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Autor Thema: Schul.Ausbildung Sozialassistent(kein Anspruch BAFöG/kein Anspruch auf ALG2)  (Gelesen 2924 mal)

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Offline noecksen85

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Hallo liebe Forummitgleider,

ich habe ein wirklich Problem und weiss im moment einfach nicht weiter.

Erstmal zu mir ich bin 32 Jahre Alt und habe vor wenigen Tagen eine schulische Ausbildung zum Sozialassisten begonnen(Erstausbildung),
ich bezog bis zum 31.07.2017 noch ALG 2 Leistungen, diese wurden aber zum 01.08.2017 eingestellt aufgrund der Tatsache das ich die schulische Ausbildung begonnen habe,
wie viele ja wissen ist die Ausbildung ja BAföG-fähig, was bei mir aber aufgrund des alters nicht infrage kommt,
laut JobCenter besteht schon die möglichkeit das ALG2 unter bestimmten vorraussetzung weitergezahlt wird, mir wurden vier Faktoren genannt, einer davon kein Anspruch auf BAFöG(Ausbildung aber förderlich) und noch drei andere.

Von diesen vier Faktoren erfülle ich drei, der vierte (damit ich weiter Anspruch auf ALG2 habe) so wurde mir mitgeteilt besteht nicht, da ich laut Aussage von meiner Fallmanagering, aufgrund meines im Juni nachgeholten Realschullabschlusses (Notendurchschnitt 1,29) sogut wie überall Arbeit finde oder eine betriebliche Ausbildung machen könnte mit BAB und somit die schulische Ausbildung für mich nicht notwendig ist um ins Erwerbsleben einzutretten, dieses mag ja zum Teil richtig sein, jedoch ist das was ich mir vorstelle in Zukunft zumachen, Erzieher, da bin ich nunmal drauf angewiesen diese zwei jährige schul. Ausbildung zu absolvieren, spätere zwei jährige Weiterbildung zum Erzieher kann über Meister/Austiegs-BAFöG finanziert werden.

Aufgrund meiner Vergangenheit die nicht optimal lief usw, habe ich mich aus persönlichen Gründen für diese Ausbildung entschieden, da ich aufgrund meiner Vergangenheit bestimmte Situationen durchgemacht habe usw, mir ist auch klar das ich selbst Schuld habe jetzt in dieser Situation zu sein.

Leider sind bei mir bis jetzt auch alle Bewerbungen für eine Nebentätigkeit nicht mit dem erhofften Resultat zurück gekommen, so das mir selbst ein Anspruch auf Wohngeld Zuschuss nicht gewährt wird, da ich mit 0€ Einkommen, nicht wirklich Anspruch darauf habe, mit nen 450€ + Wohngeld würde ich mehr oder weniger es gerade so schaffen die zwei Jahre durchzuziehen. Ich bin zurzeit nicht mehr Krankenversichert usw und weiss einfach nicht mehr weiter.

Ich selbst bin auch Mitglied im Sozialverband, nach über einen Monat hat das JC auch endlich mal auf das Schreiben von SoVD geantworten und dort nochmal geschieldert wieso ich nicht ALG2 beziehen kann. Das ganze ist das o.g mit dem guten Abschlusszeugnis, das mir damit ja Türen offenstehen, da es ein guter Abschluss ist, leider zählen ja auch noch andere Faktoren dazu, ein vernünftiger Lebenslauf, der bei mir absolut nicht vernünftig ist und oft, davon gehe ich aus, ein Grund ist warum es scheitert, ich selbst habe mien Leben in den letzten drei Jahren komplett geändert, aber das ist ja nunmal auch egal, sowas bringt ja auch keinem was.  Sorry ich schweife gerade bisschen ab. Nochmal zum SoVD, über die könnte ich ein Widerspruch gegen die Entscheidung von JC stellen, was natürlich auch nicht heisst das ich damit durchkomme, hätte bis zum 18.8 Zeit diesen zu machen.


Jetzt ist für mich einmal die Frage, den Weg über den SoVD mit Widerspruch gehen, was mich 50€ kosten würde und Ergebniss offen ist.

Auf 450€ Job hoffen und Wohngeld beantragen, leider sind Schulzeiten meisst bis 15Uhr sodass es mir nür möglich ist von ca. 17 Uhr bis 22Uhr zuarbeiten, auch nur im Umkreis, da kein Auto usw.

Ausbildung abbrechen und erstmal wieder ALG2 beziehen bis sich was ergibt.

Weiss einfach nicht was ich tun soll, ich möchte diese Ausbildung ja wirklich gerne machen, kann mir auch nicht anderes Vorstellen. Nur was soll ich tun, würde evtl. doch irgendwie ne chance bestehen, noch finanzielle Unterstützung vom Staat zubekommen.

Vll hat ja jemand Erfahrung in dieser Sache.

Ich würde mich wirkich über jede Hilfe/Rat usw freuen.

Danke noecksen
 

Offline Zahnfee

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Welche vier Faktoren?

"Danach haben SchülerInnen künftig einen Anspruch auf ALG II in Form von Zuschussleistungen, wenn ihre Ausbildung zur Integration ins Erwerbsleben zwingend notwendig und sie nur deshalb kein BAföG erhalten, weil sie bei Beginn der Ausbildung bereits über 30 waren."

Quelle: https://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/alg2.php

Gibt bestimmt noch andere Quellen.

Zitat
da ich laut Aussage von meiner Fallmanagerin, aufgrund meines im Juni nachgeholten Realschullabschlusses (Notendurchschnitt 1,29) sogut wie überall Arbeit finde

Wo denn? 35 Jahre im Niedriglohnsektor?


Edit: http://www.portal-sozialpolitik.de/uploads/sopo/pdf/2016/2016-10-11_Bruhn_Tripp_SGB%20II_Azubis_Schueler_Studenten.pdf

u.a. Seite 27

Offline noecksen85

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ein Faktor, kein BAFöG anspruch(ist gegeben), weiterer, das die Ausbildung erforderlich ist zum Eintritt ins Erwerbsleben (da wurde mir aber gesagt, ich könne ja eine betriebliche machen, dann könnte ich ALG2 beantragen/weiter beziehen, was ja wiederrum eine falsche Aussage ist, da ich dann BAB bei der ARGE beantragen müsste und somit das JC garnicht mehr zuständig ist für mich), die beiden anderen Faktoren weiss ich jetzt leider nicht, da ich an dem Tag so enttäuscht war und ohne mir eine Kopie geben zulassen mit gesenkten Kopf das JC verlassen habe, das schreiben vom JC was dem SoVD vorgelegt wurde, habe ich gerade nicht zur Hand.

Ist es nunmal so das mir gesagt wurde, es gibt vier Faktoren, wenn dieses gegeben sind würde ich ein Härtefall sein und könnte ALG2 beziehen, drei sind gegeben, der vierte ist die sache das ich aufgrund des Zeugnis ja alles machen kann, und somit

"Danach haben SchülerInnen künftig einen Anspruch auf ALG II in Form von Zuschussleistungen, wenn ihre Ausbildung zur Integration ins Erwerbsleben zwingend notwendig und sie nur deshalb kein BAföG erhalten, weil sie bei Beginn der Ausbildung bereits über 30 waren."

nicht gehen würde, da diese Ausbildung ja nicht sein muss, da ich andere sachen machen könnte, die mich ins Erwerbsleben führen, es ist nach den ihrer Aussage also nicht erforderlich das ich die schulische Ausbildung mache, da ich aufgrund des Zeugnis, Theoretisch Bankkaufmann usw werden kann die einen guten Realschulabschluss als Vorraussetzung haben. Eine andere Aussage, ich könne ja neben der Schule noch Vollzeitarbeiten um meine Lebensunterhalt zu Finanzieren.

von Studis Online: Die Härtefallregelung nach § 27 SGB II wurde erweitert. Danach haben SchülerInnen künftig einen Anspruch auf ALG II in Form von Zuschussleistungen, wenn ihre Ausbildung zur Integration ins Erwerbsleben zwingend notwendig und sie nur deshalb kein BAföG erhalten, weil sie bei Beginn der Ausbildung bereits über 30 waren. Die Regelung gilt nur für Ausbildungen, die vor dem 31.12.2020 aufgenommen werden. Sie umfasst nicht die Ausbildung an einer Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule.

Da wurde mir gesagt, es ist nicht notwendig, könne andere sachen machen.

Was mich auch noch stört, ist das sie mir erst die Möglichkeit geben, den Abschluss an der VHS nachzuholen, da ich dann bessere Chancen habe auf dem Arbeitsmarkt, sie auch wussten das es bei mir in die richtung Sozialassisten/Erzieher geht. Und ich jetzt aufeinmal da sitze und absolut nicht weiter weiss. Jetzt habe ich die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen, mit späterer Weiterbildung, in einem Berufszweig wo dringen Leute, vorallem männliche gesucht werden, der auch Zukunft hat.

Ich werde es aufjedenfall nochmal mit dem Widerspruch versuchen über den Sozialverband.


Und danke schonmal Zahnfee

Offline Zahnfee

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Bankkaufmann mit Realschulabschluss und dann noch mit 32 - wo lebt die Dame denn? Sicher ist dies nicht auszuschließen, aber die Chancen stehen doch wohl eher schlecht, zumal dies dieses Jahr nichts mehr wird.

Hast du eigentlich was Schriftliches von der Dame bekommen?

Offline Sensoriker

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Mit welcher genauen Begründung würde das eingestellt? Evtl den Bescheid anonymisiert hier hochladen.

Du bist im SoVD und die nehmen 50,- um einen Widerspruch zu schreiben?!
Da wäre es besser einen Beratungshilfeschein zu besorgen und damit zum Rechtsanwalt zu gehen.

Ich lese viel "wurde mir mitgeteilt", "laut Aussage", "wurde mir gesagt". Reden kann man viel. Bestehe in Zukunft darauf, dass du solche Aussagen schriftlich bekommst. Wollen sie das nicht, kannst du schon mal davon ausgehen, dass es Mist ist was dir gesagt wurde.

Sensoriker
Wer sich beim JC nicht wehrt hat schon verloren
Meine Antworten basieren auf eigenen Erfahrungen mit dem JC sowie auf der Lektüre zahlreicher Threads auf diesem (und ein paar anderen) Boards.
Ansonsten halte ich es wie beim Lotto. Alle Antworten ohne Gewähr.

Offline coolio

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frag im JC mal nach der Uhrzeit - selbst bei der lügen die wohl noch!
Was Geld kostet, wird auf Teufel komm raus abgewimmelt.
Bei Dir lese ich so oft: "hat gesagt".
Stell den Antrag schriftlich....
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Offline noecksen85

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Ich sage ja selber das es ein fehler war mir das ganze nicht schriftlich mitzunehmen, nur war ich bei der überbringung so enttäuscht das ich da nurnoch weg wollte.

Teil1 Rückseite folgt gleich.

[gelöscht durch Administrator Erreichen der Speicherfrist]

Offline kaykaiser

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...mit nen 450€ + Wohngeld würde ich mehr oder weniger es gerade so schaffen die zwei Jahre durchzuziehen.

...mit nur einem 450 € - Job würdest Du ohnehin kein Wohngeld bekommen, weil Dein Einkommen dann nicht bedarfsgedeckt wäre. Wohngeld wird grundsätzlich nur gezahlt, wenn Dein Einkommen ausreicht, um damit leben zu können. Wohngeld darf laut Gesetz nicht zum Lebensunterhalt dienen, sondern soll nur einen Teil der Wohnkosten für "Geringverdiener" abdecken.

Wenn Du also nur 450 € verdienen würdest, muss davon noch Dein Beitrag zur KV abgezogen werden, wenn Du keine Aufstockung mehr erhälst. Wie willst Du dann von dem Rest leben? Diese Frage wird Dir auch das Wohngeldamt stellen.
"Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst." - George Best

Ich habe nichts gegen Kritiker. Ich komme aus Ironien, das liegt direkt an der sarkastischen Grenze.

Offline noecksen85

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Kann Teil2 gerade nicht hochladen. Steht könnte betriebliche Ausbildung machen, BAB beantragen, Gesund bin usw das dadurch kein Härtefall besteht und kein Zuschuss durch Darlehen.

Offline coolio

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Schraub mal die Auflösung des scans runter, 300 dpi reichen mehr als aus, 150 tuns für Text auch - 3 MB als JPG für eine A4 Seite ist horrend.
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Offline noecksen85

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Werde später nochmal den ganzen Brief mit der Begründung abschreiben, habe leider nur die Möglichkeit zum abfotografieren.

Zu SoVD, weiss nicht genau ob ich anspruch auf den Schein habe, da ich im SoVD bin.
Zum Wohngeld usw werde ich dann sehen, ich brauche ca. 200-300€ zum Leben, KV und Restmiete sind dabei schon abgezogen. Ich brauche nicht viel zum Leben, essen ist wichtig, Inet usw brauche ich nicht. Aber das ist ja nicht relevant.

Mir geht es ja nur darum ob ich Chancen habe evtl doch ALG2 zubekommen trotz schulischer Ausbildung und ob ein Widerspruch gegen die Begründung vom JC sinnvoll ist, da es anscheind ja doch irgendwie Härtefall Ausnahmen gibt.
Weiss ja nicht wie Erfahrungen sind, vll kennt ja jemanden bei dem es geklappt hat. Ich möchte aufjedenfall nicht einfach aufgeben. Jetzt habe ich die Chance noch in meinem Alter mir eine vll doch noch gute Zukunft aufzubauen.

Trotzdem schon mal danke für die ganzen Antworten, das lässt mich schon mal wieder ein bisschen hoffen.


Offline Zahnfee

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Zitat
und ob ein Widerspruch gegen die Begründung vom JC sinnvoll ist

Ein Widerspruch ist immer sinnvoll.

Warum schreibst du den Widerspruch nicht selbst? Ich schreibe den Widerspruch fast immer selbst und gehe ggf. erst dann zur Gewerkschaft, wenn es um die Klage geht. Ich weiß natürlich nicht, wie das der SoVD handhabt.

Da ich mich momentan selbst mit dem Thema beschäftige (die Ehefrau meines Sohnes hat keinen Anspruch auf Bafög (Studentin) und mein Sohn bekommt nur die halbe Miete sowie den Regelsatz für Verheiratete), habe ich noch dies gefunden:

http://tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/Aktuelles/Schaller___SGB_II_und_Ausbildungsfoerderung_20160904.pdf

Seite 36 Punkt 7


PS: Solltest du den Widerspruch gewinnen, würde ich die 50 Euro dem Jobcenter in Rechnung stellen.