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Autor Thema: Frage zur Vermögenangabe beim Jobcenter, falls man davor Bafög bekam  (Gelesen 1613 mal)

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Offline Mülli345

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Guten Tag an alle Mitglieder,

kurz zu meiner Person, ich bin gegenwärtig 27 Jahre alt, schreibe aktuell an meiner Bachelorarbeit und habe seit Beginn meines Studiums den Bafög-Höchstsatz erhalten, da zu Studiumsbeginn, meine beiden Eltern arbeitslos waren. Meine Mutter war immer schon Hausfrau, mein Vater war bis zu seiner Arbeitslosigkeit Elektriker. Nachdem er ausgeraubt wurde, meine Mutter sich von ihm getrennt hatte, verlor er seinen Job, rutschte in Hartz4 und brauchte ein paar Jahre bis er sich wieder berappelt hatte. Mittlerweile ist er wieder als Elektriker (diesmal aber selbstständig) arbeitstätig, ihm geht es wieder soweit ganz gut.

Jetzt zum Problem. Mein Vater hatte sich während seiner Hartz4-Zeit von einem sehr guten Freund der Familie 5000 Euro geliehen gehabt. Dieses Geld investierte er auch im April 2013 zum Kauf von Tech-Aktien. Da er wusste, dass er mit dem Jobcenter Probleme bekommen würde, hatte ich ein seperates Konto bei einer Direktbank eröffnet gehabt und für mein Vater die Aktien gekauft. Dem Bafög-Amt hatte ich das aber natürlich verschwiegen. Habe auch in den Anträgen nie weiteres Vermögen angegeben gehabt. Ich habe ja auch (abgesehen von dem Kauf für meinen Vater) nichts gehabt. Kein Auto, kein Geld, keine Immobilie, keine Lebensversicherung, keine private Riester, kein Bausparvertrag. Hatte zudem nur in einer WG gewohnt gehabt. Nun ist das Problem, dass ich am 15. März meine Bachelorarbeit abgeben werde. Ende März erhalte ich meine letzte Bafögzahlung, danach bin ich da raus. Einen Job habe ich erstmal auch nicht in Aussicht, ergo werde ich wohl in den nächsten Wochen zum Amt gehen müssen.

Meine Frage/n:


  • Angenommen ich verkaufe die Aktien nach letztem Erhalt meiner Bafögzahlung (also zum 1. April) und gehe danach in den vorübergehenden Hartz4-Bezug, kann es dann sein, dass das Amt herausfindet, dass ich über dieses Vermögen verfügt hatte? 
  • Teilen Sie das dann auch dem Bafög-Amt weiter?
  • Wie müsste man hier am besten vorgehen?

Bin für jede Antwort dankbar!

Offline Sheherazade

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1. Das bekommt das Jobcenter im Zuge des jährlichen Datenabgleichs mit dem Finanzamt schon mit, spätestens Anfang nächsten Jahres.
2. Das Bafög-Amt übrigens auch.
3. Frag mal deinen Vater, der hat dich da reingeritten.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline Jeanna

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Machst Du Witze? Bei BAFöG hast Du einen Vermögensfreibetrag von 7.500 Euro.

Das JC wird per Datenabgleich den Aktienverkauf sicher entdecken. Fragt sich höchstens, wann. Es dürfte keinen Grund geben, dem BAFöG-Amt darüber Mitteilung zu machen. Aber die Aktien sind seit 2013 sicher erheblich im Wert gestiegen. Vermutlich überschreitet der Wert Deinen Vermögensfreibetrag beim ALG 2. Wenn Du kurz nach dem Verkauf Leistung beim JC beantragst, mußt Du mit Fragen rechnen.

Mach bloß nicht den Fehler, die Sache wieder zu verschweigen!

Vielleicht kannst Du einen Deal mit Deinem Vater machen. Ihr teilt Euch den Gewinn und Du wartest noch etwas mit dem Antrag. Dann kannst Du wahrheitsgemäß angeben, daß Du vorübergehend von Ersparnissen gelebt hast.

Und informiere Dich mal über Datenabgleiche. Das hätte dem BAFöG-Amt auch einfallen können.

Offline Mülli345

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Machst Du Witze? Bei BAFöG hast Du einen Vermögensfreibetrag von 7.500 Euro.

Das JC wird per Datenabgleich den Aktienverkauf sicher entdecken. Fragt sich höchstens, wann. Es dürfte keinen Grund geben, dem BAFöG-Amt darüber Mitteilung zu machen. Aber die Aktien sind seit 2013 sicher erheblich im Wert gestiegen. Vermutlich überschreitet der Wert Deinen Vermögensfreibetrag beim ALG 2. Wenn Du kurz nach dem Verkauf Leistung beim JC beantragst, mußt Du mit Fragen rechnen.

Mach bloß nicht den Fehler, die Sache wieder zu verschweigen!

Vielleicht kannst Du einen Deal mit Deinem Vater machen. Ihr teilt Euch den Gewinn und Du wartest noch etwas mit dem Antrag. Dann kannst Du wahrheitsgemäß angeben, daß Du vorübergehend von Ersparnissen gelebt hast.

Und informiere Dich mal über Datenabgleiche. Das hätte dem BAFöG-Amt auch einfallen können.

Wird denn grundsätzlich immer eine Datenabfrage durchgeführt?

Offline Sheherazade

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Als Mitglied der Bildungselite hättest du ja mal auf die Idee kommen können, diese Aufforderung
Und informiere Dich mal über Datenabgleiche.
selbst in die Tat umzusetzen mit Hilfe einer Suchmaschine.
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Offline HansHansen

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Du erwartest jetzt ernsthaft Hilfe, wie Ihr am besten heil aus Eurem gemeinschaftlich, familiären Sozialbetrug rauskommst?  :wand: :wand: :wand:
Nehmt Euch einen Anwalt und bezahlt den gefälligst selbst von Euerm ergaunerten Geld.

Offline Jeanna

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Nun übertreib nicht. Wir wissen nicht, ob bisher überhaupt ein Betrug vorliegt, auch wenn er offenbar beabsichtigt war. Wenn der Wert der Aktien nicht 7.500 Euro übersteigt, liegt er noch im Rahmen des Freibetrags. Der TE hätte dann lediglich ein erlaubtes Vermögen verschwiegen.

Die Missetat des Vaters hingegen liegt schon Jahre zurück, und er befindet sich nicht mehr im Leistungsbezug.

Also geht es nur noch darum, wie weiter vorzugehen wäre. Möglichst ohne Betrug. Den kann das JC nämlich sehr übelnehmen.

@Mülli345, lies Dich doch hier mal durch:
https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdm5/~edisp/l6019022dstbai378643.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378646