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Autor Thema: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug  (Gelesen 3259 mal)

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Online Sheherazade

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #15 am: 11. Juni 2017, 10:56:23 »
Vielleicht kannst du noch diesen Betrag

die alte Miete hat aber inkl. Heizung 454€ gekostet

so aufschlüsseln wie den hier
Zitat
Die neue kostet 440€ (350€ + 90€) + Heizung (50€).
Zitat
nach Kaltmiete, Betriebskosten und Heizkosten.

Dann kommen wir vielleicht noch hinter dein Verständnisproblem.
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Offline Luna89

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #16 am: 11. Juni 2017, 11:34:55 »
Hallo,

gerne.

Alte Miete = 219 kalt + 30€ Betriebskosten + 205€ Heizung (Nachtspeicher) = 454€

Aber ist es nicht so, dass bei einem Umzug die bisherige Gesamtmiete weiterbewilligt wird, wenn die neue Wohnung teurer ist?


Online Sheherazade

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #17 am: 11. Juni 2017, 11:54:19 »
Nicht unbedingt. Du hast ernsthaft jeden Monat Heizkosten für 205€ gehabt? Oder ist da der Haushaltsstrom auch noch mit drin?

Wie lauten denn die angemessenen KdU für deinen Jobcenterbereich?
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Offline Luna89

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #18 am: 11. Juni 2017, 11:56:56 »
Hallo...
ja tatsächlich waren 205€ für die Heizung angesetzt. Aber auch nur, weil der Versorger hier den Abschlag so berechnet hat und dieser auf dem Verbrauch des Vormieters basierte.

Der Abschlag für Strom war insgesamt 238€. 205€ davon Heizung... der Rest privat.

Ich habe gerade die angemessene KDU (Bruttokaltmiete) hier gegoogelt und diese liegt tatsächlich bei 376€. So viel werden mir für die Miete nun auch gewährt. Dazu kommt dann die Heizung, der Abschlag dafür beträgt 50€.

Okay das bringt nun Licht ins dunkle.

Die Heizkosten müssten dann aber trotzdem auch in tatsächlicher Höhe dazu addiert werden vom JC, richtig?

Online Sheherazade

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #19 am: 11. Juni 2017, 12:05:07 »
Ich habe gerade die angemessene KDU (Bruttokaltmiete) hier gegoogelt und diese liegt tatsächlich bei 376€.
Dann ist deine neue Wohnung 64€ zu teuer, das wird entsprechend abgezogen.

Die Heizkosten müssten dann aber trotzdem auch in tatsächlicher Höhe dazu addiert werden vom JC, richtig?

Ja.
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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #20 am: 11. Juni 2017, 13:21:03 »
Danke SantanaAbraxas für die Info wegen dem Abzug bei Bafög. Dachte das wird wie normales Einkommen berechnet.

@Luna89
Ich weiß nicht wie schnell dein JC arbeitet (Neuberechnung wegen Heizkosten) Achte deshalb auf die Widerspruchsfrist vom jetzigen Bescheid falls die länger brauchen.
(205,- € für Heizung  :help: fehlten dort die Außenwände  :grins:)

@Sheherazade
Wenn ich das jetzt richtig sehe rechnet das JC nicht mit der alten Miete sondern mit der angemessenen Bruttokaltmiete von 376,- €  zuzüglich (wenn bearbeitet) 50,- Heizkosten = 426,- €
Wie verhält es sich bei einem nicht genehmigten Umzug mit der seit dem 01.08.2016 geltenden Regelung, dass die Bildung einer Gesamtangemessenheitsgrenze zulässig ist?
Ich weiß nicht genau wie hoch die angemessenen Heizkosten sind. Tippe, aber auf ca 70,- Euro.
Das würde dann (ausgehend von 70,-) eine Gesamtangemessenheitsgrenze von 376,- + 70,- = 446,- € ergeben.
Müßte das dann nicht vom JC übernomen werden?

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #21 am: 11. Juni 2017, 13:53:07 »
Ich weiß nicht genau wie hoch die angemessenen Heizkosten sind.

Hat sie oben geschrieben, 50€. Und den Abschlagsplan muss sie noch einreichen, damit das Jobcenter diese Kosten noch berücksichtigen kann. Die Angemessenheitsgrenze von 376€ ist für die Bruttokaltmiete.
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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #22 am: 11. Juni 2017, 14:41:45 »
Sie hat geschrieben, dass sie 50,- zahlt.
Das ist, aber nicht die Höhe der vom JC höchstens als angemessen angesehenen Heizkosten.

Angemessene Bruttokaltmiete + angemessene Heizkosten (laut Heizkostenspiegel) ergibt die Gesamtangemessenheitsgrenze.

In diesem Fall wäre das dann angemessene Bruttokalt 376,- + angemessene Heizkosten 70,- (geschätzt - müsste genau geschaut werden) = Gesamtangemessenheitsgrenze von 446,- €
Auf diese Summe dürfte dann nur gekürzt werden.

Ich kenne hier einige Fälle in dem eine Kostensenkungsaufforderung aufgrund von einer entweder zu hohen Bruttokalt oder zu hohen Heizkosten erging. Die Gesamtsumme war, aber immer unter der Gesamtangemessenheitsgrenze. Zu hohe HK wurde durch niedrigere BK oder anders herum ausgeglichen.
Nach argumentierung mit der Gesamtangemessenheitsgrenze wurden immer die Kostensenkungsaufforderungen zurückgenommen. Zugegeben erst nach einschaltung eines Rechtsanwaltes.

Ist auch irgendwie logisch. Wichtig ist die Gesamtsumme.
Fiktiver, übertriebener Fall:
Angemessene BK 400,- / HK 50,- Dürfte also eine Wohnung für 450,- € anmieten.

Nach der alten Regelung (getrennte Betrachtung)
Wohnung 1 = BK 400,- / HK 50 = Wohnung angemessen. Wird voll übernommen
Wohnung 2 = BK 100,- / HK 250,- = Wohnung nicht angemessen da HK zu hoch. Werden nur 150,- übernommen. Obwohl Gesamtsumme 100,- niedriger als Wohnung 1

Irgendwie schwachsinnig.

Nach der neuen Regelung (Gesamtangemessenheitsgrenze)
Beide Wohnungen angemessen.

Deshalb verstehe ich auch nicht warum so viele Leute sagen, dass die Regelung mit der Gesamtangemessenheit so schlecht ist. Mir fällt spontan keine Konstellation ein wo das für den LE negative Folgen hätte.


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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #23 am: 11. Juni 2017, 15:08:31 »
Sie hat geschrieben, dass sie 50,- zahlt.

Ja. Das sind die tatsächlichen Heizkosten. Warum sollte das Jobcenter mehr bezahlen als die TE an den Energieversorger zu zahlen hat?
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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #24 am: 11. Juni 2017, 15:40:40 »
Es geht um die Kürzung wegen (un)angemessenheit.

JC rechnet nach alten Regelung.
Bruttokalt = 440,-
Kürzung auf angemessene BK (376,-) = -64,-
Heizkosten = 50,-
Ergibt 426,- €

Die Berechnung nach der neuen Reglung müsste folgendermaßen lauten.
Bruttokalt = 440,-
Heizkosten = 50,-
Ergibt 490,-
Kürzung auf Gesamtangemessenheit = 446,-

Ihre Gesamtmiete beträgt 490,-. Die Gesamtangemessenheitsgrenze liegt bei (vorbehaltlich der richtgikeit von 70,- HK) 446,- €

Nach der neuen Regelung wird nicht mehr getrennt nack BK und HZ berechnet sondern nach der Gesamtsumme und erst daraus ergibt sich eine eventuelle Kürzung.

Letzter Fall den ich hier hatte war folgendes.
Tatsächlich bezahlt - Bruttokalt 370,- / Heizkosten 45,-
Laut Berechnung JC
Angemessene BK = 350,- + HK 45,-
Kostensenkungsaufforderung da BK zu hoch.

Berechnung nach Gesamtangemessenheit ergab dann anschließend
Angemessene BK 350,- / Angemessene HK (laut Heizkostenspiegel) 75,-
Ergab Gesamtangemessenheitsgrenze von 425,- €  Er liegt also 10, € unterhalb der Gesamtangemessenheitsgrenze.
Ergo Miete wird weiterhin voll übernommen.

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #25 am: 11. Juni 2017, 15:43:54 »
Hallo und danke für die vielen Informationen!

Wäre es denn möglich, den Abschlag beim Energieversorger auf die Höhe anzupassen, bis die angemessenen Heizkosten erreicht wären? Denn soviel ich weiß, werden bei einem nicht genehmigten Umzug keine Heizkosten vom JC nachgezahlt und so wäre die Gefahr geringer, dass nach 1 Jahr was nachgezahlt werden müsste.

Wie würde es sich aber im Gegenzug mit einem Guthaven nach 1 Jahr verhalten? Müsste ich es dem JC melden? Da ja nicht mehr 100% der gesamt-KDU übernommen werden.

Und wie bekomme ich raus, welche Heizkosten angemessen wären?

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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #26 am: 11. Juni 2017, 16:29:54 »
Da du den Zahlplan von deinem Versorger schon eingereicht hast dürfte das kaum funktionieren. Mit welcher Begründung willst du auf einmal mehr bezahlen. Würde nur gehen bei einer Preiserhöhung oder wenn sich der Versorger vertan hat (falsche Zahlen berücksichtigt).
(Die 70,- € von mir sind auch nur geschätzt. Da müsste eh der genaue Betrag anhand des Heizkostenspiegels ermittelt werden.)

Abrechnungen sind übrigens immer einzureichen. Ob Nachzahlung oder Guthaben.
Was die abschließende Berechnung dann allerdings angeht bin ich in der Hinsicht überfragt, da ich diesen Fall bisher nicht hatte.
Da bei dir, aber die HK voll übernommen werden, dürfte ein eventuelles Guthaben dem JC "gehören".

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edit: Berchnung der Heizkosten: http://www.heizspiegel.de/heizspiegel/
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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #27 am: 11. Juni 2017, 16:38:50 »
Hallo und danke für die vielen Infos,

wie würde es sich denn bei einer Nachzahlung verhalten? Da würde das JC dann nichts übernehmen, richtig?


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Re: Veränderter Bescheid wegen nicht genehmigtem Umzug
« Antwort #28 am: 11. Juni 2017, 16:49:27 »
Wie gesagt den Fall hatte ich noch nicht.
Die Fälle wo es um die Gesamtangemessenheit ging sind alle neu und daher noch keine Jahresabrechnung erfolgt. Kann deshalb nicht genau sagen wie es dort berechnet wird.
Normalerweise würde ich sagen (jetzt erst mal meine persönliche Meinung) wenn die HK (Jahresabrechnung) innerhalb der angemessenheit liegt, müsste eine evtl Nachzahlung übernommen werden.

Noch vergessen.
Bei Heizkosten.de beim berechnen den höchsten Wert nehmen.

Muss auch noch zu allem sagen, dass ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass es kaum möglich ist ohne Hilfe eines Rechtsanwalts alles durch zu bekommen.
Einmal hat der RA fast Wortgenau das gleiche geschrieben wie ich (zuzüglich passende § etc.) Mein Schreiben wurde "ignoriert" der vom RA wurde berücksichtigt.  :wand:
Vielfach hilft der richtige Briefkopf.

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