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Autor Thema: Rückforderungen des Jobcenters an Rentenversicherung  (Gelesen 1160 mal)

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Gast42199

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Rückforderungen des Jobcenters an Rentenversicherung
« am: 09. März 2017, 18:10:37 »
Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende, 2011 wurde meine EU-Rente genehmigt,alles gut und schön, 2010 bis zur EU-Rente bezog ich ALG II Leistungen, da es etwas  dauerte bis die Rente genehmigt wurde  entstand eine Rückzahlungsforderung  des Jobcenters an Rentenversicherung,diese Leistungen wurden auch erbracht, ca.2160 € wurden von der Rentenversicherung an das Jobcenter überwiesen.
da der  Rentenbescheid  nicht schlüssig war, hatte ich gegen die Berrechnung Widerspruch bei der Rentenversicherung eingelegt.
Die nachberechnung der EU-Rente zog sich bis Nov.2014 hin,dann wurde die Rente minimal erhöht, bevor es nun zur Auszahlung kam, hat die RV wieder bei Ämtern nachgefragt ob noch Rückforderungen gestellt werden, das Jobcenter, das schon 2011 bedient worden war hat gleich wieder einen Anspruch geltend gemacht, obwohl ich seit 2011 keine Leistungen nach SGBII erhielt, hatte ja EU-Rente, dafür aber eine Aufstockung aus SGB XII Leistungen,die ich heute noch habe, das beschriebene Jobcenter forderte den gleichen Betrag wie  2011 und erhielt ihn dann auch von der Rentenversicherung. Ich habe gleich darauf überAnwalt Widerspruch eingelegt und warte wie der Anwalt nun auf eine Antwort. Bisher hat das Jobcenter nicht darlegen können auf was sich die Rückforderung, die zweite,  begründet, es wird gemauert und falsche Berechnungen erstellt.
Langsam habe ich große Zweifel und verstehe es auch langsam nicht mehr was da abgeht...... Wie seht ihr das mit doppelter Rückforderung nach drei und mehr Jahren...mir erscheint es nicht rechtens...?

das gleiche Jobcenter hat es seit 2011 nicht fertig gebracht auf meinen Antrag nach Einrichtung zu antworten  ,oder gar einen Bescheid zu erstellen und jedes Jahr melde ich es auf ein neues an......

Offline Evenflow DDT

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Re: Rückforderungen des Jobcenters an Rentenversicherung
« Antwort #1 am: 09. März 2017, 20:49:07 »
Wenn das JC damals mehr als 2160 Euro gezahlt hat, dann hat es auch einen Erstattungsanspruch.

Beispiel:

Das JC hat dir in 08/10 800 Euro ALG2 gezahlt. Die Rentenversicherung hat einen Rentenanspruch von 450 Euro errechnet. Das Jobcenter teilt mit: "Ich habe 800 Euro gezahlt, die 450 Euro für August gehören mir." und bekommen sie auch. Auf 350 Euro bleibt das JC sitzen, wenn man so sagen will...

Du gehst bei der DRV in Widerspruch, weil die Rente zu niedrig ist. Die DRV prüft und stellt fest, dass du Recht hast und dir in Wirklichkeit 600 Euro zustehen. Dann sagt natürlich das JC: Ja, hallo, für August stehen mir diese 150 Euro Nachzahlung aber zu, denn ich habe 800 gezahlt, nur 450 bekommen...

Im Übrigen ist nicht das JC dein Ansprechpartner. Wenn du der Meinung bist, dass die Rentenversicherung nicht ans JC hätte erstatten dürfen, musst du Leistungsklage beim Sozialgericht erheben, denn, wenn das stimmt, was du behauptest, dann hat die Rentenversicherung nicht schuldbefreiend ausgezahlt, soll heißen, sie hat deinen Leistungsanspruch nicht erfüllt. Wenn du gewinnst, muss die DRV sehen, wie sie ihr Geld vom JC zurück bekommt. Das soll nicht deine Sorge sein.

Offline kilgore72

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Re: Rückforderungen des Jobcenters an Rentenversicherung
« Antwort #2 am: 10. März 2017, 17:18:53 »
Warte erst mal ab mit dem vom Anwalt erstellten Widerspruch. Der wird, wenn weiter nix kommt vom JC, bezogen auf Deinen Widerspruch, eine Untätigkeitsklage einreichen/androhen. Das löst in vielen Fällen beim JC einen "Bearbeitungsdrang" aus.
Cogito ergo sum
"Behauptung ist nicht Beweis." (William Shakespeare)

Offline Evenflow DDT

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Re: Rückforderungen des Jobcenters an Rentenversicherung
« Antwort #3 am: 10. März 2017, 18:02:12 »
Mich würde interessieren, gegen was Widerspruch erhoben wurde. Da muss es ja einen Verwaltungsakt, also einen Bescheid gegeben haben, sonst wäre der Widerspruch ja unzulässig.

Was gibt es für einen Bescheid und von welcher Behörde? Kann man den mal sehen?