Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: Verwaltungskosten bei Miete  (Gelesen 1504 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline sgästle

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 622
Verwaltungskosten bei Miete
« am: 08. März 2017, 08:35:12 »
Hallo Leute,
in den letzten Tagen kamen im TV Tipps zur Prüfung der Nebenkostenabrechnung. Unter anderen wurde mehrmals darauf hingewieße, dass Verwaltungskosten nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen.Bei uns sind die jedenfalls immer mit berechnet. Ebenso alle 3 Jahre bei der Erhöhung nach der Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Hatte die letzte Erhöhung vom MSB prüfen lassen, ohne Erfolg....
Was meint Ihr, wie hier die Rechtslage ist ?
Danke schon mal...
sGästle

Offline Turbo

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2275
Re: Verwaltungskosten bei Miete
« Antwort #1 am: 08. März 2017, 09:09:02 »
Verwaltungskosten dürfen nicht umgelegt werden. Allerdings kann man da wohl tricksen. Wenn diese Kosten im Mietvertrag nicht als Verwaltungskosten, sondern als „zusätzlicher Mietbestandteil“ oder „Teil der Nettokaltmiete“, und zwar als Pauschale, im Mietvertrag stehen, müssen sie gezahlt werden.

Offline sgästle

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 622
Re: Verwaltungskosten bei Miete
« Antwort #2 am: 08. März 2017, 09:16:53 »
Hallo Turbo,
besten Dank schon mal für Deine Antwort. In den Wirtschaftlichkeits- Prüfungen stehen diese Erhöhungen der Verwaltungskosten extra ausgeschrieben.Deswegen bin ich darüber verwundert, dass nicht mal der MSB diese Umlage auf den Mieter als rechtswidrig erkannt hat...

Offline Turbo

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2275
Re: Verwaltungskosten bei Miete
« Antwort #3 am: 08. März 2017, 09:24:27 »
Das scheint so richtig zu sein.

Zitat
b. Ausnahme 2: Sozialer Wohnungsbau

Eine weitere Ausnahme besteht bei Sozialwohnungen (§ 26 II, III II. BV). Hier können Verwaltungskosten in der Wirtschaftlichkeitsberechnung angesetzt werden. Als Verwaltungskosten gelten für die zur Verwaltung des Gebäudes erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen anfallenden Kosten. Seit 1.1.2008 gelten für Wohnungen Pauschalen von 254,80 €/Jahr und für Garagen 33,23 €/Jahr. Die Pauschalen werden entsprechend dem Verbraucherpreisindex alle drei Jahre angepasst.
http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-hausverwaltung/

Offline Orakel

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 15604
Re: Verwaltungskosten bei Miete
« Antwort #4 am: 08. März 2017, 09:29:20 »
Verwaltungskosten dürfen nicht umgelegt werden.

Soweit korrekt, aaaaaaber ,,,

Eine Ausnahme besteht für die Kosten, die für die Berechnung und Aufteilung bei einer verbrauchsabhängigen Abrechnung den Betriebskosten zugeordnet sind. Diese sind umlegbar. Im Einzelnen handelt es sich um die Kosten gem. § 2 Nr. 2, 4, 5, 6, 8 BetrKV und §§ 7, 8 HeizkostenV.
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast26342

  • Gast
Re: Verwaltungskosten bei Miete
« Antwort #5 am: 08. März 2017, 19:21:05 »
in den letzten Tagen kamen im TV Tipps zur Prüfung der Nebenkostenabrechnung. Unter anderen wurde mehrmals darauf hingewieße, dass Verwaltungskosten nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen.
Diese  TV-Tipps beziehen sich meist auf frei finanzierte Wohnungen, du scheinst jedoch eine Sozialwohnung zu haben.
Bei uns sind die jedenfalls immer mit berechnet. Ebenso alle 3 Jahre bei der Erhöhung nach der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Da ist die Rechtslage "ein klein wenig" anders, wie in #3 auch schon zutreffend geschrieben.