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Autor Thema: Strom vom Amt gezahlt.  (Gelesen 2088 mal)

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Offline TheChris

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Strom vom Amt gezahlt.
« am: 31. Oktober 2016, 05:34:03 »
Moinsen.

Ich unterliege im moment SGB XII und unterliegen damit auch den selben regeln wie Hartz 4 auch.

Nun ich habe vor kurzem eine Meldung von den Stadtwerken bekommen das der letzte Abschlag nicht gezahlt wurde jedoch meint meine Sachbearbeiterin das sie den Abschlag überwiesen hätte.

Beide sind sich natürlich keiner schuld bewusst wo mit ich dann wohl der dumme bin weil ich halt recht ratlos vor dem Problem stehe das eine Forderung bersteht die (angeblich) nicht gezahlt wurde.

Ich würde den Stromabschlag ja gerne selber überweisen denn damit wäre ich dann die tatsächliche Fehlerquelle und hätte auch selber einsicht wenn was nicht klappt. (Zb den Stadtwerken einen Kontoauszug als beweis vorlegen.)
Das habe ich der Stadt auch schon angeboten jedoch bestehen die darauf das selber zu überweisen.

Meine frage ist was kann ich jetzt machen?
Es gibt immer Licht am ende des Tunnels
bete das es kein Zug ist :P

Offline Lady Miou

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Re: Strom vom Amt gezahlt.
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2016, 14:38:42 »
Zitat von: TheChris am 31. Oktober 2016, 05:34:03
Das habe ich der Stadt auch schon angeboten jedoch bestehen die darauf das selber zu überweisen.

Dazu lies bitte hier: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/53659697ea0819d01.php

Nun zu deinem Problem: Anhand der Anweisung können die Stadtwerke sehen, von wem die Zahlungen in der letzen Zeit gemacht wurden. Verlang vom Versorger das sie es nachsehen und bestehe darauf das sie ihre Forderung ans Sozialamt richten. Leistungsbezug kannst du mit deinem Bewilligungsbescheid nachweisen.

Offline Pumukel

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Re: Strom vom Amt gezahlt.
« Antwort #2 am: 31. Oktober 2016, 14:42:08 »
Zitat von: Lady Miou am 31. Oktober 2016, 14:38:42
und bestehe darauf das sie ihre Forderung ans JC richten.

das könnte schwer werden, denn der TE ist ja der "Kunde" bei dem Stromversorger, nicht das JC .....Ich würde das aber auch so machen ! Außerdem , wenn das JC sagt , sie hätten das überwiesen, muss es dafür doch Belege geben oder !?

LG

Pumukel

Offline Route66

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Re: Strom vom Amt gezahlt.
« Antwort #3 am: 31. Oktober 2016, 14:46:12 »
Zitat von: TheChris am 31. Oktober 2016, 05:34:03
Das habe ich der Stadt auch schon angeboten jedoch bestehen die darauf das selber zu überweisen.
Dazu besagt der § 35 SGB XII Bedarfe für Unterkunft und Heizung folgendes :
(1) 1Bedarfe für die Unterkunft werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt. 2Bedarfe für die Unterkunft sind auf Antrag der leistungsberechtigten Person durch Direktzahlung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu decken. 3Direktzahlungen an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte sollen erfolgen, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. 4Das ist insbesondere der Fall, wenn

1.Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,

2.Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,

Von praktischer Relevanz ist hier,dass die diesbezügliche Prognose ( des Leistungsträgers gem. SGB XII ) sich auf konkrete Anhaltpunkte stützen muß , aus denen sich ergibt das die Leistungen für den Energieversorger  diesen nicht erreichen werden.
Liegen die o.g. Voraussetzungen nicht vor wäre die Überweisung rechtwidrig.

Wichtig dazu auch, da im Regelsatz von 404,00 € nur ca. 33,70 € reine Energiekosten enthalten sind ,darf der Leistungsträger auch nur diese 33,70€ überweisen.

M.M.n. wird hier von Seiten des Leistungsträgers versucht sich ein eventuelles Guthaben vom Energieversorger anzueignen.

Hier also Widerspruch falls die Voraussetzungen nicht vorliegen, sowie Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X (Rückwirkend bis 01.01.2015) wenn der Leistungsträger ( Sozialamt ) mehr als im  Regelsatz vorgesehen, an den Energieversorger überwiesen hat.




« Letzte Änderung: 31. Oktober 2016, 15:11:52 von Route66 »