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Autor Thema: Überweisungs- und Pfändungsbeschluss  (Gelesen 1219 mal)

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Offline Elja

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Überweisungs- und Pfändungsbeschluss
« am: 02. März 2017, 19:23:31 »
Ich habe einen Überweisungs- und Pfändungsbeschluss beantragt.

Dieser wurde von Gerichtsvollzieher A an Bank A zugestellt. Ich selbst habe ihn trotz Ankündigung des Gerichts bislang nicht erhalten. Es wurde wohl bei Zustellung an Bank A die Hauptforderung gemeinsam mit Gerichts- und Gerichtsvollzieherkosten gepfändet. Gericht 20 € und Gerichtsvollzieher auch noch mal ca. 20 €.

Gerichtsvollzieher A teilt mit, den Beschluss an ein anderes Amtsgericht zur Zustellung an Drittschuldner B weitergeleitet zu haben.
...

Der Gerichtsvollzieher B wird mir ja auch nochmals 20 € in Rechnung stellen.

Kann ich mir von Drittschuldner B auch bloß 20 € auszahlen lassen, sollte die Hauptforderung schon von Drittschuldner A erfüllt sein? Oder kann ich das dann auch gleichzeitig von Drittschuldner A verlangen?

Ich weiß ja auch nicht mal, was in dem Beschluss drin steht, weil Gericht und Gerichtsvollzieher mir nicht antworten. Schicken bloß Rechnungen an mich...

Offline scire

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Re: Überweisungs- und Pfändungsbeschluss
« Antwort #1 am: 02. März 2017, 20:06:29 »
Wenn man als Gläubiger einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluß beantragt, weiß man sehr genau, was da im Beschluß drin steht, denn man beantragt dies ja aufgrund eines Titels.

Die Kosten der Zwangsvollstreckung sind vom Schuldner zu bezahlen.
Wenn der GV den PfÜB beim Drittschuldner (Bank) zustellt, sind hier alle anfallenden Kosten, auch die des GV bereits berücksichtigt.
Der Drittschuldner (Bank) teilt dem Gläubiger spätestens nach 14 Tagen ab Zustellung mit, ob der Drittschuldner die Forderung anerkennt und ob sich ein Pfändungsguthaben ergibt.

Die Zahlungen des (Dritt-)Schuldners werden erst auf die Kosten, dann auf Zinsen und erst dann auf die Hauptforderung verrechnet; eine Teilzahlung von 30€ wäre daher nicht sinnig.
V E


Offline Elja

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Re: Überweisungs- und Pfändungsbeschluss
« Antwort #2 am: 02. März 2017, 20:11:02 »
In meinem Antrag steht lediglich die Hauptforderung konkret beziffert.
Die Kosten des Gerichts und des Gerichtsvollziehers werden dort als Kosten des Vollstreckungsverfahrens lediglich in Worte gefasst. Die Rechnungen kamen ja auch erst später und können, was die Gerichtsvollzieher anbelangt, geringfügig unterschiedlich ausfallen.
Ich gehe davon aus, dass diese Kosten im Beschluss beziffert sind?! Dieser liegt mir jedoch nicht vor.
Lediglich der Schuldner hat mir bislang den Betrag genannt, den er angeblich durch Vorlage des Sparbuchs an mich auskehren lassen wolle, um an sein Geld zu kommen. Dieser Betrag würde allerdings nur die Kosten des Gerichtsvollziehers A und des Gerichts berücksichtigen.
Da die andere Zustellung (eigentlich sind es sogar zwei) über zwei andere Amtsgerichte verläuft, habe ich gerade irgendwie die Befürchtung, dass hier nochmals Kosten durch mich zu zahlen sind - die doch dann nochmals auf anderem Weg an mich zu zahlen wäre?! Aber wie kann ich das dann durchsetzen? Bank A wäre vermutlich draußen, wenn das Geld durch Vorlage des Sparbuchs hat an mich überwiesen werden können - ? Überweist die Bank das überhaupt, ist ja kein Girokonto...? Wahrscheinlich müsste ich dort selbst mit dem Schuldner auftauchen.

Offline Elja

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Re: Überweisungs- und Pfändungsbeschluss
« Antwort #3 am: 03. März 2017, 09:49:51 »
Es hat sich für mich geklärt:

Die Pfändung ging von Drittschuldnerin A heute bei mir ein.
Die Zustellung in den anderen Gerichtsbezirken konnte ich noch unterbinden. Es entstehen dort keine Kosten mehr, da rechtzeitig "storniert". Wären dort noch Kosten entstanden, hätte ich diese bei allen Drittschuldnern noch separat geltend machen können und auch Drittschuldnerin A hätte die Pfändung "reaktivieren" müssen bei Vorlage weiterer Belege.

Happy.