hartz.info erhebt und verarbeitet Daten um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren.
Teilweise benötigen wir dazu deine Zustimmung, diese kannst du jederzeit widerrufen. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Mit Klick auf "Cookies ablehnen" kannst du die erforderliche Zustimmung ablehnen.

Ich stimme zu

Autor Thema: Falsch berechneter Regelsatz  (Gelesen 7399 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Lady Miou

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 7592
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #30 am: 22. August 2017, 20:01:53 »
Zitat von: Gast42062 am 22. August 2017, 19:44:24
Blick zwar immer noch nicht durch bei all dem, aber meine Meinung hat sich jetzt doch geändert was den Erfolg einer solchen Klage anbelangt.

Schau mal hier: Seite 17

§  4  Fortschreibung.
Der  Eckregelsatz  verändert  sich  jeweils  zum  1.  Juli  eines Jahres,  in  dem  keine  Neubemessung  der  Regelsätze  nach  §  28  Abs.  3  Satz  5  des Zwölften  Buches  Sozialgesetzbuch  erfolgt,  um  den  Vomhundertsatz,  um  den  sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung verändert.
http://docplayer.org/36865253-Regelsatzermittlung-rsv-rbeg-alt-neu.html

Da durch die EVS 2013 eine Neubemessung stattgefunden hat muss sich im Jahr 2016 die Fortschreibung auf die Werte von 2013 und nicht auf die Werte von 2008 beziehen.

Offline Orakel

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 18445
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #31 am: 22. August 2017, 20:05:19 »
O.k., dann halt noch deutlicher: Wenn der TE deiner Argumentation folgt, dann hat er bald ein Strafverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge am Hals - weil sich die Richter totgelacht haben!
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline Lady Miou

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 7592
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #32 am: 22. August 2017, 20:07:13 »
Zitat von: Orakel am 22. August 2017, 20:05:19
Wenn der TE deiner Argumentation folgt,

Was er nutzt oder nicht liegt in seiner Entscheidung, da hilft kein orakeln!

Ach hier noch nachgereicht:
EVS
5 Aktualität und Pünktlichkeit, Seite 9
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Qualitaetsberichte/EinkommenKonsumLebensbedingungen/WirtschaftsrechnEVS13.pdf?__blob=publicationFile

Nur weil die Erhebung später veröffentlicht wird, heißt das nicht das sie für RS erst ab Veröffentlichung gelten.
« Letzte Änderung: 22. August 2017, 20:42:11 von Lady Miou »

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1089
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #33 am: 23. August 2017, 09:56:40 »
Ich wäre ja mit der Forderung nach der EVS 2013 nicht so euphorisch.
Der Hartz4-Regelsatz ist zwischen 2008 und 2013 von 351 auf 374 Euro um 8,8% gestiegen.
Wenn man die EVS 2008 neben die EVS 2013 legt, dürfte es mit Glück keine Senkung des Regelsatzes geben, obwohl er in der Vergangenheit zu deutlich erhöht wurde als es die EVS 2013 ergibt.

Insbesondere Ausgaben für Lebensmittel, Nachrichtenübermittlung, Verkehr etc. sind kaum gestiegen. Ausgeglichen wird es durch den Posten Wohnen + Energie.

Ich drücke die Daumen, dass die Schreierei nach der neuen EVS nicht nach hinten losgeht.  :grins:

Online Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 38186
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #34 am: 23. August 2017, 10:04:48 »
Deshalb sollte man immer gut zwischen der subjektiven und der objektiven Wahrnehmung unterscheiden können.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Lighthouse

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 263
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #35 am: 23. August 2017, 10:18:38 »
Moin, Moin blababla, Moin, Moin Sherazade,

ihr müsst Euch doch nur die Berechnungsgrundlagen der Regelsatze ansehen, die der reinste Schwachsinn sind. Im Regelsatz für Lebensmittel  werden 142,60 € bewilligt. In der Studie von 2008 wurde von der DGE ein Kostensatz von 230 (Partnerschaft) und 260 € Alleinstehende berechnet. Der Bund ist übrigens 25% iger Anteilseigner des DGE. Wo findet Ihr in den Grundlagen für die Regelsatzberechnung einen 8% igen Abzug für Verderb etc. Erstattet werden muss das sozialkulturelle Existenzminimum und nicht das physische Existenzminimum.

Liebe Grüße
Lighthouse

Offline Orakel

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 18445
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #36 am: 23. August 2017, 10:23:41 »
Wo findet Ihr in den Grundlagen für die Regelsatzberechnung einen 8% igen Abzug für Verderb etc.

Wenn du 8 % der eingekauften Lebensmittel in die Biotonne trägst, dann kaufst du unüberlegt ein - und das ist ausschließlich DEIN Problem!
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1089
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #37 am: 23. August 2017, 10:28:45 »
Fromme Wünsche der DGE spielen ja bei der Regelsatzberechnung keine Rolle.
Schau mal auf S. 129 der EVS 2008, wieviel in diesem Jahr von Alleinlebenden tatsächlich für Lebensmittel inkl. Getränke und Zigaretten ausgegeben wurden.
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/EinkommenKonsumLebensbedingungen/EinkommenVerbrauch/EVS_EinnahmenAusgabenprivaterHaushalte2152604089004.pdf?__blob=publicationFile
Da dürfte wohl die DGE dem Schwachsinn näher sein als die EVS.

Gast26342

  • Gast
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #38 am: 23. August 2017, 14:16:12 »
Remonstrationspflicht
Inwiefern würde das dem einzelnen Leistungsbezieher helfen?
Gar nicht.
Somit trägt er die Verantwortung wenn er sich hinter veralterten EVS versteckt.
Ne, der Landrat (und auch alle JC-MA) versteckt sich nicht hinter der EVS, sondern hinter dem jeweils gültigen Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz bzw. der jeweils gültigen Regelbedarfs-Fortschreibungsverordnung.

§  4  Fortschreibung.
Der  Eckregelsatz  verändert  sich  jeweils  zum  1.  Juli  eines Jahres,  in  dem  keine  Neubemessung  der  Regelsätze  nach  §  28  Abs.  3  Satz  5  des Zwölften  Buches  Sozialgesetzbuch  erfolgt,  um  den  Vomhundertsatz,  um  den  sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung verändert.
http://docplayer.org/36865253-Regelsatzermittlung-rsv-rbeg-alt-neu.html
Keine Ahnung von der Materie, aber davon jede Menge.
Die Fortschreibung via Rentenwert hat das BVerfG schon 2010 gekippt.

Da durch die EVS 2013 eine Neubemessung stattgefunden hat muss sich im Jahr 2016 die Fortschreibung auf die Werte von 2013 und nicht auf die Werte von 2008 beziehen.
Was die Sozialgerichte seit Jahr und Tag nicht akzeptieren, sondern dem Ermessensspielraum des Gesetzgebers zuordnen. Urteile dazu gibt's inzwischen dutzendweise, brauchen die Richter nur noch abschreiben. Und nun?

Ich drücke die Daumen, dass die Schreierei nach der neuen EVS nicht nach hinten losgeht.  :grins:
Die Frage nach welcher EVS berechnet wurde ist ohnehin zweitrangig, da beide Berechnungen schon bei der Datenbasis in hohem Maße fehlerhaft sind.
Oder kannst du mir erklären, wie mit 716€ Einnahmen Ausgaben in Höhe von 843€ getätigt werden sollen?
(Das sind die Durchschnittwerte der EVS 2008, siehe Link in meinem anderen Beitrag weiter vorn.)
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 15:01:57 von Gast26342 »

Offline MichaK

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6395
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #39 am: 23. August 2017, 14:34:05 »
Da dürfte wohl die DGE dem Schwachsinn näher sein als die EVS.

kommt ganz darauf an, wie man Schwachsinn definiert. Die EVS ist zumindest gut geeignet, um fehlende Bedarfsdeckung wegen zu niedriger Leistungshöhe zu verdecken. Abgesehen von dem methodischen Unfug, wird bspw. der Abverbrauch von Vorräten gar nicht erfasst, geschweige denn, wenn man sich am Wochenende den Wanst bei Muttern vollschlägt etc..

gibt man sich Mühe, findet man bestimmt noch schwachsinnigere Datenerhebungsmethoden, insofern sticht die EVS vielleicht sogar heraus als Einäugiger unter Blinden. Vielleicht aber nur...

wieso also nicht die wissenschaftliche Arbeit der DGE nutzen? Schwachsinn ist das bestimmt nicht, aber eben teurer.
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 14:54:20 von MichaK »

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1089
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #40 am: 23. August 2017, 14:52:42 »
Die Frage nach welcher EVS berechnet wurde ist ohnehin zweitrangig, da beide Berechnungen schon bei der Datenbasis in hohem Maße fehlerhaft sind.
Oder kannst du mir erklären, wie mit 716€ Einnahmen Ausgaben in Höhe von 843€ getätigt werden sollen?
(Das sind die Durchschnittwerte der EVS 2008, siehe Link im Beitrag weiter vorn.)

Auf welcher Seite?
Ich find's nicht.. danke.

Gast26342

  • Gast
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #41 am: 23. August 2017, 15:25:43 »
So lang ist der Thread doch noch gar nicht ...  :weisnich:

Seite 1 ganz unten.

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1089
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #42 am: 23. August 2017, 18:23:31 »
Ich meinte die Original-Veröffentlichung der EVS 2008 aus dem Link auf dieser Seite. Da gibt es diese Zahlen nicht, soweit ich geschaut habe.

Gast26342

  • Gast
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #43 am: 23. August 2017, 18:38:01 »
Da steht das auch nicht drin.
Wärst du aber dem Link zum Elo-Forum gefolgt, hättest du die Quelle.
Zitat
BT-Drs. 18/6552, Tabellen auf S. 14 und S.16
Wie passen 716€ durchschnittliches Einkommen und 843€ durchschnittliche Ausgaben zusammen?
https://www.elo-forum.org/widerspueche-klagen/erwerbslosen-forum-deutschland-raet-massenhaften-widerspruechen-gegen-leistungsbescheide-jobcent-163709/index33.html#post2216239

Gast42062

  • Gast
Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #44 am: 23. August 2017, 18:41:39 »
Fromme Wünsche der DGE spielen ja bei der Regelsatzberechnung keine Rolle.
Schau mal auf S. 129 der EVS 2008, wieviel in diesem Jahr von Alleinlebenden tatsächlich für Lebensmittel inkl. Getränke und Zigaretten ausgegeben wurden.
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/EinkommenKonsumLebensbedingungen/EinkommenVerbrauch/EVS_EinnahmenAusgabenprivaterHaushalte2152604089004.pdf?__blob=publicationFile
Da dürfte wohl die DGE dem Schwachsinn näher sein als die EVS.
vor fast 10 Jahren ist die Statistik da war vieles auch nicht so teuer wie heute.
Ich brauch 210 für Lebensmittel ohne Tabak wer raucht denn Heutzutage noch ich möchte auch betonen Essen ist nicht mein Hobby.