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Autor Thema: Krankengeld gesperrt, Widerspruch abgelehnt, nun ALG 1 Meldung und wieder AU ?  (Gelesen 2480 mal)

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Offline bakwan

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Hallo Community

ich habe heute den ablehnenden Widerspruchsbescheid der AOK erhalten

Die AOK mir das Krankengeld gesperrt, weil ich nicht sofort am nächsten Tag
nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu meinem Hausarzt ( oder eben anderen Arzt )
gegangen bin um meine Arbeitsunfähigkeit lückenlos nachzuweisen

Im Entlassungsmanagment hat man es versäumt, mich weitere 7 Tage als Arbeitsunfähig einzustufen
und es gibt noch einige andere Ungereimtheiten bei der ganzen Sache

Wie dem auch sei, ich werde nun mit der Hilfe des VDK vor dem Sozialgericht klagen -
aber was mache ich bis dahin?

Jetzt komme ich zu meiner wirklichen Frage an euch:

ich habe noch ca. 3 Wochen Restanspruch auf ALG1

mein Vorhaben wäre folgendes:

ich melde mich arbeitslos und dann spätestens nach 2 Wochen wieder Arbeitsunfähig ?

Laut einem Urteil erhält eine Arbeitsloser auch nach Ablauf des ALG 1 Anspruchs weiter Krankengeld
Auszug:
...denn für den Krankengeldanspruch kommt es darauf an, was zum Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit galt.....
http://www.aok-business.de/fachthemen/pro-personalrecht-online/datenbank/urteile-ansicht/poc/docid/3312528/

Mir ist ein wenig "mulmig" bei dieser Sache - wenn etwas schiefgeht, habe ich keine zweite Chance mehr

Daher frage ich lieber hier im Forum:

Was habe ich bei meinem Vorhaben nicht bedacht - bzw. was könnte "schiefgehen" ?

Danke für jede Antwort

Offline Baden-57

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ich melde mich arbeitslos und dann spätestens nach 2 Wochen wieder Arbeitsunfähig ?
Ach, man weiß heute schon, dass man in 2 Wochen arbeitsunfähig wird?
Das nennt man nicht Weitsicht, sondern versuchter Versicherungsbetrug :wand:

Was der Inhalt der Klage vor dem SG sein soll, ist hier nicht bekannt, aber es gibt die gefestigte ständige Rechtssprechung, wonach eine Arbeitsunfähigkeit, die ggf. vom behandelnden Arzt am Samstag endet und von einem weiteren Arzt nicht am Sonntag fortgeschrieben wird, den Anspruch auf Krankengeld verliert.
Die Gerichte haben hier unisono entschieden, dass es ausschließlich Versäumnis des Patienten ist und dies nicht auf Fehler eines Krankenhauses etc. geschoben werden kann.


Offline coolio

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Belästige doch mal die Suche nach "lückenlos" und "AU"
Ich kann mich vage erinnern, da gibts eine andere Rechtsprechung als Badens selbst definierte absolute Weisheiten.
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
I'm with intelligents - hopefully!

Offline Sheherazade

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ich habe heute den ablehnenden Widerspruchsbescheid der AOK erhalten

Die Vorgeschichte kann man hier nachlesen.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (unbekannt)

Offline bakwan

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Danke erst einmal für die Beiträge

bisher bin ich der Antwort auf meine Frage noch nicht nähergekommen

Was ich aber zu berichten habe:

vor ca. 2 Jahren habe ich diesbezüglich persönlich bei der Krankenkasse vorgesprochen und mit wurde folgendes mitgeteilt:

letztendlich kann es nur der "Patient/Kunde" entscheiden, ob er sich wieder gesund und fähig fühlt,
eine Arbeit anzunehmen und er kann den Arbeitsunfähigkeitsstatus  selbst beenden

meine AU läuft kommenden Freitag aus ...

bin um jede weitere Meinung dankbar

Offline Sheherazade

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Das stimmt auch immer noch, für mein Empfinden steht dein "Plan" allerdings auf wackligen Füßen.

ich habe noch ca. 3 Wochen Restanspruch auf ALG1

mein Vorhaben wäre folgendes:

ich melde mich arbeitslos und dann spätestens nach 2 Wochen wieder Arbeitsunfähig ?


Eine erneute AU nach nur 2 Wochen aufgrund der vorhergehenden Erkrankung lässt Zweifel an deiner zuvor selbst festgestellten Arbeitsfähigkeit aufkommen. Oder an der plötzlichen Wiedererkrankung.

Wenn du dich selbst für arbeitsfähig hältst, verzichte auf das Theater, melde dich arbeitslos und beantrage gleichzeitig ALGII für die Zeit nach den 3 Wochen ALGI-Anspruch.
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Offline bakwan

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Hallo Sheherazade

vielen Dank für deinen Beitrag

Ich habe keinen Anspruch auf ALG II, da ich mir für mein Alter Geld zurückgelegt habe

und ja - auch ich empfinde, dass mein Plan auf wackeligen Füssen steht - aber das war ja auch der Grund,
warum ich das hier im Forum gepostet habe

Anscheinend hat bisher noch kein Forummitglied so eine Fall miterleben "dürfen"

Offline Sheherazade

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Ich habe keinen Anspruch auf ALG II, da ich mir für mein Alter Geld zurückgelegt habe

Dann mach dieses Vermögen eben verwertungssicher bis zur Rente.
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