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Autor Thema: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung  (Gelesen 1656 mal)

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Gast42638

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Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« am: 04. März 2017, 07:47:24 »
Hallo zusammen,

das ist hier mein erster Beitrag und ich hoffe soweit alles richtig gemacht zu haben (richtiger Bereich, etc.), falls nicht, Verzeihung - es ist eine unfassbare Fülle an Informationen und ich bin aktuell ein wenig überfordert.

Folgende Situation:
Meine Freundin ist Mutter zweier Kinder und noch verheiratet. Sie lebte 15 Jahre mit ihrem Mann in einer gemeinsamen Wohnung. Sie arbeiten beide (er verdient rd. 2500€ brutto, sie verdient 900€ netto) und die Kinder sind 4 und 6. Sie wollte sich schon vor einem Jahr trennen, noch ehe das mit uns anfing, doch der Mann ist ein ganz schon gestörter Kerl und versucht ihr alles so schwer wie möglich zu machen. Aufgrund ihres Wesens lässt sie sich gerne Schuldgefühle einreden, etc. weshalb alles so viel länger gedauert hat.
Nun ist sie aber den Schritt endlich gegangen, ist dort ausgezogen (weil er sich weigert zu gehen) und bei mir eingezogen. Sie sucht nun eine 2-Zimmer Wohnung für sich und die zwei Kinder. Noch sind die Kinder bei ihm, sie muss jedoch morgens um 5 Uhr dorthin, da er bei der Post arbeitet und schon sehr früh das Haus verlässt. Auch nachmittags muss sie die Kinder wieder von Kindergarten und Schule abholen und dort abliefern. Dazwischen arbeitet sie sechs Stunden. Alles unglaublich stressig.
Die Wohnung wird sie sich mit 900€ im Monat natürlich nicht leisten können, weshalb sie aufstockendes Hartz 4 beantragen wollte. Sie war auch schon dort, doch das Amt machte es ihr natürlich alles unglaublich schwer. Es fing schon damit an, dass die ihr sagten, dass sie nichts beantragen könnte, solange sie noch dort wohnt (beim ersten Termin war sie noch nicht ausgezogen). Dann bräuchte sie ja eine neue Adresse für die Anträge, etc.
Also das totale Paradoxon.. soll sich quasi eine neue Wohnung suchen, die sie nicht bezahlen kann, um Geld für die Wohnung zu beantragen. Sie ist mit allem auch sehr überfordert.
Warum wir nicht direkt zusammen ziehen, wird sich vielleicht der ein oder andere fragen. Wir möchten den Kindern nicht unbedingt direkt einen neuen Mann vor die Nase setzen, sondern einen sachten Übergang schaffen. In einem halben Jahr etwa ist auch angedacht, dass wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen und das ganze mit dem Amt und dem aufstockenden Hartz 4 wieder Geschichte ist. Aber bis dahin muss leider dieser steinige Weg beschritten werden.
Bei den ersten Terminen war ich leider nicht zugegen. Ich selbst bin ein wenig versiert, was den Umgang mit Ämtern betrifft, da meine Mutter auch ALG2-Bezieherin war und ich mich oft für sie darum gekümmert habe (immer Zeugen mitnehmen, immer alles schriftlich geben lassen, alles Eingereichte bestätigen lassen bzw. mit Rückschein versenden und so weiter). Jedoch bin ich enorm unsicher was diese ganze Erstanmeldung angeht. Ich habe mich auch auf diversen Seiten eingelesen und bin so schließlich auch hier gelandet.
Mir ist natürlich klar, dass der Sachbearbeiter totalen Unsinn von sich gegeben hat und sie nur abwimmeln wollte. Aber ich möchte nächste Woche gerne mit so viel wie möglich an fundiertem Wissen dort auftauchen, um das ganze schnell über die Bühne zu bekommen.

Sie ist bei mir eingezogen, aber das ist ja nur eine Zwischenlösung. Sie hat sich auch noch nicht umgemeldet. Bei einer Ummeldung benötigt man ja mittlerweile etwas vom Vermieter.
D.h. ich muss einen Untermietvertrag mit ihr erstellen? Welchen sie dann beim Einwohnermeldeamt einreicht?
Und ich muss es meinem Vermieter melden, dass ich einen Untermieter habe, zwecks erhöhten Kosten (mehr Wasserverbrauch), richtig?
Wobei ich auch irgendwo gelesen habe, dass Meldeadresse und permanenter Aufenthaltsort durchaus voneinander abweichen können. Also könnte sie auch einfach in ihrer alten Wohnung gemeldet bleiben?

Sie ist schon auf Wohnungssuche, da das Amt ihr nicht weiterhelfen konnte/wollte. Ich habe nun jedoch raus gefunden, dass es elementar wichtig ist, dass das Amt dem Umzug im Vorfeld zustimmt.

Also der erste Schritt ist zum Amt und einen Antrag auf Zustimmung zum Umzug wegen Trennung stellen. Ich würde logischerweise die Option wählen die bisherige Adresse anzugeben. Alles andere macht ja keinen Sinn, oder? Dann soll das Amt uns die Angemessenheitskriterien für die neue Wohnung nennen. Sobald sie eine Wohnung hat, das Mietangebot von der Arge bestätigen lassen (Wie funktioniert das genau? Vorbei gehen mit dem Mietangebot und schriftlich bestätigen lassen, dass es akzeptiert wird? Oder muss es per Antrag irgendwie eingereicht werden?). Dann aufstockendes Hartz 4 beantragen, am besten mit einem Antrag auf vorläufige Bewilligung, wenn es zeitlich knapp wird.
Wenn der Umzug mit Erlaubnis erfolgte, wird ein zinsloses Kautionsdarlehn gestellt und Umzugs- und Renovierungskosten werden getragen. Wie erfolgt das ganze? Muss das dann noch zusätzlich beantragt werden (mit bestimmten Formularen oder formlosem Schreiben?) oder ist das durch die Zustimmung automatisch bewilligt?

Zurzeit sind die zwei Kinder bei ihm. Die dauerhafte Regelung wird aber so sein, dass die Kinder zu gleichen Teilen der Zeit bei beiden sind. Es wird eine 3 Tage-Regelung angestrebt. Somit wird das Kindergeld zu gleichen Teilen aufgeteilt. Wie muss das dokumentiert werden für das Amt? Das Kindergeld erhält die Mutter, aber sie überweist die Hälfte dann an den Vater. Nicht das das Amt dann 100% statt 50% des Kindergeldes in ihre Berechnungen mit einbezieht.
Und Unterhalt wird er unter diesen Umständen ja auch nicht zahlen. Da die Kinder zu gleichen Teilen bei jedem sind, fällt das ja weg, da kann auch das Amt nicht sagen, dass hier irgendwelche Unterhaltsansprüche von ihr geltend gemacht werden müssen, oder? Sie selbst arbeitet ja und Bedarf daher auch keines Unterhalts, oder? Er verdient mehr als sie (ca. 2500€ brutto, wohingegen sie 900€ netto verdient) - wie ist das in so einem Fall?

Auch wenn es nun nicht direkt mit Hartz 4 zu tun hat... für die Scheidung benötigt sie ja einen Rechtsbeistand. Ich hätte nun gedacht, dass sie beim Amtsgericht einen Antrag für Kostenübernahme stellen muss, da sie sich den Anwalt nicht leisten kann. Nun hab ich aber irgendwo gelesen, dass man auch einen Beratungsschein für einen Fachanwalt beim Amtsgericht holen kann. Ist das der logischere erste Schritt? Und nach dem Erstgespräch wird dann erst die Kostenübernahme beantragt?

Beim Wohnungsamt meldet sie sich auch noch wohnungssuchend und beantragt einen WBS-Schein. Da geht es ja nach Dringlichkeit, wie macht man diese am besten geltend? Muss man da irgendwas nachweislich vorlegen?
Wie funktioniert das mit Wohngeld? Wenn sie aufstockendes Hartz 4 erhält, "benötigt" man kein Wohngeld mehr, oder? Das würde dann ja ohnehin nur verrechnet werden, oder?

Ich hoffe ich habe keine wichtigen Infos vergessen (wir leben in Köln, falls das relevant ist) und hoffe, dass ich nicht ganz so unverschämt wirke mit all meinen Fragen. Ich freue mich über jeglich Hilfe und danke allen vorab schon einmal für Ihre Bemühungen! Rückfragen bitte stellen, ich bemühe mich alles zu beantworten.

Offline SantanaAbraxas

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #1 am: 04. März 2017, 08:16:32 »
Guten Morgen AlexM,

folgendes fällt mir spontan ein:

- Antrag auf Zustimmung zum Umzug für drei Personen
- Wohnungsangebot vorlegen (wird meistens umgehend bearbeitet)
- Erstantrag stellen mit unterschriebenem Mietvertrag
- Kinder als temporäre Bedarfsgemeinschaft (schriftliche Bestätigung beider Eltern)
- schriftliche Bestätigung zur Kindergeld-Aufteilung
- Antrag auf Umzugskosten incl. Mietkaution als Darlehen (wenn der Umzug nicht in Eigenleistung vorgenommen werden kann, werden Kostenvoranschläge von drei Umzugsunternehmen benötigt)
- Antrag auf Erstausstattung für nicht vorhandene Einrichtungsgegenstände nach Trennung
- Wohngeld schließt ALG2 aus

Gast42638

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #2 am: 04. März 2017, 08:46:22 »
Hallo SantanaAbraxas,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort! Ein paar Rückfragen sind mir direkt eingefallen:

"- Erstantrag stellen mit unterschriebenem Mietvertrag "
-> Erstantrag für ALG 2, richtig?

"- Kinder als temporäre Bedarfsgemeinschaft (schriftliche Bestätigung beider Eltern) "
-> Wie funktioniert das? Gibt es für sowas einen Antrag oder muss da in Eigenregie ein Schreiben aufgesetzt werden?

"- schriftliche Bestätigung zur Kindergeld-Aufteilung "
-> Muss hier eine Bestätigung eingeholt werden (ARGE? Jugendamt?) oder reicht es, wenn beide Elternteile in einem Schreiben sich bereit erklären, dass das Kindergeld zu 50% geteilt wird, da die Kinder auch zu 50% bei jedem sind?


Danke vorab!

Offline SantanaAbraxas

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #3 am: 04. März 2017, 08:57:11 »
Ja, Antrag auf ALG2 stellen (aufstockend zum Erwerbseinkommen).

Den Mietvertrag natürlich nur unterschreiben, wenn die Zusicherung für die Übernahme der Kosten gegeben wurde, sonst gibt es weder Beihilfe für die Umzugskosten noch Mietkautionsdarlehen und vor allem würde die Miete nur bis zur angemessenen Höhe übernommen, auch ohne eventuelle Betriebskostennachforderungen.

Wenn es kein diesbezügliches Schreiben vom Jugendamt gibt, sollte eine Erklärung der Eltern über Umgangsregelung und Kindergeld ausreichen. Der Bedarf der Kinder wird dann entsprechend angepasst.

Offline crazy

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #4 am: 04. März 2017, 12:59:29 »
Ein verbreiteter Irrtum, dass kein Barunterhalt geleistet werden muss. Das Einkommen der Eltern wird für die Unterhaltsberechnung der Kinder genommen. Mutter nicht leistungsfähig. Da der KV mit 2500 netto locker für zwei Kiddies Unterhalt zahlen kann muss er den Unterhalt anteilig an die KM überweisen. Das Kindergeld verbleibt im Haushalt der KM ! Für die KM wird dann wohl bei der Wechselmodelllösung kein Trennungsunterhalt mehr übrig bleiben.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #5 am: 04. März 2017, 17:29:37 »
 :flag:

Zitat von: crazy am 04. März 2017, 12:59:29
Da der KV mit 2500 netto
lesen, bevor es wieder hin und her geht!
Zitat von: Gast42638 am 04. März 2017, 07:47:24
er verdient rd. 2500€ brutto,


 
Nun ist sie aber den Schritt endlich gegangen, ist dort ausgezogen (weil er sich weigert zu gehen) und bei mir eingezogen. Sie sucht nun eine 2-Zimmer Wohnung für sich und die zwei Kinder.
Wenn das JC die Umzugskosten und die Kaution (dalehensweise) übernehmen soll dann sollte die Whg. den Angemessenheitskriterien entsprechen> http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html

Es fing schon damit an, dass die ihr sagten, dass sie nichts beantragen könnte, solange sie noch dort wohnt (beim ersten Termin war sie noch nicht ausgezogen). Dann bräuchte sie ja eine neue Adresse für die Anträge, etc.
Stimmt ist eine Falschaussage.

Aber ich möchte nächste Woche gerne mit so viel wie möglich an fundiertem Wissen dort auftauchen, um das ganze schnell über die Bühne zu bekommen.
Nenne dich Beistand! Nicht Freund oder so etwas.
 
D.h. ich muss einen Untermietvertrag mit ihr erstellen?
Da muss der Vermieter einverstanden sein, ausser Du bist Eigentümer dann müsste es ein Mietvertrag sein.

Welchen sie dann beim Einwohnermeldeamt einreicht?
Das ist etwas das ich nicht weiß

Und ich muss es meinem Vermieter melden, dass ich einen Untermieter habe, zwecks erhöhten Kosten (mehr Wasserverbrauch), richtig?
Ja, s.oben

Wobei ich auch irgendwo gelesen habe, dass Meldeadresse und permanenter Aufenthaltsort durchaus voneinander abweichen können. Also könnte sie auch einfach in ihrer alten Wohnung gemeldet bleiben?
Das ist etwas das ich nicht weiß. Beim SGB 2 gilt der überwiegende Aufenthaltsort als Wohnort.

Sie ist schon auf Wohnungssuche, da das Amt ihr nicht weiterhelfen konnte/wollte. Ich habe nun jedoch raus gefunden, dass es elementar wichtig ist, dass das Amt dem Umzug im Vorfeld zustimmt.
Da hilft kein JC und elementar wichtig erst im Bezug s. weiter oben und zusätzliche Feinheiten würden nicht hier hineinpassen und nur verwirren.

Also der erste Schritt ist zum Amt und einen Antrag auf Zustimmung zum Umzug wegen Trennung stellen. Ich würde logischerweise die Option wählen die bisherige Adresse anzugeben. Alles andere macht ja keinen Sinn, oder?
Jein, erst den Antrag auf aufstockendes ALG 2 und dann die Zusicherung zum Umzug und weil Sie jetzt bei Dir wohnt und Ihr einen Untermietvertrag habt dein Adresse. Dazu auch erklären das die Unterkunft bei Dir eine Notlösung und kein Dauerzustand ist, kein Wort von Euren Zukunftsplänen! Das macht nur Probleme und kommt früh genug ins Gespräch.
Dann soll das Amt uns die Angemessenheitskriterien für die neue Wohnung nennen.
Ja im Wechselmodell einer Trennung mit den Kids

Sobald sie eine Wohnung hat, das Mietangebot von der Arge bestätigen lassen (Wie funktioniert das genau? Vorbei gehen mit dem Mietangebot und schriftlich bestätigen lassen, dass es akzeptiert wird? Oder muss es per Antrag irgendwie eingereicht werden?).
Ja und Ja und das am besten persönlich und auf sofortige Zusicherung bestehen, wenn die Whg in den Angemessenheitskriterien liegt muss das JC zeitgleich/sofort zustimmen

Dann aufstockendes Hartz 4 beantragen, am besten mit einem Antrag auf vorläufige Bewilligung, wenn es zeitlich knapp wird.
Eigentlich als erstes siehe alles oben ohne ALG 2 Bezug gibt es auch keine Unterstützung. Wobei festgestellt wird ob Sie überhaupt ALG 2 berechtigt ist.

Wenn der Umzug mit Erlaubnis erfolgte, wird ein zinsloses Kautionsdarlehn gestellt und Umzugs- und Renovierungskosten werden getragen. Wie erfolgt das ganze? Muss das dann noch zusätzlich beantragt werden (mit bestimmten Formularen oder formlosem Schreiben?) oder ist das durch die Zustimmung automatisch bewilligt?
Lesestoff> Ratgeber Umzug

Zurzeit sind die zwei Kinder bei ihm. ......halts, oder? Er verdient mehr als sie (ca. 2500€ brutto, wohingegen sie 900€ netto verdient) - wie ist das in so einem Fall?
Davon habe ich gar keine Ahnung!!

Auch wenn es nun nicht direkt mit Hartz 4 zu tun hat... für die Scheidung b... beantragt?
Davon habe ich gar keine Ahnung!!

Beim Wohnungsamt meldet sie sich auch noch wohnungssuchend und beantragt einen WBS-Schein. Da geht es ja nach Dringlichkeit, wie macht man diese am besten geltend? Muss man da irgendwas nachweislich vorlegen?
Davon habe ich gar keine Ahnung!!

Wie funktioniert das mit Wohngeld? Wenn sie aufstockendes Hartz 4 erhält, "benötigt" man kein Wohngeld mehr, oder? Das würde dann ja ohnehin nur verrechnet werden, oder?
Bei ALG 2 hat man keinen Anspruch auf Wohngeld, abr vllt. würde das Wohngeld auch reichen das wäre zu prüfen.

MfG FN

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Offline Turbo

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #6 am: 04. März 2017, 18:51:36 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 04. März 2017, 17:29:37
Zitat von: crazy am 04. März 2017, 12:59:29

   
Zitat
Da der KV mit 2500 netto

lesen, bevor es wieder hin und her geht!
Zitat von: AlexM am 04. März 2017, 07:47:24

   
Zitat
er verdient rd. 2500€ brutto,
Ob Brutto oder Netto ist hier erstmal egal, grundsätzlich stimmt nämlich, was Crazy schrieb. Der Unterhalt wird nicht gegengerechnet.

Zitat von: Gast42638 am 04. März 2017, 07:47:24
Die dauerhafte Regelung wird aber so sein, dass die Kinder zu gleichen Teilen der Zeit bei beiden sind. Es wird eine 3 Tage-Regelung angestrebt. Somit wird das Kindergeld zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Das Kindergeld wird nicht aufgeteilt, der Unterhaltsfähige kann das hälftige Kindergeld aber vom Unterhalt abziehen.
Und, was bedeutet überhaupt 3 Tage-Regelung? Sollen die Kinder alle 3 Tage die Wohnung wechseln oder 3 Tage einer Woche beim anderen Elternteil verbringen? Bei Ersterem stellt sich (neben meinem persönlichen ? nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Regelung) die Frage, wie der Vater das mit seinem Vollzeitjob wuppen will, bei Zweiteren wäre es kein echtes Wechselmodel.

Zitat von: Gast42638 am 04. März 2017, 07:47:24
Die Wohnung wird sie sich mit 900€ im Monat natürlich nicht leisten können, weshalb sie aufstockendes Hartz 4 beantragen wollte.
Welche Wohnung soll 900,- kosten? Die, aus der sie ausgezogen ist oder die, die sie sich erst suchen will?

Zitat von: Gast42638 am 04. März 2017, 07:47:24
Also das totale Paradoxon.. soll sich quasi eine neue Wohnung suchen, die sie nicht bezahlen kann, um Geld für die Wohnung zu beantragen.
Das ist nicht paradox. Sie wohnt momentan bei dir, die Kinder beim Vater. Selbst, wenn du mit ihr einen Untermietvertrag abschließt, verdient sie immer noch genug mit ihren 900,- Netto, d.h. im Moment hätte sie eh keinen Anspruch. Den hat sie erst dann, wenn die Kinder bei ihr wohnen und ihr Verdienst zusammen mit dem Unterhalt Unterhalt nicht ausreicht.

Offline Sheherazade

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Re: Erstantrag ALG II (aufstockend), Umzug wegen Trennung
« Antwort #7 am: 05. März 2017, 08:12:57 »
Und, was bedeutet überhaupt 3 Tage-Regelung? Sollen die Kinder alle 3 Tage die Wohnung wechseln oder 3 Tage einer Woche beim anderen Elternteil verbringen?

Und den 7. Tag der Woche auf der Straße? Ein echtes Wechselmodell sieht anders aus.

Alles in allem läuft das ziemlich unstrukturiert ab.

Besser wäre, sie sucht sich ausgehend vom ehelichen Haushalt eine für sich und die Kinder passende und angemessene Wohnung, klärt gleichzeitig per Anwalt für Familienrecht die Unterhaltsansprüche der Kinder und zieht dann gemeinsam mit den Kindern in die neue Wohnung. Die Aufteilung der Möbel darf dabei nicht vergessen werden. Erst dann kommt ggf. die Beantragung von ergänzendem ALGII in Frage.

Auf wen läuft das Kindergeld derzeit?
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)