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Autor Thema: Was tun,wenn eine Mietpartei jemanden bis Tag X aus der Wohnung haben will?  (Gelesen 2627 mal)

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Offline Chronos

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Guten Tag,

da ich explizit zu dem Problem nicht auf der großen Suchmaschine oder mit der SuFu gefunden habe,muss ich hier an dieser Stelle nachfragend.

Folgende Situation liegt vor:

Ein Paar hat zusammen eine Wohnung gemietet (nach Aussage von einem Teil des Paares,haben beide 50% stimmrecht and er wohnung gehabt.Ob das rechten sit,weiss ich nicht.)

Das Paar hat sich nun getrennt und Tel A des Paares soll aus der Wohnung ausziehen.(Und tut auch alles mögliche um in eine neue Wohnung zu kommen.) Da aber bis dato leider noch kein Glück vorhanden war bei der Wohnungssuche, hat nun Teil B des paares gesagt,dass Part bis 01.April 2017 raus soll.

Wie viel Gewicht hate diese Aussage auf der Aussage auf der rechtlichen Ebene?(Die Infos, die ich per Suchmaschine gefunde haben, beziehen sich nur darauf,wenn jemand ausziehen will undd die person kein ultimatum gestellt bekommen hat.)

Vielen Dank im voraus für jegliche Antworten

MfG

Chronos

Offline coolio

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Beide im Mietvertrag?
Trennung oder Scheidung?
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Wer redet oder telefoniert, der verliert!
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Offline Chronos

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@coolio

Beide im Mietvertrag und es ist eine Trennung

Offline TazD

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Da beide im Mietvetrag stehen, haben beide mietrechtlich auch die selben Rechte und Pflichten.
Der eine kann den anderen also nicht einfach so rausschmeißen.

Gast27131

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Dieser "Rauswurf" zum 01.04. gänge eigentlich nur, wenn häusliche Gewalt im Spiel wäre.
Dann wäre es immer noch problematisch, siehe @TazD, wenn Mietschulden auflaufen oder es zu Nachzahlungen für Nebenkosten kommt. Diese Kosten holt sich der Vermieter dann bei der anderen Mietpartei.

Offline Chronos

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@stormbringer

Häusliche Gewalt ist nicht im Spiel.(Von keiner der beiden Parteien)

Das beudetet,einfach reden lassen und gut is.Sollte dennoch etwas dahingegend getan werden(sachen vor die Tür setzen oder Schloss wechseln),ist man rechtlich auf der sicheren Seite?

MfG


Gast27131

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Sollte häusliche Gewalt ins Spiel kommen, ist die Polizei für eine "Zwangsräumung" zuständig.

Einfach das Schloss wechseln oder die Sachen vor die Tür stellen wäre Selbstjustiz und könnte ggf. "nach hinten losgehen". 

Offline Sheherazade

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Im übrigen ist es nicht damit getan, wenn einer der Mietvertragspartner auszieht. Der gemeinsam geschlossene Mietvertrag muss auch gemeinsam gekündigt werden.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Ein Spiegelbild der Gesellschaft: "Warum sorgen nicht alle anderen mit all ihren Kräften dafür, dass es MIR gut geht?" Schuld sind immer nur die anderen...

Offline SantanaAbraxas

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Oder der Vermieter entlässt den ausziehenden Mieter aus dem Vertrag mit Rechten und Pflichten.

Offline Sheherazade

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Was er aber nicht tun muss.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Offline Chronos

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@sheherazade

MUSS der Vertrag von beiden gekündigt werden oder gibt es evlt. noch alternativen?(Teil B will die Wohnung halten und verlangt von Teil A auszuziehen,da Teil B schon einen neuen partner gefunden hat und diesen in die Wohnung holen will.)

MfG

Offline Sheherazade

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MUSS der Vertrag von beiden gekündigt werden oder gibt es evlt. noch alternativen?

Wenn der Vermieter den ausziehenden Mietpartner nicht schriftlich aus dem Vertrag entlässt, MUSS der Mietvertrag von beiden gekündigt werden. Anderenfalls bleibt auch der ausziehende Teil gesamtschuldnerisch haftbar für die Miete.

Nach der gemeinsamen Kündigung kann der Vermieter einen neuen Mietvertrag mit dem verbleibenden Mieter abschließen.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Offline Orakel

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MUSS der Vertrag von beiden gekündigt werden ...

Jein!

... oder gibt es evlt. noch alternativen?

Jein! Anders wäre es im Falle einer Scheidung; gegebenenfalls durch ein gerichtliches Wohnungszuweisungsverfahren gem. § 1568a BGB.

Möglich wäre in deinem Fall allenfalls eine vertragliche Vereinbarung zwischen den beiden Mietern und dem Vermieter. Verweigert sich nur einer der Beteiligten einer solchen Vereinbarung, bleibt nur die gemeinsame Kündigung des Mietvertrages.
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