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Autor Thema: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung  (Gelesen 151775 mal)

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Gast19502

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #45 am: 18. Mai 2012, 12:27:39 »
Ok dann ein klares JA, Anmeldung zum Freiberufler =  Kosten 0,-€

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #46 am: 18. Mai 2012, 12:31:43 »
Damit ist doch aber keine Existenzgründung finanziert!  :wand:  Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F... ähm Finger stillhalten!

joschzilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #47 am: 18. Mai 2012, 12:33:10 »
Ich finde meine Frage wurde völlig ausreichen beantwortet. Existenzgründung ist mitnichten für den Nulltarif möglich.

Gast19990

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #48 am: 18. Juni 2012, 16:31:48 »
Eine GmbH hat eine Einlage von 25 TEUR und mit der haftet die GmbH auch. Außer bei Insolvenzverschleppung, dann kann es auch an das Privatvermögen gehen.

Bei der GBR haftendDie Gesellschafter und auch die anderen Gesellschafter nicht nur mit ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen, sondern mit ihrem gesamten Privatvermögen.

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #49 am: 18. Juni 2012, 17:00:16 »
Nicht schon wieder! Eine GmbH hat eine Mindeststammeinlage von 25.000 Euro (§ 5 Abs. 1 GmbHG). Das Stammkapital kann auch 10 Millionen betragen. Mit dem eingetragenen Stammkapital haftet die GmbH (§ 13 Abs. 2 GmbHG). Damit sind aber nicht grundsätzlich alle Haftungsrisiken sowohl der Gesellschafter als auch der/des Geschäftsführer(s) ausgeschlossen - Stichwort: Durchgriffshaftung. Das war aber hier nicht das Thema!
« Letzte Änderung: 18. Juni 2012, 17:15:10 von Gast2913 »

joschzilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #50 am: 19. Juni 2012, 00:41:44 »
Ich denke die Frage wurde beantwortet.

Vielen Dank gery und an alle anderen.

Thema geschlossen.

Gast19502

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #51 am: 19. Juni 2012, 01:02:03 »
So ich möchte jetzt hier auch noch was los werden, gery hat mit seinen Ausführungen in diesen Thread zu fast 100% Recht.
Sicher kann man sich hier um Kleinigkeiten Streiten, so wie das einiges Auslegungssachen ist,
aber darum sollte man gery sein Fachwissen nicht gleich absprechen.
Ergo gery und auch an alle anderen versuche nicht immer euer Wissen über das anderer zu stellen
und lasse euch ruhig auch mal auf eine Diskussionsrunde so wie Fragerunde ein,
den Persönlich sollte man das ganze geposte dann am ende doch nie nehmen.
Am ende haben doch die Leser dieser Threads was von der ganzen Nummer.
Weil man sollte nie Vergessen das wir alle das doch machen um H4 zu erleichtern und den Unwissend zu helfen.

HaveFun

p.s. lernen können wir am ende doch alle nur voneinander und Wissen kann nie jemand alles.

Gast23191

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #52 am: 27. November 2012, 10:54:58 »
Ja da hast Du recht, wissen kann einer wirklich nie alles. Meine Freundin hat sich vor 2 Jahren mit einem Haushaltsservice selbstständig gemacht. Sie bekommt teilweise die Aufträge von der Krankenkasse vermittelt, die dann auch pünktlich von der Kasse bezahlt werden. Zusätzlich nutzen das aber auch Menschen, die keinen Kassenanspruch haben und auch eine schlechte Zahlungsmoral. Sie hängt mittlerweile dadurch mit 5600.- € in der Miese, obwohl sie rödelt wie eine Verrückte. So gesehen kann man auch ohne Eigenverschulden an der Selbstständigkeit scheitern.
Sie hat jetzt  :zensiert: ein professionelles Inkassounternehmen gefunden und hofft mit deren Hilfe an ihre verdiente Kohle zu kommen.
« Letzte Änderung: 27. November 2012, 12:17:12 von Ottokar »

Gast27370

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #53 am: 18. Juli 2013, 12:04:44 »
Bei der Zahlungsmoral mancher Kunden stürzen so manche Unternehmen in den Ruin ohne dafür zu können. Leider.

joschzilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #54 am: 18. Juli 2013, 12:35:48 »
Ich sag nur Sollversteuerung.

Gast27437

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #55 am: 19. Juli 2013, 16:39:44 »
Für viele Arbeitslose scheint der Weg in die berufliche Selbständigkeit eine Alternative zu sein, die berufliche Situation zu verändern, sie selbst in Hand zu nehmen. Das verdient uneingeschränkten Respekt und Anerkennung.

Die wichtigste Regel: Kein Schulden! Eine Existenzgründung aus beschränkten finanziellen Verhältnissen darf keine oder nur Kosten im Taschengeld-Bereich verursachen. Geld durch Arbeit ersetzen, z.B. indem man Werbemittel selbst herstellt und austrägt. Vorhandene Ressourcen einsetzen, z.B. Fahrrad um einen Fahrradkurierdienst aufzuziehen, Werkzeug für Hausmeisterservice, Computer für Schreibarbeiten usw. Dann ist das Schlimmste, was passieren kann, das es eben nicht funktioniert und man kann immer wieder noch etwas Neues probieren.

Beratung nur, wenn sie kostenlos ist. Förderung auch nicht, denn die ist meist nur ein Kredit oder Zuschuss zu selbst erbrachtem Geld, das man sich leihen muss.

Am besten auch keine Ich-AG, sondern einfach nebenberuflich anfangen. Wenn es zwar läuft, aber nicht so, dass man davon leben kann, ist auch das immerhin etwas. Ein paar Hundert Euro im Monat aus einem Kleinstgewebe sind immerhin ein nettes Zubrot, auch wenn man später wieder einen Job hat. Ganz allgemein ist die Arbeitslosigkeit eine gute Gelegenheit zum Start in die Selbständigkeit, da man versichert ist und eine wenn auch geringe, aber doch regelmäßige monatliche Versorgung hat.

Und nochmal: Ja keine Schulden!

Gruß Fokko

Offline Orakel

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #56 am: 19. Juli 2013, 16:59:43 »
Am besten auch keine Ich-AG ...

Die Ich-AG ist seit dem 01.01.2003 ("Hartz II") Geschichte!

... einfach nebenberuflich anfangen.

Das kann nicht grundsätzlich gelten, weil viele Geschäftsideen im Nebenerwerb objektiv gar nicht realisierbar sind.
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast27437

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #57 am: 20. Juli 2013, 00:48:21 »
Die Ich-AG ist seit dem 01.01.2003 ("Hartz II") Geschichte!

Heißt halt nicht mehr so. Aber die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit gab es schon lange vorher (deswegen habe ich mich seinerzeit darüber mokiert, dass sie das als was Neues verkauft haben) und wird es sicher noch geben - natürlich mit Überprüfung und allem Pipapo wie früher. Was definitiv vorbei ist, ist, dass sie im ersten Jahr jeden Mist ohne Überprüfung gefördert haben.

Das kann nicht grundsätzlich gelten, weil viele Geschäftsideen im Nebenerwerb objektiv gar nicht realisierbar sind.

Ich würde mal sagen, so alles, was es an Low-Cost-Existenzgründungen gibt, lässt sich im Nebenberuf oder zumindest als Abreitsloser machen: Hausmeisterservice, Radkurier, Freier Journalist, Texter, Hundeschule, Segellehrer, der ganze Verkaufskram...

Grüßle

Fokko

Offline Orakel

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #58 am: 20. Juli 2013, 04:13:41 »
... und wird es sicher noch geben ...

Sicher! Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (BGBl. I, Nr. 69, Seiten 2854 ff.) traten am 28.12.2011 Änderungen zum Gründungszuschuss gem. §§ 93, 94 SGB III in Kraft. Arbeitslose, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten, soweit alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind. Der bisherige Rechtsanspruch auf den Gründungszuschuss ist mit dieser Gesetzesänderung weggefallen. Die Entscheidung unterliegt nunmehr dem freien Ermessen des Leistungsträgers. Im Ergebnis wurden 2012 im Vergleich zu 2011 weniger als 10 % der Existenzgründungen mit einem Gründungszuschuss gefördert. Es darf sicher bezweifelt werden, dass die Qualität der Gründungsvorhaben schlagartig um mehr als 90 % abgenommen hat ...

Leistungen zur Förderung Selbständiger (§ 16c SGB II, seit 01.012.2009) sind von Beginn an Ermessensleistungen, die auch dann nicht weitgehend sicher sind, wenn eine anerkannte fachkundige Stelle die Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens bescheinigt hat. Du rätst allerdings selbst, von dieser Förderung Abstand zu nehmen:

Förderung auch nicht, denn die ist meist nur ein Kredit oder Zuschuss zu selbst erbrachtem Geld, das man sich leihen muss.

Wenn es um den Aufbau einer beruflichen Existenz geht, führt an Investitionen in der Regel kein Weg vorbei; finanziert aus eigenem und/oder Fremdkapital. Fehlt diese finanzielle Basis oder ist sie nicht ausreichend gesichert, so bietet die "Low-Cost-Existenzgründung" mit Sicherheit keine Alternative und damit wären wir wieder bei den hier genannten Gründen für das Scheitern einer Existenzgründung.

Wenn sich eine Existenzgründung am vorhandenen oder nicht vorhandenen Startkapital orientiert und nicht an der eigenen Qualifikation, der Nachfrage, der Wettbewerbssituation u.a., so muss sie scheitern.

Gegen eine selbständige Tätigkeit im Nebenerwerb ist sicher nichts einzuwenden. Eine Existenzgründung ist das jedenfalls (noch) nicht.
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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast27411

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #59 am: 23. Juli 2013, 00:30:41 »
Hi
Ja sicher ist ein Kleingewerbe nebenberuflich keine Existenzgründung, aber zumindest der erste Schritt in diese Richtung.
Denn eben weil es ohne Kapital zumindest sehr schwer ist, eine eigne Existenz aufzubauen, ist doch der nebenberufliche Einstieg die sicherere Variante. Zusätzlich kann das benötigte Kapital sozusagen ratenweise verdient werden nämlich im Hauptjob.
Natürlich muss man auch hier genau aufpassen, sich nicht zu übernehmen.
Für im Nebengewerbe verdientes Geld muss natürlich auch Steuern gezahlt werden. Da sind  ein paar tipps zur lohnsteuerberechnung also gar nicht so schlecht. So ist man zumindest vor den ganz bösen Überraschungen sicher.
Judden