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Autor Thema: Wird Rückerstattung von Krankenkasse bei GruSi als Einkommen angerechnet?  (Gelesen 3497 mal)

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Offline Apfelkern

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Hallo, darf ich Euch was fragen?
Mein Kind hatte wegen Zahnspange eine mehrjährige Behandlung beim Arzt. In all den Jahren kamen immer wieder Rechnungen vom Arzt, von denen ich als Versicherter Eigenanteile zahlen musste. Diese zahlte ich teilweise (je nachdem wie hoch sie waren) an den Arzt in monatlichen Raten  vom Regelsatz ab. Wenn die Zahnspangenbehandlung erfolgreich verläuft, bekommt man,wenn die Behandlung abgeschlossen ist, all die Eigenanteilzahlungen von der Krankenkasse wieder zurück. Das hat sich in  den Jahren summiert,und es sind ein paar Hundert Euro zusammen gekommen. Wenn die Krankenkasse das nun zurück zahlt, wird das vom Amt als Einkommen angerechnet?

danke im voraus

Offline Sheherazade

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Nein, normalerweise nicht.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (unbekannt)

Offline kroetenschleim

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Was meinst du mit "normalerweise"? Gibt es Ausnahmen?

Offline Sheherazade

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Normalerweise = bei richtiger Arbeitsweise.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
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Offline kroetenschleim

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Ach so, bei korrekter Arbeitsweise des Amtes. Danke für die Info.

Gast30751

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Eigentlich nicht, denn es handelt sich um eine Rückerstattung

Offline Sheherazade

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Nein, in erster Linie ist das eine Erstattung von Zuzahlungen. Bei kieferorthopädischen Behandlungen des Kindes bekommt man diese 20% Eigenbeteiligung erst nach erfolgreichem Abschluß von der KV erstattet.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
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Offline Apfelkern

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Vielen Dank!!!

Offline MichaK

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ich weiß nicht, ob das so korrekt ist. Man könnte zusätzlich hier mit dem gesundheitspolitischen Zweck argumentieren. Ob das vor Gericht Bestand hätte? Keine Ahnung!

Offline Sheherazade

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ich weiß nicht, ob das so korrekt ist.

Ich aber.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
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Offline posaidon

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Das ist dein Geld und wird nicht angerechnet. Dürfen die auch nicht. Wurde ja auch von dir aus deinem Regelsatz bezahlt und nicht vom Amt.  Bei mir wurde das auch gar nicht erst in Erwägung gezogen. Die haben nicht mal nach gefragt, bei Durchsicht der Kontoauszüge. Normalerweise sollten das denen auch klar sein. Heb alles von der Zahnspangenbehandlung auf, damit kannst du das dann nachweisen, sollte etwas vom Amt kommen

Offline Orakel

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Das ist dein Geld und wird nicht angerechnet.

Alles andere würde auch die Belastungsgrenzen nach §§ 29, 62 SGB V unterlaufen!
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Offline MichaK

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In § 29 ist von einem Anteil die Rede, der nach abgeschlossener Behandlung zurückgezahlt wird. Das hat mit Zuzahlung bis zu der Belastungsgrenze nix zu tun - ist schließlich auch nicht irgendwie vom Bruttoeinkommen abhängig. Die Argumentation des Unterlaufens der Belastungsgrenze geht also fehl.

Was unterlaufen würde, wäre der gesundheitspolitische Zweck. Das Argument hatte ich schon genannt.

« Letzte Änderung: 19. Juli 2017, 14:45:29 von MichaK »