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Autor Thema: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht  (Gelesen 1367 mal)

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Offline jassi76

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mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« am: 27. Februar 2017, 19:08:57 »
Ich weiß das wurde hier schon des öftern diskutiert, aber mir raucht der Kopf :weisnich:.

Ich habe nun schon die Hilftethemen dazu gelesen:
Kostenbeteiligungsvereinbarung bei Zusammenleben von zwei Partnern
Stellungnahme gegen die Vermutung einer VE nach einem Jahr Zusammenleben
Erklärung: Keine Verantwortungs-/Einstehgem. nach Ablauf v. 1 Jahr (Zusatzblatt)
und ganz wichtig: Stellungnahme Unterstellung einer Verantwortungsgemeinschaft

werde daraus aber nicht schlau.

Kann ich nun mit einem Partern der kein Hartz 4 bezieht zusammen ziehen und bekomme weiterhin mein ALG2 oder nicht?
Mal sieht es für mich so aus, als würde das nur gehen wenn man sagt man ist eine WG. Dann sieht es so aus als ob es doch als"Partner" geht man aber beweisen muss das man nicht zusammen Wirtschaftet.
Was ist denn nun richtig :sad:

Offline Wolf27

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #1 am: 28. Februar 2017, 02:23:52 »
Zitat von: jassi76 am 27-02-2017, 19:08:57
Was ist denn nun richtig

Hallo Jassi,

das kann und sollte man für jeden Einzelfall separat betrachten, denn i. d. R. sind die Fälle zwar ähnlich, aber nicht gleich.


Zitat von: jassi76 am 27-02-2017, 19:08:57
Kann ich nun mit einem Partern der kein Hartz 4 bezieht zusammen ziehen und bekomme weiterhin mein ALG2 oder nicht?
Grundsätzlich: Ja, du kannst mit deinem Partner zusammenziehen. Ob und wieviel ALG II du dann erhältst, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Um jetzt hier nicht wild im Nebel herumzustochern, beantworte mal bitte folgende Fragen:

a) Willst du zu ihm oder er zu dir ziehen oder wollt ihr gemeinsam eine neue Wohnung suchen?
b) Würdest du im Zuständigkeitsbereich deines jetzigen JobCenters bleiben?
c) Falls ihr nicht gemeinsam wirtschaften bzw. füreinander einstehen wollt (Stichwort WG-ähnliches Zusammenwohnen), mach dich im bösen Ernstfall auf einen Kampf mit dem JobCenter gefasst. Bist du/Seid ihr bereit dazu?

Normalerweise wäre der Ablauf so:
* Du bekommst weiterhin deine Regelleistung in voller Höhe (z. Z. € 409,00) zzgl. angemessene KdU (Kosten der Unterkunft) für einen Single.
* Die Miete wird durch 2 geteilt, d. h. dass du 1/2 der Miete vom JobCenter erhältst. Die restliche 1/2 Miete muß dein Freund aufbringen.
* Du mußt entsprechend die Anlage KdU ausfüllen bzgl. der Miete. Hinweis: Telefonnummer, Bankverbindung etc. des Vermieters sollten hier sicherheitshalber (Datenschutz) nicht ausgefüllt werden. Diese Angaben sind sowieso freiwillig und auch nicht leistungsrelevant.
Klartext: Wenn die nach irgendwelchen Papieren von deinem Freund fragen (würden) bzgl. Vermögen, Lohn, Krankenkasse etc., dann solltest du jegliche Angaben dazu verweigern! Für die Berechnung der Leistungen, die dir zustehen, ist das völlig irrelevant.
Sofern/Da ihr also keine VE/BG seid, sondern lediglich WG-ähnlich zusammen wohnt, darfst du also nur Angaben zu dir selbst machen! Einzige Ausnahme: In der Anlage KdU musst du unter Abschnitt 4. Wohnverhältnisse => 1 weitere Person/en (dich nicht mitgezählt!) eintragen.

Auch bei einem gemeinsam unterschriebenen Mietvertrag sollte eine Kostenbeteiligungsvereinbarung bei Zusammenleben von zwei Partnern aufgesetzt werden. Grund: Die KBV wird ja dazu benötigt, um die Kostentrennung des Zusammenwohnens zu regeln und bei Bedarf gegenüber dem JobCenter zu belegen. Genau wie die darüber ausgestellten Quittungen und Belege, sollte diese aber erst dann dem JobCenter vorgelegt werden, wenn es dies zum Nachweis, dass keine VE/BG besteht, fordert, bzw. der Nachweis erforderlich wird.

Bitte noch lesen:
Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (VuE) nach § 7 Abs. 3a SGB II
GOLDENE REGELN für den JobCenter-Alltag
Welche Dokumente & Nachweise darf das JobCenter fordern?
Ratgeber Angemessenheit der Kosten der Unterkunft

Beantworte mal bitte die Fragen, dann kann es weitergehen.

LG Wolf
Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Sicht der jeweiligen Sachlage wider. Ich gebe hier keine Rechtsberatung oder Ähnliches!!! Von mir formulierte Schreiben kann jeder, auf seinen Fall angepasst, gerne verwenden. Noch Fragen...?

Offline Strohti

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #2 am: 28. Februar 2017, 07:25:11 »
ich kämpfe seit ewigkeiten gegen die unterstellung einer einstandsgemeinschaft und kann dir nur eines sagen: will er für dich aufkommen dann zieht zusammen, will er nicht für dich aufkommen bleib in deiner wohnung wohnen, würde viel ärger und rennerei sparen

Offline crazy

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #3 am: 28. Februar 2017, 09:39:10 »
Richtig ist, dass man zunächst einmal davon ausgeht, dass ihr euch eine Wohnung teilt und du für dich selbst aufkommen musst. Lebt ihr dann länger gemeinsam zu zweit in der Wohnung wird man dies als eheähnliche verfestigte Partnerschaft ansehen und versuchen deinen Mitbewohner dazu zu zwingen dein Essen,Kleidung, Krankenversicherung und co zu übernehmen. Dazu erhälst du dann die üblichen Erpresser Schreiben- Vermögen, Einkomnen des Mitbewohners vorlegen sonst Leistungseinstellung für dich.
Betonung liegt auf LÄNGER ZUSAMMEN LEBEN ,ergo erstmal bist du noch unabhängig vom Mitbewohner und auch so zu berechnen
 Kein Paar schmeißt gleich alles zusammen wenn die erste gemeinsame Wohnung bezogen wird. Mein Töchterlein hat vorsichtshalber sogar nicht benötigte Möbel bei Eltern und Großeltern deponiert könnte ja schief gehen.

Offline jassi76

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #4 am: 28. Februar 2017, 16:28:01 »
Also, mein Partner wohnt in seinem Elternhaus und dieses gehört ihm . Deshalb wollten wir dort rüber. Ich bleibe im selben zuständigkeitsbereich . Nur ist es so das ich mit zwei Kindern rüber gehen würde und es nicht möglich ist das er für uns alle einsteht. Ich  dachte das es in dem einen "Probejahr" wenigstens so ist das man in ruhe alles regeln kann. Sehen ob alles wirklich past.
Ich habe  zwar nen 450 Euro Job und bin auf der suche nach mehr. Doch so lange das nicht gegeben  ist müßte er mich ja mit versichern usw. das ist ja Wahnsinn.
Ich habe die Ratgeber schon durchgelesen.  Aber ich werde nicht wirklich schlau daraus.
Aus dem einen lese ich das es möglich ist so lange man nicht zusammen Wirtschaftet, keine gemeinsamen Kinder hat usw.
Man aber als "Paar" zusammen sein darf.
Im nächsten verstehe ich das das nur geht wenn man sagt man sei nur eine WG :weisnich: .Was ist denn nun richtig?


Offline Delfinanne

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #5 am: 01. März 2017, 11:39:22 »
Das JC wird versuchen aus euch eine BG zu machen. Ich würde nicht zusammen ziehen und mir den ganzen Ärger einfach ersparen. Ansonsten kann es sehr viel kraft und Nerven kosten und vorm Gericht enden. Und wenn du Pech hast entscheiden die gegen euch und ihr seit eine BG. Das ProbeJahr gibt es in dem Sinne nicht
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Offline Strohti

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Re: mit" Partner" zusammen ziehen oder nicht
« Antwort #6 am: 06. März 2017, 11:35:55 »
huhu ich nochmal, wie ich schon sagte hab ich gerade den kampf vor gericht bezüglich einstandsgemeinschaft am laufen, das jobcenter denkt sich die kuriosesten dinge aus um euch in eine bg zu stopfen, dem jobcenter reicht schon der ausdruck "freund" um eine bg aus euch zu machen weil das jobcenter meint der ausdruck "freund" sei ein ausdruck davon dass man für jemanden einstehen will und verantwortung übernehmen will, sonst würde man ihn ja nicht freund nennen, auf meine antwort "ah ok, dann stehen sie also auch für ihre freundin ein mit der sie nen kaffee trinken gehen? ist ja interessant die auslegungsweise", daraufhin war das jobcenter vor gericht dann ruhig, sehr ruhig, tu dir und deinen kindern den gefallen und bleib in deiner wohnung wohnen, das wird stress pur wo nachher alles drunter leidet