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Autor Thema: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter  (Gelesen 639 mal)

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Offline dean

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Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« am: 15. Februar 2019, 18:04:57 »
Mein Rücken bereitet mir seit meiner Kindheit Probleme (verkrümmte Wirbelsäule, Skoliose). Ich ging auch fast ein Jahrzehnt zur Krankengymnastik.

Beim Daimler in der Produktion, in einem Putzjob, bei der Allianz Versicherung und bei vielen anderen Unternehmen musste ich abbrechen, da nach einer, individuel unterschiedlich langen Weile Rückenschmerzen aufgetreten sind. Bei härteren Jobs lag ich zum Teil draußen auf der Parkbank vor dem Fabrikgebäude und krümmte mich vor Schmerzen, biss in einen Pulli, oder direkt da wo ich putzte im Flur, oder...

Zur Zeit mache ich eine Beschäftigung im Zuverdienst als Mediengestalter (Flyer gestalten, Plakate, Schilder, Kalender...) und bin zusätzlich selbstständig als Interviewer tätig. Das sind alles Beschäftigungen die kurz (Mediengestalter) sind oder nur ein paar Tage gehen (Interviewer). Sobald ich, über einen Zeitraum, 8 Stunden täglich sitze oder stehe, vor allem wenn in leicht gebückter Körperhaltung, werden die Schmerzen nach einer Zeit unaushaltbar.

Die Beschäftigung als Mediengestalter geht nicht mehr lang und dann sitzt mir das Jobcenter wieder im Nacken eine Vollbeschäftigung anzufangen. Erzählt habe ich es meinem Berater/in schon längst, mit meinem Rücken. Doch dies wird ignoriert.

Kann ich zu einem Rückenarzt gehen, ein Röntgen machen lassen und eine Untersuchung, was offizielles bekommen, und mich beim Jobcenter auf 400€ stufen lassen? Und wenn ja, wie genau kann ich das machen?

Offline Fylou

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #1 am: 15. Februar 2019, 18:16:28 »
Du kannst eine Begutachtung deiner Erwerbsfähigkeit durch den ärztlichen Dienst einfordern. Der schaut sich deine Krankengeschichte an (sollte ja alles nachweisbar sein mit AU/Ärzten etc?) und entscheidet dann, wie lange du täglich arbeiten kannst und welche Anforderungen an den Job gestellt werden. In dem Gutachten könnte z.b. dann stehen "max 6h täglich, wechselnd sitzend/stehend, nur leichte Hebetätigkeiten" etc.

Das "schlimmste" was dir passieren kann ist, dass du unter 3h erwerbsfähig eingestuft wirst. Aber ob du dein Geld über das SGB II oder SGB XII bekommst ist von der Höhe her erstmal egal. Zumindest kannst du dich bei einem Gutachten auf die dort festgestellten Einschränkungen bei der Arbeitsvermittlung berufen.
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit mehr, sie zu übertreten.  :blum:
___Johann Wolfgang von Goethe___

Offline zugchef werner

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #2 am: 15. Februar 2019, 18:23:02 »
Dem JC ist so was meist immer egal, da hilft nur ein entsprechendes Gutachten/Untersuchung.

Möglich wäre auch noch ein Antrag auf EM Rente bei deiner RV.
An das Ergebnis ist das JC dann definitiv gebunden.

Man kann zum Orthopäden gehen und wenn er es notwendig hält, auch ein MRT machen lassen.
Nur wird auch das dem JC erst mal egal sein.

Allerdings hast du dann Gewissheit wie es mit deinem Rücken wirklich ist und kannst entsprechend weiter Handeln.


Offline dean

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #3 am: 15. Februar 2019, 22:16:48 »
Danke für die Antworten soweit. Ich gehe auf jeden Fall erst mal zum Orthopäden.

Beim Jobcenter will ich bleiben, damit ich weiterhin meine selbstständige Tätigkeit ausüben kann. Ein paar Tage, Wochen im Halbjahr richtig arbeiten, der Finanzen wegen und um richtig zu arbeiten.

Zum ärztlichen Dienst des Jobcenters will ich nicht wirklich gehen, da ich mir vorstellen kann dass die mich auf unter 3h einstufen, um mich los zu werden und ich meine selbstständige Tätigkeit nicht mehr ausüben kann.

Online Meph1977

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #4 am: 15. Februar 2019, 22:24:22 »
Niemand kann dich hindern deine selbstständige Arbeit auszuführen egal wie der Amtsarzt dich einstuft.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline dean

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #5 am: 16. Februar 2019, 10:20:57 »
Wenn man beim Jobcenter ist, kann man sich z.B. 600€, von einem Auftraggeber, an einem einzigen Tag überweisen lassen, und diese auf das Halbjahr aufsplitten.

In EM Rente geht das nicht mehr!

Offline Kaffeesäufer

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #6 am: 16. Februar 2019, 11:21:48 »
So schnell wirste mit nur wegen Rückenbeschwerden nicht in die EM geschickt, mein Rücken ist dermassen kaputt und schon 20 Jahre Schmerzpatient.Trotzdem laut DRV vollschichtig einsetzbar für die leichtesten Tätigkeiten , mit ner Latte voll Einschränkungen so dass es de facto keine Stelle gibt dafür.Mir reicht schon der Alltag. Seitdem hab ich Ruhe vorm JC.

Offline zugchef werner

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Re: Rückenbeschwerden - Einstufung Jobcenter
« Antwort #7 am: 16. Februar 2019, 16:33:49 »
Bei mir lief das auch so, EM Rente gibts meist nur wenn man schon fast tot ist.

Da heist es man kann ja noch irgendwas tun nur, dass es solche Job's nicht gibt ist da egal.
Wo der AG entsprechend mit macht, wegen Leidensgerecht usw.

Durch das Gutachten und Zuständigkeit der RV hat man aber zum Glück Ruhe vom JC.
Was so manchen SB aber gar nicht gefällt, die nehmen keine Rücksicht auf so etwas, müssen sie aber.