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Autor Thema: Anrechnung Fahrtkosten als Einkommen und Erstattung v. Leistungen u. Umzug  (Gelesen 1407 mal)

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Offline becky2010

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Hallo
ich mal wieder :)  erstmal FROHE OSTERN :)

Habe gestern nun ein paar Schreiben erhalten:
in dem einen hatte ich nun ( nachdem ich seit März Fahrtenbuch führe ) in meiner EKS darauf hingewiesen, das Fahrtkosten ( wie sie auf den Rechnung seperat aufgestellt sind) nicht Einkommen sind.
Dazu habe ich folgende Antwort bekommen:
Die Berechnung wurde wie folgt abgeändert:
Berücksichtigung der tatsächlichen Gutschriften der Arbeitgeber
Berücksichtigung der privat gefahrenen Kilometer mit 0,10€/km als Einnahme

Wie soll ich das nun verstehen? Bedeutet dies, sie sehen die Fahrtkosten ( 0,30€/km als Einnahme an?- wg tatsächlichen Gutschriften?)

Eine Bereechnung habe ich wieder nicht erhalten :(

und dann habe ich einen Brief wg Erstattung von Leistungen erhalten:
Demnach hätte ich viel zu viel vom Amt bekommen und das wird nun gegengerechnet. Laut meinen EKS habe ich aber nie und nimmer soviel Einnahmen gehabt ( hatte auch alle Belege usw.abgegeben)
nun wird gegengerechnet und aufgerechnet. Wie immer: keine Berechnung meiner gebrachten Unterlagen sondern nur deren Berechnung was zuviel ist.
Kann ich hierzu eine Berechnung meiner EKS anfordern, um zu sehen, was nicht akzeptiert wurde?
Sollte ich einen Widerspruch einreichen?
 
Hatte wg Haus auch den Widerspruch und dieser wurde akzeptiert und die Kosten auch übernommen. Hierzu hiess es es würden die Heizkosten ( da Haus ) zusätzlich mtl übernommen werden. Im neuen Bescheid finde ich diese Heizkosten nicht oder muss ich diese seperat beantragen?




Offline scire

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Hallo,
da scheint es Missverständnisse zu geben, denn dem Dümmsten beim JC ist bekannt, das Fahrtkosten Ausgaben und keine Einnahmen sind.
Falls allerdings der AG separat Fahrtkosten überweist, wären diese erstmals als Einkünfte zu verstehen, da diese ja als Gutschrift dem Bankkonto zugehen.
Wenn die Berechnung doch geändert wurde, muß es doch einen "Bescheid" geben; falls nicht, Berechnung anfordern.

Bei "Erstattung von Leistungen" handelt es sich  um einen Leistungsbescheid, welcher für einen bestimmten Zeitraum bestimmte Leistungen zurück fordert.
Wenn gegen diesen Bescheid keine Rechtsmittel eingelegt werden, wird er rechtskräftig.
Es sollte immer dann ein Widerspruch eingelegt werden, wenn das JC "ungerechtfertigt" Leistungen zurück fordert; hierbei die Widerspruchsfrist dringend beachten.
VE


Gast42596

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Zitat von: becky2010 am 16. April 2017, 14:39:39
in dem einen hatte ich nun ( nachdem ich seit März Fahrtenbuch führe ) in meiner EKS darauf hingewiesen, das Fahrtkosten ( wie sie auf den Rechnung seperat aufgestellt sind) nicht Einkommen sind.
Zitat von: scire am 17. April 2017, 09:48:58
da scheint es Missverständnisse zu geben, denn dem Dümmsten beim JC ist bekannt, das Fahrtkosten Ausgaben und keine Einnahmen sind.
Falls allerdings der AG separat Fahrtkosten überweist, wären diese erstmals als Einkünfte zu verstehen, da diese ja als Gutschrift dem Bankkonto zugehen.

Wenn die Rechnung Fahrtkosten aufweist sind diese IMMER Einnahmen. Dem Gegenüber werden dann die Kosten gestellt. Welche in der Anlage EKS unter B5 eingetragen werden.

Wie die Kosten berechnet werden findet sich in der entsprechende Verordnung:
Zitat
§3 ALG II-V
(7) Wird ein Kraftfahrzeug überwiegend betrieblich genutzt, sind die tatsächlich geleisteten notwendigen Ausgaben für dieses Kraftfahrzeug als betriebliche Ausgabe abzusetzen. Für private Fahrten sind die Ausgaben um 0,10 Euro für jeden gefahrenen Kilometer zu vermindern. Ein Kraftfahrzeug gilt als überwiegend betrieblich genutzt, wenn es zu mindestens 50 Prozent betrieblich genutzt wird. Wird ein Kraftfahrzeug überwiegend privat genutzt, sind die tatsächlichen Ausgaben keine Betriebsausgaben. Für betriebliche Fahrten können 0,10 Euro für jeden mit dem privaten Kraftfahrzeug gefahrenen Kilometer abgesetzt werden, soweit der oder die erwerbsfähige Leistungsberechtigte nicht höhere notwendige Ausgaben für Kraftstoff nachweist.

Dem Thread nach zu urteilen gab es vorab ja schon Probleme mit den Fahrtkosten
http://hartz.info/index.php?topic=108457.msg1173175#msg1173175

Nur anhand der Infos aus den beiden Threads würde ich sagen, dass vor dem 1.März für jeden gefahrenen Km 0,10 € als Kosten/Ausgaben in Ansatz gebracht werden können, da kein Fahrtenbuch vorhanden gewesen ist.
Bei allen anderen Dingen sind nur Fragezeichen. Ich jedenfalls blicke bei dem Durcheinander nicht durch. Auch weil in beiden Thread andere Zahlen genannt werden. 


Offline becky2010

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Hi
also bis zum 1.3 musste ich kein Fahrtenbuch führen. ab 1.3. habe ich nun ein betrieblich genutztes fahrzeug. Um den Job den es nun geht sind es 0,30€/km ( kommt immer auf Auftraggeber an).
Ich werde einmal die Berechnung anfordern. Die genauen Berechnungen werden mir leider immer vorenthalten, genauso wie die Berechnungen über meine Einnahmen ( aus deren Sicht und nicht meine tatsächlichen EKS )

Gast42596

  • Gast
Zitat von: becky2010 am 17. April 2017, 21:10:19
also bis zum 1.3 musste ich kein Fahrtenbuch führen. ab 1.3. habe ich nun ein betrieblich genutztes fahrzeug. Um den Job den es nun geht sind es 0,30€/km ( kommt immer auf Auftraggeber an).
Das siehst du nicht ganz richtig. Du bist nicht verpflichtet ein Fahrtenbuch zu führen. Wenn du die Kraftfahrzeugkosten absetzen willst musst du aber eines führen. Es geht auch nicht darum ob du ein betrieblich genutztes Fahrzeug hast. Sondern ob du ein überwiegend betrieblich genutztes Fahrzeug hast. Du musst also mindestens 50% aller gefahrener Kilometer dein Fahrzeug betrieblich nutzen.
Kleine Info: Trägst du falsche Daten in das Fahrtenbuch ein, dann kann das weitrechende Folgen haben. Das Fahrtenbuch muss zu dem Lückenlos sein.

Noch mal zum Verständnis:
Fall 1: Du nutzt das Auto überwiegend betrieblich, dann können sämtliche Ausgaben für das Auto abgesetzt werden. Steuern, Versicherung, lfd. Betriebskosten und Reparaturen. Davon werden dann die privaten Kilometer mit 0,10 € pro Kilometer von den Ausgaben abgezogen. Nachweis ist NUR mit Fahrtenbuch möglich.
Fall 2: Wird das Fahrzeug überwiegend privat genutzt, dann können keine Kraftfahrzeugkosten wie Steuern etc. abgesetzt werden. Hier kann dann "lediglich" jeder betriebliche Kilometer mit 0,10 € abgesetzt werden.

Vor März gilt also, dass lediglich jeder betriebliche Kilometer abgesetzt werden kann. Den Nachweis für die Kilometer hast du ja mit der Rechnung erbracht. Die Differenz zu den 0,27 bzw. 0,30 € pro Kilometer sind also Einnahmen und erhöhen deinen Gewinn und damit auch dein Einkommen welches in die Berechnung mit einfließt.