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Autor Thema: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?  (Gelesen 2719 mal)

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Offline MichaK

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #15 am: 14. April 2017, 18:13:02 »
Wie der vom AG direkt vom Lohn einbehaltene Rentenbeitrag nun zu bewerten ist, ist somit schon deshalb vollkommen egal, weil dieser Betrag ohnehin nicht als bereite Mittel verfügbar ist und deshalb generell nicht als Einkommen angerechnet werden darf.

aber es handelt sich doch um eine freiwillige Versicherung. So verstehe ich das jedenfalls. Der Antragsteller hat also demnach einen Einfluss auf die Höhe der Beiträge bzw. ob überhaupt eine Beitragszahlung erfolgt. Oder anders gesagt: Der Antragsteller kann die höhe des Betrages der bereiten Mittel damit steuern.

Ich kenn das nur von meinem Großen. Da zahlt der AG freiwillig in eine bAV ein. Sogenanntes Basiskonto. Darauf hat mein Sohn keinen Einfluss. Daneben gibt es noch ein sog. Aufbaukonto. Da ändert sich durch Einzahlung das Netto, also die bereiten Mittel.

Offline Ottokar

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #16 am: 14. April 2017, 18:46:41 »
Lt. den FH 11.133 ist bei der privaten Altersvorsorge ein Betrag i.H. des Mindestbeitrages in der gesetzlichen RV (aktuell 84,15€) als angemessen anzuerkennen.
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Offline roadrunner1405

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #17 am: 23. April 2017, 11:48:18 »
Lt. den FH 11.133 ist bei der privaten Altersvorsorge ein Betrag i.H. des Mindestbeitrages in der gesetzlichen RV (aktuell 84,15€) als angemessen anzuerkennen.

kannst Du mir das mal als unwissendem erläutern? Also es gibt nun genaue Auskünfte von meinem AG zum Thema. Es ging nicht um den Netto sondern um Beträge die vom Brutto umgewandelt werden. Als BeispielBrutto 1100€ - Eigenanteil 50€ = 1050€ zu versteuernder Brutto. Ergibt etwa 839€ Netto aufs Konto. Als Brutto muss das JC also 1100€ rechnen aber als Netto nur die 839€ statt der etwa 879€ falls ich die BAV nicht nutze? Und den Rest stockt das Jobcenter zum Bedarf auf oder sinkt der Bedarf durch den höheren Brutto und Eigenanteil? Der Eigenanteil und der Zuschuss in dem Fall 10€ des AG wird nicht angerechnet? Oder bis zu welcher Grenze darf ich den Eigenanteil festlegen ohne auf dem Konto miese zu machen?

Mir gehts darum das ich so nach meinem Verständnis die Möglichkeit hätte Altersvorsorge zu betreiben ohne monatlich weniger Geld insgesamt auf dem Konto zu haben. Liege ich da richtig?
Sorry für die unwissenden oder blöden Fragen, das Thema ist für mich recht undurchsichtig  :flag:

Offline Ottokar

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #18 am: 23. April 2017, 15:30:17 »
Ausgehend davon:
Lt. den FH 11.133 ist bei der privaten Altersvorsorge ein Betrag i.H. des Mindestbeitrages in der gesetzlichen RV (aktuell 84,15€) als angemessen anzuerkennen.
setzt das JC den Brutto- und Nettobetrag lt. Lohnabrechnung an, solange der Beitrag zur BAV 84,15€ nicht übersteigt.
Dabei setzt das JC zur Ermittlung des Freibetrages immer das Brutto vor Abzügen an, also in deinem Bsp. immer 1100€.
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Offline roadrunner1405

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #19 am: 23. April 2017, 20:08:52 »
... und für die Bedarfsberechnung den Netto also Zufluss der aufs Konto geht? Also bei 50€ wäre ich ja voll in der Angemessenheit und hätte praktisch genauso viel bzw. Wenig auf dem Konto?

Offline Ottokar

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #20 am: 24. April 2017, 17:47:40 »
Zitat von: roadrunner1405 am 23. April 2017, 20:08:52
... und für die Bedarfsberechnung den Netto also Zufluss der aufs Konto geht?
Ja, solange der Beitrag zur BAV 84,15€ nicht übersteigt.
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Offline roadrunner1405

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Re: Betriebliche Altersvorsorge - Anrechnung?
« Antwort #21 am: 24. April 2017, 18:46:22 »
Super, vielen Dank  :sehrgut: