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Autor Thema: Büchführung wird gefordert - obwohl kleinunternehmerregelung beantragt wurde  (Gelesen 5471 mal)

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Offline hellten

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Hallo,

Das Jobcenter versucht mich aktuell wieder zu ärgern und verlangt das ich Büchführung einreiche. Allerdings besitze ich keine Buchführung da ich der Kleinunternehmerregelung unterstehe. Ich habe stattdessen Anlage EKS ausgefüllt und als Nachweis Geschäftskontoauszüge und paypalauszüge eingereicht wo alle Zahlungen und finanzen genau so zu entnehmen sind, wie sie geflossen sind...

Wie wertet ihr das.... muss Buchführung wirklich sein?

Ich komme mit dem Druck der grade auf mich ausgeübt wird echt nicht klar und bitte um Hilfe :-(

Offline Sheherazade

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Was hat die Kleinunternehmerregelung mit der fehlenden Buchführung (Mindestanforderung EÜR) zu tun?
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Orakel

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Die Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG befreit dich nicht von Buchführungspflichten (in deinem Fall Einnahmenüberschussrechnung). Wer oder was hindert dich, diese EÜR deiner Anlage EKS beizufügen?

Allerdings besitze ich keine Buchführung da ich der Kleinunternehmerregelung unterstehe.

Das lass bloß nicht das Finanzamt hören ...
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Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
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Offline hellten

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Die Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG befreit dich nicht von Buchführungspflichten (in deinem Fall Einnahmenüberschussrechnung). Wer oder was hindert dich, diese EÜR deiner Anlage EKS beizufügen?

Der Aufwand ist riesig. Ich betreibe Blogs im Internet und habe ziemlich viele zahlungen verbucht in diesem zeitraum. Das alles zusammenzutragen und auszudrucken wird stunden in anspruch nehmen.... aber wenn ihr sagt das ich da wohl nicht drum rum komme muss ich die arbeit wohl investieren... aber ich verstehe nicht was daran beweiskräftiger sein soll als die ohnehin gesonderten geschöftskonten wo ebenfalls alles zu sehen ist....

Offline Orakel

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Der Aufwand ist riesig.

Na und??? Das Argument lässt auch das FA nicht gelten. Du solltest dich einmal mit dem Begriff "Einnahmenüberschussrechnung" vertraut machen. Das ist eine Tabelle (Excel o.ä. reicht, kostenlose Vorlagen findest du im Internet reihenweise), in der du taggenau deine Einnahmen und Ausgaben einzutragen hast - nicht mehr und nicht weniger. Das ist weder "Schikane" des Jobcenters, noch des Finanzamtes.
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Offline hellten

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nagut ist zur kenntniss genommen. ich werd mir die materie dann mal anschauen....

Offline Orakel

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Nicht anschauen - MACHEN!
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Offline hellten

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Ja mein ich ja damit... danke für euer Feedback.

Offline Orakel

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Übrigens reduziert eine gut geführte Einnahmenüberschussrechnung den Zeitaufwand für die Steuererklärung und die Anlage EKS erheblich.
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Offline Angela1968

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Gut,

ich weis nicjt wie das mit der Steuererklärung bei der Kleinunternehmerreglung ist.

Aber selbst unser kleiner Heimatverein der im leben nie Steuern entrichten werden muss weil wir so wenig Einnahmen etc. haben, müsen alle 3 Jahre eine Steuerklärung dem Finanzamt vorlegen. Ich hab das im Kopf und leg die auch termingerecht vor. Aber ich weis von anderen Vereinen das beim nicht pünktlichen Vorliegen das FA eine Art "Mahnschreiben" um so pünktlicher da ist. Und bei der Steuerrklärung hilft mr auch unsere Buchhaltung.Über Excel wie ja hier auch schon empfohlen wurde, macht sich das echt prima und sehr leicht.

Angela
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Offline Orakel

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Der TE muss seine Steuern jährlich erklären.

Der TE ist kein gemeinnütziger Verein, der alle drei Jahre gegenüber dem FA nachweisen muss, dass die Voraussetzungen für die Steuerbegünstigung noch vorliegen. Rechtsgrundlagen erspare ich mir, weil sie für den TE irrelevant sind.

ich weis nicjt wie das mit der Steuererklärung bei der Kleinunternehmerreglung ist.

Und weshalb hast du dann nicht die Finger still gehalten?
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Offline Lady Miou

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Zitat von: hellten am 19. März 2017, 08:29:07
Wie wertet ihr das.... muss Buchführung wirklich sein?

Kann es sein das du dich mit den Rechten und Pflichten als kleinstunternehmen noch nicht besonders auseinander gesetzt hast ?

Hier mal ein wenig Infomaterial : http://www.kleinunternehmer.de/steuerpflichten.htm

Es beantwortet dir auch die Frage! :bye:

Offline hellten

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Der TE muss seine Steuern jährlich erklären.

DAs habe ich nun auch schon 2 Jahre hintereinander gemacht. War aber deutlich einfacher da man sich dort mit einer nachträglich auflistung der einküfte zufrieden gegeben hat.... Bei dem Jobcenter möchte man nun alles belegt haben was aber nicht so einfach ist weil amazon für provisionen z.b. keine rechnung ausstellt, sondern darauf verweisen dass sie keine umsatzsteuer abführen etc... und auch viele andere multikonzerne keine nachweise liefern. ka wie ich das nachweisen soll als mit Geldeingängen ... das finanzamt war da ni so "gründlich"...

Werbepartner die in Deutschland ansässig sind schicken mir jedesmal eine Rechnung, da ist das kein Problem....

Zitat
Kann es sein das du dich mit den Rechten und Pflichten als kleinstunternehmen noch nicht besonders auseinander gesetzt hast ?

Hier mal ein wenig Infomaterial : http://www.kleinunternehmer.de/steuerpflichten.htm

Das ist richtig. Irgendwann kam mal ein Schreiben vom Finanzamt reingeflattert. Daraufhin habe ich dahin telefoniret was ich machen soll und hab das notwendige eingereicht und die sache war erledigt. nur das jobcenter schaltet wie immer stur....

Offline Orakel

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Das FA fordert im Rahmen de Steuererklärung auch keine Nachweise. Du bist lediglich verpflichtet deine Geschäftsunterlagen 10 Jahre aufzubewahren.

... da man sich dort mit einer nachträglich auflistung der einküfte zufrieden gegeben hat ...

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das FA davon ausgegangen, dass du deine EÜR ordnungsgemäß geführt hast. Im Übrigen birgt eine nachträglich angelegte EÜR immer die Gefahr, dass Transaktionen übersehen werden und unter den Tisch fallen.

ka wie ich das nachweisen soll als mit Geldeingängen ...

Du bekommst doch aber in jedem Fall eine Provisionsabrechnung und du hast einen Zahlungseingang auf deinem Konto. Wo ist das Problem?
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Offline hellten

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Das FA fordert im Rahmen de Steuererklärung auch keine Nachweise. Du bist lediglich verpflichtet deine Geschäftsunterlagen 10 Jahre aufzubewahren.

... da man sich dort mit einer nachträglich auflistung der einküfte zufrieden gegeben hat ...

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das FA davon ausgegangen, dass du deine EÜR ordnungsgemäß geführt hast. Im Übrigen birgt eine nachträglich angelegte EÜR immer die Gefahr, dass Transaktionen übersehen werden und unter den Tisch fallen.

Die Sind ja aufbewahrt. Ich habe extra ein Geschäftskonto und transaktionen laufen nur über paypal und bestens über das geschäftskonto dokumentiert. Rechnungen die man mir sendet sind in einem extra outlook Ordner gespeichert. Dass ich die Daten benötigt ist mir schon klar - allerdings habe ich da mein eigenes "System"... das ich auch so mit eingereicht habe....

BTW ist der FA nicht davon ausgegangen... Mir wurde eine Mitwirkungsaufforderung zugesendet.... in der ein Beispiel für die Buchführung beigelegt war wie ich sie nun einreichen soll... die haben glaube schon verstanden das ich keine übliche Buchführung bislang gemacht habe....

Zitat
Du bekommst doch aber in jedem Fall eine Provisionsabrechnung und du hast einen Zahlungseingang auf deinem Konto. Wo ist das Problem?
Wenn Kontobuchungen ausreichen ist das natürlich kein Problem :-).... Auf dem Beispiel nannte man explizit Rechnungen... aber womöglich hab ich das auch einfach alles falsch aufgefasst. Wie gesagt ich werd mein bestes geben das nun möglichst saubre nachzuarbeiten und dann einreichen...