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Autor Thema: Postvollmacht beim Sozialamt  (Gelesen 1461 mal)

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Offline HeikoHammer

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Postvollmacht beim Sozialamt
« am: 06. Januar 2019, 23:15:07 »
Hallo liebe Mitstreiter,

Eine Schwerbehinderte und dauerhaft Erwerbsunfähige Person ist frühverrentet und weil die Rente nicht ausreicht stokt sie mit Sozialhilfe auf.

Die Briefe belasten Sie immens.

Der Freund ist ebenfalls dauerhaft erwerbsunfähig. Beide wohnen getrennt. Er ist sehr sportlich mit den Ämtern und macht das sehr gut. Sie würde ihm eine Vollmacht ausstellen. Geht das, dass die Post an ihn gesendet wird?

Ich kenne gesetzliche Betreuer die dann die Post erhalten. Das kann er aber nicht werden. Das würde die Beziehung auch negativ beeinflussen. Geht das einfach so?

Gibt es da bereits Personen die das machen? Wie könnte er das machen?

Offline coolio

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #1 am: 06. Januar 2019, 23:19:14 »
Da habe ich erhebliche Zweifel - RA haben nicht aus Versehen Vertretungsvollmacht.
Es hindert sie aber doch nix, die Briefe auch ungeöffnet 'privat' weiter zu reichen?
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Offline HeikoHammer

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #2 am: 06. Januar 2019, 23:27:58 »
Ist so ne psychische Sache. Das macht sie fertig. Sie öffnet die, sonst denkt sie darüber nach. Dann versteht sie nur die Hälfte, bekommt Angst obdachlos zu werden.

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Offline coolio

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #3 am: 06. Januar 2019, 23:32:43 »
trotzdem muss sie "täglich persönlich per Briefpost" erreichbar sein...
das ändert sich ggf. erst, wenn tatsächlich ein amtlicher Betreuer bestellt ist...
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Offline HeikoHammer

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #4 am: 06. Januar 2019, 23:44:53 »
trotzdem muss sie "täglich persönlich per Briefpost" erreichbar sein...
das ändert sich ggf. erst, wenn tatsächlich ein amtlicher Betreuer bestellt ist...

Das würde der Freund garantieren.

Warum muss sie den täglich erreichbar sein? Wofür den? Das doch nur bei der arge so, oder ? Wegen der Arbeit?

Offline coolio

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #5 am: 06. Januar 2019, 23:55:17 »
ja Du hast Recht - mit SGB XII bin ich nicht fit..
einfach noch ein wenig Geduld...
------
Das Spannungsfeld zwischen "was wollen die .... schon wieder " und "ich wills garnicht wissen" kennen wohl noch viele andere.
Wie weit ist denn der Freund entfernt?
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Offline June

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #6 am: 09. Januar 2019, 21:27:04 »
Einfach eine Vollmacht ausstellen, ist kein Problem.

Z.B.
Hiermit bevollmächtige ich, Frau ....,
Herrn ..., wohnhaft...,
mich in allen Angelegenheiten zur Grundsicherung zu vertreten.
Bitte senden Sie zukünftig die Post an seine Adresse.

Sofern er nicht in ihrem Namen tätig werden soll, sondern wirklich nur die Post kriegen soll, kann man auch z.B einfach schreiben:
Bitte senden Sie die Post zukünftig an Herrn ..., wohnhaft ..., da mich die Post emotional zu stark belastet.

Kann so bei allen Institutionen (z.B. Rente, Grundsicherung, Krankenkasse, Versorgungsamt) gemacht werden.

Offline HeikoHammer

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #7 am: 10. Januar 2019, 19:29:50 »
Du hast erst 9 Beiträge und behauptest das. Wo steht, dass sowas geht?

Offline Maunzi

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #8 am: 19. Januar 2019, 14:45:04 »
Das hat wohl weniger etwas mit der Beitragsanzahl zu tun, nur weil jemand viel schreibt ist er nicht unbedingt wissender als jemand der neu ist / wenig schreibt^^

Ich habe als es mir beschissen ging vor einigen Jahren auch meinem Vater eine Vollmacht ausgestellt und der hat alle Briefe vom Amt erhalten und in meinem Namen beantwortet. Nur für Anträge und Dinge wo meine Unterschrift nötig war musste ich dann tätig werden.

Aber ob das nun der offizielle Weg ist weiß ich nicht, nur das es geklappt hat. Einfach mal anfragen ob das gehen würde und sie sich darauf einlassen - mehr als ein Nein kanns auch nicht zur Folge haben.

Offline Ottokar

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Re: Postvollmacht beim Sozialamt
« Antwort #9 am: 19. Januar 2019, 14:53:56 »
Du hast erst 9 Beiträge und behauptest das. Wo steht, dass sowas geht?
In § 13 SGB X und § 167 BGB.
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