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Autor Thema: Jobcenter Mitarbeiter weigern sich angeforderte Kontoauszüge zu kopieren  (Gelesen 8442 mal)

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Offline Mariano86

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Hi,

war vorhin beim Jobcenter, um die vom Sachbearbeiter angeforderten Kontoauszüge abzugeben. Man verlangte die Kontoauszüge der letzten 2 Jahre, sowie den Arbeitsvertrag meines neuen Nebenjobs. Wollte diese an der Info abgeben doch dann sagte die Dame mir, dass das zu viel sei und ich doch eine Nummer ziehen soll, damit die Kollegin das ganze kopiert. Habe dann über 1 Stunde gewartet und kam dann dran. Als ich in das Zimmer kam, schaute die Dame nur etwas unglaubwürdig und sagte, dass das zu viel sei. Habe Ihr dann gesagt, dass sie das dem Sachbearbeiter sagen soll, denn immerhin war das nicht meine Idee, hier Kontoauszüge der letzten 24 Monate vorzuzeigen sondern die des Sachbearbeiters. ich komme nur meiner Pflicht nach und reiche diese ein, da heute der letzte Tag der Abgabe war. Dann gab mir die Dame einen Termin für morgen früh und so muss ich wieder 13 km mit der Bahn fahren, um die Sachen abzugeben, nur weil man keine Lust hatte, die Unterlagen zu kopieren und mit dem Eingangsstempel zu versehen. Wie verhält es sich jetzt mit den Fahrtkosten? Ich sehe nicht ein, morgen erneut 5,40€ auszugeben, damit man die Unterlagen erneut dahin bringt, wo ich schon heute 5,40€ umsonst ausgegeben habe  :sad:

Steht es mir zu, die Fahrtkosten zu beanspruchen?? Immerhin hat sich das JC geweigert, die von denen geforderten Unterlagen entgegenzunehmen :weisnich:

Offline coolio

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Was das denn für ein Schandladen?
1) 24 Monate geht schon mal garnicht - 3 Monate, wenn keine besonderen Probleme anliegen
Ratgeber Kontoauszug
2) Natürlich stehen Dir Fahrtkosten zu  hin und zurück, Antrag geben lassen. (notalls habe ich noch einen Antrag online) aber besser der SB weiss gleich, wohin die Reise geht.
3) da kommt noch ein Nachtrag, muss nur erst selbst suchen.
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Offline BigMama

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Wieso jetzt zwei Jahre?
In diesem Beitrag
http://hartz.info/index.php?topic=108401.msg1172854#msg1172854
waren es noch 18 Monate wegen div. Überweisungen um den neg. Kontostand auszugleichen.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Mariano86

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Wieso jetzt zwei Jahre?
In diesem Beitrag
http://hartz.info/index.php?topic=108401.msg1172854#msg1172854
waren es noch 18 Monate wegen div. Überweisungen um den neg. Kontostand auszugleichen.

Weil der SB in der Zwischenzeit einen weiteren Brief gesendet hat, wo er auch die aktuellen (Bis laufend) fordert. Musste natürlich erst einmal alle suchen und einige bei der Bank auf meine Kosten anfordern und wollte diese heute abgeben.

Offline coolio

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Hast Du von der Bank einen Beleg?
Dann auch gleich Kostenerstattung fordern.!
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Offline Mariano86

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Hast Du von der Bank einen Beleg?
Dann auch gleich Kostenerstattung fordern.!

Ich hatte die Kostenübernahme benatragt aber der SB sagte, dass man eine Aufbewahrungspflicht hat und verwies auf einen Paragraphen, der besagt, dass man alle Kontoauszüge aufbewahren müsste und deshalb die Kosten nicht erstattet werden können. Habe insgesamt 33€ für Kontoauszüge bezahlen müssen.

Offline coolio

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Dann halt schriftlich....
DIE Aufbewahrungspflicht (für Privatpersonen) würde ich gerne mal im Gesetz nachlesen.  :wand:
Das gibts für Gewerbe und da auch nur für Untenehmensauszüge.
Grundsätzlich hat das JC Kostenübernahmepflicht für alle Kosten, die aus dessen Forderung (zusätzlich) entstehen - wie z.B auch Fahrtkosten.
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Offline zugchef werner

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Zitat von: coolio am 10. April 2017, 16:03:50
DIE Aufbewahrungspflicht (für Privatpersonen) würde ich gerne mal im Gesetz nachlesen.

Ich war bisher auch immer der Annahme, dass man die mind. 3 Jahre aufheben soll.
Hier steht das sogar im Bescheid immer mit drin, wurde aber noch nie verlangt.

Ist das keine gesetzliche Pflicht für Privatpersonen die Dinger aufzuheben?
(mache es trotzdem weil es manches einfacher machen kann)

Offline Mariano86

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Dann halt schriftlich....
DIE Aufbewahrungspflicht (für Privatpersonen) würde ich gerne mal im Gesetz nachlesen.  :wand:
Das gibts für Gewerbe und da auch nur für Untenehmensauszüge.
Grundsätzlich hat das JC Kostenübernahmepflicht für alle Kosten, die aus dessen Forderung (usätzlich) enstehen - wie z.B auch Fahrtkosten.

''Kosten für eine Nachforderung von Kontoauszügen sind nicht erstattungsfähig, die Erstattungsansprüche sind abschließend in Paragraph 65a SGB I geregelt. Die Aufbewahrung von Kontoauszügen stellt eine Obliegenheit dar, deren Verletzung zu Lasten des Leistungsempfängers geht''

So hat es der SB begründet

Offline coolio

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Aus http://aufbewahrungsfristen.org/kontoauszuege/
Zitat
Privatpersonen müssen nur dann Aufbewahrungsfristen bei den Kontoauszügen einhalten, wenn diese eine Zahlung an einen Handwerker belegen.Die anderen Dokumente zu Buchungen, die aufgehoben werden müssen, gelten nicht für alle. Auch Vielverdiener unterliegen seit einiger Zeit der Pflicht, ihre Kontoauszüge aufzubewahren. Alle anderen Kontoauszüge unterliegen eigentlich keiner Aufbewahrungspflicht. Dennoch kann es auch hier sinnvoll sein, diese einige Zeit aufzubewahren.
Mit 409 € zählt man ja kaum zu den Vielverdienern?  :grins:
-----------
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__65a.html
Welche Pillen nimmt denn die SB?  :wand:
Das Problem liegt doch im JC - Kostenerstattungen muss die dem Teamleiter vorlegen, der wird irgendwann auch hellhörig.
Laut Blubbern oder Schreiben geht auch ohne Kontrolle.  :teuflisch:
Hast Du dazu was Schriftliches?
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Offline Mariano86

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Wie ist es denn jetzt gesetzlich und rechtlich geregelt, bei so einem Fall, wie meinem jetzt? Habe ich Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten? Und wie ist es mit den Kosten für die nachträglich angeforderten Kontoauszüge? Würde dem Sb gerne etwas mit rechtsgrundlage vorlegen, wie zB. Paragraphen etc.  :weisnich:

Offline Zahnfee

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Ich würde morgen die mir entstanden Kosten erst einmal formlos und nachweisbar einfordern. Auch die der Kontoauszüge. Dafür bedarf es keiner Paragraphen.

Die Vorlage eines Arbeitsvertrages ist nicht notwendig und verstößt zudem m.E. gegen den Datenschutz. Dafür gibt es die Einkommensbescheinigung.


PS: Du hättest mal nachfragen sollen, wofür sie die Kontoauszüge benötigen. Das habe ich mal gemacht, und danach nichts mehr von denen gehört. M.E. müssen die nämlich einen Verdachtsmoment haben.

Offline coolio

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Gast41851

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Hier eine Übersicht über Aufbewahrungspflichten bei Privatpersonen:
http://aufbewahrungsfristen.org/kontoauszuege/#Welche%20Kontoausz%C3%BCge%20m%C3%BCssen%20nach%20der%20Aufbewahrungspflicht%20aufgehoben%20werden?

Deinen SB kannst du vergessen.

Offline Mariano86

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Hier eine Übersicht über Aufbewahrungspflichten bei Privatpersonen:
http://aufbewahrungsfristen.org/kontoauszuege/#Welche%20Kontoausz%C3%BCge%20m%C3%BCssen%20nach%20der%20Aufbewahrungspflicht%20aufgehoben%20werden?

Deinen SB kannst du vergessen.

Mit dem SB habe ich bereits seit Monaten Probleme. Bitte um Rückruf wird ignoriert und sämtliche Kostenübernahmen werden abgelehnt. Habe es auch schon mit einer Fachaufsichtsbeschwerde versucht aber vergeblich, denn geändert hat es nichts.

Sollte ich jetzt einfach schreiben, dass es keine gesetzliche Verpflichtung für Privatpersonen gibt, die voraussetzt, dass man seine Kontoauszüge verwahrt und das JC daher die entstandenen Kosten tragen muss, da diese letztlich die Kontoauszüge verlangt haben? Würde gerne etwas schriftliches Verfassen, was Wasserdicht ist.