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Autor Thema: Massnahme per Verwaltungsakt  (Gelesen 4601 mal)

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Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #15 am: 04. April 2017, 14:33:16 »
Hallo Wolf27,

meine alte EGV war bis genau gestern gültig...
War ein bissel doof formuliert, sie hat halt die alte EGV im PC aufgerufen und dann neue Punkte hinzugefügt... wie diese Punkte lauten, weiss ich allerdings nicht, weil ich diese EGV nicht zu Gesicht bekam... nachdem ich die Massnahme nochmal ablehnte, hat sie die gleich zerknüllt u meinte, sie sendet sie mir per VA zu!

Offline Wolf27

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #16 am: 04. April 2017, 15:04:49 »
Zitat von: letty30 am 04. April 2017, 14:33:16
meine alte EGV war bis genau gestern gültig...
Kannst du die trotzdem bitte mal anonymisiert [alle Namen, Ortsangaben, BG-Nr., Tel-Nr. etc. schwärzen - nicht das Erstellungsdatum!] als Dateianhang hochladen. Dann sieht man ggf. etwas klarer.

LG Wolf
Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Sicht der jeweiligen Sachlage wider. Ich gebe hier keine Rechtsberatung oder Ähnliches!!! Von mir formulierte Schreiben kann jeder, auf seinen Fall angepasst, gerne verwenden. Noch Fragen...?

Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #17 am: 04. April 2017, 15:24:13 »
Hier die alte EGV, die bis gestern gültig war...
Erstellungsdatum war der 04.10.2016!

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Offline Terra

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #18 am: 04. April 2017, 15:34:13 »
Letty lt, deinen alten Beiträgen hast du eine Ausbildung als Kosmetikerin und Verkäuferin, weiterhin nimmst du an, dass du dieselben Krankheiten wie deine Mutter haben wirst, ohne das dies wohl jemals diagnostiziert wurde.

Dennoch bewirbst du dich als Bürofachkraft obwohl du weder ausreichende EDV-Kenntnisse, noch den Beruf ansatzweise gelernt hast.

Ich denke schon das diese Maßnahme nicht das Schlechteste ist, um vielleicht auch ein wenig mit der Realität konfrontiert zu werden und zu verstehen was möglich ist und was nicht.

Offline erfolgreicherQuerulant

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #19 am: 04. April 2017, 16:42:58 »
@ Terra denoch hat die SB nicht das recht hier derart rechtswidrig zu handeln.
Wenn man anständig behandelt wird, dann kann man auch auf Augenhöhe verhandeln und muss nicht zu Maßnahmen gezwungen werden.
leider nimmt es überhand, dass manche SB und JC meinen, dass man den eLB einfach alles aufdrücken kann, was man gerade will, aber genau DAS ist etwasl, wogegen man sich mit allen Mitteln weheren sollte.

Offline CHIPI

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #20 am: 04. April 2017, 17:11:18 »
Mache dich nicht verrückt, der Zettel ist ein Flugblatt .. nicht mehr und nicht weniger. Du hast weder eine gültige EGV noch einen VA. Also musst du garnichts machen, weder Briefe schreiben, Widerspruch etc. Du hast nichts zum Widersprechen u.s.w. einfach abwarten und nicht schon ein Haus bauen bevor das Grundstück da ist  :zwinker: sobald du vom SB etwas erhälst stellst du es hier ein und die EGV Profis sagen dir genau wie du reagieren musst. Also lass dich jetzt nicht nervös machen... cool bleiben  :cool:

Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #21 am: 04. April 2017, 17:28:47 »
@ Terra denoch hat die SB nicht das recht hier derart rechtswidrig zu handeln.
Wenn man anständig behandelt wird, dann kann man auch auf Augenhöhe verhandeln und muss nicht zu Maßnahmen gezwungen werden.
leider nimmt es überhand, dass manche SB und JC meinen, dass man den eLB einfach alles aufdrücken kann, was man gerade will, aber genau DAS ist etwasl, wogegen man sich mit allen Mitteln weheren sollte.

Danke erfolgreicherQuerulant  :smile:

Mache dich nicht verrückt, der Zettel ist ein Flugblatt .. nicht mehr und nicht weniger. Du hast weder eine gültige EGV noch einen VA. Also musst du garnichts machen, weder Briefe schreiben, Widerspruch etc. Du hast nichts zum Widersprechen u.s.w. einfach abwarten und nicht schon ein Haus bauen bevor das Grundstück da ist  :zwinker: sobald du vom SB etwas erhälst stellst du es hier ein und die EGV Profis sagen dir genau wie du reagieren musst. Also lass dich jetzt nicht nervös machen... cool bleiben  :cool:

Danke schön, ich möchte einfach nur nichts falsch machen bei der Hexe... sie ist nämlich auch meinen Eltern gegenüber sehr unfreundlich, nur bei meinem Freund (der im Oktober dabei war) hat sie sich komplett zurück gehalten!
Sobald ich die EGV+VA und die Zuweisung habe, werde ich die Unterlagen hochladen :)

Offline Terra

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #22 am: 05. April 2017, 06:41:31 »
Hi Letty, du erinnerst dich noch an deine letzten Beiträge?

Du hast 2 Berufe, Kosmetikern und Verkäuferin, aber du möchtest in diesen Berufen nicht mehr arbeiten. Das ist die Ausgangslage. Nun möchtest du als Bürokraft arbeiten, hast aber nicht einmal ansatzweise eine Ausbildung in der Richtung und -was du selbst mitteilst- überschaubare EDV-Kenntnisse.

Warum soll dir das Amt eine weitere Ausbildung finanzieren,das ist der entscheidende Punkt? Das heißt zu dem Anliegen des SB gibt es schon eine Vorgeschichte, die läßt du in diesem Thread jedoch unter den Tisch fallen.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber wie alt bist du eigentlich?

Offline DonOs

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #23 am: 05. April 2017, 11:51:26 »
@Terra.  Was tangieren dich private Befindlichkeiten des Threadstarters! Richtig, überhaupt nichts. Es geht hier um eine Maßnahme via Verwaltungsakt, Private Angelegenheiten stehen nicht zur Debatte.
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Offline Terra

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #24 am: 06. April 2017, 07:10:54 »
@Terra.  Was tangieren dich private Befindlichkeiten des Threadstarters! Richtig, überhaupt nichts. Es geht hier um eine Maßnahme via Verwaltungsakt, Private Angelegenheiten stehen nicht zur Debatte.

Zu der Maßnahme gibt es, meiner Meinung nach, eine Vorgeschichte und die scheint ursächlich das Problem auszulösen.

Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #25 am: 06. April 2017, 13:40:01 »
Hallo ihr Lieben...

heute kamen zwei Briefe an, zweimal die EGV...

5 Punkte stören mich ganz gewaltig...
- das ich an Massnahmen teilnehmen soll (1. Punkt) die ich als sinnlos empfinde
- der zweite Absatz von Punkt a aa)
- der dritte Absatz von Punkt a aa) 
- Punkt a bb)
- Punkt b bb)... Dauer der Massnahme 6 Monate... ich dachte es sind nur 8 Wochen erlaubt?!

Anbei die Unterlagen, nach der Reihe:

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Offline DonOs

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #26 am: 06. April 2017, 14:53:59 »
Es gab also keine Verhandlung über die EGV? Einfach nur ausgedruckt, man sollte unterschreiben, du hattest Einwänder, diese wurde mit der Bemerkung zerrissen, daß die EGV als VA kommt?

Gegen den VA würde ich gleich Widerspruch einlegen. Der Widerspruch kann kurz gehalten werden, alla:

Zitat
Widerspruch




Hiermit lege ich Form und fristgerecht Widerspruch zum Ersatz der Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt vom xx.xx.xxxx ein.




Begründung:



-   Die Eingliederungsvereinbarung in Gestalt per Verwaltungsakt vom xx.xx.xxxx  ist         
rechtswidrig

Mit der Ihnen und Ihrem Hause gebührenden Hochachtung








Man kann jetzt Antrag beim hiesigen SG stellen, daß könnte ungefähr so aussehen, zur Not etwas anpassen das ganze:


Zitat
Antrag auf Anordnung und/oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bzw. einstweiligen Rechtsschutz gemäß § 86 b Abs. 1 Nr. 2 SGG in Verbindung mit § 39 Abs. 1 SGB – DRINGEND – EILT!!


Sehr geehrte Frau Richterin, sehr geehrter Herr Richter,



Name, Straße, xxxxx Stadt,

– im Folgenden Antragsteller genannt –

gegen das

Jobcenter xxx, xxx, xxxxx Stadt,

– im Folgenden Antragsgegner genannt –




Antrag:

Hiermit beantragt der Antragsteller per Eilantrag, dem Antragsgegner im Wege der einstweiligen Anordnung nach § 86 b Abs. 2 SGG die Aussetzung der Vollziehung gemäß § 86 b Abs. 1 Nr. 2 SGG aufzuerlegen und die aufschiebenden Wirkung seines Widerspruches vom xx.xx.xxxx gegen den Eingliederungsverwaltungsakt vom xx.xx.xxxx anzuordnen und diesem die Kosten des Verfahrens sowie sämtliche außergerichtlichen Kosten gemäß § 193 SGG aufzuerlegen.


Aufgrund der wiederholten missbräuchlichen Rechtsanwendungen des Antragsgegners beantragt der Antragsteller, diesem die durch den wiederholten Missbrauch verursachten (Verschuldungs-) Kosten nach § 192 SGG aufzuerlegen.

Darüber hinaus bittet der Antragsteller ergänzend um Beiziehung seiner kompletten Eingliederungsakte.


Sachverhalt:

Am xx.xx.xxxx wurde vom Antragsgegner der beiliegende Eingliederungsverwaltungsakt erlassen (Anlage 1), der dem Antragsteller am xx.xx.xxxx zugegangen ist (Verweis auf § 39 Abs. 1 SGB X). Dabei hat der Antragsgegner allerdings wiederholt außer Acht gelassen, das es den konsensualen Abschluss erfordert:

(2) 1Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person unter Berücksichtigung der Feststellungen nach Absatz 1 die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung).

Siehe: Bundessozialgericht vom 14.02.2013 unter Az.: - B 14 AS 195/11 R - / dort insbesondere maßgeblich die Ausführungen unter den Randnummern 18 + 19:
http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=en&nr=12982
DARAUS unter Rn, 18:
Der Gesetzeswortlaut legt damit für die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit einen Vorrang der konsensualen Lösung gegenüber dem hoheitlichen Handeln durch Verwaltungsakt nahe (so insbes Huckenbeck in Löns/Herold-Tews, SGB II, 3. Aufl 2011, § 15 RdNr 10; Müller, aaO, § 15 RdNr 13; Sonnhoff in jurisPK-SGB II, 3. Aufl 2012, § 15 RdNr 24). Hierfür spricht auch die Entstehungsgeschichte des SGB II. Der Gesetzentwurf zum SGB II betont mehrfach den besonderen Stellenwert, den man der aktiven Mitarbeit des Leistungsberechtigten bei der gemeinsamen Ausarbeitung einer Eingliederungsvereinbarung beimisst (BT-Drucks 15/1516, S 44, 46). Der Gesetzgeber versprach sich hiervon offensichtlich eine Steigerung der Motivation des Betroffenen, an der Eingliederung in den Arbeitsmarkt aktiv mitzuwirken. Dieses gesetzgeberische Anliegen ist auch nicht deshalb vernachlässigenswert, weil die Durchsetzung der Ansprüche auf Eingliederungsleistungen nicht davon abhängt, ob diese in einer Eingliederungsvereinbarung oder einem ersetzenden Verwaltungsakt festgelegt worden sind und zudem der jeweilige Sachbearbeiter des Jobcenters womöglich am besten beurteilen kann, welcher Weg am ehesten einen raschen Eingliederungserfolg verspricht (so aber BSG Urteil vom 22.9.2009 - B 4 AS 13/09 R - BSGE 104, 185, 188 = SozR 4-4200 § 15 Nr 1, RdNr 17). Zum einen stellt das Anliegen, auf der Basis konsensualer Lösungsversuche langfristig größere Eingliederungserfolge erreichen zu wollen, ein legitimes gesetzgeberisches Ziel dar; zum anderen ist im Schrifttum zutreffend deutlich gemacht worden, dass die Leistungsangebote des Grundsicherungsträgers wie auch die Selbstverpflichtungen des Grundsicherungsempfängers - in den Grenzen des § 58 SGB X - vertraglich deutlich weitergehend ausgestaltet werden können, als dies bei einer Entscheidung durch Verwaltungsakt möglich ist (Siefert, SGb 2010, 612, 616).



Mit Schreiben vom xx.xx.xxxx wurde gegen den betreffenden Eingliederungsverwaltungsakt form- und fristgerecht Widerspruch erhoben (Anlage 2). Auf den Inhalt des Widerspruchs wird Bezug genommen.


Der Widerspruch entfaltet keine aufschiebende Wirkung (§ 39 Nr. 1 SGB II).


Begründung:

Gegen den Eingliederungsverwaltungsakt vom xx.xx.xxxx (Anlage 1) wurde form- und fristgerecht Widerspruch beim Antragsgegner eingelegt. Auf den Inhalt des Widerspruchs wird Bezug genommen.


Die genauen Ausführungen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Widerspruchsschreiben vom xx.xx.xxxx (Anlage 2).

Aufgrund der gesamten Ausführungen des Antragstellers, u. a. im beigefügten Widerspruchsschreiben vom xx.xx.xxxx, überwiegt das private Aussetzungsinteresse gegenüber dem öffentlichen Vollzugsinteresse. Darum beantragt der Antragsteller, die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs vom xx.xx.xxxx anzuordnen.


Da aufgrund der wiederholten eklatanten Missachtung geltenden Rechts nicht damit zu rechnen ist, dass ein Antrag nach § 86 a Abs. 3 SGG erfolgreich ist und das Rechtsschutzbedürfnis des Antragstellers mit einem solchen somit nicht erfolgreich gewahrt würde, stellt dieser hiermit einen Antrag nach § 86 b SGG.

Denn es kann kein berechtigtes öffentliches Interesse an der Vollziehung eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes bestehen (vgl. LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss L 2 B 342/07 AS ER vom 21.10.2008).

Dieses ergibt sich daraus, dass dem Antragsteller durch den Eingliederungsverwaltungsakt konkrete Handlungspflichten auferlegt werden. Aus diesen Handlungspflichten ergibt sich bereits unmittelbar eine Beschwer im Sinne des § 54 Abs. 2 SGG (Hessisches LSG, Beschluss L 9 AS 490/13 B ER vom 30.07.2013).


Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs bzw. der Klage ist nach § 86 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGG grundsätzlich ganz anzuordnen, wenn sich einzelne Regelungen eines Eingliederungsverwaltungsakts nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II als rechtswidrig erweisen. Eine Eingliederungsvereinbarung bzw. ein sie ersetzender Verwaltungsakt stellt sich als das Instrument einer auf den Einzelfall angepassten Eingliederungsstrategie mit einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen dar, so dass die für die Teilbarkeit eines derartigen Verwaltungsakts erforderliche Annahme, dass dieser von der Behörde auch ohne die als rechtswidrig erkannten Regelungen erlassen worden wäre, grundsätzlich nicht gerechtfertigt ist (vgl. LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss L 15 AS 77/12 B ER vom 04.04.2012; Hessisches LSG, Beschluss L 9 AS 846/13 B ER vom 16.01.2014).

Dem von einem sofort vollziehbaren Verwaltungsakt Betroffenen wird durch die Vorschrift des § 86 b Abs. 1 Nr. 2 SGG in ausreichendem Maße die Möglichkeit eröffnet, effektiven Rechtsschutz zu erlangen und die aufschiebende Wirkung der von ihm eingelegten Rechtsmittel zu erwirken (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss L 7 AS 1398/13 B ER vom 23.08.2013).

Mit Blick auf Artikel 19 Abs. 4 GG ist es erforderlich, aber auch ausreichend, dass der Betroffene trotz einer von Gesetzes wegen fehlenden aufschiebenden Wirkung seines Widerspruchs oder seiner Klage die Möglichkeit hat, effektiven – das heißt hier auch vorläufigen – Rechtsschutz durch eine gerichtliche Anordnung der aufschiebenden Wirkung zu erhalten (vgl. BVerfGE 80, 244 <252> ; Papier, in: Isensee/Kirchhof, HStR VI, 2. Aufl. 2001, § 154 Rn. 79; Schulze-Fielitz, in: Dreier, GG, Bd. 1, 2. Aufl. 2004, Art. 19 IV Rn. 113).


Unabhängig davon ist darauf zu verweisen, dass es für die Anordnung der aufschiebenden Wirkung – entgegen der Ansicht des Antragsgegners – nicht der Prüfung eines Anordnungsanspruches oder eines Anordnungsgrundes bedarf. Diese Voraussetzungen sind nur im Falle des einstweiligen Rechtschutzes nach § 86 b Abs. 1 SGG, des Erlasses einer einstweiligen Anordnung, einschlägig (vgl. SG Mannheim S 6 AS 1847/13 ER vom 27.06.2013).


Der Notwendigkeit bzw. Dringlichkeit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung steht nicht entgegen, dass der Antragsgegner bisher noch keinen Sanktionsbescheid wegen der Verletzung einer Pflicht aus dem Eingliederungsverwaltungsakt erlassen hat. Insoweit kann dem Antragsteller nicht zugemutet werden, die Obliegenheiten zunächst zu missachten und den Erlass eines Sanktionsbescheides abzuwarten, um dann gerichtlichen Eilrechtsschutz gegen die mögliche Sanktionsentscheidung anzustrengen (vgl. SG Schleswig S 16 AS 158/13 ER vom 22.10.2013).

Dabei ist die Kammer in Abgrenzung zu der von dem Antragsgegner in den Rechtsstreit eingeführten Entscheidung des Bayrischen Landessozialgerichts <LSG> (Beschluss vom 20.12.2012 – L 7 AS 862/12 B ER – <juris> der Auffassung, dass der Betroffene eines Eingliederungsverwaltungsaktes regelmäßig nicht auf nachträglichen Rechtsschutz gegen Sanktionsmaßnahmen der Behörde verwiesen werden kann, sondern von ihm für rechtswidrig gehaltene Verpflichtungen aus dem Verwaltungsakt mit den gegebenen Mitteln des (vorläufigen) Rechtsschutzes angreifen kann (vgl. LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss L 15 AS 77/12 B ER vom 04.04.2012 <juris>). Eine andere Sichtweise wäre im Sinne des Artikel 19 Abs. 4 des Grundgesetzes (Gebot des effektiven Rechtsschutzes) bedenklich (vgl. für die Eingliederungsvereinbarung: Sonnhoff in jurisPK-SGB II, 3. Auflage 2012, § 15 Rdnr. 144). (SG Reutlingen, Beschluss S 7 AS 288/13 ER vom 19.03.2013).


Abschließend wird nochmals auf die eingangs erwähnten Anträge verwiesen.

Der Antragsteller ist der Ansicht, dass sich der geschilderte Sachverhalt vollumfänglich aus den Anlagen ergibt, insbesondere aus dem beiliegenden Widerspruch vom xx.xx.xxxx ergibt. Sollte das Gericht im Verlaufe der weiteren Prüfung trotz des § 103 SGG eine eingehendere Begründung für erforderlich halten, oder zu dem Schluss kommen, dass hier noch weitere Ausführungen oder Unterlagen benötigt werden, wird um entsprechenden richterlichen Hinweis gebeten.

Abschließend bittet der Antragsteller als „juristischer Laie" höflich um richterlichen Hinweis für den Fall, dass der Antrag in anderer Form zu stellen wäre.

Ihrer baldigen Stattgebung des eingangs erwähnten Antrags wird dankend entgegengesehen.

Hochachtungsvoll


Das ist meine persönliche Meinung. So bin ich neulich dagegen erfolgreich vorgegangen. Die Kostenfrage ist derzeit beim SG noch anhängig.


Ob man dennoch zur Maßnahme muß, bin ich überfragt, daß werden dir hoffentlich die Profis hier noch kundtun. Was mit aber mißfällt ist, daß du dich auf deine Kosten hin telephonisch zu melden hast. Eine Zuweisung muß hinreichend bestimmt sein, daß Jobcenter hat den Termin festzusetzen mit Datum und Uhrzeit, nicht der erwerbslose noch der Träger.

Solltest du vorsprechen geht dem Träger nur Name+Anschrift etwas an. Keine Gesundheitlichen Angelegenheiten, kein Lebenslauf oder sonstiges Privates, nüscht. Das wird den Herren/Damen nicht gefallen und Sprüche wie: "Wie sollen wir denn Ihnen dann helfen" "Sie haben eine Mitwirkungspflicht" werden dann kommen. Das sollte dich aber nicht tangieren, daß berühmte PAL von Pixelschieberin: Problem Anderer Leute.  Der Träger wird dir mit ziemlicher Sicherheit eine Datenschutzerklärung zur Unterschrift unterbreiten. Dies ist aber nichts anderes als eine Datenverzichtserklärung, ohne diese können die Träger zu Meist nichts mit dir anfangen.

Gerichte besagen aber, wenn man Anhand einer fehlenden Unterschrift nicht an der Maßnahme teilnehmen kann, hat sich der Träger organisatorisch so umzustellen, daß eine Teilnahme auch ohne Unterschrift möglich ist.

Spezifische Bewerbungen gehen dem Träger nichts an, man arbeitet mit *fiktiven Daten, zur eventuellen Verbesserung sowie Aktualisierung der Bewerbungsunterlagen.

Ebenso kann ein Dritter, hier Träger, nicht die Arbeit des Amtes übernehmen und Anstellungen heraus suchen, worauf man sich zu bewerben hat (Zumutbarkeit/Gesundheitseinschränkungen/Vermittlungshemmnisse) und oder, *daß man sich in Eigen Initiative, in der Maßnahme irgendwo zu bewerben hat. Das kollidiert mit den fiktiven Daten und den Datenschutz, denn man wird sicherlich nicht seine persönlichen Daten in einen Fremd Personal Computer eingeben, der bedacht auf die Datensparsamkeit ist. Das würde ich persönlich so Handhaben.



Ganz wichtig, die Fahrtkosten. Hast du bereits Fahrtkosten beim Amt beantragt oder zugesichert bekommen? Nicht vom Träger entgegen nehmen, zum einen könnte das als konkludentes handeln ausgelegt werden, zum anderen brauch die Firma nicht auch noch deine Kontonummer und alles. Das hat das Amt bereits. Der Elo geht stets sparsam mit seinen Daten um und nicht damit hausieren. Bevor man keine Zusage zu den Fahrtkosten hat, würde ich jedenfalls keinen Finger Krumm machen.

Fahrtkostenantrag im Anhang:


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Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #27 am: 06. April 2017, 15:31:30 »
Hallo DonOs,

danke für deine Antwort :)

Ich hab die Massnahme mehrmals abgelehnt...
Sie hat dann die EGV am PC bearbeitet, hat sie ausgedruckt, getackert und mir nochmal gesagt, ich solle mich innerhalb von drei Tagen dort melden... dies habe ich dann wieder abgelehnt, daraufhin hat sie die EGV genommen, zerknüllt, in den Papierkorb geworfen und mir gesagt, sie werde die EGV per VA an mich senden... ich hatte die EGV weder in der Hand noch wurde Punkt für Punkt mit mir durchgegangen und besprochen was jetzt genau darin steht und ob ich damit einverstanden bin, es war lediglich ein kurzes mündliches Überfliegen während sie noch etwas anderes am PC gemacht hat (in der Art "5 Bewerbungen pro Monat, bei Massnahme melden usw)!
Das ging so schnell, das ich keine Einwände erheben konnte, weil ich noch nicht mal alles verstanden hab  :sad:

Da ich den Widerspruch nicht persönlich abgeben kann (über 30min Fahrtweg zum JC), muss ich den Widerspruch per Einschreiben versenden... geht das?
An wen schicke ich den Widerspruch?
An meine Vermittlerin oder einfach nur an das Jobcenter gerichtet?

SG bedeutet Sozialgericht, wenn ich mich nicht täusche?!
Antragsgegner ist meine Vermittlerin oder?
Ich persönlich verstehe das jetzt nicht wirklich alles, daher wüsste ich jetzt leider nicht inwiefern ich das anpassen muss/kann  :sad:
Wäre es besser mir einen Anwalt zu nehmen?

Heute kam ja die EGV... innerhalb von drei Tagen muss ich mich melden... vielleicht kann mir jemand beantworten, ob ich mich dort melden muss oder nicht :)

Wegen der Fahrtkosten... meine Vermittlerin hat mir rein garnichts gesagt, das Einzige was sie gesagt hat war, das ich mich dort zu melden habe und das man dort mit mir Stellenanzeigen raussucht!
Mir wurde weder gesagt, wie lange diese Massnahme gehen wird, wie oft ich dort hin muss, wer die Fahrtkosten trägt usw!

Offline Pumuckel_on_Tour

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #28 am: 06. April 2017, 15:48:08 »
Netter Verein... :grins: :grins:

Das Leistungsangebot der TARGET GmbH umfasst Projekte mit folgenden Zielsetzungen:

 

► Heranführung an die Erwerbstätigkeit durch sozial- und arbeitsmarktintegrative Beratungen

► Stabilisierung und Optimierung einer selbstständigen Tätigkeit durch begleitende Hilfen

► Suche einer versicherungspflichtigen Beschäftigung durch Bewerbungsmanagement und aktive Arbeitsvermittlung

► Berufspraktische Weiterbildung durch Organisation von Probebeschäftigungen in Betrieben

► Berufspraktische Weiterbildung durch die Durchführung von Qualifikationsprojekten

Offline letty30

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Re: Massnahme per Verwaltungsakt
« Antwort #29 am: 06. April 2017, 15:54:20 »
Netter Verein... :grins: :grins:

Das Leistungsangebot der TARGET GmbH umfasst Projekte mit folgenden Zielsetzungen:

 

► Heranführung an die Erwerbstätigkeit durch sozial- und arbeitsmarktintegrative Beratungen

► Stabilisierung und Optimierung einer selbstständigen Tätigkeit durch begleitende Hilfen

► Suche einer versicherungspflichtigen Beschäftigung durch Bewerbungsmanagement und aktive Arbeitsvermittlung

► Berufspraktische Weiterbildung durch Organisation von Probebeschäftigungen in Betrieben

► Berufspraktische Weiterbildung durch die Durchführung von Qualifikationsprojekten


Auf meinem Flyer steht nichts davon!
Sinnlose Massnahme?
Muss ich mich da jetzt bis Samstag melden?
Meine Vermittlerin hat noch gemeint, dort besteht eine Warteliste und die beträgt 3 Monate!