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Autor Thema: ALGII als Darlehen bei Guthaben was erst nach 2 Jahren zur Verfügung steht ?  (Gelesen 1667 mal)

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Offline Omama

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Ein Hallo an Alle :-)

Ich war schon länger nicht mehr in der Gruppe,bin aber immer noch Tagesmutter.
Nachdem die Stadt 2013 die Zahlungen für die betreuten Kinder übernommen hat bin ich (Gott sei Dank) aus Hartz IV raus.
Aber ob das immer so bleibt kann mir ja leider keiner schriftlich geben.

Jetzt meine Frage......
Es wird ein Sparvertrag frei (20.000€)der als Vorsorge für das Rentenalter eingezahlt wurde und ich überlege das Geld in Genossenschaftsanteile zu stecken da es da z.Zt noch 4 % Dividende gibt.
Die erworbenen Anteile haben/hätten eine "Kündigungszeit" von 2 Jahren.
Wenn jetzt alles zusammen bricht(bin manchmal Skeptiker) und wieder ALGII beantragen muss wie werden die Anteile angerechnet?
Würde ich dann ALGII als Darlehen erhalten was zurück gezahlt werden muss wenn die Anteile frei werden?
 
Danke im voraus

Offline Sheherazade

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Dein geplantes Modell dürfte eher in das normale Vermögen fallen, da sind dann die üblichen Vermögensfreibeträge zu berücksichtigen. Altersvorsorge ist es nur, wenn eine Verwertung erst mit Renteneintritt möglich ist, also z. B. ein Verwertungsausschluß drauf liegt.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Omama

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Es geht nicht um Altersvorsorge

Ich müsste die Genossenschaftsanteile kündigen..Klar.
Aber da die Kündigungsfrist ist 2 Jahre zum Jahresende und die Anteile werden also frühestens nach 2 Jahren ausgezahlt.
Daher meine Frage....Würde ich ALGII in diesen 2 Jahren als Darlehen erhalten?
Oder wie würde das laufen?

Offline HansHansen

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Tja, diese Anlageform fällt dann unter persönliches Risiko. Eine Auszahlung der Anteile ist sicherlich auch - unter entsprechenden 'Stafzahlungen' - vor Ablauf der 2 Jahre möglich.
Man kann sich nicht vom Staat alimentieren lassen, nur weil man sein Vermögen lieber langfristig anlegt.

Allerdings sind 20.000 € jetzt auch nicht die Riesensumme. Rechne das mal mal mit den Freibeträgen gegen. Dann weißt Du, wieviel Du davom im Fall der Fälle für deinen Lebensunterhalt aufwenden musst.

Offline Omama

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Ich will mich nicht vom Staat alimentieren lassen :no:
Aber vor Ablauf der Kündigungszeit kommt man nicht an die Genossenschaftsanteile , auch nicht mit "Strafzahlungen"

Ich habe den entsprechenden Punkt gefunden....
https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI400514
Anteile an einer Wohngenossenschaft
Sind die Genossenschaftsanteile am Wohneigentum als Vermögen zu berücksichtigen bzw. ist dieses Vermögen verwertbar? Können diese Genossenschaftsanteile hilfsweise beliehen werden?

Die auf Grund des jeweiligen Satzungsrechts eingebrachten Genossenschaftsanteile sind nicht verwertbar, wenn dies einen Auszug aus der Genossenschaftswohnung bedingen würde. Wird die Genossenschaftswohnung aufgegeben, ist die Einlage unter Berücksichtigung der satzungsrechtlichen Bestimmungen verwertbar. Verwertbar sind auch Anteile, welche über dem Mindesteinlagebetrag der Satzung liegen bzw. welche ohne Eingang eines Mietverhältnisses erworben wurden.

In der Regel ist eine Kündigung und damit eine Auszahlung der Anteile nur zum Ablauf des Geschäftsjahres möglich. Bis der Inhaber über diese verfügen kann, ist eine Darlehensgewährung nach § 24 Abs. 5 SGB II zu prüfen.

Stand: 03.02.1017  :grins:

WDB-Beitrag Nr.: 120021

Damit ist meine Frage geklärt ;-)

Offline HansHansen

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Ich will mich nicht vom Staat alimentieren lassen :no:
Aber vor Ablauf der Kündigungszeit kommt man nicht an die Genossenschaftsanteile , auch nicht mit "Strafzahlungen"
Sorry, war nicht persönlich gemeint ... :flag:

Zitat von: Omama am 17. April 2017, 14:10:19
In der Regel ist eine Kündigung und damit eine Auszahlung der Anteile nur zum Ablauf des Geschäftsjahres möglich. Bis der Inhaber über diese verfügen kann, ist eine Darlehensgewährung nach § 24 Abs. 5 SGB II zu prüfen.
Ja, eine darlehensweise Gewährung kommtnatürlich auch in Betracht.

Aber bedenke folgendes, zumindest theoretisches, Risiko (Zahlen beispielhaft):
Du hast 20.000 € Genossenschaftsanteile, an die Du erst in 8 Monaten herankommst. Du erhälst ALG2 inkl. KdU von 750 € darlehensweise. Das bedeutet, Du musst bei Fälligkeit, 6.000 € zurückzahlen.
Jetzt beträgt aber Dein Schonvermögen 18.000 €. Dann hast Du 4.000 € 'Verlust' gemacht. Hättest Du das Geld sofort (monatlich, Tagesgeld etc.) verfügbar, müsstest Du nur 1 max. 2 Monate vom Schonvermögen leben, ehe Du unter die Grenze kommst und 'normal' (nicht darlehensweise) Leistungen erhälst.

Ich hoffe, ich habe das nicht zu umständlich und halbwegs verständlich ausgedrückt.



Oder hab ich hier einen Denkfehler? Wird eine Art Schattenkonto beim JC geführt, in dem das Vermögen mit den darlehensweise gewährten Leistungen fiktiv gegengerechnet wird?

Offline Fylou

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Genossenschaftsanteile könnte man dann zur Not (!) auch anteilig an Neumieter abtreten bis man unter die Vermögensfreigrenze kommt. Man muss sie ja nicht kündigen, viele übernehmen die Anteile vom Vormieter oder müssten sich einkaufen und übernehmen daher lieber bestehende Anteile.

Offline Omama

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Danke HansHansen :ok:
Hilft mir weiter.

Fylou.....
Ich möchte die Verzinsung der Genossenschaftsanteile ausnutzen die immer noch bei 4% liegen.
Anteile weiter reichen geht bei uns nur an Kinder/Kindeskinder.


Die Anteile sind dann für mindestens 2 Jahre, ab Jahresende gerechnet, nicht verfügbar.