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Autor Thema: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit  (Gelesen 19059 mal)

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Online NevAda

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #15 am: 26. Juli 2016, 17:26:43 »
Naja, ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass 3 nicht direkt ALLE sind. Und dass ZAF nicht von Peter Hartz erfunden wurden. Und dass nicht nur ehemalige ALG2-LE ZAF-MA sind.

Aber Du hast mir echt den Wind aus den Segeln genommen. Ich bin auch froh, dass die Schädlichkeit bisher nicht ausgeführt wurde..
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Gast40844

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #16 am: 28. Juli 2016, 16:41:12 »
Zitat von: mali123 am 26. April 2016, 11:23:26
Also.... Angenommen Ihr werdet aufgefordert euch bei einer Leihbude zu melden und vorzustellen, dann geht Ihr einfach dort hin. Fast immer muss man dann einen Bogen ausfüllen, was man davor gemacht hat, welche Kenntnisse man hat, Kontaktdaten und so weiter.
Für diese Fälle habe ich eine spezielle Taktik entwickelt:
Selbstverständlich nehme ich das Vorstellungsgespräch wahr. Wenn mir dann so ein "Personalbogen" vorgelegt wird, fülle ich aus meinen Namen, Adresse und -wenn ich gut gelaunt bin- auch meine Telefon-Nr. aus.
Alle anderen Abschnitte bekommen von mir (quer über den ganzen Abschnitt) den Vermerk "siehe vorliegenden Lebenslauf".
Und wenn dann einer meckert und behauptet, ich soll das komplett ausfüllen, bin ich ganz erstaunt und sage (freundlich!): Ja aber, Sie haben doch meinen Lebenslauf gelesen und wissen, was darin steht. Sie wissen auch, dass es zu der angebotenen Stelle passt, sonst hätten Sie mich doch nicht eingeladen   :schock:
Mit dem nächsten Atemzug lege ich der Person dann die Bestätigung vor (fällt mir gerade dann plötzlich ein...) und bitte um den Stempel und die Unterschrift. Gleichzeitig frage ich nach der angebotenen Stelle, welche Arbeit das ist, wo genau, und was genau ich da machen sollte...
Die-/derjenige hat gar keine Zeit zum Nachdenken, was sie/er mir noch an Argumenten für ein vollständiges Ausfüllen des Bogens unterjubeln soll.
Dann verabschiede mich freundlich (mit dem Effe-Finger hinter dem Rücken) und bin weg. Schließlich habe ich ja noch mehr VG's wahrzunehmen, mein Typ ist gefragt  :grins:

Ich habe damit meine Verpflichtung erfüllt, reiche die Bestätigung ein und kassiere das Fahrgeld.

Offline Sun007

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #17 am: 31. Juli 2016, 22:04:17 »
Ich war letztens bei einer ZAF die mich als Schweißer und Kranfahrer einstellen wollte. Problem nur, das ich beides nicht gelernt habe, und auch keine Erfahrung in dem Bereich habe. Nachdem ich abgelehnt habe, hat mich der Chef so krass angebrült, das ich beim raußgehen die Tür zu geknallt habe. Ich habe manchmal den Eindruck das ZAF Krankenschwestern auch als Ärzte vermittlen würden wenns erlaubt wäre.

Oder eine ZAF ruft mich an, sagt sie hätten ein Job für mich und ob ich gleich vorbei kommen kann. Ich sage ja und bezahle meine letzte 10€ für die Bahn dorthin. Als ich ankomme sagt der, das er es sich noch mal andres überlegt hat  :schock:  :wand:

Auch sehr schön ist wenn eine ZAF um 16 Uhr Nachmittags anruft und sagt sie hätten einen Job für mich und ob ich nicht sofort um 22 Uhr Nachtschicht machen kann. Dann frage ich erstmal nach was ich dort machen soll, was der aber selber nicht so genau weiss. Ich müsste bei der Aktion 24 Stunden Wach bleiben und es handelt sich meistens nur für 1 Woche Urlaubsvertretung. Nach dieser Woche Urlaubsvertretung hat man erstmal Wochenlang Papierkram mit dem Amt! Nie Wieder!

Ich könnte noch mehr erzählen aber das würde zu viel werden. Ich sehe diese ganzen ZAF inzwischen sehr Kritisch und reformbedürftig!

Gast26342

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #18 am: 31. Juli 2016, 22:30:28 »
Auch sehr schön ist wenn eine ZAF um 16 Uhr Nachmittags anruft und sagt sie hätten einen Job für mich und ob ich nicht sofort um 22 Uhr Nachtschicht machen kann.
... und das auch noch ohne Vertrag.
Ich sehe diese ganzen ZAF inzwischen sehr Kritisch und reformbedürftig!
Was willst du bei einem Krebsgeschwür reformieren?

Gast41261

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #19 am: 08. September 2016, 11:23:44 »
Ich hatte den Vermittlungsgutschein bei einem ARBEITSVERMITTLER (REGIO, auch ARBEITSVERMITTLUNG 24) eingereicht, in der Hoffnung (die SB im JC sagte mir das auch) das mir keine Leiharbeit angeboten wird.

Und dann geschah das:
Anruf von der Vermittlerin, ich solle sofort (!) nach Paderborn fahren, zur Firma XY, die stellen ein für eine Filiale in Salzkotten. Hab das Problem nicht mobil zu sein und muss alles mit Bus & Bahn machen.
Na gut, ich also in den Zug und nach Paderborn zur besagten Adresse. Stehe vor einer Leihbude!
Alles klar, rein und oben gemeldet. Bewerbung abgegeben, Datenblatt ausgefüllt und zum Sachbearbeiter dort.
Dort sagte man mir das ich als gelernter Dachdecker mit Lagererfahrung GENAU DER RICHTIGE für einen Job hier in meiner Heimatstadt wäre und evtl Montag schon anfangen könnte.
Bis dahin alles klasse, ich sollte für eine Firma große Maschinenteile verpacken, sprich: Die riesigen Maschinen werden angeliefert und ich soll die dann mit Holz verpacken, also Kisten bauen. Wie in einem Einlagerungslager auch.

Aber nun fragte ich nach, das das doch Leiharbeit sei und bekam zur Antwort:
 "...Wir & REGIO sind eins. Alle unsere Mitarbeiter kommen über Regio ...".

Meine Frage nach dem Std-Lohn wurde dann beantwortet: "... sie können nichts in DEM BERUF (!!!), wir können nur 9€/Std bezahlen."

Ich sagte: "... wie, ich kann nichts? Gerade war ich doch GENAU DER RICHTIGE! Oder wollen Sie einen Tischlermeister für 9€?"

Ich wieder: "... Also soll ich für ca 1050€ netto für Sie aus Holzresten, teilweise alte Europaletten zerschlagen und daraus große Maschinen einpacken?"

In der Zwischenzeit war der schon fleissig mit dem Taschenrechner am tippseln und fragte wie ich auf diese Zahl komme.

"Na", sag ich, ..."ich kann 1&1 noch zusammen zählen und dann netto rechnen"

"Ich komme dabei auf 1030€ knapp, also perfekt sind Sie nicht!" war die Antwort. "...Und jeden Monat ziehen wir von 151 Stunden noch 20 Std ab und legen die auf ein Zeitkonto bis zum Jahresende".

Meine Antwort: "... Also für 900€, 151 Std für Sie arbeiten und nebenbei aufstocken?...praktisch bei Vollzeit noch "nebenbei" zum JC...?"

Die Antwort: " ... Dafür sind die JC doch da. Und Ihr Geld ist ja im Januar des nächsten Jahres da..."
(hier ist nämlich das Problem: Das JC würde mir nur mit Problemen aufstocken weil die Leihzuhälter ja eig zahlen  :zwinker:)


Man muss dazu sagen das der Typ mir gegenüber mind 180 kilo wog, sich einen Keks nach dem anderen in sein fettes Gesicht schob, und langsam nervös wurde. Er selbst sagt mir das ich also nichts kann, wo es für Ihn evtl die einzige Arbeit am Tag ist sich selbst die 3 Etagen bis in sein Büro zu schleppen.

Das sagte ich Ihm dann auch mit Worten die ich hier nicht wiedergeben möchte. - Ich sah nur wie Er schnell die, bis dahin offene Bürotür schloß und sich wieder setzte. Ich sagte Ihm aber nur noch das Er die ruhig auflassen könne da ich eh jetzt gehe. Ich schätze, noch 1,2 Sätze von mir und die Rettungssanis hätten schwer zu schleppen gehabt die 3 Etagen runter.

Meine letzten Worte in der Tür waren nur, das es Betrug ist was die Firma Regio da macht und ich dies umgehend melden werde (habe ich auch). Und das ich hoffe das Er nie wieder auch nur einen Bewerber für seinen Zuhälterjob bekommt.

Ich bin danach an Pforte, habe meine Daten verlangt und bekommen. Die Mädels die dort saßen lächelten freundlich und eine machte den  :ok: .

Habe dies auch sofort an die Regio per Mail weiter gegeben und an meine SB vom JC. Die gute Frau meinte das man schon lange den Verdacht hätte , blabla. Ich schätze das ist denen auch vollkommen egal.

Mittlerweile hat die SB vom JC sich geändert (wie so oft) und ein Typ sagte mir das Er nun zuständig wäre. Er sprach mich auf den Fall an, weil die "gute Frau" von Regio sich beschwert hätte und ich eig den Job hätte nehmen müssen. - Mein Vorteil war das die Bewerbung Eigeninitiative war und kein Vermittlungsvorschlag. Sonst hätte der mich noch im Nachhinein sanktioniert schätze ich mal.

Offline mali123

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Re: Tipp beim Umgang mit Leiharbeit
« Antwort #20 am: 06. Oktober 2016, 21:22:35 »
Zitat von: mali123 am 26. April 2016, 11:23:26
Also.... Angenommen Ihr werdet aufgefordert euch bei einer Leihbude zu melden und vorzustellen, dann geht Ihr einfach dort hin. Fast immer muss man dann einen Bogen ausfüllen, was man davor gemacht hat, welche Kenntnisse man hat, Kontaktdaten und so weiter.
Für diese Fälle habe ich eine spezielle Taktik entwickelt:
Selbstverständlich nehme ich das Vorstellungsgespräch wahr. Wenn mir dann so ein "Personalbogen" vorgelegt wird, fülle ich aus meinen Namen, Adresse und -wenn ich gut gelaunt bin- auch meine Telefon-Nr. aus.
Alle anderen Abschnitte bekommen von mir (quer über den ganzen Abschnitt) den Vermerk "siehe vorliegenden Lebenslauf".
Und wenn dann einer meckert und behauptet, ich soll das komplett ausfüllen, bin ich ganz erstaunt und sage (freundlich!): Ja aber, Sie haben doch meinen Lebenslauf gelesen und wissen, was darin steht. Sie wissen auch, dass es zu der angebotenen Stelle passt, sonst hätten Sie mich doch nicht eingeladen   :schock:
Mit dem nächsten Atemzug lege ich der Person dann die Bestätigung vor (fällt mir gerade dann plötzlich ein...) und bitte um den Stempel und die Unterschrift. Gleichzeitig frage ich nach der angebotenen Stelle, welche Arbeit das ist, wo genau, und was genau ich da machen sollte...
Die-/derjenige hat gar keine Zeit zum Nachdenken, was sie/er mir noch an Argumenten für ein vollständiges Ausfüllen des Bogens unterjubeln soll.
Dann verabschiede mich freundlich (mit dem Effe-Finger hinter dem Rücken) und bin weg. Schließlich habe ich ja noch mehr VG's wahrzunehmen, mein Typ ist gefragt  :grins:

Ich habe damit meine Verpflichtung erfüllt, reiche die Bestätigung ein und kassiere das Fahrgeld.


So muss man es machen! Daumen hoch. Ich kenne noch mehr.... Z.b. sollte man die Kontaktaufnahme per Telefon ausschließen und bei Anruf Anzeige wegen unzulässigen Werbeanrufen, da ich oft kuriose Anrufe bekommen habe, dass ich Vorbeischauen soll etc.

Als ich die Frau fragte, woher sie meine Nummer hat, sagte sie aus dem System. Als ich fragte woher das System die Nummer hat, war sie still....

Gleich auf die Finger klopfen.