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Autor Thema: Arbeit im Jobcenter: Wie verheerend die Arbeitsbedingungen in Jobcentern sind  (Gelesen 3949 mal)

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Offline xena

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Befristungen, Überstunden, Gewalt: Die Arbeitsbedingungen in Jobcentern sind verheerend - mit Folgen für das Personal. Ein ehemaliger Mitarbeiter erzählt. Auf dem Weg zum Berater. Viele Langzeitarbeitslose werden von einer Maßnahme in die nächste geschoben.

-->> http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeit-im-jobcenter-wie-verheerend-die-arbeitsbedingungen-in-jobcentern-sind/19737004.html

Hm, ich hab in letzter Zeit ganz viel in Foren des öffentlichen Dienst gelesen, und  da hab ich mir echt an den Kopf gefasst.
Ich meine, man beschwert sich hier oft über irgendwelche SB, ...

Ich fand es viel erschreckender, die sind ja untereinander schon so gemein zu einander...

Ich mein, ist in anderen Firmen auch nicht viel anders. Aber war schon erschreckend, es zieht sich überall wie ein roter Faden.
gruss xena
„Ich missbillige, was du sagst,
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Evelyn Beatrice Hall (1868 – 1956)

Offline Lady Miou

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Zitat von: xena am 09. Mai 2017, 21:17:39
Ich mein, ist in anderen Firmen auch nicht viel anders. Aber war schon erschreckend, es zieht sich überall wie ein roter Faden.

Nun wenn man die Arbeitsbedingungen so betrachtet, ist es kein Wunder das sich die frustrierenden Gegebenheiten auch im Betriebsklima zeigen.
Die JC- MA bemängeln es auch schon seit ein paar Jahren, nur kommen keine Verbesserungen aus den oberen Etagen. Eher das Gegenteil, immer mehr Arbeit auf die größtenteils befristeten Schultern!

Offline Meck

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Viele Leser haben auf den Artikel über die verheerenden Arbeitsbedingungen in Jobcentern reagiert und ihre Erfahrungen geschildert – Kollegen, Kunden, Mitarbeiter von Bildungsträgern. Ein Auszug.

„Befristungen, Überstunden, Gewalt: Die Arbeitsbedingungen in Jobcentern sind verheerend - mit Folgen für das Personal.“ In dem Artikel den wir so zusammenfassten, hat ein ehemaliger Mitarbeiter des Jobcenters Neukölln über seine zehn Berufsjahre gesprochen. Online haben den Text sehr viele Leserinnen und Leser kommentiert. Zum Teil aus ähnlichen, zum Teil aus ganz anderen Erfahrungen. Ein paar Reaktionen lesen Sie hier.

Erfahrungen von Kollegen....


-->> http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeit-im-jobcenter-so-kenne-ich-es-auch-von-einer-massnahme-in-die-naechste/19771422.html

Gast42062

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Zitat von: Lady Miou am 08. Mai 2017, 14:17:13
Was haben Fakten mit Borniertheit zu tun? Muß ich nicht verstehen. Wieviele studierte Taxi- und Pizzafahrer haben wir nochmal, da in den studierten Bereichen keine Stellen vorhanden sind?
nun ja vieleicht wollen sie kein Bafög beantragen oder Hartz4 Leistungen beantragen ist doch besser als auf der Faulen haut zu liegen und sollte die Chance für die ersehnten Stelle kommen sagt der Ag au fein.

Offline Lady Miou

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Zitat von: Gast42062 am 13. Mai 2017, 16:50:15
sollte die Chance für die ersehnten Stelle kommen sagt der Ag au fein.

Du hast längere Zeit berufsfern gearbeitet, dann kann ich dir ja einen geringeres Gehalt zahlen.

Offline oldhoefi

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Zustände in den Jobcentern

Die inneren Zustände in den Jobcentern sind eindeutig mit verantwortlich für eine katastrophale Leistungsgewährung.

So hat beispielsweise das Jobcenter Wuppertal kein Problem damit, Erstantragsteller über zwei oder sogar drei Monate ohne Gelder stehen zu lassen. Fallzahlen von 300 Fällen pro Sachbearbeiter sind die Regel, es gibt Postrückstände von bis zu 1000 Rückständen pro Zimmer und es gehen massenweise und regelmäßig eingereichte Unterlagen verloren.
 
Das sind Indikatoren für völlig „abgesoffene“ Verwaltungsträger. Diese Verwaltungspraxis ist weder für die Leistungsberechtigten, noch für die JC Mitarbeiter tragbar.

Ich möchte auch einmal den Blick auf die Seite der Mitarbeiter und auf die Auswirkungen richten. Bei den Gehältern der JC Mitarbeiter gibt es teilweise Differenzen von bis zu 800 Euro bei gleichem Job.

Änderungsvorstoß der BA mit Pressespiegel --> http://tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/Harald_2017/Situation_JC_Mitarbeiter.pdf

Studie zu den Arbeitsbedingungen in Jobcentern --> http://tacheles-sozialhilfe.de/fa/harald-thome/files/Arbeitsbedingungen-in-Jobcentern---Gemeinsame.pdf

Jetzt geht es um die Folgen für die Betroffenen: Zum Beispiel in Wuppertal. --> https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=S0FK8D3KzOk

Stellungnahme von Tacheles --> http://wuppertal.tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/1822/

Zusammengefasst:
 
Natürlich müssen sich die Rahmenbedingungen für die JC Mitarbeiter ändern, in dem Laden zu arbeiten macht gewiss keinen Spaß. Aber nicht zum besseren schikanieren der Erwerbslosen, sondern zur menschenwürdigen Leistungsgewährung der existenzsichernden SGB II Leistungen und zur wirklichen Integration auf den Arbeitsmarkt und nicht zur dauerhaften Integration in oft sinnlose Beschäftigungsprojekte.

(Zitat und Quelle: Harald Thomé – Newsletter vom 14.05.2017)

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Anmerkung – gleich vorgreifend.

Mir ist der gesetzte Link von Harald Thomé in Beitrag # 28 zu den Arbeitsbedingungen in Jobcentern nicht entgangen.

Ich erlaube mir trotzdem, diesen Artikel ungekürzt einzustellen.
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline Weltbild

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@Oldhoefi Vielen lieben Dank.