frage alleine hätten die sich aber sparen können. Welcher Selbständige in so einer Situation kann das schon machen?? Das ist dann der berühmte Blick in die Glaskugel.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Kraftreiniger am 18. März 2019, 18:43:31
Von 40€ die Woche kann man mal leben, wenn es knapp wird. Aber du hast ja nicht nur Lebensmittel zu zahlen, sondern auch andere Kosten wie Kleidung, Schuhe Drogerieartikel (Strom in der Miete?). wir reden hier immerhin von 6 Monaten.

 Und wenn man diese geringen Kosten dann sieht und das dicke Plus auf dem Konto, da wird man natürlich stutzig.  :weisnich:

Ich kenne aus sicherer Quelle mehrere Menschen die fast 100% ihres Regelsatzes sparen. Seit Jahren. Ohne nennenswerte Zusatzeinnahmen.

Aus meiner Familie:
Stromverbrauch: ca. 18€/Monat, 7,99€ Alditalk, maximal 15€ Wocheneinkauf frische Sachen,
sonst keine Ausfaben.
Derjenige macht dann Reisen für das Geld, mehrere Tausend €/Jahr.

Wenn man nicht anspruchsvoll ist geht alles, muss sich nur Priöritäten setzen.

Wir leben in solchem extremen Überfluss. In Deutschland gibt es alles umsonst was man zum Leben braucht. Nur Luxus und Konsum kostet.
Wenn man woanders aufgewachsen ist wo es nichts gab dann geht das sparen von alleine.
Es gibt unzählige Möglichkeiten essen gratis zu kriegen, Kleidung auch, Wohnung zahlt das Amt, du kannst sogar zum Sport und Sauna über die Krankenkasse gratis,

So richtig brauchen tut man Geld also nicht. Jeder könnte 300€ sparen vom Hartz4 monatlich.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 18. März 2019, 18:53:40
So richtig brauchen tut man Geld also nicht. Jeder könnte 300€ sparen vom Hartz4 monatlich.

Schreibe das einfach an Olaf Scholz und/oder Hubertus Heil. DAS wäre doch endlich mal ein Vorschlag zu einer echten Reform des Hartz-IV-Systems.   :mocking:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Anne-Suvi am 18. März 2019, 18:58:30
Zitat von: Kraftreiniger am 18. März 2019, 18:43:31
maximal 15€ Wocheneinkauf frische Sachen

Wie geht das denn? Gehen die zur Tafel? Gib mal ein Beispiel für eine Woche. Trinken die keinen Kaffee? Klopapier, Duschgel solche Sachen braucht man ja auch :weisnich:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Fylou am 18. März 2019, 19:00:05
Klar, wenn man eine Tafel hat die einen kostenlos versorgt...ich finde, so etwas sollte wirklich Leuten vorbehalten bleiben die es lebensnotwendig brauchen, und nicht um vom gesparten Geld zu verreisen.

Und bei 18€ Strom wäscht man seine Wäsche dann bei Mutti, lagert die Lebensmittel draußen und behilft sich mit Kerzen?  :scratch:


Aber hey, der Staat zahlt...das ist DIE Lösung für unsere Probleme.
Blöd nur, wenn keiner mehr einzahlt.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Kraftreiniger am 18. März 2019, 19:05:13

Wie geht das denn? Gehen die zur Tafel? Gib mal ein Beispiel für eine Woche. Trinken die keinen Kaffee? Klopapier, Duschgel solche Sachen braucht man ja auch :weisnich:

Tafel manchmal, manchmal kommen so Leute mit Tütenweise Lebensmittel für 5€ oder so, ginge auch gratis ist nur Höflichkeit, gibt so Organisationen halt, gibt auch Leute die Posten was sie im Külschrank übrig haben etc.,

Will das Thema nicht ganz verhunzen.
Aber es gibt 100te Möglichkeiten essen und Kleidung etc. gratis zu kriegen.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Anne-Suvi am 18. März 2019, 19:08:40
Stimmt. Es gibt mobile... ich hab schon wieder vergessen, wie das heißt. Da kann man Lebensmittel reinpacken, die man über hat.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 19:13:15
Von 40€ die Woche kann man mal leben, wenn es knapp wird. Aber du hast ja nicht nur Lebensmittel zu zahlen, sondern auch andere Kosten wie Kleidung, Schuhe Drogerieartikel (Strom in der Miete?). wir reden hier immerhin von 6 Monaten.

 Und wenn man diese geringen Kosten dann sieht und das dicke Plus auf dem Konto, da wird man natürlich stutzig.  :weisnich:

Ich kenne aus sicherer Quelle mehrere Menschen die fast 100% ihres Regelsatzes sparen. Seit Jahren. Ohne nennenswerte Zusatzeinnahmen.

Aus meiner Familie:
Stromverbrauch: ca. 18€/Monat, 7,99€ Alditalk, maximal 15€ Wocheneinkauf frische Sachen,
sonst keine Ausfaben.
Derjenige macht dann Reisen für das Geld, mehrere Tausend €/Jahr.

Wenn man nicht anspruchsvoll ist geht alles, muss sich nur Priöritäten setzen.

Wir leben in solchem extremen Überfluss. In Deutschland gibt es alles umsonst was man zum Leben braucht. Nur Luxus und Konsum kostet.
Wenn man woanders aufgewachsen ist wo es nichts gab dann geht das sparen von alleine.
Es gibt unzählige Möglichkeiten essen gratis zu kriegen, Kleidung auch, Wohnung zahlt das Amt, du kannst sogar zum Sport und Sauna über die Krankenkasse gratis,

So richtig brauchen tut man Geld also nicht. Jeder könnte 300€ sparen vom Hartz4 monatlich.

Das glaube ich Dir aufs Wort! Die Gesellschaft ist extrem anspruchsvoll geworden. Und wenn man dann noch auf einen Berater trifft, der das alles in Frage stellt weil ER eben anders lebt und denkt, dass das allgemeingültig ist, dann hat man schon ein Problem. Und das Problem würde ja selbst dann bestehen, wenn man alles auf Heller und Pfennig nachweisen könnte. Dann könnte der Bearbeiter ja  immer noch sagen, da fehlt noch was..

Ich hatte auch mal so eine Rechnung gemacht wie viel man minimalst bräuchte vom Satz. Da blieb auch noch einiges übrig. Wobei sich die Frage stellt, MUSS man eigentlich den monatlichen Hartz4 Satz verbrauchen oder kann man sich auch sich auch etwas ansparen davon? Das würde ja dann bedeuten, wenn man Ihn nicht verbraucht, dass einem sofort unterstellt wird, dass man noch andere Einkünfte hatte. Im Prinzip ist das ja auch bei mir hier der Fall.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Gast41804 am 18. März 2019, 19:14:26
Zitat von: Kraftreiniger am 18. März 2019, 18:43:31
So richtig brauchen tut man Geld also nicht. Jeder könnte 300€ sparen vom Hartz4 monatlich.

 :troll:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: CCR am 18. März 2019, 19:22:42
wer ich Berühmt könnte ich qassi um sonst leben, da lädt einer einen immer ein und wohnen auch umsonst leider heiße ich nicht Patrik Lin....  :grins:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 19:29:55
wer ich Berühmt könnte ich qassi um sonst leben, da lädt einer einen immer ein und wohnen auch umsonst leider heiße ich nicht Patrik Lin....  :grins:

Die Wohngeldpauschale incl. Nebenkosten bekommst Du ja extra. Wenn Du jetzt ganz spartanisch lebst, nicht rauchst oder trinkst, kein Auto hast und sonst wo hin fährst, Lebensmittel nur im Angebot oder zum Ladenschluss, dann bleibt da durchaus noch was übrig. Das ist natürlich dann extrem und kann man nicht für das ganze Leben machen aber es geht ja darum ob es theoretisch möglich ist und das ist es durchaus.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass der Satz zu hoch ist!! Ganz im Gegenteil!! Um so zu Leben muss man halt alles streichen was heut zu Tage zu einem menschwürdigen Leben allgemein gültig sein sollte. Wenn ich für mich dann entscheide auf das eine oder andere zu verzichten, ist das meine persönliche Entscheidung.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Greywolf08 am 18. März 2019, 19:49:24
.. In Deutschland gibt es alles umsonst was man zum Leben braucht. Nur Luxus und Konsum kostet. ...
Wow .. dann lebe ich wohl im falschen Land - äh Stadt :scratch:.
Um "gratis" an was zu kommen müsste ich erstmal mind. 16 EUR an Fahrgeld investieren - und dann lohnt sich das Ganze wieder nicht.
Ich brauch zum Leben auch Strom. Sagst du mir, wo es den umsonst gibt?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 18. März 2019, 20:11:49
Und Paybackpunkte gibt es auf Gratisartikel auch nicht ...  :mocking:
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 18. März 2019, 23:19:20
Rechtsbehelf und Rechtsfolge ist etwas anderes. Beim einen steht quasi "du darfst so und so lange in Widerspruch gehen und der muss dahin" und beim anderen steht nach welchen § in dem ganzen Wisch gehandelt wurde usw. Letzteres ist meistens auf der letzten Seite zu finden - stell die letzte Seite bitte auch mal ein. Ggf ist hier auch noch was zu machen, denn dieser §-Kram muss ansich bei jedem Bescheid dran hängen (hier könnte man dann noch ansetzen und gucken ob das eventuell den Bescheid angreifbar macht).

Noch mal die Frage an @Maunzi. Ist der Bescheid so korrekt oder ergeben sich aus der eventuell fehlenden Rechtsfolgerklärung Angriffspunkte gegen diesen Bescheid?
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Kraftreiniger am 19. März 2019, 11:24:24
Ich sagte ja nur, dass ich mehrere Menschen kenne, die das genauso praktizieren.
Es geht natürlich nicht überall und bei jedem. Es scheitert bei den allermeisten schon an der Disziplin. Und man darf auch null anspruchsvoll sein wenn man z.b. kein Geld für Kleidung ausgeben will, aber es geht und man muss auch nicht dreckig oder zerfetzt sein, nur bei Farben, Marken etc. halt nicht wählerisch.
Auch bei Lebensmittel die gratis sind muss man erfinderisch sein und natürlich hat man in der Stadt mehr Möglichkeiten als auf dem Dorf mit 20 Seelen.

Aber ganz grundsätzlich ist es leicht möglich seine Ausgaben bei fast null zu halten und kann somit bis zu 4500€/Jahr sparen vom Harz 4.

Finde ich auch nicht unmoralisch, ist doch besser das Geld zu sparen und sich damit Reisen zu gönnen oder was anderes was man sich sonst nicht leisten könnte.
Sehr viele Hartz4 Empfänger lassen den Kopf hängen, kaufen sich unnützes Zeug oder lassen sich auf Verträge ein, die sie sich nicht leisten können, oder kaufen so ein, dass sie sowieso ab Monatsmitte unfreiwillig wie mein Bekannter leben müssen.

Ca. 1/3 geben allein 100€ und mehr für Zigaretten aus, die nicht im Regelsatz drin sind. Sind schonmal 1200€/Jahr für komplett unnützes Zeug.

Über die Hälfte der Leute haben außerdem noch irgendwelche Zusatzeinnahmen, auch wenn sie klein sind. Selbst die Regierung rechnet Schwarzeinnahmen in die Statistik mit ein mit 400€ pro Person oder so, darunter sind auch Harzt4 Empfänger. Wenn diese Rechnung stimmt könnte man noch 5000€/Jahr draufrechnen pro Nase.

Wirklich zum Leben (ohne Suchtkonsum und Luxus) braucht man nur ein Dach über dem Kopf im Winter und etwas Nahrung, Kleidung und 2-3 Hygiene Dinge. Das alles kriegt man ohne viel Aufwand umsonst oder fast umsonst.

Es geht nur darum, dass hier jemand behauptet hat 40€/Woche sind sehr unglaubwürdig. Für mich ist das glaubwürdig.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 20. März 2019, 11:58:33
Noch mal die Frage an @Maunzi. Ist der Bescheid so korrekt oder ergeben sich aus der eventuell fehlenden Rechtsfolgerklärung Angriffspunkte gegen diesen Bescheid?

Das müsste jemand anderes beantworten, derzeit seh ich deine Felle aber ziemlich davonschwimmen nachdem was ich hier so gelesen habe. Klar solltest du nichts unversucht lassen um das aufzuklären und den Schaden zu begrenzen dann aber mit einer nicht so wirren Erklärung wie hier (zB meine ich das hier die Infos immer Stückchenweise nachkamen und daher kaum zu verstehen waren) sondern mit einer kurzen und knappen Erklärung wovon du diese Summe ansparen konntest und dem Verweis auf die Abrechnungen etc aus denen deine Bareinnahmen etc hervorgehen und eben deine sparsame Lebensweise (hier wäre es gut eine grobe Auflistung zu machen wie du von ca 160 pro Monat Strom, Telefon, Internet, Essen und Trinken usw bezahlen konntest sehr hilfreich).

Aber ob das durchgeht steht in den Sternen.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 20. März 2019, 20:19:46
Und heute flatterte der Zahlungsbescheid rein..Ich soll bis zum 4. April die komplette Summe zurück zahlen.. :((( Bin noch über den Wiederspruch der wird erst am Wochenende fertig aber innerhalb der 4 Wochenfrist. Der Ablehnungsbescheid war datiert auf den 13.03.2019. Kann der Zahlungstermin denn vor Ende der Wiederspruchsfrist festgelegt werden?? Wie soll ich mich jetzt verhalten?? Den Wiederspruch am Montag abgeben und erst mal nicht zahlen??

Das habe ich dazu noch gefunden. Ist das korrekt??

Solange ein Rechtsmittelverfahren anhängig ist, ist die Forderung nicht fällig (aufschiebende Wirkung von Widerspruch und Klage).
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 20. März 2019, 22:59:38
Ich würde in den Wiederspruch auch die Bitte verankern, und um einen Anhörungstermin bitten.
Ich habe jetzt auf der Zahlungsaufforderung vom Amt erneut eine Wiederspruchsbelehrung mit einer Frist von 4 Wochen stehen. Muss ich jetzt auf das Zahlungsschreiben noch mal einen extra Wiederspruch verfassen oder kann ich mich  in einem mit auf den anderen beziehen. ist ja quasi ein Fall.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 21. März 2019, 11:56:53
Noch mal die Fragen gebündelt. Ich brauche dringend Hilfe, wie ich hier effektiv vorgehen soll..!!

1. Reicht es am Montag fristgerecht Widerspruch zu dem Ablehnungsbescheid vom: 13.3.19 einzulegen (Ablehnungsbescheid) oder muss ich an das Folgeschreiben mit  Zahlungsaufforderung bis zum 4. April!!! auch noch einen verfassen und beim Amt einreichen? Quasi dann zwei Wiedersprüche, einmal auf das Festsetzungsschreiben und das Zahlungsschreiben oder kann ich mich in einem auf beides beziehen weil das ja eigentlich der selbe Fall ist.
2. Gibt es im Amt eine Widerspruchsstelle wo man diesen direkt abgeben und sich quittieren lassen kann?
3. Erzeugt der Widerspruch eine aufschiebende Wirkung? (laut meiner Recherche JA)
4. Ich habe z.b. keinen Anhörungsbogen bekommen wo ich mich überhaupt erst mal zur Sache äußern kann. Muss dies nicht auch vorher geschehen?
5. Muss ich das Inkasso Unternehmen zusätzlich informieren das ich Widerspruch eingereicht habe um eventuelle Mahnungen vorzubeugen? Ich möchte oder besser MUSS im Falle der Fälle eine Ratenzahlung vereinbaren da ich sonst hier wieder in finanzielle Bedrängnis komme.. Das Amt schreibt, das man wenn man nicht zahlt sich solche Möglichkeiten verbaut was wahrscheinlich nur den Druck erhöhen soll.
6. Ich würde mich gern auch da persönlich bei dem Bearbeiter zum Sachverhalt äußern wollen und schreibe das auch so entsprechend mit in meinen Wiederspruch. Ist so was gängige Praxis?
Wie gesagt in dem zweiten Schreiben was datiert vom 18.3.19 ist gibt es auch eine Rechtsfolgebelehrung mit dem Hinweis auf das Widerspruchsrecht hinterlegt ist.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: IceTea am 21. März 2019, 20:56:14
1.) Ja, die Grundlage für den Erstattungsbescheid ist der Ablehnungsbescheid. Wenn der Ablehnungsbescheid im Widerspruchsverfahren verworfen wird, ist der Erstattungsbescheid ja automatisch hinfällig. Im keinen Fall solltest du NUR gegen den Erstattungsbescheid Widerspruch einlegen.
2.) Wie im Rechtsbehelf des Bescheides angegeben. Die Stelle welche den Bescheid erlassen hat, also dein JC bzw. Sachbearbeiter. Lass dir eine Eingangsbestätigung geben, bzw. den Empfang quitieren
3.) Ja
4.) Nein, durch eine vorläufige Entscheidung entsteht kein Vertrauensschutz....
5.) Nein, die Mahnsperren sollten nach Eingang des Widerspruchs von deinem Jobcenter gesetzt werden. Die Ratenzahlung vereinbarst du erst, nachdem über deinen Widerspruch entschieden worden ist. Sowas sollte das Amt nicht schreiben. Du bist im Widerspruchsverfahren, nach Abschluss kannst du mit dem Inkassoservice (Nummer steht auf der letzten Seite des Erstattungsbescheides) eine Ratenzahlung vereinbaren.
6.) Eine persönliche Vorsprache ist in diesem Fall eher unüblich, hier geht es um rechtliche Fragen welche besser schriftlich geklärt werden sollten. Natürlich kannst du deinen Widerspruch begründen, und entsprechende Nachweise/Belege für deine Sichtweise darlegen. Du kannst dich aber auch kurz halten. Kann beides sowohl Vor- als auch Nachteile haben ;).
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 22. März 2019, 00:27:28
1.) Ja, die Grundlage für den Erstattungsbescheid ist der Ablehnungsbescheid. Wenn der Ablehnungsbescheid im Widerspruchsverfahren verworfen wird, ist der Erstattungsbescheid ja automatisch hinfällig. Im keinen Fall solltest du NUR gegen den Erstattungsbescheid Widerspruch einlegen.
2.) Wie im Rechtsbehelf des Bescheides angegeben. Die Stelle welche den Bescheid erlassen hat, also dein JC bzw. Sachbearbeiter. Lass dir eine Eingangsbestätigung geben, bzw. den Empfang quitieren
3.) Ja
4.) Nein, durch eine vorläufige Entscheidung entsteht kein Vertrauensschutz....
5.) Nein, die Mahnsperren sollten nach Eingang des Widerspruchs von deinem Jobcenter gesetzt werden. Die Ratenzahlung vereinbarst du erst, nachdem über deinen Widerspruch entschieden worden ist. Sowas sollte das Amt nicht schreiben. Du bist im Widerspruchsverfahren, nach Abschluss kannst du mit dem Inkassoservice (Nummer steht auf der letzten Seite des Erstattungsbescheides) eine Ratenzahlung vereinbaren.
6.) Eine persönliche Vorsprache ist in diesem Fall eher unüblich, hier geht es um rechtliche Fragen welche besser schriftlich geklärt werden sollten. Natürlich kannst du deinen Widerspruch begründen, und entsprechende Nachweise/Belege für deine Sichtweise darlegen. Du kannst dich aber auch kurz halten. Kann beides sowohl Vor- als auch Nachteile haben ;).

Hallo IceTea, erst mal herzlichen Dank für umfangreiche, unaufgeregte und fundierte Antwort. Hat mir sehr weiter geholfen  :ok:  :sehrgut:

1) ok, das hatte ich auch nicht vor. Wollte es eigentlich so machen, dass ich gegen den Erstattungsbescheid auch noch zusätzlich einen Widerspruch einreiche sicherheitshalber. Was meinst Du hat das Sinn oder reicht ein Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid aus?

5) ok gut zu wissen. Ich hätte jetzt von mir aus noch folgendes gemacht und das Inkasso Unternehmen per Mail informiert, das ich Widerspruch gegen den Bescheid angemeldet habe. Und dazu eine Kopie der Eingangsbestätigung des Job Centers mit dran gehangen. Es stand unter dem Erstattungsbescheid auch noch ein Satz mit drunter, dass wenn man einfach nicht zahlt, sich damit eventuelle Ratenzahlungen "verbaut". Aber ich denke mal, das ist nur ein dezentes Druckmittel einen zur Zahlungsbereitschaft zu drängen. Im Übrigen steht da nirgends geschrieben, dass ein Widerspruch keinen Aufschub der Zahlung bewirkt. Also so dreist sind sie dann auch nicht. Insofern hat mir Deine Bestätigung sehr geholfen, dass mit meinen Widerspruch auch erst mal die Zahlungsfrist ausgesetzt ist bis zur Entscheidung und, hoffentlich, auch automatisch der Mahnungsstopp gesetzt wird. Je nachdem wie Sie ausfällt, kann ich dann immer noch weitere Maßnahmen ergreifen.

Nur noch mal generell zum Fall. In diesen zu viel "angekreideten" Betrag von 3244EUR ist zb. auch die MwSt. die ich ans Finanzamt abführen muss enthalten. Also die Differenz zwischen ausgegebener und eingenommener MwSt. die mir ja nicht gehört aber in dem Fall noch auf dem Konto ist, weil ich nur eine jährliche Veranlagung mache durch meine geringen Umsätze. Dieser Betrag beläuft sich alleine im Bewilligungszeitraum auf 540EUR und taucht in deren Berechnung gar nicht mit auf. Auch nicht in der EÜR für den Zeitraum. Ich muss ihn aber, für das ganze Jahr 2018, demnächst mit abführen und diese Summe ist eine Ausgabe und wirkt sich entsprechend einkommensmindernd aus. Nur weil hier mal einer fragte, da fehlen ja noch 400 und Euro.
Und an denjenigen der meinte, schließlich sind die Gebühren für ein zweites Betriebskonto mit absetzbar. Ja, das weiß ich selbstverständlich. Aber wie man sieht, kam ich mit meinem Gewinn, nicht mal über den Freibetrag von 9000EUR hinaus. Ergo kann ich null Euro davon absetzen und hätte nur zusätzliche Kosten verursacht. Es hält sich aber immer noch das hartnäckige Gerücht, das ein Selbstständiger ALLES absetzen kann.

Mein großer Fehler war, mit den ganzen Barbeträgen zu operieren. Das muss ich mir zu 100% auf die Fahne schreiben. Weil ich jetzt keine schriftliche Beweisführung machen kann. Auch wenn zu 100% alles seine Richtigkeit hat. Im Nachhinein hätte ich ALLES über das Konto abwickeln sollen. Sämtliche Kundenrechnungen, Miete, Einkäufe und Tank Rechnungen. Theoretisch auch noch eine monatliche MwSt. Voranmeldung durchführen sollen.  Aber im Nachhinein ist man immer schlauer, da ich bisher noch nie in so einer Situation war und man da eh nicht alles überblickt durch den Stress. 
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: IceTea am 22. März 2019, 04:53:08
Zitat von: Dreammaik am 22. März 2019, 00:27:28
Theoretisch auch noch eine monatliche MwSt. Voranmeldung durchführen sollen.

Genau, dann kann es nämlich auch berücksichtigt werden.
Ansonsten gilt das Zufluss- und Abflussprinzip.

Kurzum wenn du deine (Umsatz-)Steuer nicht vorab zahlst und die dann außerhalb des BWZs anfällt, ist dem JC das recht schnuppe.


zu1.) Ist nicht schädlich aber auch nicht unbedingt notwendig, ist eh ein "Abwasch"

zu 5.) Das Inkasso solltest du erst informieren, wenn du trotz eingelegtem Widerspruchs eine Zahlungsaufforderung erhälst. Dann dort eine Kopie deiner Eingangsbestätigung des Widerspruch hinschicken. Dann treten die dem JC auf die Füße, warum das keine Mahnsperre gesetzt hast. Mahnkosten werden in so einem Fall auch storniert.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 22. März 2019, 09:34:25
Und an denjenigen der meinte, schließlich sind die Gebühren für ein zweites Betriebskonto mit absetzbar. Ja, das weiß ich selbstverständlich. Aber wie man sieht, kam ich mit meinem Gewinn, nicht mal über den Freibetrag von 9000EUR hinaus. Ergo kann ich null Euro davon absetzen und hätte nur zusätzliche Kosten verursacht. Es hält sich aber immer noch das hartnäckige Gerücht, das ein Selbstständiger ALLES absetzen kann.

Dazu noch einmal:

Die Kosten des Geschäftskontos sind Betriebsausgaben (Anlage EKS, Zeile B14c), schmälern also dein anrechenbares Einkommen und erhöhen deinen ergänzenden Leistungsanspruch.

Steuerrechtliche Freibeträge sind hier völlig irrelevant --> § 3 Abs. 2 Alg II-V

Auf deine Steuerlast wirken sich die Kosten für das Geschäftskonto nach deinen Angaben nicht aus.

Theoretisch auch noch eine monatliche MwSt. Voranmeldung durchführen sollen.

Weder theoretisch, noch praktisch! Dazu müsste deine jährliche Steuerlast des Vorjahres mehr als 7.500 Euro betragen --> § 18 Abs. 2 Sätze 1, 2 UStG

Deine Steuerlast des Vorjahres beträgt weniger als 1.000 Euro; auch aus diesen Gründen wird das Finanzamt auf § 18 Abs. 2 Satz 3 UStG bestehen; einen Ermessensfehler dürftest du mit einiger Sicherheit nicht nachweisen können.

Mein großer Fehler war, mit den ganzen Barbeträgen zu operieren.

Nein, dein Fehler - und auch da wiederhole ich mich - liegt in deiner Buchführung. Niemand verlangt von dir ausschließlich unbare Transaktionen, auch das Jobcenter nicht. Verlangt wird aber von dir vom Finanzamt UND vom Jobcenter eine korrekte Buchführung. Keine Buchung ohne Beleg lautet der Grundsatz!

Für deine Einnahmen hast du Rechnungen/Quittungen; auch dann wenn dir dein Auftraggeber erklärt, dass er keine Rechnung benötigt. Was der mit dem Original macht ist nicht dein Problem, die Kopien der Rechnungen/Quittungen gehören in jedem Fall in deine Unterlagen. Für deine Ausgaben hast du ebenfalls Rechnungen/Quittungen, für deine Privatentnahmen schreibst du einen Eigenbeleg (https://sevdesk.de/eigenbeleg-vorlage/).

Alle Belege trägst du chronologisch in eine Excel-Tabelle (https://sevdesk.de/eur-vorlage/) ein. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn ... ähm ... Jobcenter.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 22. März 2019, 11:11:36
Zitat von: Dreammaik am 22. März 2019, 00:27:28
Theoretisch auch noch eine monatliche MwSt. Voranmeldung durchführen sollen.

Genau, dann kann es nämlich auch berücksichtigt werden.
Ansonsten gilt das Zufluss- und Abflussprinzip.

Kurzum wenn du deine (Umsatz-)Steuer nicht vorab zahlst und die dann außerhalb des BWZs anfällt, ist dem JC das recht schnuppe.


zu1.) Ist nicht schädlich aber auch nicht unbedingt notwendig, ist eh ein "Abwasch"

zu 5.) Das Inkasso solltest du erst informieren, wenn du trotz eingelegtem Widerspruchs eine Zahlungsaufforderung erhälst. Dann dort eine Kopie deiner Eingangsbestätigung des Widerspruch hinschicken. Dann treten die dem JC auf die Füße, warum das keine Mahnsperre gesetzt hast. Mahnkosten werden in so einem Fall auch storniert.

Ok, dann ist jetzt erst mal alles geklärt :) Dann gilt es Montag Widerspruch abgeben und schauen wie die Entscheidung ausfällt. Besten Dank Dir erst mal :)
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 22. März 2019, 21:49:13
@orakel, natürlich wären die Beträge für die Kontoführung mit anrechenbar bei der EKS ist aber die Frage ob das Amt dies anerkennen würde, wenn ich im Bewilligungszeitraum ein neues Konto eröffne und damit mehr Kosten erzeuge. Genau DAS soll ich ja so gut es geht vermeiden.

Das mit der Umsatzsteuer Voranmeldung ist so nicht richtig was du sagst. Das Finanzamt legt  nur die Obergrenze fest. Hast Du jetzt zb. viertel jährliche Veranlagung kannst du nicht einfach auf jährliche umswitchen. Aber Du kannst jederzeit eine monatliche machen. Musst die dann aber für den Rest des Jahres durchziehen. Und im Gegenteil da freut sich das Finanzamt denn es bekommt, in der Regel, eher sein Geld zurück. Und für Dich selbst werden die Kosten überschaubarer.

Was nützt mir eine Excel Tabelle?? Da kann ich auch eintragen was ich will. Und die gesamten Bareinnahmen sind doch ordentlich verbucht und jeder hat entsprechend eine Rechnung erhalten aus dem System. Da ist gar nix hinten rum gelaufen! Es geht nur um die Miete und Lebensmittelkosten wo ich keinen Belag habe das ich Sie aus den Bareinnahmen bezahlt habe.

Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Orakel am 22. März 2019, 23:03:10
Mit Verlaub, DU musst mir meinen Job ganz sicher nicht erklären! Neben der Theorie kenne ich auch die Praxis. Ich bin ein paar Tage länger als du selbständig, habe sogar schon mal eine Steuererklärung abgegeben.

Einem Rat kann man folgen oder ihn ignorieren. Ich kann damit leben, wenn sich jemand für die zweite Alternative entscheidet.

Mach' also, was du willst!
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 06. April 2019, 17:11:55
So ich war natürlich mittlerweile den Widerspruch abgeben. Und siehe da, es gab nicht nur eine separate Widerspruchsabteilung sondern sogar eine ganze Etage.. Dazu ein spezielles Annahmezimmer. War zum Glück der Einzige und konnte nach dem Eingangsstempel und den Kopien gleich wieder gehen. Mit dem Hinweis, dauert ca. 3 Monate. Dann verschwand meine Mappe in einem unendlich scheinenden Regallager..
Ich bezweifle mal, das es vom Amt einen automatischen Mahnstopp raus gibt, weil schlicht und ergreifend die Akte bis zum 4.4. garantiert nicht mehr angefasst wird.

Vorab schon mal zwei Fragen in Richtung Zukunft, damit es dann nicht zu stressig wird:


- Wenn der Widerspruch abgelehnt werden sollte, besteht ja die Möglichkeit vor das Sozialgericht zu ziehen. Hat das Einreichen einer Klage dort eine weitere aufschiebende Wirkung der Zahlung oder muss dann der geforderte Betrag doch erst mal beglichen werden?

- Ist die Klage vor dem Sozialgericht generell kostenlos oder betrifft das nur aktuelle Bezieher von ALGII?

Denn es heißt ja: Die Klageerhebung und das gesamte gerichtliche Verfahren sind für Versicherte, Sozialleistungsempfänger und Behinderte sowie deren Sonderrechtsnachfolger gerichtskostenfrei, sofern sie gerade in dieser Eigenschaft an Verfahren beteiligt sind.
Ich frage nur deshalb, weil ich ja selbstständig bin. Könnte allerdings einen kleinen Nebenjob im Angestelltenverhältnis "vorweisen". Keine Ahnung ob das ausreichend ist eine eventuelle Klage kostenfrei zu führen.

Allerseits schon mal ein schönes Wochenende :)
 
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 07. April 2019, 14:49:33
Die Aufschiebende Wirkung musst du beim SG beantragen, von selbst passiert da nichts.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 10. April 2019, 11:25:11
@Maunzi, trifft das jetzt nur zu wenn man eine Klage vor dem Sozialgericht einreicht oder muss man so einen Antrag auch schon stellen, wenn man einen Erst-Widerspruch gegen den Rückzahlungsbescheid eingereicht hat? Letzteres war ja hier eigentlich schon geklärt wurden, das der Widerspruch erst mal bearbeitet wird und ein vorläufiger Mahnstopp durch das Amt bei der Inkasso Firma veranlasst wird.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Maunzi am 10. April 2019, 13:18:37
Da mir die aufschiebende Wirkung nur im Zivil-, Straf- und Verwaltungsprozessrecht bekannt ist, glaube ich nicht das die bei einem "einfachen" Widerspruch gültig wäre. Die wäre also übers SG zu stellen, damit sie gültig ist.

Korrigiert mich sofern ich falsch liege bitte.
Titel: Re: Nächträglichen Ablehnungsbescheid erhalten
Beitrag von: Dreammaik am 10. April 2019, 16:30:40
@IceRea und Maunzi. Wie der Zufall es will, kommt heute Post vom Amt. nach knapp 3 Wochen!! die Eingangsbestätigung meines Widerspruches. Dort steht es jetzt auch noch mal schwarz auf weiß, dass der Widerspruch eine aufschiebende Wirkung hat. Der betreffende Textabschnitt lautet:

Soweit sich der Widerspruch gegen eine Erstattungsforderung richtet, besteht für die Dauer des Widerspruchsverfahrens nach §86a Sozialgerichtsgesetz aufschiebende Wirkung. Das bedeutet, dass bis zur Entscheidung über den Widerspruch keine Zahlungen geleistet werden müssen. Sollte zwischenzeitlich eine Zahlungsmitteilung oder Mahnung ergehen, ist diese gegenstandslos. Im Fall einer Vollstreckungsankündigung setzen Sie sich bitte sofort mit dem Forderungsmanagement in Verbindung.