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Autor Thema: Freiwillige Krankenversicherung bei Erbschaft  (Gelesen 841 mal)

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Freiwillige Krankenversicherung bei Erbschaft
« am: 07. Juli 2017, 15:28:51 »
Hallo.

Ich habe 26.000 Euro geerbt und bin vorübergehend aus H4 draußen. Einen Berechnungsbescheid habe ich vom JC noch nicht erhalten, nehme aber an, dass ich für 6 Monate auf eigene Rechnung leben muss und dann einen Neuantrag stellen kann, wobei der das Schonvermögen (150 x Lebensjahre in Euro) übersteigende Restbetrag dann auf den Alg-II-Bezug angerechnet würde.

Nun meine Frage:

Stimmt es, dass bei der Beitragsberechnung für die sog. "freiwillige" Krankenversicherung (die ja gar nicht freiwillig ist, sondern Pflicht...) meine Krankenkasse (AOK) die Erbschaft nicht anrechnen kann, da diese "nicht beitragspflichtig" ist, so dass bei mir - kein Einkommen in dieser Zeit vorausgesetzt - der Mindestbeitrag anfallen müsste?

Wie hoch läge dieser Mindestbeitrag? Ich habe verschiedene Zahlen gehört, z.B. 160 Euro und 177 Euro. Wonach berechnet er sich, falls einzelfallabhängig?

Danke im voraus.

Offline Sheherazade

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Re: Freiwillige Krankenversicherung bei Erbschaft
« Antwort #1 am: 07. Juli 2017, 18:22:42 »
Zitat
Bei freiwillig gesetzlich Versicherten wird ein Mindesteinkommen von 851,67 Euro unterstellt, auf das Beiträge fällig sind. Maximal sind aber bis zur Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3712,50 Euro im Monat Beiträge zu zahlen. Als beitragspflichtige Einnahmen gelten unter anderem Versorgungsbezüge (z. B. Betriebsrenten, Leistungen aus Direktversicherungen), Miet- und Kapitaleinkünfte sowie Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Achtung: Wird der Lebensunterhalt aus angespartem Kapital bestritten, gilt eine Entnahme daraus nicht als beitragspflichtige Einnahme. Nur die Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden) sind beitragspflichtig. Wird das Kapital jedoch als Rente ausgezahlt (z. B. monatliche Rente aus privater Kapitallebensversicherung), wird diese zur Berechnung der Kassenbeiträge herangezogen.

Quelle

Und weiter
Zitat
Bei freiwillig gesetzlich Versicherten wird ein Mindesteinkommen von 851,67 Euro unterstellt, auf das Beiträge fällig sind. Maximal sind aber bis zur Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3712,50 Euro im Monat Beiträge zu zahlen.

Die Höhe des Mindestbeitrages richtet sich nach der jeweiligen Krankenkasse. Wer allerdings vorher nicht gesetzlich krankenversichert war, hat es schwer in die freiwillige Krankenversicherung zu wechseln.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (unbekannt)