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Autor Thema: Wohnungsfrage  (Gelesen 2928 mal)

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Gast42596

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #15 am: 19. April 2017, 20:20:57 »
Zitat von: maxundmoritz am 19. April 2017, 19:43:00
Ne, das kann nicht sein. Das würde ja bedeuten, daß wir gezwungen wären hier zusammen wohnen zu bleiben, weil ich mit unserem Entschluss nicht mehr zusammenleben zu wollen nicht einverstanden sein dürfte, da ich davon ausgehen müsste, daß das Jobcenter das alleinige Bewohnen der Wohnung nicht genehmigt in der ich bereits wohne.
Nein.. Das bedeutet nur, dass wenn die Wohnung nicht angemessen ist sie nur für 6 Monate voll übernommen wird und danach eben den Rest selbst zahlen musst.

Nachgesehen ob die Wohnung angemessen ist haste aber nicht oder? Lese doch erst mal nach ob die Wohnung tatsächlich unangemessen ist. Vielleicht regst du dich auch völlig umsonst auf.

Zitat von: maxundmoritz am 19. April 2017, 19:43:00
Ich wollte eigentlich nur wissen, was ich am Freitag ins Jobcenter mitbringen soll. Einen nicht unterschriebenen neuen Mietvertrag für die alte Wohnung, den alten Mietvertrag oder eine Bescheinigung des Vermieters über Kaltmiete und Nebenkosten.
Der derzeitige Mietvertrag ist ja noch gültig.. Nimm den und die letzte Heiz- und Nebenkostenabrechnung mit.

Offline Turbo

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #16 am: 19. April 2017, 20:36:07 »
Nein, das würde lediglich bedeuten, dass dein Ex solange seinen Mietanteil weiterzahlen muss, bis auch du eine Wohnung gefunden hast und ihr gemeinsam kündigen könnt.
Wenn ihr bereits im Bezug wärt und euch trennt, dann müsste das JC  sicher einer Vertragsänderung zustimmen und ggfs. bis zu 6 Monate die volle Miete übernehmen. Hier ist es aber so, dass du überhaupt erst wegen dieser Trennung ALG2 beantragen musst und gleichzeitig freiwillig darauf verzichten willst, dass er sich an seine vertraglichen Pflichten hält und du somit höhere Wohnkosten beanspruchen würdest als nötig.
Aber, wie gesagt, ich weiss es nicht und vielleicht ist die Wohnung ja auch trotzdem angemessen.


Offline Jigme

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #17 am: 19. April 2017, 21:30:09 »
1. Wenn beide im MV stehen, müssen beide kündigen.
2. Der VM ist nicht verpflichtet, den Ausziehenden aus dem MV zu entlassen!!
3. Der Ausziehende kann beim in der Whg. Verbleibenden die Zustimmung zur Kündigung einklagen.
4. Der Ausziehende haftet weiterhin für die Mietzahlungen!
5. Sollte Mietrückstand bestehen, kann sich der VM aussuchen, bei wem er die Mietrückstände eintreibt.
6. Im Innenverhältnis kann derjenige, der nicht mehr in der Whg. wohnt aber die gezahlte Miete vom anderen zurück verlangen.
7. Hat der in der Whg. Verbliebene ein Kind, kann er sich vom Familiengericht die Wohnung zusprechen lassen.

Offline maxundmoritz

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #18 am: 19. April 2017, 22:03:01 »
Ok,

Wenn also der Vermieter, der Ausziehende (der Ex) und die Dableibende (ich) einvernehmlich darin übereinkommen (was so ist), daß ab 1.5.17 ich zusammen mit meiner Tochter die Mieterin der Wohnung bin (was so ist) werde ich den dazu passenden neuen Vertrag beim Jobcenter vorlegen, d.h.einen von mir unterschriebenden neuen Mietvertrag mit Nebenkostenaufschlüsselung und einen Mietaufhebungsvertrag vom alten Mietvertrag für meinen Ex. Das wäre doch das am wenigsten bröselige.

Wenn ich das jetzt endlich alles richtig verstanden habe schließe ich hiermit diesen Thread und danke allen, die sich hier so engagiert beteiligt haben.

LG
Maxi

Offline Jigme

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #19 am: 19. April 2017, 22:07:58 »
Korrekt. Wenn der VM den Ex aus dem MV entlässt und nur mit dir den MV abschließt, ist alles paletti.

Ich wollte nur vermeiden, dass die bisherigen, eher uneindeutigen Antworten falsch verstanden werden und man meint, der VM müsse den Ex aus dem MV entlassen.

Offline coolio

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #20 am: 19. April 2017, 22:17:27 »
Zusatzvereinbarung zum jetzigen Mietvertrag / Änderungsvereinbarung vom VM ausgestellt sollte eigentlich reichen, um die dem JC vorzulegen.
Dann bleibt  nur noch die Frage, ob die Miete auch für 2 Personen noch angemessen ist. Der passende LInk zum Vorabcheck sollte ja schon hier stehen.
also erst Mietverhältnis klären, dann JC antriggern.
Wenn Dein Ex dann aus der Haftung ist, habt Ihr ein persönliches Konfliktpotential weniger.
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Gast42596

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #21 am: 19. April 2017, 22:22:17 »
Zitat von: coolio am 19. April 2017, 22:17:27
Zusatzvereinbarung zum jetzigen Mietvertrag / Änderungsvereinbarung vom VM ausgestellt sollte eigentlich reichen, um die dem JC vorzulegen.
Sollte dies bis zur Vorsprache am Freitag nicht zu erledigen sein, dann würde ich auch ohne die Änderungsvereinbarung hingehen und die nachreichen.

Zitat von: Jigme am 19. April 2017, 22:07:58
eher uneindeutigen Antworten falsch verstanden werden und man meint, der VM müsse den Ex aus dem MV entlassen.
- ohne Worte -

Offline coolio

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #22 am: 19. April 2017, 22:24:55 »
jap
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Offline Jigme

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #23 am: 19. April 2017, 23:35:17 »
Ich unterstreiche mal.

Er muss den Ex aus dem Vertragsverhältnis entlassen. 

Der Vermieter darf die Kündigung des Ex nicht akzeptieren. Der Vermieter kann also in der derzeitigen Konstellation keine solche Bestätigung erteilen. Er kann lediglich den Auszug bestätigen.

Da hast du dich verrannt. Weiter oben hattest du die Rechtslage genauer angegeben, aber folgendes ist halt leider falsch und missverständlich und das weißt du auch  :zwinker:
Eine Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung.
Der VM kann den Ex aus dem MV entlassen und einen neuen mit der Frau machen. Das hattest du doch sinngemäß zunächst selbst  so geschrieben.

Offline Turbo

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #24 am: 20. April 2017, 00:15:13 »
Nein, da hat er/sie sich nicht verrannt. Einen gemeinsam geschlossenen Vertrag kann nicht einer alleine kündigen, von daher kann der Vermieter erstmal gar nichts.

So ist es richtig.
Zitat von: Gast42596 am 19. April 2017, 17:07:51
Was nichtig ist, da der Ex alleine den Mietvertrag nicht kündigen kann, wenn beide Hauptmieter sind. Um den Ex einseitig aus dem Mietvertrag zu entlassen bedarf es einer Änderung des Vertrages. Dieser Änderung müssen alle Parteien zustimmen. Der Vermieter darf die Kündigung des Ex nicht akzeptieren. Der Vermieter kann also in der derzeitigen Konstellation keine solche Bestätigung erteilen. Er kann lediglich den Auszug bestätigen.


Offline CHIPI

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Re: Wohnungsfrage
« Antwort #25 am: 20. April 2017, 00:20:20 »
Genau so sehe ich es auch... oder so wie coolio schrieb
... und damit dürfte es geklärt sein.... wenn der SB es will  :zwinker: