Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: Geplante Gesetzesänderung: Privatinsolvenzen nur noch 3 Jahre anstatt 6 Jahre ?!  (Gelesen 51832 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gast27806

  • Gast
Also wird ja auch mal Zeit, das sich da mal jemand was einfallen läßt. Geht das so weiter, landen wir alle irgendwann in der Gosse, weil wir die Schulden nicht zahlen können.

Gast27969

  • Gast
Re:
« Antwort #61 am: 28. August 2013, 06:15:38 »
Hallo zusammen,

ich bin einer der wenigen, die ein Insolvenzverfahren durchlaufen haben und alles (!) bezahlt haben. Trotzdem habe ich Probleme bis heute und möchte durch meine Geschichte dazu Euch berichten:

Ursächlich meiner Überschuldung war, das ich einst, vor vielen Jahren eine Gaststätte als alleiniger Konzessionär hatte. Einen Geschäftsführer hatte ich im Angestelltenverhältnis, ich selbst war Koch.

Nach dem 3. Monat hatte er keine Lust, die Monatsabrechnung für den Steuerberater zu machen und drückte mir eine ganze Tüte voller Bons und Rechnungen in die Hand a la "mach mal" . Eine ganze Nacht lang saß ich daran, von Buchhaltung überhaupt keine Ahnung aber stellte fest, das etliche Tausend Euro Unternehmenskapital (Umsatz) fehlten. Mir lagen Rechnungen vor : "Sind bezahlt" - nichts war bezahlt! Es stellte sich raus, er hatte alles in einer großen Spielbank verzockt. Ich wollt ihn rausschmeißen, das Unternehmen retten und lies die Polizei kommen. Diese nahm mir damals die Ladenschlüssel ab und ließ ihn ohne Konzession ins Geschäft (ich hatte ihn zuvor ausgesperrt)  Um mich halbwegs zu retten, konnte ich ein Schriftstück von ihm unterschreiben lassen, das er mich von allem freistellt. Ich dachte, das dies wenigstens meinen Kopf rettet, wenn schon die Staatsgewalt gegen mich arbeitet aber weit gefehlt: Dies sei ein innerer Vertrag zwischen ihm und mir aber gegen über den Gläubigern gegenstandlos, da ich alleiniger Konzessionär war.

Ich kehrte aus der Stadt in meine Heimatstadt zurück, völlig mittellos, nur mit dem, was ich auf dem Leib trug, ohne Haushalt, ohne irgendwas. Knapp 3 Jahre lang lebte ich als sg. OFW (ohne festen Wohnsitz/ Obdachlos mit 12.000 Euro Schulden an der Backe) Aus dem OFW herraus beschritt ich den zweiten Bildungsweg (3. erlernter Beruf) und erlernte den IHK-Abschluß Bürokaufmann.

In kürzester Zeit erhielt ich von einer Zeitarbeitsfirma bei einem renomierten Finanzunternehmen eine Anstellung, zunächst in einem verstaubten Archiv, Akten sortieren. Nun bin ich so, was man mir aufträgt, da hab ich die Herrschaft und Verantwortung, ich nehm den kleinsten "Pubs" wichtig. Mit mir angestellte meinten, sie machten sich für das wenig Geld nicht krumm aber mir wars immer eine Ehre, wenn ich rasch, suchenden Sachbearbeitern helfen konnte. Dies wurde auch von höheren, leitenden Angestellten gesehen und so wurde ich gefördert, bevorzugt behandelt. Kleinere Aufgaben am PC wurden mir gezeigt, anvertraut. Buchungen nahm ich vor und wenige Zeit später richtete man mir einen eigenen Schreibtisch ein.

Etwa ein halbes Jahr später wurde ich übernommen, mit einem für mich grandiosen Gehalt. Am selben Tag wollte ein Gläubiger, die Deutsche Bank ihre 3.000 Euro Forderung per Gehaltspfändung durchdrücken, der neue Arbeitsplatz war in Gefahr (Ansehen des Unternehmens bei Gehaltspfändung) . Alle anderen Gläubiger waren mit einem Vergleich einverstanden, die Deutsche Bank torpedierte das. So wurde ich ins Insolvenzverfahren gezwungen um die Deutsche Bank zu stoppen. Da mehrere Gläubiger Forderungen hatten, war es keine Privatinsolvenz sondern eine Regelinsolvenz.

Ich mag jetzt die beiden Zahlen verdrehen, die Gesamtsumme ist aber aufgelaufen: Für das Gehabe der Deutschen Bank, kostete mich das: 3.700 Euro Verwalterkosten und noch mal 3.500 Euro Verfahrenskosten! Ich konnte aber zumindest mit dem Insolvenzverwalter vereinbaren, das ich ihm das Geld alb Pfändungsfreigrenze überweise, statt das er pfändet, denn sonst wäre ich den Job sofort los gewesen. Monatlich bekahm er die Kontoauszüge und ich Sprüche mit Fingerzeig: "kommen Sie mal wieder von Ihrer Opferschiene runter, Sie sind der Täter!"

6 Jahre dauert gewöhnlich so ein Verfahren, nach 4 Jahren hatte ich alles bezahlt. (Urlaubs- und Weihnachtsgeld schlug da richtig rein, mußte ja alles abführen) Ich sollte nicht weiter einzahlen, nun lags bei Gericht. Zwischenzeitlich war ich den Job los, Unternehmensfusion, Stellenabbau. Nach einem halben Jahr wartens platzte mir der Kragen und ich schrieb auf meinem Geburtstag einen bitterbösen Brief ans Gericht. Nur einen Tag später hatte ich einen Beschluss in den Händen: Die InSo wird vorzeitig gekippt, da alle Forderungen getilgt wurden. Es sei dem Schuldner nicht zumutbar, den Rest der Wohlverhaltensphase ... bla.  Es wird daher Restschuldbefreiung erlassen. Allein schon: "Restschuldbefreiung" ! Das wurd nichts befreit!! Ich hab alles bezahlt!! (2007)

Nun sollte man meinen, mein Name sei wieder hergestellt. Jahresende 2012 wollte ich einen PC auf Raten kaufen, was ich nicht wußte: Vom Saturn ist die Hausbank (ratet mal) die Deutsche Bank. Seitens Saturn war alles klar, die Deutsche Bank lehnte ab, wegen offener Forderung und negativer Schufa. Eins ins andere, ich forderte die Schufaauskunft ab, stand drinn: ohne Score, Deutsche Bank, uns liegen Informationen für vertragswidriges Verhalten vor. Ich also zur Deutschen Bank, die auf den Pott gesetzt, etliche Schreiben verfaßt, letztendlich wills keiner gewesen sein, man hatte die Schufa am Telefon, die Deutsche Bank hätte keinen Eintrag verfaßt, dies sei nur Schufa-Interna also ergo etwas, was ich von der Schufa gar nicht hätt erhalten sollen. ... es ist unglaublich!

Zwischenzeitlich hatte ich meiner Hausbank das ganze geschildert und um einen Dispositionskredit gebeten, da mein alter PC kaputt gegangen war (nach 11 Jahren!) und ein PC die einzige Freude noch am Leben ist und ich einen neuen PC daher brauche, da ich sonst wohl durchdrehen würde. (fast meine ganze Lebensgeschichte auf den Tisch gepackt) Kein Problem! Sie haben regelmäßigen Eingang, Kontoführung ist vorbildlich, machen wir! (im übrigen auch die selbe Bank, die mir bei zig Ablehnungen anderer Banken 2009 eine EC-Karte anvertraute! und ich mit einer Bankcard keine Rennereien mehr hatte)

Fazit:
Dies ist grob umrissen eine Facette von vielen, weshalb ich auch zeitweise in der geschlossenen Psychiatrie war, heute Erwerbsminderungsrentner bin und fertig auf den Röhren bin mit knapp 40 Jahren! Zu dem damaligen angestellten Geschäftsführer, da habe ich nun einen Titel. Das Gericht mußte den erstmal 3 Monate lang suchen! Bringt mir aber nichts, der hat nichts. Er macht das weiter so: Strohmänner die ihm die Konzession geben, umgerechnet über 1 Million DM in den Sand gesetzt. Dem passiert nichts! Zudem wohl Ausländerschutz, er ist Jordanier, weis ich nicht aber was soll man annehmen??

Aber trotz allem: stolz bin ich! Ich habs allen, einschließlich der Familie gezeigt! (dort galt ich als Versager und wurd enterbt, ich sei ja sowieso verschuldet, da käme ich im Leben nicht herraus!) Ich hab ein Erdbeben verursacht und im Schlußstrich alle familiären Kontakte gekappt. Von dieser Brut braucht mir keiner mehr zu kommen, nicht mal am Grab, da würd ich noch in die Grube spucken! Ich bin weit, sehr weit über meinen mir zugemuteten Schatten gesprungen, hatte als Hauptschulabsolvent einen Job inne, der vergleichbar ist mit einem Banker! Über meinen Tisch gingen täglich knapp 100 Tausend Euro und das als Schuldner im Regelinsolvenzverfahren - hätte ja zugreifen können! Nichts da! Ich bin eine ehrliche Seele und mir wurd oft gesagt, weil ich mich immer absichern wollte: "Wer viel fragt, bekommt auch ganz viele Antworten!" Ich bin immer gerade geblieben!

Ich hab mit Königen in Glaspalästen gespeist und mit Bettlern mein Brot geteilt!

Den Titel hab ich hier an der Wand unter Glas und darunter eine Briefmarke unter Glas aus dem 3. Reich: "Und Ihr habt doch gesiegt!" Das giebt mir die Kraft, nicht aus dem Fenster zu springen! Ich war nie im Leben im Urlaub, werde nie ein Haus bauen oder ein eigenes Auto haben! Meine Rente ist niedriger als ALG II und wird durch Grundsicherung aufgestockt, bin in psychiatrischer Behandlung und erfreue mich an einem neuen PC - das ist mein Leben und selbst die verrostetsten Fahrräder werden einem noch abgeschlossen geklaut! Kinder hab ich keine, wäre es so, müßte ich dafür noch Prügel beziehen! 

... und jetzt schreibe noch wer: "Ich mache mal eben Schulden" ! ...

Wollt ich einfach mal los werden und das ist nur ein Sandkorn!     
« Letzte Änderung: 28. August 2013, 06:28:33 von Gast27969 »

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 30759
  • Schleswig - Holstein
Strenge Bedingungen für verkürztes Privatinsolvenzverfahren
« Antwort #62 am: 25. Juni 2014, 08:44:18 »
Verbraucherzentrale Berlin ist auf Anfragen zur zweiten Stufe der Insolvenzrechtsreform vorbereitet.

Am 1. Juli 2014 tritt die zweite Stufe der Insolvenzrechtsreform in Kraft. Wer ein Verbraucherinsolvenzverfahren einleiten möchte, dem können Restschulden unter besonderen Voraussetzungen zukünftig schon nach 5, oder sogar nur nach 3 Jahren statt wie bisher nach 6 Jahren erlassen werden.

Allerdings ist vor zu viel Euphorie zu warnen. “Nur die wenigsten verschuldeten Personen, die ein Insolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung durchlaufen, werden in den Genuss der kurzen Laufzeit von 3 Jahren gelangen” meint Claudia Both, Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung der Verbraucherzentrale Berlin. Denn der Schuldner muss dafür 35 Prozent der Forderungen der Gläubiger beglichen haben. Außerdem sind die Verfahrenskosten zu begleichen, wozu auch die Vergütung des Insolvenzverwalters gehört. Allein diese Vergütung beträgt bereits 40 Prozent der eingezogenen Forderungen bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Hinzu kommen noch die Auslagen des Insolvenzverwalters, die Umsatzsteuer und die Gerichtskosten.

Schafft es der Schuldner, wenigstens die Verfahrenskosten abzudecken, ist zukünftig immerhin eine Verkürzung auf 5 Jahre möglich. Gelingt ihm auch dies nicht, so bleibt es bei der bisherigen 6-jährigen Laufzeit.

“Kann der Schuldner einen nennenswerten Betrag an seine Gläubiger zahlen, empfiehlt es sich, nach Alternativen zum Verbraucherinsolvenzverfahren zu suchen”, rät Claudia Both.


Weiter unter -->> http://www.sozialticker.com/strenge-bedingungen-fuer-verkuerztes-privatinsolvenzverfahren_20140622.html

Offline oldhoefi

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 10526
Verbraucherentschuldung Gesetzesänderung
« Antwort #63 am: 23. Juli 2014, 04:24:49 »
Verbraucherentschuldung - Gesetzesänderung ab 01.07.2014

Der Bundestag hat am 17.05.2014 die Reform des Privatinsolvenzverfahrens verabschiedet. Die Reform der Insolvenz 2014 (die sogenannte 2. Stufe der Insolvenzrechtsreform) ist am 1. Juli 2014  in Kraft getreten.

Einer der wichtigsten Punkte ist die Verkürzung des Insolvenzverfahrens auf 3 Jahre oder auf 5 Jahre.

Übersicht -->  http://www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de/insolvenzverfahren/inso-reform/

(Zitat und Quelle: Harald Thomé - Newsletter vom 11.07.2014)


Thema wurde hier mit eingefügt. LG Meck
« Letzte Änderung: 23. Juli 2014, 13:51:20 von Meck »
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Gast28755

  • Gast
Nach 5 oder gar 3 Jahren schuldenfrei heißt nicht "Dann bin ich wieder  kreditwürdig".  Das dauert nocheinmal  3 Jahre bis maximal 3 Jahre 11 Monate, weil die Schufa drei Jahre beginnend zum Ende des Kalenderjahres, in dem die Restschuldbefreiung stattfand, die Daten noch speichert und auf Anfrage weitergibt.

Sehr ungünstig wer eine Whg sucht und auf Grund dieser seiner noch gespeicherten Vergangenheit oft Absagen erhält.

Offline castagir

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2570
Das ist alles nur Augenwischerei.

Datenkraken wie Creditreform und Co belassen die Einträge verschlüsselt, ebenso gibt es ein bankeninternes Netzwerk, das alle Finanzdaten über JEDEN Bürger beibehält, das hat mir eine Ex-Bankerin mitgeteilt hat.
Alles andere ist nur Wunschdenken, wer Schulden hat, und diese nicht problemlos abbezahlt, kommt NIE mehr raus.

Mit der Geburt des Menschen wird schon ein Datensatz angelegt, der finanziell bewertet wird. Diese Bewertungen aller geborenen Menschen eines Landes sind Grundlage des finanziellen Wertes eines Staates.
Da die Staaten ALLE Finanzgesellschaften sind, ist der Mensch eine Art Einlagevermögen, praktisch ein Avatar für den wirklich lebenden Menschen. Dieser Avatar "lebt" in allen Bankenverträgen, Finanz/Fiskalämtern und hat an sich nichts mit dem lebenden Menschen zu tun.

Es gibt in GB eine Initiative, die dieses Konstrukt bekämpft, und inzwischen mit dem Erfolg, daß Verschuldete nachgewiesen haben, daß sie nicht persönlich, sondern dieser Avatar verschuldet ist. So sind die Aktivisten aus den Bankschulden und Inkassofallen rausgekommen.
Ob das in D geht, ist fraglich, in GB (Commonwealth) geht es.

In den USA existiert eine Gesetzeslücke, die das auch ermöglicht, was aber massiv durch US-behörden gedeckelt, die Grundlage ist eine Regelung, die auf die Magna Charta zurückgeht.
Klingt verrückt, aber ein Freund in GB hat es geschafft, seine Bankenschulden löschen zu lassen...



« Letzte Änderung: 28. Juli 2014, 10:08:15 von castagir »

Offline mggm2000

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 213
Alles panikmache!

Mein Onkel war in der Privatinso mit riesen Schuldenberg bei zig Banken.
Ist jetzt ein paar Jahre her nach der Restschuldbefreiung.
Er hat ein neues Leben begonnen. Hat ein Haus gebaut einen tollen Job.
Ein Auto und ein Motorrad. Fährt 3x im Jahr in Urlaub.
Hatte weder bei Hausfianzierung noch bei anderen Sachen null Probleme.
Und nein es läuft nicht alles auf seine Frau!
Alles zusammen.

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 30759
  • Schleswig - Holstein
Deutscher Bundestag: 89.207 Verbraucher 2013 insolvent
« Antwort #67 am: 31. August 2014, 15:29:02 »
Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 89.207 Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/2391) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/2250). Über die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen nach der gesetzlichen Neuregelung, die zum 1. Juli 2014 in Kraft getreten ist, liegen der Bundesregierung keine Daten vor, heißt es weiter.

Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2014_08/-/296056

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 30759
  • Schleswig - Holstein
Tiefstand bei Verbraucherinsolvenzen in 2014
« Antwort #68 am: 23. März 2015, 17:25:50 »
Der Wirtschaftsauskunftei Bürgel zufolge mussten im Jahr 2014 lediglich 115.000 Bundesbürger Privatinsolvenz anmelden, womit die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr 2013 um rund zurückgegangen ist.

Zu den Hauptgründen für eine Überschuldung würden nach wie vor Erwerbslosigkeit, Krankheit, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung zählen.

Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin erklärte in diesem Zusammenhang, dass man erfreulicherweise den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2005 zu verzeichnen gehabt habe. Gleichwohl müsse konstatiert werden, dass insbesondere bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen eine Zunahme der Privatinsolvenzen, nämlich um 14 Prozent auf mehr als 10.000 Fälle, beobachtet werden konnte.


-->> http://www.sozialleistungen.info/news/23.03.2015-tiefstand-bei-verbraucherinsolvenzen-in-2014/

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 30759
  • Schleswig - Holstein
Bundesweiter Trend: Weniger Unternehmens- und Privatinsolvenzen
« Antwort #69 am: 30. September 2015, 14:44:11 »
In den ersten sechs Monaten 2015 meldeten die deutschen Amtsgerichte 11.558 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,9 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen) war mit 2.083 Fällen am häufigsten von Unternehmensinsolvenzen betroffen. 1.964 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gab es 1.347 Insolvenzanträge.

-->> http://www.fastflip.de/weniger-unternehmens-und-privatinsolvenzen-20155161/



Deutlich weniger Privatinsolvenzen in Brandenburg. Die Zahl der Privatinsolvenzen in Brandenburg ist laut einer Studie deutlich zurückgegangen.

Im ersten Halbjahr 2015 sank sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf 2026. Das geht aus einem Schuldenbarometer hervor, das die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Montag veröffentlichte. Im Bundesschnitt gab es knapp 8,9 Prozent weniger Privatinsolvenzen als im ersten Halbjahr 2014. Einen Grund für den Rückgang sieht die Auskunftei im stabilen Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit sei die Hauptursache für Privatinsolvenzen.


-->> http://www.focus.de/regional/brandenburg/verbraucher-deutlich-weniger-privatinsolvenzen-in-brandenburg_id_4946542.html



Sachsen-Anhalt mit bundesweit stärkstem Rückgang bei Privatinsolvenzen.

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Sachsen-Anhalt so stark zurückgegangen wie in keinem anderen Bundesland. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Schuldenbarometer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Konkret zählten die Macher der Studie in Sachsen-Anhalt zwischen Januar und Juli 1.729 Privatinsolvenzen. Das entspricht einem Wert von 77 pro 100.000 Einwohner. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2014 ging die Zahl damit in Sachsen-Anhalt um 12,9 Prozent zurück. Platz zwei in der Statistik belegt Nordrhein-Westfalen mit einem Minus von 12,8 Prozent, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern. Dort sank die Zahl der Privatinsolvenzen um 12,4 Prozent.


-->> http://www.mdr.de/nachrichten/weniger-privatinsolvenzen-sachsen-anhalt100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html